8 • 98 DAS TESTMAGAZI N FU
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DM 7," ■ ÖS 54,- ■ SFR
LFR 170,- 'HFL 8,50 'LIT 10.000,- ■ bfr 1
B 12144
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0)
Heart of
Darkness
Herzklopfen: Das verschollene
Action-Spiel endlich im Test
DVD-Kaufberatung
CD-ROM ade: Lohnt sich der Umstieg?
m
m
Lara, lndy& Co: Messe-
Neuheiten auf 38 Seiten
Seiten mit
Unreal, Commandos, Deathtrap
Dungeon, Tomb Raider Director's
Cut und viele mehr
Ein
tierischer Monat
Abteilung »Schleichwerbung«: Nach langer Pause verirrt sich diesen Monat
wieder mal ein Sonderheft von PC Player an die Kioske. Das neue Special
steht unter dem Motto »Spiele-Vorschau 98/ 99« und ist genau das Richtige
für Informationsfreaks, die unseren E3-Messebericht in dieser Ausgabe
gerade mal als Appetizer empfinden. Im Sonderheft bekommen Sie die aus-
führliche 100-Seiten-Dröhnung mit Neuheiten und Previews ab. Auf der bei-
liegenden CD-ROM stecken Hunderte von Zusatzbildern, erste Videos frisch
vom Messegelände und eine Neuheiten-Datenbank. Kauf mich!
Abteilung »Unfreiwillige Humorleistung«: Da delektieren wir uns allmonat-
lich an mißratenen Übersetzungen und anderen erheiternden Fehlleistungen
im Rahmen der Rubrik »Finale«- und schießen dann selber einen traumhaft
schönen Bock. Wer in PC Player 7/98 den Test von >Seven Kingdoms:
Ancient Adversaries«las, machte sich womöglich Sorgen um die geistige
Frische von Manfred Duy. Dessen Meinungskasten bezog sich zwar auf das
Strategiespiel, aber aufgrund einer kleinen DTP-Panne verirrte sich der
Text eines alten Rennspielverrisses dazu. Wir bitten um Entschuldigung
und veröffentlichen in dieser Ausgabe den kompletten Test zu Ancient
Adversaries - diesmal garantiert Rennspiel-frei.
Abteilung »Zugänge«: Die jüngste perso-
nelle Änderung in der Redaktion betrifft
die Hundepopulation. Thomas Köglmayr
sorgte für eine Verdopplung des redak-
tionellen Deutsch-Drahthaar-Bestands,
indem er >ßrixie« adoptierte. Als Thera-
pie-Streichelhund entschärft Brixie (rechts) angespannteste Konferenzen
und übt sich mit ihrem Bruder im rudeldynamischen Kiefertraining -
Hauptsache, die Netzwerkkabel bleiben verschont.
Ihr PC Player -Team
Un rea I
Zu schön, um wahr zu sein? Der lang
erwartete 3D-Shooter protzt nicht nur
mit High-End- Grafik, sondern hat auch
spielerische Tugenden. Spannendes
Leveldesign und gerissene Gegner
machen Unreal zur Baller-Referenz.
106
Mech Commander
Mehr Taktik, weniger Massenschlach-
ten: Das Echtzeit- Strategiespiel von
Microprose geht neue Wege. Aufbau
und Pflege modifizierbarer Kampfrobo-
ter-Kolosse stehen im Mittelpunkt der
spannenden Eroberungsfeldzüge.
116
Final Fantasy 7
Auf der Sony PlayStation ein Millionen-
seller, doch wie schlägt sich die PC-
Umsetzung des japanischen Rollen-
spiels? Monstermetzeln mit Anime-
Charme - unser Test klärt, ob sich das
Warten für Fantasy-Fans gelohnt hat.
114
Tite Isto ry
Was lange währt ...: Eigent-
lich hatten wir schon jegli-
che Hoffnung aufgegeben,
das grafisch ambitionierte
»Heart of Darkness« eines
Tages spielen zu dürfen.
Doch nach einer rund
fünfjährigen Entwick-
lungs-Odyssee ist das
Action-Adventure von
Amazing Studios end-
lich fertig geworden.
Lesen Sie in unserem Test,
wieviel spielerische Substanz der edel prä-
sentierte Reaktionstest hat.
pamazzsBEP^-^ .111111
Unreal durchgespielt: Wir zeigen Ihnen alle Level der neuen Shooter-
Referenz.
PLAYERS GUIDE
BfQ& W nr e Tins-LeiHcMrift vm T* r
Dfe f ip5-Leil3chrrft von ^+
Große Schwer-
ter, bomba-
stische Story:
Wie gut ist
die PC-Version
des Rollen-
spiel-Phäno-
mens Final
Fantasy 7
geworden?
114
Tips & Tricks
7th Guest 31
Afterlife 31
Alone in the Dark 2 31
Anno 1602 27
Army Men 31
Gommandos (Lösung) 12
Gommandos (Cheats) 27
Deathtrap Dungeon. Teil 1 22
Gex3D 27
Joint Strike Fighter 31
Myth 27
Shadowmaster 27
Tomb Raider
Director's Cut, Teil 2 28
Unreal (Cheats) 3
Unreal (Lösung) 4
Warbreeds 27
Tips-Übersicht 1998 26
106
News
Anlaufseite 22
Caesar 2 24
Die Völker 28
Besuch bei Interplay 30
Dark Secrets of Africa 94
Zeus 94
E3-Messebericht
Einleitung 38
Actionspiele 40
Action-Adventures 52
Adventures und Rollenspiele 58
Simulationen 66
Sport- und Rennspiele 72
Strategiespiele 78
Übersichtstabelle aller Spiele 92
Rubriken
Bizarre Anwendung 182
CD-ROM Inhalt 8
Editorial 3
Finale 196
Hitparaden 96
Hotlines 185
Impressum 187
Inserentenverzeichnis 159
Kid Paddle Comic 194
Lenhardt lästert 95
Leserbriefe 190
PCPlayer Gruft 91
PCPlayer Index 103
PCPlayer persönlich 98
So werten wir 102
Test-Übersicht 1998 193
Vorschau 195
Echtzeit-Strategie
Einleitung 158
Geschichte der Echtzeit-Strategie ..160
Vergleichstests 162
Kurztests 166
Adidas Power Soccer 98 151
Beast Wars 135
Castrol Honda Superbike 157
Qvilization 2 Multi player 129
Conflict Freespace 138
Cyberstorm 2 156
Cyberswine 135
Dominion: Storm over Gift 3 122
Droiyan 128
DSF Fußball Manager 98 130
Final Fantasy 7 114
Golden Goal 98 150
Heart of Darkness 142
Hopkins FBI 130
Houseof the Dead 137
MechCommander 146
Pax Corpus 145
Pro Pilot 136
Robo Rumble 154
Sanitarium 126
Sentinel Returns 152
Seven Kingdoms:
Ancient Adversaries 145
Team Apache 120
Tribal Rage 127
Unreal 106
X-Files: The Game 104
C Online >
Anlaufseite 183
Neue Online-Spiele von der E3 184
Preview: Godzilla 186
Surfbrett 188
Technik Treff 189
Anlaufseite 167
Vergleichstest: DVD-Laufwerke 168
DVD-Lexikon 177
Neue Hardware von der E3 178
Hardware-Kurztests:
Lenkräder 179
Technik Treff 180
PC PLAYER 8/ 98
PC PIAYER cd PC PLAYER cd PC PI
CD-ROM-
SCHNELLSTART
■ Alle Demos starten Sie am einfach-
sten über unser Windows-Menüsy-
stem. Wenn Sie die CD unter Windows
95 in Ihr CD-ROM-Laufwerk einlegen,
startet das Menü meistens von selbst.
Ansonsten führen Sie einfach das Pro-
gramm GO.EXE im obersten Verzeich-
nis der CD aus.
■ Auf dem Start-Bildschirm finden Sie
links die Buttons für die Navigation
auf der CD. Egal in welchem Menü Sie
sich gerade befinden: Ein Klick auf
den jeweiligen Button genügt, um den
Bereich zu wechseln.
■ Für den Fall, daß Sie die Demos,
Patches und anderen Programme
nicht über die CD-Oberfläche, sondern
lieber per Hand installieren wollen,
haben wir in der Übersicht auf dieser
Seite die Verzeichnisse sowie die
Startprogramme der einzelnen Spiele
zusammengetragen. Bei Problemen
mit der CD richten Sie Anfragen bitte
an folgende E-Mail-Adresse:
PCPcdrom@aol.com
■ Natürlich können Sie uns auch per
Post unter der Adresse des Verlages
erreichen:
WEKA Consumer Medien GmbH
Redaktion PC Player
Stichwort: CD-ROM 8/98
Gruberstr. 46a
85586 Poing
cd -inhalt
inhalt cd A
Spielbare Demos
Castrol Honda Superbike
Gonflict FreeSpace
Final Fantasy 7
Grim Fandango
Heart of Darkness
Jane's F-15
Knights and Merchants
Minigolf Deluxe
Robo Rumble
Comanche Gold Specia
5 exklusive Missionen für Comanche Gold
Videos
Multimedia Leserbriefe
Outtakes der Leserbriefe
inhalt cd B
Videos
Computer Games Developers Conference
E3-Messevideo
\ DEMOS\ HONDA
\ DEMOS\ OPFREE
\ DEMOS\ FF7
\DEMOS\GRIMDEMO
\ DEMOS\ HOD
\ DEMOS\ F15
\ DEMOS\ KNAMER
\ DEMOS\ 3DG0LF
\ DEMOS\ ROBO
\VIDEOS\MMLB9808.MPG
\VIDEOS\OUT9808.MPG
\VIDEOS\CGDCMPG
\VIDE0S\E3SNEAK.MPG
Patches, Updates
\DATA\PATCHES\ANNO1602\
\DATA\PATCHES\DESCENT\
\DATA\PATCHES\F1RACE\
\DATA\PATCHES\IPANZ44\
\DATA\PATCHES\MOTOR\
\DATA\PATCHES\SANITA\
\DATA\PATCHES\SOLDIER\
\DATA\PATCHE5\TEXMUR\
\DATA\PATCHES\UNREAL\
\DATA\PATCHES\XENOC\
\DATA\PATCHES\ZAR\
und Missionen
Anno 1602 Update auf Version 1.03
Conflict FreeSpace Grafikkarten-Bugfix
Fl Racing Soundpatch für Maxi Sound
iPanzer 44 Update auf Version 1.1
Motorhead Update auf Version 1.3
Sanitarium Patch für Level 2
Soldiers at War Level Patch
Tex Murphy Update auf Version 1.01
Unreal Beta Patch für Cyrix-CPUs
Xenocracy Netzwerk- Patch
ZAR- Demo 3 Dfx- Patch
AYER cd PC PLAYER cd PC PLAYER
Jede Menge Software auf zwei CDs: Dicke Demos wie
Grim Fandango (160 MByte ) oder Heart of Darkness
(140 MByte), fast 40 aktuelle Treiber für Sound-
und Grafikkarten und eine Menge Patches und Up-
dates für angesagte Spiele. Dazu noch die Ausgabe
7/98 in digitaler Form und der bewährte Daten-
player mit integrierten Tips und Komplettlösungen.
Tools
\T00LS\3DCQ
\TOOLS\FR101\
\T00LS\GRTVGR\
\T00LS\GLVIEW3D\
\T00LS\SNAP3D\
\TOOLS\MPMCD95\
\T00LS\TWEAKIT\
\T00LS\TWEEK\
\T00LS\VM0NLY\
\TOOLS\WIZMRK30\
\DATA\TREIBER\ZUSATZ\VB5RTSP3
Antiviren-Softw are
3D Control Center für 3 Dfx- Karten
Final Reality 3D-Karten Benchmark vi. Ol
Glide-Treiber v2.43
Betrachter für VRML-Dateien (Direct3D- Version)
Hypersnap Screenshot-Programm v3.1
Motion Pixel CD-Player für Video CDs v4.15
Tewakit Steuerprogramm für Voodoo/ Voodoo2-Karten v2.0.22
Tweek ermöglicht die Steuerung von Voodoo/Voodoo2-Karten
Mit Voodoo-Master können Sie Voodoo-Karten einstellen
Wizmark Benchmark von 3Dfx
Viusal Basic Runtime-Bibliothek v5.0
\DATA\ANTIVIR\*
Hier finden Sie die aktuellen Viren-Daten
für die gängigsten Virenscanner.
Terratec Soundsystem
Treiber für Soundkarten
\TREIBER\TERRATEQ
Treiber für Grafikkarten
\DATA\TREIBER\*.*
Hier finden Sie die aktuellsten Treiber für folgende Grafikkarten
ATI Rage 3D Pro
Diamond Stealth 3D4000
Diamond Stealth II G460
Diamond Stealth II S220
Diamond Monster 3D II
Elsa Victory 3D
Elsa Victory 3DX
Elsa Victory Erazor
Elsa Winner 1000/T2D
Elsa Winner 2000 Office
Elsa Winner 2000AVI/3D
Elsa Winner 3000-L
Elsa Winner 3000-M
Maxi Gamer Voodoo2
MiroCrystal VRX
Miro Hiscore 3D
Miro Magic
Voodoo 2 Reference
Artikelarchiv
\DATA\PCPDIGI\* .* I n diesem Verzeichnis finden Sie alle Artikel der Ausgabe 7/ 98 im PDF-
Format für den Acrobat Reader. Die Datei 9807.PDF enthält die Gesamtausgabe.
Comanche Gold
Special
\SPECIAL\CMISS
In diesem Verzeichnis finden Sie die
von unserem Martin Schnelle designten
Exklusiv- Missionen für Comanche Gold.
Sie können die Missionen sowohl ein-
zeln anwählen, als auch als Mini-Cam-
paign spielen, da die einzelnen Aufga-
ben thematisch aufeinander aufbauen.
Die Installation ist ganz einfach: Kopie-
ren Sie die Dateien mit dem Kopieren-
Button auf der CD-Oberfläche in das
Comanche- Verzeichnis - schon stehen
die neuen Missionen zur Verfügung.
Auf der CD-B finden Sie fünf brandneue
Missionen für Comanche Gold, die von
unserem Flugsimulator- Profi Martin
Schnelle für Sie gebaut wurden.
PC PLAYER cd PC PLAYER cd PC PI
Exklusiv:
[Ol
5 M issionen für:
Com anche Gold
Haben Sie schon alle Einsätze in Novalogics neuer Hub-
schrauber-Simulation hinter sich gebracht? Dann hätten
wir ein Angebot für Sie, das Fliegerasse nicht ausschlagen können.
Nicht ohne Grund hat das kalifornische Softwarehaus Novalogic
für »Comanche Gold« einen Gold Player kassiert. Den Program-
mierern ist die Gratwanderung zwischen Simulation und action-
orientiertem Spiel aufs Schönste gelungen. Exklusiv bieten wir
I hnen fünf neue Aufträge an. Kopieren Sie dazu einfach die Mis-
sionsdateien von der CD in das Hauptverzeichnis von Comanche
Gold - im Normalfall also C:\ NovaLogic\ Comanche Gold. Sie fin-
den die Dateien ganz einfach über das Menüsystem, indem Sie
auf den Button »Comanche-Special« klicken. Dann starten Sie das
Programm und gehen auf den Menüpunkt »Load User Mission«.
Dort sollte nun ein Windows-Ordner mit den Missionen »PCP1«
bis »PCP5« erscheinen.
Obwohl Ihnen die Reihenfolge freigestellt ist, empfehlen wir
doch, sich an den normalen Ablauf zu halten: Während der erste
Auftrag nur darin besteht, einige Kommunikationseinheiten aus-
zuschalten, müssen Sie im zweiten ein ganz bestimmtes Zelt ver-
nichten. Keine Angst, die Wegpunkte führen Sie direkt hin. Im
dritten Einsatz schlagen Sie sich mit mehreren Helikopterpa-
trouillen herum, und dann folgt ein Großangriff, der auf beiden
Seiten so ziemlich alles in die Luft bringt. Zum Schluß dürfen Sie
in der fünften und letzten Mission die gegnerische Basis auf-
spüren und dem Erdboden gleichmachen. Viel Spaß!
Genre: Simulation
Hersteller: Novalogic
Erfordert: Win95, 16 MByte RAM, Comanche-Gold-Vollversion
Verzeichnis auf der CD: \ SPECIAÜ CMISS
N
Final Fantasy 7
Mehr Story-Elemente als selbst in Ultima 7. Ein sehr
facettenreiches Kampfgeschehen, welches zudem noch
grafisch sehr gut umgesetzt wurde. Und ein spielerischer
Umfang, der einen mindestens 100 Stunden vor dem Monitor
hält: Große Ansprüche, die das Programm Final Fantasy 7 da zu
erfüllen gedenkt.
Alle Zweifler mit IBM-kompatibler Hardware können sich nun
selbst von den Vorzügen des Nippon-Rollenspiels überzeugen. In
der Demo steuern Sie den Hauptdarsteller Cloud, den grimmigen
Barret und Aeris, die schöne Blumenverkäuferin, durch eine futu-
ristisch angehauchte Spielumgebung. Unter anderem müssen
eine gigantische Achterbahn und ein Reaktor durchquert werden.
Ihre drei Helden sind bereits ziemlich erfahren und verfügen
daher in den häufigen Kämpfen über etliche fortgeschrittene
Tricks: Neben den gewöhnlichen Nahkampfangriffen oder Zau-
bersprüchen ist hier insbesondere die Kunst der Beschwörung zu
nennen. Der riesige Effret, den Barret ganz locker aus dem Ärmel
schütteln kann, ist die ideale Unterstützung bei Kontroversen mit
aufmüpfigen Riesenpilzen, Drachen oder anderem Viehzeug. Ver-
gessen Sie dabei nicht, Tifa zu helfen, Ihrer schüchternen
J ugendfreundin, die dringend der Unterstützung bedarf.
Sollten Ihnen in einem Kampf die Lebenspunkte knapp werden,
hilft die Einnahme eines Heiltrankes aus Ihrem Inventar.
^&ä
\
\
HAML II
Cloud E
Barret t
Aeris
HP
930-
930
MP
205
1 1015 1015
i
159 1
i
^
7B3/
7B3
191 r
tastatur-
■kommandos
Bewegung der Figuren
[Cursortasten ]
[et rl + [Cursortasten
Figur rennt
fsh if t ]
Inventar
Genre: Rollenspiel
Hersteller: Eidos/ Square
Erfordert: Win95, 32 MByte RAM, 3Dfx-Karte
Verzeichnis auf der CD: \ DEMOS\ FF7
14
PC PLAYER 8/98
PC PLAYER cd PC PLAYER cd PC PI
[Ol
Heart of Darkness
Die Entführung seines Hundchens Whisky macht aus dem
friedliebenden Andy einen rabiaten Rächer. Ohne zu
zögern jagt er den durchtriebenen Dognappern aus der dunklen
Dimension hinterher.
Sie sollten vor allem schnelle Reflexe und flinke Finger mitbrin-
gen: Schattenwesen, Ihre hauptsächlichen Gegenspieler, sind für
den dämonischen Hundedieb leicht zu erschaffen und tauchen
entsprechend häufig auf. Mit Andys Strahlenkanone besitzen Sie
aber eine hervorragende Waffe. Auf seiner Reise durch mystische
Orte kommt Andy allein mit Feuerkraft aber nicht weit - mehr als
tastatur-
kommandos
Curso r-P feiltasten )
Andy steuern
[Ctrl]
Rennen
[Alt ]
Springen
\E
Andy duckt sich
[Bewegen + [Alt ]
Kurzer Sprung
[Bewegen + [et rl
Andy rennt
[Bewegen + [a 1 1 + [et
rl Langer Sprung
[Sh if t ]
Schießen
einmal ist
auch die
Phantasie
des Spielers
gefordert.
Denken Sie
daran, daß
die Hinter-
grundgrafik
beeinflußt werden kann. Ein Schuß auf einen großen Felsbrocken
oder kräftige Sprünge auf hochliegenden Felskanten können des-
halb Wunder wirken. Wird Andy von Gegnern umklammert, ist
noch nicht aller Rettung Abend. Mit gleichmäßigen Links/ Rechts-
Bewegungen kann ersieh aus Würgegriffen befreien.
Auch der Verlust Ihrer Waffe ist nicht gleichbedeutend mit dem
Ende. Mit beherzten Sprüngen können Sie sich dem Zugriff
besonders starker Gegner entziehen.
Genre: Action-Adventure
Hersteller: Infogrames
Erfordert: Win95, 16 MByte RAM
Verzeichnis auf der CD: \ DEMOS\ HOD
N
Grim Fandango
Die Grafik-Adventures von LucasArts sind schon ein ganz
spezielles Phänomen: J eder mag sie, fast jeder spielt sie,
und die Ankündigung eines neuen Programms führt regelmäßig
zu erwartungsfrohen Fieberschauern in unserer Redaktion. Bei
»Grim Fandango« steuern Sie den eigentlich schon toten Manuel
Calavera, genannt Manni, der den ungewöhnlichen Beruf eines
Unterwelt-Reisebürokaufmanns ausübt. Er lebt in einer mexika-
nisch angehauchten Zwischenwelt, in der alle Bewohner wie
lebende Skelette ausschauen. Seine Aufgabe ist die Überleitung
frisch Verstorbener hin zum Paradies oder dessen Gegenpart.
Aber zahlreiche Probleme verderben Calavera in letzter Zeit den
Spaß an seinem J ob. I mmer seltener erhalten seine Klienten die
Genehmigung zum Verlassen dieser Zwischenwelt.
In unserer über 150 MByte großen Demo erhalten Sie die Gele-
genheit, als Agent Calavera nach dem Rechten zu sehen. Lucas-
Arts hat sich von seinem herkömmlichen Eingabe-Icon und der
gewohnten Maussteuerung getrennt; über die Tastatur steuert
sich der Protagonist diesmal am besten.
Ebenfalls ungewöhnlich für ein Adventure: die Unterstützung von
3D-Karten und Calaveras Kopfbewegungen. Da Sie ja nicht mehr
mit dem Cursor über den Bildschirm huschen können, werden
wichtige Gegenstände erst nach einem direkten Blick des Sen-
senmanns auf diese angezeigt.
tastatur- kommandos
[c u rs o
rt asten ] Calavera bewegen
[Sh ift
+ [c u rs o rt a s t e n | Calavera rennt
Gegenstand aufnehmen
□
Inventory
Untersuchen
Genre: Adventure
Hersteller: LucasArts
Erfordert: Win95, 16 MByte RAM
Verzeichnis auf der CD: \ DEMOS\ GRIMDEMO
16
PC PLAYER 8/98
PC PLAYER cd PC PLAYER cd PC PI
Castrol Honda Superbike
F -15
[Ol
N
Die gelungene Umsetzung
der Fahrphysik macht dieses
Programm zu einer Heraus-
forderung für alle Freunde
von anspruchsvollen Action-
Rennern. In unserem Demo
können Sie ein kleines
Proberennen absolvieren.
Für Anfänger gibt es zuschaltbare Fahrhilfen wie automatische
Bremsen oder eine Ideallinie (über die Funktionstasten zu
aktivieren). Konzentrieren Sie sich auf jede Kurve; unsaube-
res Anfahren führt hier nicht nur zu einem kleinen Ausritt ins
Kiesbett, sondern meist gleich zu einem Sturz.
Genre: Rennspiel
Hersteller: Interactive Entertainment
Erfordert: Win95, 16 MByte RAM
Verzeichnis auf der CD: \ DEMOS\ HONDA
Conflict FreeSpace
Passend zum Test bieten wir
Ihnen die spielbare Demo
von Conflict FreeSpace auf
der Plus-CD. In drei Trai-
nigsmissionen machen Sie
sich mit der Steuerung und
den Waffensystemen ver-
traut, bevor Sie dann im All
Wache schieben müssen. Daß hier keine Langeweile auf-
kommt, versteht sich von selbst. Im zweiten der beiden
Einsätze versuchen zwei Frachter zu entkommen. Schießen Sie
die Witzbolde ab und beschützen Ihren Zerstörer. Hier bekom-
men Sie auch einige größeren Raumschiffe zu sehen.
Genre: SF- Simulation
Hersteller: Volition / Interplay
Erfordert: Win95, 32 MByte RAM
Verzeichnis auf der CD: \ DEMOS\ OPFREE
M inigolf Deluxe
Wer bei Minigolf immer nur
an Notnagel-Freizeitakti-
vitäten während einer ster-
benslangweiligen Sommer-
frische denkt, kann sich von
Sierras Deluxe-Version
angenehm überraschen las-
sen. Statt über Eternit-Bah-
nen wird in diesem Demo von einem Piratenschiff aus Rich-
tung Meeresgrund gespielt. Versuchen Sie, den Ball mitten
zwischen die drei Bojen zu plazieren, damit er nicht von den
Haien gefressen wird. Auf dem Meeresgrund versteckt wartet
dann das Loch auf den finalen Pütt.
Genre: Sport
Hersteller: Sierra
Erfordert: Win95, 16 MByte RAM
Verzeichnis auf der CD: \ DEMOS\ 3DG0LF
Eine Mission dürfen Sie in
I diesem spielbaren Demo der
aktuellen Jane's-Flugsimu-
lation absolvieren. Hier
kommen auch gleich sämtli-
che Fähigkeiten der »F-15 E
Strike Eagle« zum Einsatz:
I Um eine Giftgas-Attacke
abzuwenden, sollen Sie eine chemische Fabrik dem Erdboden
gleichmachen. Unterstützung erfahren Sie durch drei weitere
F-15, die Ihrem Kommando unterstehen. Der Gegner schläft
allerdings nicht und wartet mit Flak-Geschützen sowie SAM-
Raketenwerfern auf.
Genre: Simulation
Hersteller: Jane's Combat Simulations
Erfordert: Win95, 16 MByte RAM
Verzeichnis: \ DEMOS\ F15
Knights and M erchants
Das mittelalterliche Echt-
zeit-Strategiespiel bietet
nicht nurdie üblichen »War-
craft« -Keilereien, sondern
darüber hinaus Wirtschafts-
elemente nach Art der
»Siedler«. Das vorliegende
Demo enthält einen spielba-
ren Level. Um die Nahrungsmittelversorgung der stattlichen
Bevölkerungszahl zu sichern, sollten Sie möglichst schnell ein
Wirtshaus sowie mehrere Getreidefelder und Weinstöcke
hochziehen. Die Readme-Textdatei informiert über die wich-
tigsten Tastaturkürzel.
Genre: Echtzeit-Strategie
Hersteller: Topware Interactive
Erfordert: Win95, 16 MByte RAM
Verzeichnis auf der CD: \ DEMOS\ KNAMER
Robo Rum ble
Die beiden besten Waffen -
hersteller des Planeten Erde
liefern sich eine harte
Schlacht; bei diesem Demo
allerdings nur zwei Level
lang. In der Vollversion darf
der Sieger dann eine außer-
irdische Bedrohung abweh-
ren. Sie können hier zumindest einen guten Eindruck von der
eigenwilligen spielerischen Mischung gewinnen. Mit Ihrem
knappen Budget müssen Sie gut haushalten, Massenproduk-
tionen sind nicht möglich. Eine wohlausgewogene Taktik ist
die beste Strategie, um gegen den Computer zu bestehen.
Genre: Echtzeit-Strategie
Hersteller: Topware Interactive
Erfordert: Win95, 16 MByte RAM
Verzeichnis auf der CD: \ DEMOS\ ROBO
PC PLAYER 8/98
AYER cd PC PLAYER cd PC PLAYER
PC-P la y e r-D atenbank
Die Spiele-Datenbank hat es in sich: Sie können nicht nur Bilder, Wertungs-
kästen und Tester-Meinungen zu den Spielen abfragen. Zusätzlich haben wir
eine Option eingebaut, mit der Sie schnell und einfach Tips und Tricks abrufen.
Suchen Sie dazu wie gewohnt das betreffende Spiel aus der Liste aus und klicken
Sie auf den Listeneintrag. Daraufhin bekommen Sie die üblichen Informationen.
Wenn zusätzliche Tips verfügbar sind, sehen Sie in der rechten unteren Ecke
des Bildschirms einen animierten Tips-Button. Klicken Sie darauf, um die
Informationen angezeigt zu be-
kommen. Mit einem Rechtsklick im
Textfenster können Sie die Tips
ausdrucken.
mmMbtt
Leserbriefe
Medien-Wahlkampf: Die Generalsekretäre der wich-
tigsten Partien diskutieren über den Kurs der Com-
puterrepublik Deutschland. Weitere Sensationen in
diesem Monat: AI Lowe rettet die Anmoderation,
Duke Köglmayr bekämpft Godzilla, Viagra-Treiber
stärken schlaffe Joysticks und kontroverse Küh-
lungsmethoden verhindern den Prozessor- Hitzestau.
... und
schon
bekom-
men Sie
die Tips
präsen-
tiert.
Wenn der Tips- Button erscheint, sind
Tips, Tricks und Lösungen zum ausge-
wählten Spiel verfügbar. Klicken Sie auf
den Button ...
PC P layer digital
Sie erhalten mit jeder PC Player Plus
die Heftausgabe des Vormonats
nochmals in digitaler Form - ideal
zum Recherchieren und Archivieren.
Klicken Sie dazu auf der CD B den
Button »PC Player digital« an. Nach-
dem Sie den Acrobat Reader instal-
liert haben, steht Ihnen die Digital-
version zur Verfügung. Sie können
entweder direkt eine Rubrik oder
die Gesamtausgabe auswählen. Mit
dem Reader-Programm läßt es sich
auch nach beliebigen Begriffen
innerhalb der gesamten Digitalaus-
gabe suchen.
Die Navigationsmöglichkeiten im Acrobat Reader sind
sehr vielfältig. Klicken Sie entweder auf ein Stichwort
in der linken Spalte, um zu einem bestimmten Artikel
zu bekommen. Oder Sie blättern mit den beiden Pfeil- ]
tasten oben die Seiten einzeln durch. Mit der Lupe
können Sie die Seiten beliebig vergrößern. Zudem
lassen sich die Texte auch kopieren und drucken.
Martin Sc hin hi
Generalsekretär WÜS
(Wählergemeinschaft
Spiele-Schnell-Indizie
-_!
(
V i d e o iClips
Sämtliche Videos auf dieser CD liegen im
MPEG- Format vor. Das hat den Vorteil, daß
die Clips auch noch im Vollbildmodus gut
aussehen. Die Videos starten Sie am kom-
fortabelsten von unserer CD-Oberfläche
aus. Klicken Sie dazu einfach auf den But-
ton »Videos«, wählen Sie ein Video aus und
schon geht's los. Sie finden die Clip-Datei-
en im Verzeichnis \ VIDEOS auf der CD.
MPEG- Videos brauchen zur Wiedergabe ein
PC PLAYER 8/98
installiertes »ActiveMovie«. Dieses Pro-
gramm ist unter Windows 95b normalerwei-
se bereits installiert. Wenn Sie Windows 95a
benutzen, finden Sie einen ActiveMovie-
Player unter \ PATCHES\ ACTMOVIE. Auch für
alle Benutzer von Windows 3.x haben wir
einen MPEG-Player auf die CD gepackt. Sie
können diesen entweder von der CD- Ober-
fläche aus installieren oder direkt aus dem
Verzeichnis \ Uli L\VMPEG.
\M
V
»C PIAYER cd PC PLAYER cd PC PI/
Die Voll version von PC Player Super Plus
Railroad Tycoon
D e lu x e
Einen wahren Klassiker präsentie-
ren wir Ihnen diesmal auf der Voll-
versions-CD: Mit Railroad Tycoon
verbrachten nicht nur Eisenbahn-
fans so manches erfüllte Wochenen-
de mit dem Aufbau einer florieren-
den Bahngesellschaft.
Lange Zeit galt Railroad Tycoon als Refe-
lenzprodukt für spannende Aufbauspie-
le. Der Spiele-Papst Sid Meier höchstper-
sönlich erschuf es zu einer Zeit, als Spiel-
spaß noch wichtiger war als perfekte
grafische Gestaltung. So präsentiert sich
der Strategie-Knaller eher spartanisch
schlicht, dafür glänzt er um so mehr mit sei-
nen inneren Werten: eine bekömmliche
Wirtschaftssimulation mit reizvollem
Modelleisenbahn-Flair.
Als Leiter einer Eisenbahngesellschaft star-
ten Sie im letzten Jahrhundert und versu-
chen, diese in einem hart umkämpften
Markt zum Erfolg zu führen. Zunächst erstel-
len Sie eine Bahnverbindung zwischen zwei
möglichst eng benachbarten Ortschaften;
dann werden Bahnhöfe gebaut und der
erste Zug zusammengestellt. Abhängig vom
Einzugsbereich der Stationen sind Passa-
giere und verschiedene Güter zu transpor-
tieren, was jeweils unterschiedlichen Profit
abwirft. Nach und nach werden schnellere
und stärkere Lokomoti-
venentwickelt, mit denen
Sie die Fracht noch bes-
ser transportieren kön-
nen. Drei Computergeg-
ner konkurrieren mit
Ihnen, und bisweilen
gibt es Auseinanderset-
zungen um besonders
lukrative Städte: Wer
eine Stadt weniger effek-
tiv versorgt als ein Riva-
le, der verliert seinen
Bahnhof. Durch Aktienkäufe können Sie an
den Gewinnen der anderen Gesellschaften
partizipieren oder diese sogar kurzerhand
schlucken. (tw)
Bei Railroad Tycoon Deluxe dreht sich alles
um die Eisenbahn.
£•****
3™
f~
Nur wer fleißig Bahnstrecken baut und Züge
einsetzt, hat Erfolg.
:■■.■:
Revenue: YTD
I
Sta rthilfe & Erste Seh ritte
Railroad Tycoon Deluxe begnügt sich ganz
bescheiden schon mit einem 386-PG Für
die Vollinstallation müssen Sie bloß 6
MByte einkalkulieren. Beachten Sie aber,
daß dieses Spiel unter MS-DOS läuft. Sie
Vollversion
RAILROAD TYCOON DELU)
Ha --ad -ycaünDf ..xc
&$5n!*nd* Wo*
Tlp«<torHwJaJdon
MaJItfariE-YMee
Ir^ärH
RS HSffil
Vom Menü unserer CD aus können Sie Rail-
road Tycoon direkt installieren.
können es jedoch auch von Windows aus
starten, indem Sie nach der Installation
die Datei RDX.BATim Verzeichnis RAILS-
DX aufrufen. Sollte es dabei zu Problemen
kommen, versuchen Sie einen Neustart
Ihres Rechners im DOS-Modus.
Auf der Vollversions-CD von PC Player
Super Plus finden Sie zudem ein kleines
Video, in dem Sie unser Redakteur Tho-
mas Werner durch die Installation führt
und zeigt, wie Sie rasch in das Programm
einsteigen können. Dazu gehört auch die
Sicherheitsabfrage: Anfangs müssen Sie
jeweils einen bestimmten Lokomotiv-Typ
identifizieren. Die entsprechende Über-
sicht haben wir auf der nächsten Seite
abgedruckt.
DExpress/Brn->Lil £ 56,000
£
114,000
£ 3,471,000
, ■ ^==*=~
£ 59,000
£
111,000
£ 3,191,000
l JBig6im#JlS B i^U ^ ,'.:., 1W
7>Rei-Bru £ 64,
£
166,000
£ 1,918,000
U^„S**IL =±=(tt^
;/>Rei-Met £ 117,000
£
225,000
£ 2,222,000
JEgft _ L |=^=g^^
5)Express/=-Sti £ 55,000
£
179,000
£ 1,610,000
6)Express/Mun->Reg £ 78,
£
132,000
£ 964,000
|| _ TTTTTTTTm|| — _ -_ ,
Zug-Übersicht: Wo erwirtschaften Sie die höchsten Gewinne?
Tastenkommandos
[f l]b is (f 4]
Verschiedene Kartenansichten
ED
Neuen Zug bauen
[fb]
Neuen Bahnhof errichten
|F10|
Höhenstufen einblenden
[Sh if t + D )
Eingleisige Strecke wird zweigleisig
[Sh if t ] +
Gleise in entsprechende
NUM PÄD 1-8
Richtung verlegen/abbauen
[alt + Q ]
Spiel verlassen
10
PC PLAYER 8/98
»C PIAYER cd PC PLAYER cd PC PI/
Sicherheitsabfrage für die Voll version
Railroad Tycoon Deluxe
Nach dem Start von Railroad Tycoon Deluxe ist noch die Sicherheitsabfrage zu bewältigen, bevor das eigent-
liche Spiel startet. Dabei müssen Sie eine Lokomotive korrekt identifizieren. Die richtige Antwort können
Sie dieser Übersicht entnehmen.
4-8-4 242 AI
Ste:
* 4-6-2 AlClass
4-6-2 A4 Class
4-4-0 American
^TSBg^&sJSi
6/6GECIaseCrocodile
" r" '
i.
3i
4-2-0 Iron Duke
,; ^ ,1
4-2-2 J ohnson Midland Spinner
^ l
4-2-2 Stirling
^ ^„.^ J ,
4-4-0 Claud Hamilton
^
2-8-2 Mikado
0-8-0 Webb Compound
.J ~ ~"^\
1 . . ' '. I- '
2-8-0 Consolidation
^^
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J --ji U'LilÄ
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V200 B-B
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12
PC PLAYER 8/98
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^.
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Martin Schnelle
news +++ news +++ news +++ news +++ news +++
iebes^
Tagebuch. . .
Last Minute
■ Das neue Programmier-
team Pandemic Studios ent-
wickelt fünf Titel für Activi-
sion, darunter »Dark Reign
2« (siehe Messebericht) und
eine Fortsetzung zu »Battle-
zone«.
■ J ohn Carmack von id
Software gab bekannt, daß
die Arbeiten an »Quake 3«
vorerst eingestellt wurden.
Stattdessen basteln die te-
xanischen Designer nun an
»Quake Arena«, einem rei-
nen Multiplayerspiel. Solo-
spieler können sich hier
lediglich mit Deathmatch-
Computergegnern messen.
■ »Duke Nukem Forever«
wird nun doch nicht die
aktuelle Grafik-Engine von
id Software benutzen, son-
dern die »Unreal«-Routinen.
Wer einmal eine Reise tut, der kann viel erzählen: Die Spieleneu-
heiten-Aufarbeitung der E3-Messe nimmt stattliche 38 Seiten dieser
Ausgabe ein. Für den besuchenden Redakteur ist dieses Event eine
Art Kreuzung aus Weihnachten und Ostern. Neben vielen Presse-CDs
sammelt ein E3- Pi 1 ger auch reichlich persönliche Eindrücke.
1. Messetag: Um 10 Uhr strömen die Menschenmassen in die Ausstel-
lungsräume - wohl dem, der sich schon am Tage vorher den »Badge«
besorgt hat, jene Hundemarke, ohne die das »Nur für Fachbesucher«-
Ereignis nicht zugänglich ist. Gottlob war Kollege Austinat schon
am Vorabend da und trieb kollegial die gesammelten Umhänger ein.
Am Eingang zur imposanten West-Halle befinden sich direkt die
Stände von Acclaim und Electronic Arts, die sich gegenseitig zu
übertönen versuchen. Das Ergebnis: Mehr Krach als bei einem Sex-
Pistols-Konzert, Unterhaltungen werden unmöglich. Ich stelle Über-
legungen an, wann die Schallwellen beginnen, sich durch Interfe-
renz auszulöschen.
2. Messetag: Für den Weg zum Ausstellungsgelände wird zwar ein
Shuttle-Bus angeboten, der jedoch Ewigkeiten braucht. Dafür hum-
pele ich lieber durch das feucht-heiße Klima und erleide einen
Kälteschock, wenn ich in die gut 20 Grad kühleren Hotel -Räuml ich-
keiten gelange: Lang lebe die Klimaanlage.
X
'9
3. Messetag: Mittlerweile bekomme ich Striemen auf
den Schultern - 20 Kilogramm hat mein Rucksack dank
der Pressemappen noch nie gewogen.
Zumindest habe ich es am Abend geschafft, mit Man-
fred Duy ins Kino zu kommen. Als wir »Godzilla« über-
standen haben, sind wir uns über die durchwachsene Qualität des
Streifens einig - und rege inspiriert für die Multimedia-Leser-
briefe. . .
Viel Spaß mit den E3- Informationen ab Seite 38 wünscht Ihnen
J
Ihr
J&£&£<<&
22
PC PLAYER 8/ 98
Preview: Caesar 3
J U IM
ROMER
Die spinnen nicht, die Römer: Mit
dem dritten Teil der Aufbau- Stra-
tegieserie will Sierra den »Sied-
lern« an den Kragen. Wir haben uns
bei den »Caesar 3« -Programmie-
rern umgesehen und exklusive Bil-
der vom historisch angehauchten
Spiel mitgebracht.
Einst führten alle Wege nach Rom. Heute hinge-
gen ist London eines der beliebtesten Reiseziele
in Europa. Das gilt erst recht für Fachjournalisten aus
der Computerspielbranche, die berufsbedingt mehr-
mals im J ahr dorthin fliegen. Was auch nicht alle wis-
sen: London war schon zu römischer Zeit eine bedeu-
tende Stadt. Und exakt um diese Zeitepoche sollte es
sich beim diesmaligen Ausflug drehen.
Großartige antike Zeugnisse wie in Italien oder Trier
sind in der britischen Hauptstadt nicht mehr zu bewun-
dern, Statt dessen durfte man sich zunächst an einem
Streik des U-Bahn-Personals erfreuen (das hätte es
unter den Römern nicht gegeben; allerdings gab es
damals auch keine U-Bahn). Schließlich prasselten
sintflutartige Regenfälleausdemdüsteren Himmel her-
nieder und setzten genau jene Strecke unter Wasser,
die zum Firmensitz von Impressions führt. So ging es
eben zu Fuß ans andere Themse-Ufer. Dort erwartete
den abgekämpften Redakteur nach bestandenen Aben-
teuern dann endlich der eigentliche Anlaß für seine
hindernisreiche Reise: »Caesar 3«.
Die Vorfreude auf das Spiel war nicht nur wegen der
vielversprechenden ersten Bilder hoch: Der gelungene
Vorgänger Caesar 2 gehörte ja zu den Gründen, die
Sierra auf diesen Hersteller aufmerksam machten und
dafür sorgten, daß die Amerikaner die kleine britische
Firma unter ihre Fittiche nahmen. Die Spannung stieg,
als Firmengründer David Lester in den Konferenzraum
bat und den PC anwarf ...
E r ile OptLotis Help Senate
Ja le Oii t iuu s Help Senate Jj]
Der Hafen am Flußufer ist Zielpunkt vieler Handelsschiffe.
Planen wie die alten Römer
Die Römer waren zum einen für ihre Kriegsführung
bekannt und gefürchtet. Daneben hatten Sie aber auch
einen ausgeprägten Sinn für Architektur und verfüg-
ten über hervorragende Ingenieure. Sogar Kaiser Nero
hielt sich selbst nicht nur für einen großen Dichter und
Sänger, sondern auch für einen genialen Stadtplaner.
Der Legende nach ließ er Rom niederbrennen, um Platz
für die Umsetzung seiner Ideen zu schaffen.
Wohin die römi-
schen Legionen
auch immer
kamen, rasch
wurden Städte
angelegt.
Schließlich soll-
ten diese als
zivilisatorische Keimzellen dienen, um römische Kul-
tur und Lebensweise in jeden Winkel des riesigen Rei-
ches zu bringen. Dabei gingen die Ingenieure stets auf
gleiche Weise vor: Ein Priester suchte nach festste-
henden Kriterien die passende Stelle aus, die Haupt-
achsen wurden angelegt und die Straßen für das
schachbrettartige Siedlungsmuster vorbereitet. Im
alten Germanien wurden beispielsweise Köln und Trier
in dieser Epoche errichtet. Zum antiken Stadtgründer
wird man auch bei Caesar 3 ernannt. Wie schon die bei-
den Vorgänger wirkt es ein wenig wie ein in die Anti-
ke versetztes SimCity: Genau wie beim Maxis-Klassiker
sind Ortschaften aufzubauen und zu unterhalten; dabei
muß man das Zusammenspiel zahlreicher Faktoren
beachten, um beim Städtebau keinen Schiffbruch zu
erleiden. Trotzdem ist Caesar 3 durchaus eigenständig
und mehr als bloß eine schlichte Kopie der bekannten
Die Landwirtschaft liefert die nötigen Nahrungsmittel für die neue Stadt.
24
Auf einer Übersichtskarte
können Handelsbeziehun-
gen zu anderen Städten
eingerichtet werden.
~1
Capua
«*0 4
m
Geld Bevölkerung
Waren-
lager
Wasser-
speicher
Künstler- 1 "<p>**'
kolonie * ^Jg
Theater
Daten
einblenden
Übersicht
zum Senat
zur
Reichskarte
Karte
drehen
Gebäude
errichten
Bis eine Stadt dieser Größe entsteht, müssen viele Spielstunden investiert werden.
Spezial-
funktionen
-Tempel
Städtebau-Simulation mit anderer Gebäudegestaltung.
Das spielerische Element wi rd bei Caesar 3 stark betont;
viele Elemente provozieren sogar einen Vergleich mit
Blue Bytes »Siedlern«, Sunflowers' »Anno 1602« oder
dem Microsoft-Dauerbrenner »Age of Empires«.
Das Spielziel ist, Stück für Stückdie Karriereleiter hoch-
zufallen, um letztendlich selbst zum römischen Kaiser,
zum »Caesaren«, ernannt zu werden. Auf diesen eben-
so ehrenvollen wie lebensgefährlichen Posten haben
Sie nur dann eine reale Aussicht, wenn Sie die zuge-
teilten Aufträge ordnungsgemäß erfüllen. Vorgesehen
sind bislang 15 Missionen und etliche Bonus-Karten,
wobei jede einzelne davon mehrere Stunden Zeit in
Anspruch nehmen soll. Hinzu kommen acht Einstiegs-
aufgaben, die zu einem kleinen Tutorial zusammenge-
faßt sind. Durch diesen Kniff sollen selbst unerfahre-
ne Spieler behutsam in die Funktionen des Programms
eingeführt werden und so rasch die Fähigkeiten erler-
nen, die einen guten römischen Stadtplaner ausma-
chen. Daher demonstrierte Caesar-Vater David Lester
zunächst mit dem Tutorial, wie im Nu eine kleine römi-
sche Siedlung entsteht.
Rom an einem Tag erbauen
Bürger sind sozusagen die menschliche Grundlage, auf
der - nicht nur bei Caesar 3 - die ganze Stadt basiert.
Die Bürger arbeiten
in den Betrieben,
wohnen in den Häusern und zahlen Steuern, mit denen
wiederum Stadterweiterungen finanziert werden kön-
nen. Sind die Einwohner unzufrieden, stagniert die Ent-
wicklung, und die gesteckten Ziele sind nicht mehr zu
erreichen. Daher sollten erst einmal Siedler angelockt
werden. Dies geschieht, indem entlang einer Straße
Bauland ausgewiesen wird. Störende Vegetation ist zu
beseitigen, bei Bedarf können zusätzliche Straßen
angelegt werden. Allerdings benötigen die Neubürger
sofort staatliche Kontrolle: Eine Präfektur dient der
öffentlichen Sicherheit, wobei dies sowohl den Brand-
schutz als auch den Schutz vor Verbrechen umfaßt. Ein
Siedler
locken Sie
durch
freie Bau-
grund-
stücke an.
David Lester, Impressions-Gründer und Caesar- Vater, präsentiert
stolz die Alpha- Version von Caesar 3.
PC PLAYER 8/ 98
25
File Oplions Help
Die römi-
schen
Legionäre
vertei-
digen die
Stadt vor
neidi-
schen
Barbaren.
W^i^s^i^ä^^i^'
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Per Mausklick erfährt man, was sich in diesem Lagerhaus befindet.
Ingenieursposten soll hingegen die Einsturzgefahr bei
Gebäuden minimieren.
Rasch sieht man, wie der erste Beamte über die Straß en
patrouilliert und an den entstehenden Behausungen
vorbeimarschiert. Eine einblendbare Ansicht mit meh-
reren Säulen läßt sofort erkennen, wo das Risiko für
Brände oder Hauseinstürze besonders hoch ist.
Sehr wichtig ist die Wasserversorgung: Wasserspeicher
in Flußnähe und Aquädukte sind rasch per Mausklick
errichtet. Badehäuser verbessern die Hygiene. Mit
Parkanlagen steigert man die Attraktivität angrenzen-
der Wohngebiete. Schulen und Bibliotheken heben den
Bildungsstand, Theater, ein Colosseum oder ein Hip-
podromsorgen fürZerstreuung. Krankenhäuser und vor
allem Märkte sind quasi unverzichtbar. Um Steuern zu
erheben, muß jedoch das Senatsgebäude oder ein
Forum in der Nachbarschaft vorhanden sein.
Ein spezielles Element bilden Tempel und Orakel: Mit
ihnen kann man Einfluß darauf nehmen, wie gewogen
einem dieGötter sind. Huldigen können SieCeres, Nep-
tun, Merkur, Mars und Venus, wobei jede Gottheit ihren
eigenen Arbeitsbereich hat. Ceres beispielsweise ist
verantwortlich für die Landwirtschaft, während Merkur
eine schützende Hand über den Handel halten soll. Die
Götter können sogar eifersüchtig werden, wenn einer
der ihren besonders intensiv verehrt wird.
Hinterhältig sind Erdbeben, die schnell ganze Stadt-
teile verwüsten. Bei Feuersbrünsten niedergebrannte
Hütten sollten Sie jedenfalls schnell beseitigen, um
den Wert der angrenzenden Grundstücke nicht zu
gefährden. Andere Nutzungsarten haben ebenfallseine
Auswirkung auf die benachbarten
Flächen. Beispielsweise wohnen
die Bürger nicht gern unmittelbar
neben Märkten, sie lieben es dafür,
sich noch in fußläufiger Entfer-
nung davon niederzulassen. Gene-
rell müssen alle Gebäude klug
plaziert werden. So können Bau-
ernhöfe, Werkstätten, Ingen-
ieursposten und sogar der Senat
nurdann arbeiten, wenn genügend
Handel und Wandel
Wichtiger noch als Götter und Spiele ist das Brot. Eine
Stadt braucht Nahrungsmittel, und diese werden auf
Bauernhöfen produziert. Anders als bei Caesar 2 hat
man diesen lebensnotwendigen Vorgang voll in den
normalen Spielfluß integriert. Farmen werden wiejedes
andere Gebäude angelegt. Aus der Menüleiste am rech-
ten Bildschirmrand wählt man aus, was im einzelnen
angebaut werden soll. Neben Weizen gibt es auch
Arbeitskräfte in der Umgebung
aufzutreiben sind.
Noch wird bei Impressions fleißig an allen Rechnern gewerkelt,
damit Caesar 3 im Herbst erscheinen kann.
Die Konkurrenten
Caesar 3 tritt im Strategie-Aufbau- Genre gegen einige große Namen an; besonders mit den folgenden Titeln wird es sich messen lassen müssen.
SimCity 3000
Bis zum Ende des Jahres soll der
Nachfolger zur bislang ultimativen
Städtebau-Simulation in den
Regalen stehen. Maxis setzt be-
sonders auf die generalüberholte
Grafik und eine noch ausgeklü-
geltere Verkehrssimulation als bei
SimCity 2000. Dadurch sollen
Städte lebendiger wirken.
Die Siedler 3
Trotz einiger kleiner Änderungen
bleibt das ursprüngliche Spiel-
prinzip erhalten. Sicherlich ist es
das Programm mit dem größten
Wusel- und Knuffigkeits- Faktor.
Erscheinungstermin des neuen
Blue-Byte-Hoffnungsträgers istder
Oktober '98.
Age of Empires
In die Antike können Sie sich auch
mit dem Microsoft-Hit zurückver-
setzen lassen. Die Betonung liegt
weniger auf der Errichtung von
Siedlungen als auf den spannen-
den Echtzeit-Gefechten; der 1999
erscheinende Nachfolger soll den
Bauanteil allerdings höher
gewichten.
Anno 1602
Bei diesem im ausgehenden Mit-
telalterangesiedeltem Spiel kann
man ebenfalls stundenlang das
bunte Treiben der Einwohner
bewundern. Ansonsten liegt der
Schwerpunktauf dem ausgefeilten
Wirtschaftssystem mit einigen
Aufbauelementen und Echtzeit-
kämpfen.
W&Em.
26
PC PLAYER 8/98
Früchte, Oliven und Wein; hinzu kommt die Schweine-
zucht. Alle Lebensmittel müssen in entsprechenden
Speichern zwischengelagert werden, bevor die Bevöl-
kerung damit versorgt werden kann. Der Transport
erfolgt mit Karren, wobei man dabei zusehen darf, wie
die Knechte mit berstend voller Ladefläche bei den
Lagerhäusern eintreffen und diese anschließend mit
leeren Gefährten wieder verlassen. Bauernhöfe müs-
sen immer in Gegenden angelegt werden, die sich
besonders für die Landwirtschaft eignen.
Ähnliches gilt für die Gewinnung weiterer Rohstoffe wie
Ton oder Eisen, das nur in der Nähe der Berge zu fin-
den ist, Das Rohmaterial wird dann in Werkstätten zu
fertigen Waren veredelt. Häfen ermöglichen den
Warenaustausch über das Meer oder Flüsse - voraus-
schauende Brückenbauer achten daher auf eine aus-
reichende Durchfahrtshöhe.
Insgesamt sind die Wirtschaftskreisläufe nicht ganz so
komplex gestaltet wie bei den Siedlern, da das
Hauptaugenmerk bei Caesar 3 auf der Entwicklung der
ganzen Stadt liegt.
Politik auf Prokuratoren-Art
Die Politik ist auch bei Caesar ein diffiziles Geschäft.
Schließlich erwartet der Kaiser, daß Sie die Vorgaben
bedingungslos erfüllen. Zu den Standardzielen jeder
Mission zählt beispielsweise das Erreichen einer
bestimmten Einwohnerzahl, oft gekoppelt mit einem
Mindestwert für Wohlstand oder Kultur. Darüber hin-
aus sind noch andere Wünsche des römischen Herr-
schers zu berücksichtigen. Dazu gehört unter ande-
rem, eine festgelegte Menge an Nahrungsmittel abzu-
liefern, wenn gerade eine Hungersnot tobt. Ein ande-
res Mal benötigt die Zentralregierung bestimmte Roh-
stoffe. Persönliche Geschenke können die Meinung des
Kaisers über die eigenen Erfolge ebenfalls positiv
beeinflussen.
Auf einer Übersichtskarte ist zu erkennen, wie sich das
Römische Imperium immer weiter über Europa und
Nordafrika ausdehnt. Mit freundlich gesonnenen Städ-
ten können Sie Handel treiben. Dazu muß erst einmal
eine Handelsroute eröffnet werden, was eine bestimm-
te, entfernungsabhängige, Summe Geldes verschlingt.
J ede Stadt hat andere Waren anzubieten und wünscht
sich im Gegenzug wiederum bestimmte Güter. Der Han-
del ist dann in der eigenen Stadt richtiggehend zu
beobachten, wenn eineschwerbeladene Karawaneein-
trifft und an den entsprechenden Stellen die Produk-
te tauscht.
Stets sollten Sie die Stimmung im Volke beachten, um
keine Unruhen zu provozieren. Ein Berater kann dabei
so manche Hilfestellung geben, doch wichtiger ist es,
die Situation in der Stadt stets im Auge zu behalten.
Es kann nützlich sein, bei einem Arbeitskräftemangel
die Arbeiter neu zu verteilen. Dafür gibt es ein spezi-
Die Stadt
kann mit
Kasernen und
Mauern gegen
Angriffe gesi-
chert werden.
elles Menü, in dem Sie die Prioritäten für die einzel-
nen Tätigkeiten festlegen.
Hannibal und seine Freunde
Natürlich ist die Welt voller Mißgunst, und so ist es nur
eine Frage der Zeit, bis feindliche Barbaren vor den
Stadttoren stehen. Eine besonders große Gefahr stellt
dabei der mit seinen Kampfelefanten über die Alpen
ziehende, karthagische Herrscher Hannibal dar.
Auf alle Fälle ist es angebracht, sich auf die Verteidi-
gung der Stadt vorzubereiten. Dafür können Sie Stadt-
mauern mit Toren und Wachtürmen anlegen. Soldaten
werden in Kasernen ausgebildet und können im Ernst-
fall kohortenweise Richtung Feind geschickt werden.
Die Schlachten finden nicht mehr in einem separaten
Modus statt, sondern sind als Echtzeitgefechte voll in
die Stadtansicht integriert. Es wird jedoch nur drei
Arten von Soldaten geben, die in verschiedenen For-
mationen antreten können. Sollten gegnerische Trup-
pen die Stadt überrennen, dann haben sie sich für ihre
Zerstörungswut meist bestimmte Ziele wie Lagerhäu-
ser herausgepickt. Die normalen Bürger stellen sich
ihnen nicht in den Weg, doch tapfere römische Beamte,
Gladiatoren und Löwenbändiger versuchen dann ihr
möglichstes, um die schutzlosen Bewohner zu vertei-
digen. Der Angriff auf andere Städte ist nicht vorge-
sehen; die Kämpfe sind also rein defensiv.
Guck mal, wer da wuselt!
Bemerkenswerteste Neuerung von Caesar 3 im Ver-
gleich zum Vorgänger ist der hohe »Wuselfaktor«.
Anstatt nur über eine Ansammlung niedlicher Gebäu-
de zu gebieten, sind die Straßen jetzt voll mit Leben.
Alle wichtigen Daten und Vorgänge sind in der Stadt
selbst zu erkennen: Arbeitslose hocken auf den Stufen
des Senats, neue Siedler kommen an, Theater werden
bespielt, Bauern bringen die Waren zu den Lagerhäu-
sern. Offenbar ließen die Entwickler sich dabei kräftig
von den »Siedlern« inspirieren. Herumlaufende Perso-
nen können per Mausklick zum Reden gebracht werden
und plaudern dann aus, was ihnen gerade durch den
Kopf geht. Oft sind dies Belanglosigkeiten, doch viel-
fach geben die Bürger Stimmungen im Volk wieder oder
weisen auf bestehende Probleme hin.. Die über die
aktuelle Karte einblendbaren Informationen zeigen
sofort auf, wo die Schwachstellen sind und wo welche
Maßnahmen eingeleitet werden sollten.
Der Einzugsbereich von Kampfarenen und Theatern
wird durch den Weg beeinflußt, den die dort auftre-
tenden Artisten zurücklegen. Die Straße entlang para-
dierende Löwenbändiger mitsamt fauchender Groß-
katze sind offensichtlich große Publikumsmagneten.
Das Caesar 3-Team jedenfalls sieht angesichts all der
eingebrachten Ideen dem zu erwartenden Duell mit der
herbstlichen Konkurrenz gelassen entgegen. Sogarvon
einer Missions-CD im nächsten Frühjahr ist schon opti-
mistisch die Rede. (tw)
Mit unterschiedlich hohen Säulen werden Feuerrisiken
oder auch das Steueraufkommen übersichtlich dargestellt.
CAESAR 3 - FACTS
► Hersteller: Impressions/ Sierra
► Genre: Aufbau-Strategie
► Termin: Herbst '98
► Besonderheiten: Antikes Flair; belebte
Straßen; visuelle Darstellung aller wichtigen
Daten; Echtzeit-Kämpfe.
PC PLAYER 8/ 98
27
Preview: Die Völker
. I ker-
Wanderung
Aufbau-Strategiespiele wie »Age
of Empires« siedeln sich derzeit
weit oben in den Hitlisten an. Auch
das österreichische Programmier-
team JoWood hat Umzugspläne:
Die »Industriegigant« -Entwickler
arbeiten an einem neuen Pro-
gramm, das zum Jahresende die
Händlerregale bevölkern soll.
Karl Marx wäreentzückt überdie Eroberungsorgien
in Echtzeit-Strategiespielen, schließlich war
der Krieg für ihn schon immer die Fortsetzung des Kapi-
talismus mit anderen Mitteln. Weniger erfreut hätte ihn
die wertkonservative Grundhaltung, die sich dahinter
verbirgt: Deutschsprachige Programmierer und Spieler
zeichnet seit jeher ein kaum zu bändigender Drang zum
buchhalterischen Freizeitspaß aus, fachmännisch als
»Wirtschaftssimulation« bezeichnet. Auch der
sanfte Genrewechsel zur Echtzeit- Strategie
geht Anno 1998 kaum mehr als revolutionä-
re Tat durch.
Bekanntlich ist die kommunistische Lehre im
praktischen Wettstreit bloß zweiter Sieger
geworden, die Volksmassen haben sich aus
Gründen der real existierenden Lebensqua-
lität dann doch lieber für die Gegenseite ent-
schieden. Und noch was mögen sie, die Volks-
massen: geschickt komponierte Genre-Mixtu-
ren, die keinen begrenzten Ausschnitt,
sondern nach Möglichkeit des Lebens ganze
Fülle auf eine CD-ROM pressen. Bereits »Der
Industriegigant« wurde seinerzeit als gelun-
gene Mischung aus »Transport Tycoon« und
lism« gehandelt. Tauscht man diese Elternteile gegen
»Die Siedler« und »Warcraft 2« aus, bewegt man sich
schon ziemlich nahe an einer akzeptablen Kurzcharak-
teristik des nächsten JoWood-Streichs. Aber bevor's
ans Eingemachte geht, zunächst ein kleiner Ausflug in
vorbiblische Zeiten zur Abklärung des spielgeschicht-
lichen Hintergrunds.
Selbst die Väter unserer Väter kannten jene Epoche nur
mehr vom Hörensagen, in der Anfang und Ende eins
waren, die Zeit um sich selbst kreiste und das Univer-
Das Wandern ist der Völker Lust -
allem über intakte Brücken.
vor
Verfeindete Völker bekriegen sich mit den unterschiedlichsten
Waffen, für die 62 Upgrades existieren.
»Capita-
sum hieß wie sein Schöpfer: J aron. Ein paarÄonen spä-
ter legte ER seinen Namen ab, gebar vier Söhne und
gab ihnen je ein Volk in Obhut, um so zu ergründen,
wer als sein Stellvertreter in Frage käme. Aber auch
namenlose Götter sind nicht vor dem klassischen
Schicksal alleinerziehender Väter gefeit: Die verzoge-
ne Brut entwickelte sich (und ihre Völker) zwar äußerst
unterschiedlich, aber nicht gerade zum Positiven,
geschweige denn Göttlichen hin. Tja, dumm gelaufen.
Also, was tun? Ich weiß nicht was Ihr Hausgott emp-
fiehlt, aber Papa Ex-Jaron legte seinen Kleinen eine
Runde Völkerball ohne Ball nahe: »J eder von
Euch schickeeine Delegation seines Volkesauf
die Welt meines jüngsten Sohnes, auf Lukkat
im Mu-Aurigae- System. Ich habe diese Welt
gewählt, da dieser noch die wenigste Erfah-
rung hat, und er daher den Vorteil der eige-
nen Heimat nützen soll. Eure Völker sollen auf
dem Planeten Städte bauen und sich solange
ausbreiten, bis mein Nachfolger feststeht.«
Vier-Fronten-Krieg
In Vater Namenlos' Tagesbefehl war zwar in
erster Linie von »Städte bauen und sich ausbreiten«
die Rede, aber eine flächendeckende Bausparer-Idylle
hatte er dabei sicher nicht im Sinn. Dagegen spricht
bereits die pure Existenz von 91 verschiedenen Ein-
heiten wie Flugzeugen, Panzern, Schwebepanzern,
Infanteristen, Reittieren, Zauberern und magischen
Bogenschützen - sowieeinigen echten Exoten ä la Echo-
lot-Einheiten und Phosphor-Drohnen. Die werden Sie
garantiert nicht alle für den Straßenbau benötigen.
Außerdem, man hat's ja: Es gibt nämlich auch Bauar-
beiter, Forscher, Reaktorpersonal, Handelsbeauftrag-
PC PLAYER 8/98
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4 Die Wind-
mühlen und
andere wichti-
ge Gebäude
sind animiert.
Was es bis- ►
her an Ren-
der- Grafiken
zu sehen
gibt, wirkt
schon recht
einladend.
i tii / i / // t *
Andere Völker, andere Architekten: Unten links erkennt man ein For-
schungslabor, rechts unten die Übersichtskarte.
te, Recycling-Knechte, Sozialarbeiter, Hebammen und
noch ein bißchen mehr. Zum Beispiel Offiziere vom
Schlage eines Berti Vogts (andere Branche, aber hier
kommt es nur auf die Sekundärtugenden an), die aus
einem ungeordneten Haufen insektoider Verlegen-
heitssoldaten im Handumdrehen eine schlagkräftige
Elitetruppe formen. J e nach Dienstgrad gelingt ihnen
das unterschiedlich gut. Konkreter: Ein General kann
komplexere Befehle erteilen als ein Oberst oder Leut-
nant. Die kämpfende Truppe wiederum verfügt über
einen Moralwert, einen Erfahrungswert und 21 weite-
re Eigenschaften. Noch was Interessantes stecken die
Programmierer den J ungs in ihre Tornister: Kampfdro-
gen, wie sie schon die alten Gallier einsetzten - mit
teilweise verheerenden Nebenwirkungen, wiesieschon
die alten Gallier liebten.
Eine strategische Haupttatsache ist die völlige Ver-
schiedenartigkeit der vier Kriegsteilnehmer in puncto
Technologiestand, Kultur, Verhalten, besondere Fähig-
keiten etc. Aussehen tun auch alle ganz anders, wobei
ein Völkchen fast menschlich wirkt, während die Kol-
legen irgendwo zwischen Alien und Großinsekt schwan-
ken. Zweitens integrierte man in das Spiel anscheinend
ifcMT,i:KaaL'.x^^Hi'. k a
^Ja-l4
Ein »Mentor« im Entwicklungsstudio: Diese Ratgeber helfen
Ihnen bei Fragen und Problemen im Spiel jederzeit weiter.
ein kleines »Sim City 20 000 v.Chr.« mit 100
Gebäudearten, zu denen auch Spezialitäten
wie Flugtierhorste und als Stadttor verklei-
dete Teleporter gehören. Forschen und erfinden dür-
fen Sie ebenfalls aus Leibeskräften, Diplomaten schwir-
ren herum, man treibt Handel, Rohstoffe werden
gewonnen, verarbeitet und recycelt. Dazu kommen
noch die militärischen Feinheiten: Taktische Gruppen-
formationen sind möglich, Radarstationen wollen rich-
tig plaziert sein, der Tag-Nacht-Zyklus begünstigt die
Infrarotsensor-Besitzer und dergleichen mehr.
Das Siedlungsprojekt
I n der spielerischen Praxis gründen Sie bis zu 24 Städ-
te und bestücken diese mit Gebäuden. Damit die Wind-
mühlen, Farmen und Verteidigungstürme auch ihrer
naturgegebenen Bestimmung nachgehen können,
müssen sie mit einer Anzahl Facharbeitern bestückt
werden. Die für die Produktion nötige Energie wird aus
Kraftwerken gewonnen, die Einheiten kauft man dage-
gen beim Händler ein. Und damit Sie auch bei den
unvermeidlichen Scharmützeln mit den Gegnern obsie-
gen, sollten Sie in Ihren Wissenschaftstürmen eifrig an
den etwa 550 möglichen Erfindun-
gen forschen. Ihnen selbst bleibt
es dann überlassen, ob Sie lieber
mit einer Heerschar schwachbrü-
stiger Söldner oder einer hochspe-
zialisierten und mit zunehmender
Erfahrung immer schlagkräftigeren
Kämpfergruppe zu Felde ziehen.
Kluge Strategen legen sich nicht
gleich mit allen Völkern zugleich
an, sondern schließen Allianzen,
um Rohstoffe auszutauschen oder
sich gemeinsam auf den Kriegspfad
zu begeben.
Die Planet Lukkat wird beim Spiel-
start immer wieder neu erschaffen, seine 1,6 Milliar-
den Pixel (wir haben's nicht nachgezählt!) große Ober-
fläche läßt sich stufenlos heranzoomen und ist in jeder
Zoomstufe bespielbar. Auch die Wahl des gerade
gewünschten Spieltempos will JoWood den maximal
vier Mitspielern (Netzwerkmodus) überlassen, außer-
dem steht Ihnen ein »Mentor« mit guten Tips und
Erklärungen zur Seite. Es gibt Licht- und Schattenef-
fekte, 3D- Sound als akustische Orientierungshilfe und
einen unverbindlichen Veröffentlichungstermin: Im
Oktober soll die unheilige Vierfaltigkeit zum Angriff
blasen. (Oskar Dzierzynski/md)
Mit Hilfe solcher Auswahl-Bildschirme verteilen Sie Ihre Leute
auf die einzelnen Arbeitsplätze.
DIE VOLKER- FACTS
► Hersteller: JoWood
► Genre: Echtzeit-Strategiespiel
► Termin: Oktober '98
► Besonderheiten: Echtzeit-Krieg mit aufbau-
enden und wirtschaftlichen Komponenten.
PC PLAYER 8/ 98
29
Zu Besuch bei Interplay
SPÄTLESE
Alle jahre wieder lädt Interplay zu
einem E3- Nachbesuch in sein kali-
fornisches Hauptquartier ein. Dort
erspähten wir brandneue Spiele
wie »Stonekeep 2«, die auf der
Messe noch nicht angekündigt
wurden.
Die Pilgerfahrt nach überlebter E3 zum kalifor-
nischen Interplay-Hauptquartier ist bereits
gute Tradition. Der Messe-Nachschlag macht Sinn:
Die Entwickler versteht man ohne dröhnende Boxen
vom Nachbarstand nicht nur besser, sie sind in der
Heimat auch viel entspannter und gesprächiger.
Dazu warten kleine Überraschungen: Manche Titel
wie zum Beispiel das Rollenspiel »Stonekeep 2« wur-
... und werden dann in vorberechnete Hintergründe ein-
gefügt.
den noch gar nicht offiziell vor-
gestellt; vor Ort gibt es aber
schon erste Skizzen und Infor-
mationen. Über die Fortschritte
bei »Earthworm Jim 3D« und
Shinys »Messiah« berichten wir
aus Platzgründen erst in der
nächsten Ausgabe.
StarTrek: Secretof
Vulcan Fury
Los ging es mit einem alten
Bekannten, dem Grafik-Adventure
»Star Trek: The Secret of Vulcan Fury«, das in der
Zeit von Captain Kirk und seiner Crew spielt. Glaub-
ten wir auf der E3 noch an einen Schreibfehler, als
wir den Erschei-
nungstermin »Winter
1999« lesen mußten,
wurden wir bald eines
Besseren belehrt. In
der Tat hat man das
Spiel stark umge-
krempelt und über ein
halbes J ahrZeit in die
Drehbuch- und Rät-
sel-Überarbeitung
gesteckt.
Storytechnisch dreht
sich alles um die Vul-
kanier und Romula-
ner, die bekanntlich
gemeinsame Vorfah-
ren haben. Vulcan
Furys Grafik wird
komplett vorausbe-
rechnet - und das
braucht seine Zeit,
wie uns das Entwicklerteam anhand eines
Kopfes anschaulich zeigte. Zuerst wird
dieser mit einem Modell des Schauspielers
digitalisiert. Dann werden eine Reihe von
Texturen darübergelegt und unter der
Haut die für Mimik und Sprache wichtigen
▲ Mr. Spock
lernt spre-
chen: Alle Per-
sonen in
Secret of
Vulcan Fury
entstehen
komplett im
Computer ...
Eric DeMilt posiert stolz vor einem ersten Entwurf der Stone-
keep-2-Spielwelt: »Eigentlich ist das alles hier noch geheim!«
Muskeln simuliert. Anschließend modellieren die Gra-
fiker diverse Gesichtsausdrücke wie Freude oder Zorn,
die nahtlosen Übergänge besorgt ein spezielles Mor-
phing-Tool. Mit Hilfe von Videos, die von Shatner und
Konsorten bei den Sprachaufnahmen entstanden,
wird dann der Kopf synchron zum gesprochenen Text
bewegt. Zwei Wochen dauert allein das Basteln eines
Gesichts, einen ganzen Tag ist ein Künstler mit nur
einer Minute Dialog eines einzelnen Charakters
beschäftigt.
Starfleet Command
Dieses Enterprise-Spiel wird hingegen schon etwas
früher fertig: »Starfleet Command« ist ein Mix aus Stra-
tegie und Action, dessen Handlung lose auf dem Brett-
spiel »Starfleet Battles« basiert und in den Zeiten der
ersten Kinofilme spielt. Sie kommandieren eines von 50
Schiffen der Föderation oder auch einer anderen Rasse
(wie wär's mit den Klingonen?) und dürfen es in
»Mechwarrior«-Manier mit Waffen und reichhaltigem
Zubehör ausstatten. J e nach galaktischer Großwetter-
lage bekommen Sie unterschiedliche Befehle: Ist alles
ruhig, brechen Sie vielleicht zu einer Forschungsreise
auf, geht es heiß her, muß schon mal ein Gegner aus-
geschaltet werden.
Neben dem Planen der Einsätze liegt der Schwerpunkt
des Spiels auf dem in Echtzeit ablaufenden Schlacht-
geschehen, das zwischen zwei und 30 Minuten dauern
kann. Ihre Crew gewinnt allmählich an Erfahrung, rund
40 Missionen brauchen Sie, um sich zum Admiral hoch-
zudienen. Ein Star-Trek-Komponist sorgt für die musi-
30
PC PLAYER 8/98
Feuer! Das Bildschirm- Layout von Starfleet Command ist noch nicht
endgültig - erst muß Paramount Pictures das Ganze absegnen.
kaiische Untermalung. DieZwischensequenzen, so mel-
det Produzent Erik Bethge, entstehen bei der selben
Truppe, die bereits Taurus und Groove Champion in
»Interstate 76« animierte.
Stonekeep 2
Rollenspiele wie »The Bard'sTale« begründeten Anfang
der 80er Jahre Interplays Erfolgsgeschichte. Auch
heute werden dort wieder RPGs (Abkürzung des engli-
schen »Role Playing Games«) in und außer Haus ent-
wickelt. Dazu gehört unter anderem »Stonekeep 2«,
dessen Vorgänger Ende 1995 als einer der ersten Gen-
revertreter auf bildschirmfüllende 3D-Grafik setzte.
Geplagt von ewigen Verspätungen, problematischen
Videoproduktionen und Pro-
grammiererwechseln war es
nicht der erwartete Über-
hammer.
»Auch der zweite Teil wird in
der ersten Person spielen,
aber wir verzichten auf Ren-
dereien und Hollywood-
Brimborium«, betont Produ-
zent Eric DeHilt. Und wie wird
die Welt jetzt aussehen? »Wir
verwenden eine 3D-
beschleunigte, polygonba-
sierte Engine mit schicken
Texturen.« Das könnte inter-
essant werden, denn unter
anderem steht in dem Spiel, das rund 400 J ahre nach
Stonekeep angesiedelt ist, ein Besuch der altbekann-
ten Ortschaften an. »Der Nachfolger
wird auf jeden Fall düsterer und
abstrakter sein«, orakelt Eric. Viel
mehr, zum Beispiel Details über die
Story, läßt er sich nicht aus der Nase
ziehen.
Wo wir gerade bei Rollenspielen sind:
Sollten Sie Neues zum AD&D-Titel
»Baldur's Gate« vermissen, können
wir Sie beruhigen. Das Spiel steht
kurz vor der Fertigstellung, zur
Zeit laufen die letzten Feinarbeiten
und Beta-Tests. Ein Testmuster könn-
te sich zur Ausgabe 10/98 materia-
lisieren.
15 an der Zahl gibt es, die jeweils sechs Unterziele
enthalten. »Isteinsdavon geschafft, wird Dein Schiff
an eine bestimmte Stelle des Levels zurücktelepor-
tiert und Du kannst Dir dort neue, vorher noch ver-
schlossene Gänge und Hallen anschauen«, erklärt
Bill Dugan. »Außerdem gibt es zum ersten Mal in
der Descent-Geschichte Außenlevel. Die waren eine
Herausforderung für uns, denn wir wollten dafür
nicht einfach einen Innenlevel mit Außengrafik
haben. Für die beiden Spielumgebungen wurden also
zwei verschiedene Engines programmiert, doch den
Übergang bekommt niemand mit.«
Kein Descent ohne gute und böse Roboter: Ihr alter
Freund, der Guide-Bot, dockt jetzt am Schiff an und
koppelt sich auf Wunsch ab; der Thief-Bot versucht wie-
der, Ihre Ausrüstung zu stiebitzen. J eder Blechkame-
rad birgt kleine Überraschungen: Schießen Sie auf
einen, der eigentlich schon getroffen und ausgeschal-
Descent 3 hat nicht nur die bewährten, klaustrophobischen
3 D- Tunnel parat ...
Düster, düster: Die ersten Charakter- und Gebäudeent-
würfe für Stonekeep 2.
Descent 3
Alter Interplay-Adel betreut den dritten Teil der »De-
scent«-Saga, der ohne 3 D- B esc hleunigerkarte keinen
Mucks von sich gibt: Alan Pavlish und Bill »Wheez«
Dugan. Alan, dessen Visitenkarte die Berufsbezeich-
nung »Stolzer Vater« trägt, schuf vor 15 J ahren den
Rollenspiel-Klassiker »Wasteland«. Bill half ihm dabei
mit ein paar Programmroutinen und hatte seine Fin-
ger außerdem in der CD-Fassung des Adventures »Star
Trek: 25th Anniversary«. »Descent 3«
setzt dort an, wo Nummer zwei auf-
hörte: Ihr Schiff landet auf einem
unbekannten Planeten fernab jeder
bekannten Zivilisation. Dort treffen
Sie auf einige Leidensgefährten, die
einen Kreuzzug gegen die Corporation
planen. Da Sie von ihr so schmählich
abserviert wurden, schließen Sie sich
den Rebellen an.
In drei Gleitern (statt bisher einem)
sausen Sie durch die nun erheblich
größeren, dreidimensionalen Level.
... sondern läßt Sie jetzt auch die Außenwelt
erforschen.
tet wurde, hinterläßt er einen Bonus-Gegenstand. Ein
anderer manövriert rückwärtsfliegend um Sie herum,
landet dabei jedoch gelegentlich in einer Falle. Die
Künstliche Intelligenz und die Animationen der J ungs
wurden von Grund auf neu erstellt. Mit zehn verschie-
denen Waffen wie Napalm-Bomben oder einer sich auf-
splitterten Frag-Rakete wehren Sie sich gegen die
scheinbare Übermacht.
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31
Beachten Sie ►
die Größe des
Kabuto, den eine
Truppe wackerer
Meccaryn gerade
angreift. (Giants)
Wohl bekomm's:
Papa Meccaryn
sorgt dafür, daß
dem eigenen Volk
nicht das Essen
ausgeht. (Giants) T
Giants
Das »MDK«-Team, das Stammfirma Shiny vor einiger
Zeit Lebewohl gesagt hat, war seitdem nicht untätig:
»Giants« heißt das neue Projekt, das dem Trend-Genre
Action-Strategie angehören soll.
Die40 1 nseln, die in diesem Spiel
als Teil eines detonierten Plane-
ten durchsAII schweben, wirken
von außen schön und friedlich.
Doch der Schein trügt: Drei ein-
zigartige Rassen rangeln um die
Herrschaft auf den Eilanden. Die
Kabuto sind riesige Giganten,
die ihre Gegner mit der bloßen
Hand zerquetschen. Die raum-
fahrenden Meccaryn sind
Waffenexperten und können
sich in bis zu sieben Einzelwe-
sen aufsplitten, während die
amazonenhaftenSea Reaper die
Meere bereisen und vernichtende Naturgewalten her-
aufbeschwören. Ach ja, und dann wäre da noch eine
vierte Spezies, deren Ressourcen die anderen drei gern
anzapfen - im Notfall futtern sie die armen J ungs sogar
kurzerhand auf.
Wahlweiseinderich- odereiner
Außenperspektive gehen Sieals
eines dieser Raubvölker auf die
anderen los: Nichts als den
eigenen Sieg vor Augen, mani-
pulieren Sie die Umgebung und
erschaffen Hindernisse, um die
Widersacher unter großen
Landmassen zu begraben. Gele-
gentlich lassen Sie die Rivalen
auch in den Meeresfluten ertrin-
ken, entführen sie - oder
betrachten die Nachbarn ein-
fach als Nahrungsmittel.
A.l. Alien Intelligence
Mein Freund, das Alien. Neben »MAX. 2«
ist noch ein weiterer Strategie-Brocken in der
Mache: »A.l. Alien Intelligence« rühmt sich
damit, das erste Strategiespiel zu sein, in dem gleich-
zeitig Echtzeit-Kämpfe im All und auf der Planeten-
oberfläche stattfinden. »Es ist Strategie mit Echtzeit-
Elementen, keine Echtzeit-Strategie«, grinst Produzent
Ryan Rucinski. In der Tat tendiert A.l. wohl eher in
Richtung »Master of Orion 2« als in die »Command &
Conquer«-Ecke. SechsAlien-Rassen bemühen sich nach
einem planetenumspannenden Krieg darum, die eige-
nen Städtewiederaufzubauen und ihren Einflußbereich
auf entfernte Sonnensysteme auszudehnen.
Das geht natürlich nicht ohne technische Hilfsmittel;
zum Glück sind Ihre Wissenschaftler in acht Bereichen
aktiv und können dabei bis zu 180 Entdeckungen
machen. Mit diesen dürfen Sie auch Ihre Raumschiffe
verbessern und aufrüsten, so daß im späteren Spiel-
verlauf sogar ein Bombardement eines Planeten von
dessen Umlaufbahn aus möglich wird. Als Ressourcen
dienen dabei der schnöde Mammon und die soge-
nannten Organics.
Haben Sie erst einmal I hre Basis errichtet und gesichert,
verlagert sich der Kampf auf zahlreiche Planeten, die Ihr
strategisches Geschick mit unterschiedlichen Bodenty-
pen und unberechenbaren Wetterverhältnissen heraus-
fordern. Netterweise dürfen Sie das Geschehen anhal-
ten, um den Einheiten Befehle zu geben - sonst würde
das Ganze gerade bei fortgeschrittener Spielzeit etwas
unübersichtlich. Und wer weiß, vielleicht taucht ja eines
Tages irgendwo der Grund für die anfängliche Ausein-
andersetzung auf... (ra)
INTERPLAY- FACTS
Titel
Genre
Termin
A.I. Alien Intelligence
Strategie
3. Quartal 98
Descent 3
Action
1. Quartal 99
Giants
Action-Strategie
4. Quartal 98
Starfleet Command
Action-Strategie
1. Quartal 99
Star Trek: Secret
of Vulcan Fury
Adventure
4. Quartal 99
Stonekeep 2
Rollenspiel
2. Quartal 99
▲ Die Golems sind eine der sechs
Alien-Rassen, die Sie in A.l. Alien
Intelligence übernehmen.
Frieden schaffen ►
mit Strahlen-
waffen: Nach der
Planeteneroberung
ist das Weltall
dran. (A.l. Alien
Intelligence)
32
PC PLAYER 8/98
Preview: Turok 2 - Seeds of Evil
Ein Indianer
kennt keinen
Schmerz
In Austin, Texas, fliegen die Pfeile
tief. Das dort ansässige Soft-
warehaus Iguana werkelt im Auf-
trag von Acclaim an einem neuen
Spiel mit Dinosaurier-Jäger Turok.
Unser Redakteur Old Schnellehand
rauchte mit den Programmierern
die Friedenspfeife.
Mit der Nintendo-64-Version von »Turok: Dino-
saur Hunter« hat sich Acclaim saniert: Als es
der Firma vor rund 18 Monaten gar nicht gut ging, sorg-
ten die glänzenden Verkaufszahlen des Moduls für fri-
sche finanzielle Puste. Die PC-Umsetzung von Turok
verkaufte sich vergleichsweise schleppend. Möglicher
Grund: Es handelte sich um eine l:l-Konvertierung,
In Turok 2 werden Sie nun auch von Gegnerhorden angegriffen, die sich
weitaus intelligenter als früher verhalten.
Dinosaurier tauchen immer noch als Gegner
auf, in späteren Level n begegnet man aber
eher Insekten und anderem zeitlosem Getier.
H
trn=?
Die Waffen
sind recht
unterschied-
lich; der
Flammen-
werfer
erzeugt
Polygon-
Feuer,
das bei
Berührung
auch Wasser
verdampft.
die von den überlege-
nen Möglichkeiten des
PCs nur wenig Ge-
brauch machte. Das soll sich bei »Turok 2« alles ändern,
wie man uns vor Ort emsig versicherte.
In den Räumlichkeiten des Programmierteams Iguana
Entertainment gibt es tatsächlich Einzelzimmer, was in
der Büro-Arbeitswelt der USA eher die Ausnahme ist.
Für das körperliche Wohlergehen ist ebenfalls gesorgt,
denn direkt neben der Kantine liegt der Fitneß räum.
Das ob solcher Annehmlichkeiten motivierte Team ent-
warf sieben neue, große Level, die erkundet werden
wollen. High-Tech-Indianer Turok zerstörte im ersten
Teil zwar den »Chronoceptor«, indem er ihn in einen
Vulkan warf. Leider haust dort »The Primagen«, ein
übler Bösewicht, der durch diese Aktion geweckt wird
und nun versucht, aus seinem allenfalls für Geologen
interessanten Gefängnis auszubrechen.
In Turoks Arsenal befinden sich 21 Waffen, darunter
Pistolen, Flammenwerfer, Bögen und selbstlenkende
Raketen; unter Wasser bringt er drei weitere Gerät-
schaften ä la Harpune und Torpedowerfer zum Einsatz.
Wie in einer Reihe weiterer angekündigter 3D-Shooter
zielen Sie im Sniper-Modus mit dem »Tek Bow« in Ver-
größerung auf entfernte Widersacher. Die Level selbst
wurden von den aus dem ersten Teil bekannten Hüpf-
Einlagen weitestgehend befreit und bieten eine Menge
I nteraktion. Das bedeutet, daß Sie beispielsweise Mau-
ern einschießen können, hinter
denen sich oftmals Bonusgegen-
stände und Lebenspunkte verber-
gen. Die Gegner haben zudem an
Intelligenz zugelegt. »Sie folgen in
mehreren Gruppen ihrem jeweiligen
Führer. Falls dieser getötet wird,
suchen sie sich einfach einen
neuen« sagt Dave Dienstbier, der
Projektleiter von Turok2. Daher wird
der Spieler nun von größeren Hor-
den angegriffen. Auß erdem hat man
die Navigationsroutinen überarbei-
tet, damit die Dinosaurier und
Projektleiter Dave Dienstbier erklärt die tech-
nischen Neuerungen von Turok 2.
Insekten Ihnen besser folgen können. Falls die guten
Tierchen Langeweile bekommen, bekämpfen sie sich
auch gegenseitig.
Als speziellen PC-Multiplayer-Modus haben sich die
Programmierer neben dem obligatorischen Death-
match etwas Besonderes ausgedacht: Ein Spieler ist
»it«, der unbewaffnet mit einer Zielscheibe auf Brust
und Rücken herumläuft. Wie man diese wieder loswird,
wollten die Designer noch nicht verraten. In Sachen
Technik versprechen sie uns in Echtzeit berechnete,
transparente Schattenwürfe, Direct3D-Beschleunigung
und vor allem viel weniger Nebel. Die fünf Level-Bosse
wie Primagen und eine Insektenkönigin bestehen aus
bis zu 1400 Polygonen. Darren Mitdell komponierte für
das Spiel einen 16-Kanal-Soundtrack, der im Vergleich
zum ersten Teil weitaus orchestraler ausfällt, (mash)
T TUROK 2: SEEDS OF EVIL - FACTS "1
► Hersteller:
Iguana/ Acclaim
Entertainment
► Genre:
Action
► Termin:
4. Quartal '98
► Besonderheiten
Sehr ausgedehnte Level;
24 verschiedene Waffen; ungewöhnlicher
Mehrspieler-Modus.
36
PC PLAYER 8/98
*
Messebericht E3 1998
BILDEREINER
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*2 ä25KB*i-
■ ■ .
S^ : S 'S
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■ einrich Lenh
infred
Ich freue mich besonders auf ...:
1. Alpha Centauri (Das erste Runden-
strategie-Spiel, das mehr Spaß machen
könnte als Civilization 2).
2 . NHL 99 (Sorry, die Macht der Gewohnheit. Aber was
die Eishockey-Götter von EA Sports anpacken, geht sel-
ten schief).
3 . Third World (Echtzeit-Taktik von dem Typen, der maß-
geblich bei Warcraft 2 und Diablo mitdesignt hat? He,
wenn das mal nicht verlockend klingt...).
Prägendes Messeerlebnis:
Kostenlose Kartoffel Chips mittags im Pressezentrum!
I Genau der richtige Fett- und Kohlenhydrate-Stoß, um für
| das Schleppen der mit Infomaterial ausgebeulten Nah-
kampf-Aktentasche groß und stark zu werden.
.... <".
>■■•.'
Ich freue mich besonders auf ...:
1. Railroad Tycoon 2 (... weil ich bereits
seit Jahren auf eine zeitgemäße Neuauf-
lage von Sid Meiers genialer Eisenbahnsi-
mulation warte).
2 . C&C 3: Operation Tiberian Sun (Von taktisch ausge-
fuchsten Eroberungsfeldzügen ä la Westwood kann ich
nie genug bekommen - vor allem, wenn sie in einer der-
art prachtvollen Optik daherkommen).
3 . Tomb Raider 3 (Lara Croft ist trotz aller Anstrengun-
gen seitens der Konkurrenz immer noch die mit Abstand
coolste Brautim Digital-Universum).
I Prägendes Messeerlebnis:
Zunehmendes Marketing-Gedöns um immer eindrucks-
vollere 3Dfx-Grafikorgien lenkt nicht davon ab, daß inno-
vative Spielkonzepte eher die Ausnahme, Nachfolger
bewährter Produkte dagegen die Regel werden.
mmaasmä
:
Ich freue mich besonders auf ...:
1. Gunship 3 (... weil man es mit mei-
nem geliebten Panzer-Simulator Ml Tank
Platoon 2 linken kann. Außerdem verdanke
ich Gunship 1 und 2 viele durchzockte Nächte in den
letzten zehn Jahren).
2 . F-16 Viper (Novalogic will die flotte Spielbarkeit von
F-22 Raptor mit Voodoo-2 -Grafik vereinen - verlockend.
Außerdem kann man damit in der NovaWorld-Internet-
arena herumfliegen).
3 . Fighting Steel (... weil dessen Urahn Burning Steel
zu meinen Alltime-Classics gehört und ich schon immer
mal mit einer 3Dfx-Bismarck über die PC-Weltmeere
schippern wollte.)
Prägendes Messeerlebnis:
Laut Ankündigungen der Hersteller muß ich mir unbe-
dingt bis zum Herbst eine Voodoo-2-Beschleunigerkarte
zulegen, da so ziemlich alle für mich persönlich inte-
ressanten Spiele entsprec henden Support bieten werden,
r :
I
Whtir»y
vOland Austinat
Ich freue mich besonders auf ...:
1. Grim Fandango (Über das vielleicht
letzte reinrassige LucasArts-Adventure,
das auch ohne 3 D-Karte läuft, kann man sich
gar nicht genug freuen).
2 . Indiana Jones and the Infernal Machine (Der beste
Abenteuerheld in neuer 3 D-Kulisse - hoffentlich kommen
die Puzzles nicht zu kurz).
3 . Oddworld: Abe's Exoddus (... weil Abes Freunde end-
lich nicht einfach nur brav und artig hinter ihm hertrot-
ten, sondern auch mal aufmucken und sich prügeln).
Prägendes Messeerlebnis:
Das Hotelzimmer im 43. Stock mit Schreibtisch vor der
Glasfensterfront: So eine Aussicht will ich auch in Poing!
!ffl
40 000 Besucher,
400 Aussteller,
4 PC- Player- Redakteure:
Unser spielerisches Quar-
tett stürzte sich ins
Getümmel der Fachmesse
»E3«, um in der US-
Metropole Atlanta die Flut
an Software- Neuankündi-
gungen zu sichten.
Pssst ...
noch mehr E3!
38 Seiten sind Ihnen nicht genug?
Dann sollten Sie zum Kiosk Ihres
Vertrauens galoppie-
ren und diskret nach
dem PC-Player-Spe-
cial »Spiele-Vor-
schau 98/99« fra-
gen. Dieses Son-
derheft dreht sich
einzig und allein
um die Neuheiten
von der E3-
Messe - und das
mit unerreichter Ausführlichkeit.
Rund 100 Heftseiten sind mit
Berichten und Bildern vollgepackt.
Auf der beiliegenden CD-ROM finden
Sie eine Datenbank der E3-High-
lights; komplett mit zusätzlichen
Bildern und zahlreichen Videoclips.
Durchgeschwitzt und fern der Heimat: Allen über-
buchten Delta-Maschinen zum Trotz kehrte unser
kleines Reisegrüppchen vollzählig aus Atlanta zurück.
Kein PC-Player-Redakteur versackte im Nachtleben der
schwülen amerikanischen Südstaaten-Metropole: Nach
einem Messetag auf der »E3« war als einzige abendli-
che Vergnügung noch gruppendynamisches Presse-
mappen-Aussortieren im Hotelzimmer gestattet.
Hinter dem Kürzel E3 verbirgt sich die Bezeichnung
»Electronic Entertainment Expo« - das wichtigste Mes-
seereignis im ganzen Spielejahr. Der Unterhaltungs-
wert von Ausstellungen wie CeBIT oder Comdex ist ein
Klacks gegen das hochkonzentrierte E3-Spieleaufge-
bot.
Wir wird man der Flut von über 300 Messeneuheiten
Herr? Indem man zwar alle Titel in eine Übersichtsta-
belle packt, aber bei Berichten und Bildern eine Vor-
auswahl trifft. Die Masse war nach diesem ersten Fil-
tergang immer noch so gewaltig, daß eine einfache
alphabetische Sortierung zu unübersichtlichen Aus-
wüchsen geführt hätte. Ergo teilten wir die Bericht-
erstattung in sechsSub-Artikel auf, dieden wich-
tigsten Genres gewidmet sind.
Seite 40 - 48:
Actionspiele
m Monat 1 nach Unreal wird weiter scharf geschos-
sen. Action kann auch herzig sein: 3D-J ump-and-
runs wie Rayman 2 setzen auf die Devise »Knuddeln
statt Killen«.
Seite 52 - 56:
Action-Adventures
Indiana Jones greift wieder zur Peitsche - kann er
Tomb Raider 3 die Show stehlen?
Seite 58 - 64:
Adventures & Rollenspiele
Weniger Adventures, mehr Rollenspiele. Doch Puzzle-
knacker sollen nicht traurig sein; die relativ wenigen
Neuheiten wie Grim Fandango oder Gabriel Knight 3
sehen um so besser aus.
Seite 66 - 68: Simulationen
Weg mit den Jets: Nachdem sich letztes Jahr die
Bemühungen der Simulations-Programmierer auf F-18
& Co. konzentrierten, gibt es in Zukunft mehr Propel-
ler-Vielfalt. Mehrere neue Flugsimulationen widmen
sich Luftschlachten während des Zweiten Weltkriegs.
Seite 72 - 76:
Sport- & Rennspiele
Mächtig aufgedreht wird im Motorrad-Lager, wo zahl-
reiche neue Simulationen anstehen. Die Sportler
bekommen neben ihren jährlichen Updates der gängi-
gen Football/ Eishockey/ Basketball-Serien auch was
auf die Nase: EA Sports wagt sich mit Knockout Kings
erstmals in den Boxring.
Seite 78 - 90: Strategiespiele
Alle Spielarten dieses Genres wachsen und gedeihen:
Echtzeit, Runden, Aufbau, Taktik, Wirtschaft - am besten
von jedem etwas. Kein anderer Spieletyp hat so viele
potentielle Knaller auf Lager wie die gute alte Strategie.
Seite 92 - 93:
Die Tabellen-Übersicht
Wieviele Spiele passen in eine doppelseitige Tabelle?
Verflixt viele. Über 300 Neuheiten finden Sie in dieser
Übersicht - komplett mit Genre, Hersteller und mut-
maßlichem Erscheinungstermin. (hl)
Was ist in, was ist out? Impressionen und Analysen
von der E3, subjektiv zusammengefaßt von unseren
Redakteuren Roland Austinat, Manfred Duy, Hein-
rich Lenhardtund Martin Schnelle.
J®
3
3D- Beschleuniger
Man spielt nicht mehr ohne. Immer mehr^
Neuheiten verlangen zwingend eine 3D-Karte.
Di rec t3 D wird meist gerne unterstützt, aber 3 Dfx
erfreut sich anhaltender Sonderbehandlung: Viele
Spiele nutzen die Power der Voodoo-2-Generation
für höhere Auflösungen.
,.<D
Echtzeit- Taktik
Kleine Elitetrupps sind voll im Kommen.
Commandos und MechCommander haben das
»Masse statt Klasse«-Prinzip vorgemacht, viele wei-
tere werden folgen. Leidtragenderdieses Trends: die
gute alte ...
Action-Adventures
Addieren Sie noch ein paar Rollenspiel-Ele-
mente dazu sowie 3D-Außenansicht-Grafikäla Tomb
,<D
PC Players Trend-o-meter
Raider, und schon haben Sie das universelle Misch-
masch-Genre. Eine Menge Spiele im nächsten Herbst
wird jedenfalls nach dieser »Wir machen's jedem
recht« -Rezeptur gestrickt sein.
,(D
Der Babe- Faktor
Lara Croft Version 3.0 geht knapp vor Dra-
kan-Rynn und Space Bunny Allison als virtuelles E3-
Superdarling ins Ziel. Besorgte Mütter wundern sich:
Warum ziehen sich die Mädels nix ordentliches an,
wenn sie in eisigen Höhlen kraxeln und kämpfen?
Der Macker-Sonderpreis geht auch dieses Jahr an
Duke Nukem.
Echtzeit- Strategie
Die Zeit der Massenattacken geht zu Ende:
100 Panzer bauen und damit den Gegner überrollen
befriedigt nicht mehr so sehr wie letztes Jahr.
■®
B
DVD
Es wird langsam was: Immer mehr Soft-
warefirmen haben DVD-Umsetzungen bewährter Titel
auf Lager. Aber das alles überragende Killerspiel
speziell für DVD blieb uns die Messe schuldig. Lang-
fristig ist der Siegeszug von DVD kaum gefährdet,
da die Laufwerke mittlerweile nicht viel teurer sind
als CD-ROMs.
m
Graf i k- Ad ve ntu res
Wenn es LucasArts' herrliches Grim Fan-
dango nicht gäbe, müßten traditionelle Abenteurer I
ihren PC auf den Sperrmüll befördern. Die Flut an
Action-Adventures und 3 D-Orgien bremst die Ent-
wicklung konventioneller Point-and-click-Puzzleien
aus.
m
Innovationen
Auf der Messe häufig gehörter Kommentar'
über Peter Molyneux' neues, ehrgeiziges Projekt
Black & White: »Könnte ein super Spiel werden, aber
vielleicht für die breite Masse zu abgehoben«. Oha!
Doch angesichts von innovativen, aber kommerziell
mäßig erfolgreichen Kritikerlieblingen wie Activi-
sons Battlezone darf sich niemand wundern, wenn
die Profit-ori entere Softwareindustrie primär auf
Fortsetzungen und Bestseller-Recycling setzt.
IT*
ACTIONSPIELE
Die Beschleuniger- Revolution fand in der Mes-
sehalle statt: Keine andere Spielegattung pro-
fitierte auf der E3 derart von der Grafik-Power
der 3D-Chips wie das Actiongenre.
IT
Künftig wird kaum noch ein Actionspiel auf Unterstützung
von 3Dfx &Co. verzichten. Kein Wunder, kommen doch die
damit möglichen, kaleidoskopartigen Farbspiele gerade
bei Explosionen und
Lichteffekten beson-
ders gut zur Geltung.
Zudem hängt das Wohl und
Wehe einer jeglichen Balle-
rei nicht zuletzt davon ab, wie
schnell der Grafik-Aufbau
erfolgt. Dank Voodoo 2
sind jetzt auch
hohe Auflösungen
ab 800 mal 600
Bildpunkten kein
Problem mehr.
Die vielleicht
interessanteste
Neuerung besteht
in der Tatsache, daß sich die
einst vornehmlich auf enge
Kerkergänge abonnierten
3D-Shooter nun auch ans
Tageslicht wagen. Egal, ob es
sich um »Prax Wars«,
»Descent 3« oder »Amen:
The Awakening« handelt -
überall werden Sie sich frei beweglich auch an der Ober-
fläche tummeln, um dort Heerscharen von Feinden platt-
zumachen.
Das Genre selbst läßt sich am einfachsten nach den ver-
wendeten Fortbewegungsmitteln unterteilen. Auf Schu-
sters Rappen und damit meist auch in unterirdischen Ver-
liesen unterwegs sind Sie bei 3D- Metzeleien wie »Heretic
2« sowie »Half- Life«. Zusätzliche Rumlauf-und-Baller-
Sequenzen befördern die PS- Schießerei »Interstate 82«
endgültig vom Rennspiel- ins Actiongenre, während »De-
scent 3« Flugunterricht er-
teilt. Auch zartere Gemü-
ter werden bedient: UBI-
Soft verlegt sein herziges
Jump-and-run »Rayman
2« in bunte 3D-Gefilde;
eine Beschleunigerkarte
ist da Pflicht. (md)
Actionspiele:
Die Hoffnungsträger
Descent 3
Half-Life
Interstate 82
Messiah
Prax Wars
AI RONAUTS
Rehabilitation einmal anders:
Bei dem futuristischen Arca-
de-Shooter Aironauts duellie-
ren sich Gefangene innerhalb
einer Fernseh-Show. Hierfür
wird ein ganzes Arsenal schwer-
bewaffneter Flugapparate
bereitgestellt. Als Lohn der
Fron winkt die vorzeitige Haft-
entlassung. Voraussetzung ist
allerdings, daß Sie in den Tur-
nieren nicht nur überleben,
sondern auch möglichst spek-
takuläre Stunts hinlegen, um
das Publikum zu begeistern.
I Hersteller* Unfograrnes
I Termin* 4. Quartal 98
ALIENS vs.
PREDATOR
Fox Interactives 3D-Shooter
basiert auf den Filmen Aliens
und Predator. Je nachdem, ob
Sie eins der beiden Ungetüme
oder einen harten Colonial
Marine wählen, ändert sich der
Levelaufbau teilweise dra-
stisch. Als Alien dürfen Sie bei-
spielsweise an Wänden und
Decken entlanglaufen, anderen
Mitwirkenden einen Batzen
Säure ins Gesicht spucken und
sie mit dem Schwanz zu Boden
fegen.
I Hersteller* Fox Interactive
I Termin* 4. Quartal 98
BABYLON 5
Babylon 5 Space Combat Game ist nur der Arbeitstitel dieser
actionreichen SF-Simulation. Sie nehmen Platz in den aus der
gleichnamigen TV-Serie bekannten Raumschiffen, um den teufli-
schen Schatten endgültig heimzuleuchten. Die Mixtur aus Story-
Zwischensequenzen auf der Raumstation Babylon 5 und tödlichen
Duellen im Weltall erinnert an Wing Commander. Den Babyloniern
wird auch eine kooperative Mehrspieler-Option geboten, darüber
hinaus kommandieren Sie in einem strategischen Teil ganze Flot-
ten herum. Für die Präsentation zeichnet übrigens das bereits bei
der Fernsehserie erprobte Spezialeffekte-Team verantwortlich.
I Hersteller* Sierra
I Termin* 1. Quartal 99
40
PC PLAYER 8/98
CARMAGEDDON 2
Iit dem markigen Untertitel »Carpocalypse Now« erscheint die
Fortsetzung des umstrittenen Anarcho-Rennspiels. Die neue
Grafik-Engine zaubert drollige Effekte auf den Monitor: Wird Ihr
Wagen von einem anderen getroffen, können Türen oder die
Motorhaube in
hohem Bogen
auf den
Asphalt sau-
sen und dort
fröhlich fun-
kensprühend
weiterrut-
schen. Sie dür-
fen zum Aus-
gleich Ihre
Gegner so hart
anfahren, daß
Motor oder
Fahrer ebenfalls durch die Luft segeln. Sämtliche Fußgänger
bestehen jetzt aus Polygonen und können diese Stück für Stück
verlieren - mal sehen, wie das in der zu entschärfenden deut-
schen Version geregelt wird ...
I Herstellen SQ
I Termin* 4. Quartal %
CENTIPEDE
Rennen,] ungs! Ataris langle-
biger Tausendfüßler findet
bei Hasbro ein neues Zuhause
und macht sechs frische,
weiträumige 3D-Welten unsi-
cher. Sie müssen mit einer Gift-
kanone dem gefräßigen Insekt
ein Ende machen, bevor es
Ihnen Ihr Leben aus der Hand
frißt. Natürlich darf für alle
Oldie-Fans eine Variante des
klassischen Spielautomaten
ohne modernen SD-Schnick-
schnacknichtfehlen- wirwün-
schen frohes Exterminieren!
I Hersteller* Hasbro Interactive
I Termin* 4. Quartal §8
PC PLAYER 8/ 98
DARK
VENGEANCE
Die bösen Elfen mucken auf:
In einer Mischung aus Shoo-
ter und Action-Adventure stei-
gen Sie als einer von drei
wackeren Helden hinab in den
Untergrund einer Fantasy-
Welt, um es den Unruhestiftern
ein für allemal zu zeigen. 18
Welten, 25 Waffen und eine
schon jetzt ziemlich gut ausse-
hende Grafik-Engine (SD-Kar-
ten werden natürlich unter-
stützt) könnten einen weiteren
Konkurrenten für »uns Lara«
ans Tageslicht bringen.
I Hersteller* GT Interactive
I Termin* 4. Quartal 98
DAI KATANA
Auf der J agd
nach dem
mächtigen
Schwert Daikata-
na kämpfen Sie
sich durch vier
verschiedene
Zeitalter von der
Antike bis ins 24.
J ahrhundert. Die
diversen Angriffsarten des Schwer-
tes mitgerechnet, stehen Ihnen
dabei 32 Waffen zur Verfügung, um
letztendlich den Oberbösewicht Mis-
hima zu vernichten. 64 unter-
schiedliche Monstertypen, darunter
einige fette Endgegner, halten sich
in den einzelnen Levels auf. Unter-
stützt werden Sie von den Co-Hel-
den Mikiko und Superfly J ohns. Optisch werden dabei alle Raf-
finessen geboten, welche die hier benutzte Grafik-Engine des
jüngsten, indizierten 3D-Shooters von id zu erzeugen vermag.
I Hersteller* Eidos
I Termin* 3. Quartal §8
£ m
IT*
DELTA FORCE
t;
"rotz der er-
sten 3D-Kar-
tentitel in sei-
nem E3-Lineup
wird NovaLogic
der Voxel-Gra-
fik-Engine nicht
untreu. Das
Genre ist aller-
dings neu, denn Delta Force ist ein taktisch orientiertes Actions-
piel, SpecOps nicht unähnlich. Als Kommandant einer Spe-
zialtruppe befehligen Sie bis zu vier Mannen durch das Voxel-
Gelände, die rund 40 Missionen bestehen müssen. Dazu rüsten
Sie diese mit Maschinenpistolen, Sprengsätzen und Scharfschüt-
zengewehren aus. Per Sniper-Modus zoomen Sie weiter entfern-
te Ziele an, wobei die Grafik-Engine 32-Bit-Farbtiefe und Auflö-
sungen bis zu 1024 mal 768 Pixel zuläßt. Was für ein PC dafür
erforderlich ist,
wissen wir jedoch
noch nicht.
I Herstellen
Novalogie
I Termin* 4.
Quartal §8
Gu
DESCENT 3
ite Nach-
ichten für
alle, denen
F o r s a k e n
einen Tick zu
linear und ein-
fach war: Der
dritte Teil der
Descent-Serie
steht kurz vor
der Fertigstel-
lung. Zum ersten Mal dürfen Sie mit I hrem Raumschiff die unter-
irdischen Minen verlassen und an die planetare Oberfläche flie-
gen. Planet? Minen? Selbstverständlich wird zwischen den Mis-
sionen auch die Story der beiden Vorgänger weitererzählt. Ölen
Sie schon mal Ihren Joy-
stick: Drei neue Raumschif-
fe, knapp ein Dutzend neue
Waffen und jede Menge hin-
terlistige Roboter warten in
verzwickten dreidimensio-
nalen Leveln auf Sie.
I Hersteller* tnterplay
I Termin* 3. Quartal §8
DUKE NUKEM FOREVER
Meues Spiel, alter Held: Der rauhbeinige Duke muß einmal mehr
IMdie Menschheit vor außerirdischen Attacken retten. Natürlich
finden diese in den USA statt, genauer in deren Südwesten. Ari-
zona und Nevada sind ja durch die vielen angeblichen UFO-Abstür-
ze bestens auf Marsmännchen vorbereitet, und in Las Vegas fällt
ein schräger Typ mehr oder weniger überhaupt nicht auf. Dort
spielt nämlich ein Großteil der Duke'schen Abenteuer: in ver-
kommenen Bars und heruntergewirtschafteten Casinos.
Das 3D-Realms-Team lizenzierte die Grafik-Engine von id Soft-
wares aktuellem Shooter. Doch Dukes Grafik wird für mehr Beben
als dieser Konkurrent sorgen: sie ist längst nicht so düster-eintö-
nig und enthält viel mehr kleine Gags. Wilde Fahrten auf der Lade-
fläche eines Lkw, der von zahlrei-
chen Hubschraubern verfolgt wird
(die natürlich abgeschossen wer-
den müssen), felsige, unbeleuchte-
te Schluchten und verlassene Gold-
minen sind nur drei der sehr
abwechslungsreichen Situationen.
Spielerisch soll ebenfalls mehr
geboten werden: Die Zeit, die für
die Programmierung der Grafik-
Routinen gespart wurde, kommt
dem Level-Design und Duke hims-
elf zugute - jede Menge Sprüche wie das legendäre »Come get
some!« sollen wieder mit von der Partie sein. Ob es für einen
Thronwechsel im Genre reicht, wird sich zeigen, denn die Engine
von Branchenprimus Unreal ist inzwischen einen Schritt weiter.
Das wird aber die Fans nicht abhalten, dem in den USA auch als
Action-Figur erhältlichen Duke die Treue zu halten.
I Hersteller* GT Interactive
I Termin* i
42
PC PLAYER 8/98
EXPENDABLE
Die Schöpfer der Edel-Schieß-
bude Incoming setzen bei
allen neuen Spielen aussch-
ließlich auf 3D-Karten. Bei
Expendable steuern Sie bei SD-
Draufsicht ein Team von zwei
oder mehr Space Marines, die
sich gegen wahre Heerscharen
von bösartigen Aliens wehren
müssen. Nachdem Sie die Erde
von dem Gesindel gesäubert
haben, nehmen Sie sich dessen
Heimatwelt vor.
I Herstellen Rage Software
I Termin* 4. Quartal §8
GIANTS
Der neueste Titel der MDK-
Macher spielt auf 40 exoti-
schen Inseln, und Ihnen obliegt
die Aufgabe, als eine von drei
Rassen die Herrschaft über die-
ses Eiland zu erringen. Jede
Rasse besitzt spezielle Stärken
und Schwächen; allen gemein-
sam aber ist die bizarre Gabe,
sich in bis zu sieben Teilwesen
aufsplitten zu können. Wie
schon bei MDK darf auch hier
geschossen werden: Mensch
und Tier fliegen nach einem
Treffer wild durch die Lüfte.
I Hersteller* tnterplay
I Termin* 4. Quartal 98
GLOVER
Als guter Handschuh müssen
Sie in einer Croc und Gex3D
nicht unähnlichen 3D-Welt sie-
ben Kristallkugeln aufspüren.
Nur so können Sie Ihren bösen
Gegenspieler zurück zum alten
Zauberer bugsieren. Witzige
Idee: Zwischendrin sollten Sie
herumliegende Bälle mitneh-
men, vor sich her rollen, wer-
fen oder dribbeln, denn nur mit
deren Hilfe lassen sich einige
Puzzles überwinden.
I Hersteller* Hasbro Interactive
I Termin* 4. Quartal §8
PC PLAYER 8/ 98
HEAW GEAR 2
Im neuen optischen Gewand
(siehe auch Interstate '82)
stapfen die Gears 1998 über
Ihren Bildschirm. Diesmal
arbeiten Nord- und Südstaaten
zusammen und landen auf
einem Nachbarplaneten, wo
böse Aliens hausen. DasTerrain
wurde verbessert und versetzt
Sie in unterschiedliche Gegen-
den wie Steppe, Wald und
Wüste. Ihre Kampfkolosse las-
sen sich nun auch mit Energie-
waffen ausrüsten.
I Hersteller* AetMsfon
I Termin* 4. Quartal 18
HALF- LI FE
ich einem miß-
jlückten Experi-
ment öffnet sich bei
diesem 3D-Shooter
ein Raum-Zeit-Portal
in ein Parallel-Univer-
sum, das von bösarti-
gen Kreaturen bevöl-
kert wird. Damit diese
nicht die Erde über-
fallen, weist der Spie-
ler die Aliens und das sich sofort einmischende FBI unter zuneh-
mendem Zeitdruck in die Schranken. Logistische Unterstützung
erhalten Sie durch ein reichhaltiges Arsenal an Laserknarren. Das
Gemetzel wird in eine für Genre-Verhältnisse ungemein stimmige
Begleitgeschichte eingebettet. I m Mehrspieler-Betrieb dürfen bis
zu 32 verbündete oder ver-
feindete Humanoide mitmi-
schen, eine 3Dfx-Unterstüt-
zung sowie ein Level-Editor
werden ebenfalls mit an
Bord sein.
I Hersteller* Sierra
I Termin* 3. Quartal §8
HOM EWORLD
m|
Homeworld verschmelzt auf bisher nie gekannte Weise Elemen-
te von Echtzeit-Strategiespielen mit einer SF-Simulation. Im
Zenit des 3Dfx-unterstützten Geschehens stehen gerenderte
Raumschiffe, denen Sie per Editor einen individuellen Farban-
strich verpassen. Damit kämpfen Sie - rein äußerlich ähnlich wie
bei Wing Commander - im Weltall gegen ruchlose Feinde. Aller-
dings erfolgt die Steuerung der gerenderten Schaluppen im Stil
der besagten Strategiespiele: Das galaktische 3D-Terrain laß t sich
in sämtliche Richtungen drehen und zoomen, so daß Sie wahl-
weise das gesamte Universum
oder jede einzelne Schiffs-
schraube im Visier haben. Per
Maus rahmen Sie beliebig viele
Schiffe ein, um diese im Point
& Click-Verfahren auf den Feind
zu hetzen. Schön anzuschauen
sind insbesondere die Forma-
tionen, welche die Flotten vor,
während und nach der Schlacht
einnehmen. Besondere Mühe gab man sich mit der Akustik, neben
der symphonischen Begleitmusik werden mehr als 5000 gespro-
chene Textzeilen das Geschehen kommentieren.
Umrahmt wird das Ganze von einer epischen Hintergrundge-
schichte. Die berichtet von einem Planeten, dessen Bewohner auf
einen Eisplaneten verbannt wurden. Ergo faßt die Regierung den
Beschluß, die Bevölkerung in ein riesiges Mutterschiff zu ver-
frachten und damit nach einer neuen Heimstatt zu suchen. Dies
wiederum ruft einen ganzen Schwung feindlich gesonnener Aliens
auf den Plan. Zusätzlich zu dieser für Solisten geeigneten
Kampagne wird es einen
Mehrspielermodusgeben. So
werden im Gratisspieledienst
WON.net von Cendant Soft-
ware bis zu acht Spieler
gegeneinander antreten.
I Herstellen Sierra
I Termin* 4. Quartal §8
HERETIC2
In der Rolle von Carvus müssen Sie die Bevölkerung eines ganzen
Kontinents voreiner »zauberhaften« Seucheretten, dieder Böse-
wicht D'sparil auf die Menschheit losläßt. Acht Offensivwaffen wie
magische Bögen und mehrere Zaubersprüche, etwa die »Sphere of
Annihilation« oder Feuerbälle, erleichtern es Ihnen ungemein, Ihre
Ziele zu erreichen. Die Entwickler von Raven Software schicken Sie
dabei durch Sümpfe, Canyons und einige Städte, die aus der drit-
ten- Person- Perspektive zu sehen sind. Optisch dürfen Sie mit Voo-
doo-2-Support und sehr hohen Auflösungen rechnen.
I Herstellen Aetivtson
I Termin* 4. Quartal §8
INERTIA
Inertia ist zugleich ein niedlicher 3D-Shooter und eine Rennsi-
mulation der etwas anderen Art. Der Fuhrpark umfaßt insge-
samt 20 ulkige Fahrzeuge. Eines davon rüsten Sie höchstselbst
mit Nützlichkeiten wie einem Motor, Bleispritzen, Raketen und
sonstigem High-Tech-Schnickschnack aus. Danach dürfen Sie
(vorzugsweise mit einem Force-Feedback-Joystick) in den verti-
kal scrollenden 3D- Welten herumdüsen, um sich dort mit den übri-
gen Verkehrsteilnehmern anzulegen.
I Hersteller* Microsoft
I Termin* 1. Quartal 99
44
PC PLAYER 8/98
INTERSTATE 82
Der I nterstate 76-Nachfolger entführt Sie aus den geschmack-
lichen Verirrungen der 70er in das J ahrzehnt der Miami-Vice-
Generation. Entsprechende Fahrzeuge stehen in Ihrem Fuhrpark,
zum Beispiel der DeLorean DMC (auch aus »Zurück in die Zukunft«
bekannt) oder der Lamborghini Countach. Bewaffnen können Sie
I hre automobilen Schätze mit Harpunen, Säurewerfern und sogar
satellitenbasierten SDI-Laserkanonen - wir erinnern uns an die
Ära Reagan. Zudem wird das Spiel selbst erweitert: Sie steigen
nun aus dem Auto
und kämpfen mit
der Pistole in
bester 3D-Shoo-
ter-Manier gegen
die Übeltäter, um
zum Beispiel ein
sehr begehrtes
Fahrzeug zu ent-
wenden.
Die Bösewichte
haben sich in der streng geheimen »Area 49« verschanzt und
bedrohen von dort aus die Regierung. I n über 25 Missionen müs-
sen Sie sie von dieser Schandtat abhalten. So nehmen Sie es etwa
mit Biker-Gangs auf, die in Einkaufszentren und anderen Loka-
litäten lauern. Parkhäuser implementierten die Designer eben-
falls. Ein groß er Teil der Innenstadt von Las Vegas wurde im Detail
samt Geschäften und Spielhöllen nachgebildet, und zwar mittels
der neuen, auch in Heavy Gear 2 benutzten Grafik-Engine »Dark
Side«, die ausschließlich mit 3D-Beschleunigerkarten läuft. Der
Stil wurde den 80ern
angepaßt, wodurch
unsere Hauptdarsteller
jetzt pastel Ifarbene
Anzüge tragen und den
Klängen von New-
Wave-Musik lauschen.
I Herstellen Aettvtsion
■ Termin* 4. Quartal 18
■
II
1
^^M|
^^^
■ m
wL v^u
—
=
KLINGON
H0N0R GUARD
Dem im Star Trek-Universum
angesiedelten 3D-Shooter
wurde mit der Unreal-Grafiken-
gine Leben eingehaucht. Als
klingonischer Soldat durchei-
len Sie insgesamt 20 auf sieben
3D-Welten verstreute Level.
Unter den in über 20 Sorten
vorhandenen Feinden befinden
sich alte Bekannte wie etwa
Andorianer oder Nausicaaner.
Sie dagegen schwingen nicht
nur die üblichen Laserknarren,
sondern auch das traditionelle
Klingonen- Schwert.
I Hersteller* Mfcroprose
I Termin* 3. Quartal §8
LANDER
Erinnern Sie sich noch an
Spiele wie Thrust oder Oids?
Bei diesen Heimcomputer-Klas-
sikern mußte man sein Raum-
schiff ganz sachte mit der sen-
siblen Schub-Steuerung durch
vertrackte Level dirigieren. Psy-
gnosis reaktiviert diese Kon-
trollidee für Lander, versetzt
das Geschehen in üppige SD-
Level und fügt noch ein
bißchen Geballer dazu. Eine
spezielle DVD-Version soll mit
MPEG-2-Videos und Dolby- Digi-
tal- Sou nd protzen.
I Hersteller* Psygnosis
I Termin* 4. Quartal 18
- s 9
PC PLAYER 8/ 98
IT*
LODE
RUNNER 2
jaairäJiLLHsi
T
Er rennt immerhin schon seit
15 Jahren: Der Lode Runner
muß in der neuesten Inkarna-
tion in über 75 dreidimensio-
nalen Welten nach den Reichtü-
mern des bösen Bungeling-
imperiums suchen und seine
Häscher in eigens gegrabene
Gruben locken. Damit der Spiel-
witz dabei nicht auf der Strecke
bleibt, konsultierten die Ent-
wickler Doug Smith, den Erfin-
der des Ur-Runners.
I Herstellen GT Interactive
I Termin* 3. Quartal §8
MECH-
WARRIOR 3
it ihrem ersten Mech-Titel
Ischickt Sie MicroProse wie
der voherige Lizenzhalter
Activision in den Kampf gegen
die Clans. Ihre Kampfkolosse
lassen sich mit bis zu 10 ver-
schiedenen Waffen wie PPKs
oder Kurzsterckenraketen aus-
rüsten. Die Programmierer
bauen Gewässer ein, die Ihren
Roboter abkühlen und so
schnellere Schußfolgen ermög-
lichen.
I Hersteller* Mlcroprose
I Termin* 2. Quartal §§
MESSIAH
Shiny konzentriert sich voll
und ganz auf den rechtzeiti-
gen Release von Messiah. Der
kleine Engel fliegt weiter nach
Plan: Auf der E3 präsentierte
Firmenchef Dave Perry stolz,
wie er einem anderen Charak-
ter in den Rücken fährt, diesen
übernimmt und nach dessen
Tod wieder davonsegelt.
I Hersteller* Shiny
Entertainment
I Termin* 4. Quartal §8
PREY
3D Realms schreibt für Prey
eine 3D-Engine, die vierdi-
mensionale Level erzeugt - zu
den Nebenwirkungen befragen
Sie Albert Einstein oder Ihren
Physiklehrer. Zur Story: Talon
Brave, der Apache unter den
Automechanikern, wird von Ali-
ens entführt. Aus Dankbarkeit
kämpft er nun gegen deren
Feinde, wozu er allerlei Waffen
in die Hand bekommt - Ihre
beste wird eine 3D-Karte sein,
ohne die das Spiel nicht läuft.
I Hersteller* GT Interactive
I Termin* 1. Quartal §§
PRAX WARS
Das erste
Spiel des
Programmier-
teams Rebel
Roat Rocker
wird freudig
von Electronic
Arts veröf-
fentlicht.
Kein Wunder;
schließlich
sind die Prax-
Wars-Macher keine Greenhorns, sondern gestandene 3D-Realms-
Veteranen mit Duke-Vergangenheit. Für ihren neuen Shooter
lizenzieren sie keine gängige 3D- Engine; hier wird in Handarbeit
mit Java programmiert. Die Polygon-Anzahl eines Objekts ver-
größert sich automatisch, wenn man sich ihm nähert. Mit solchen
Tricks wollen die Programmierer einen optimalen Kompromiß zwi-
schen Detailfülle und Tempo erreichen. Auch spielerisch werden
einige Neuerungen versprochen: So ist Ihr Held zusammen mit
einem Team unterwegs und springt auch mal in den Kampfanzug
oder Jeep.
I Hersteller* Electronic Arts
I Termin* 1. Quartal §§
s£«>s*^»~-_
RAYMAN 2
|ie so viele sei-
fner Hüpf-und-
Spri ng- Kol legen
verschlägt es nun
auch Rayman in
die dritte Dimensi-
on. Drei Welten mit
insgesamt zehn
Leveln entwarfen
die Programmierer
- Geheimareale
nicht mitgerechnet. Rayman steht diesmal einer großen Bedro-
hung gegenüber: Außerirdische Unholde haben alle Lebewesen
auf der Erde in einen intergalaktischen Zoo verfrachtet. Um sie
darauswiederzu befreien, muß erheroisch laufen, springen, klet-
tern und schwimmen. Gegner kann er zudem durch das Werfen
seiner magischen Faust aufhalten. Dazu besteht er Rennen gegen
die Zeit. Einen großen, starken Freund hat unser arm- und bein-
loser Held ebenfalls: Dieser wird allerdings bisweilen per Fern-
steuerung von den Bösewichtern kontrolliert. Eine 3D- oder AGP-
Grafikkarte sollte in jedem Fall in Ihrem Rechner werkeln, Voo-
doo 2-Chipsätze werden ebenfalls unterstützt.
I Hersteller* Ubi-Soft
I Termin* 4. Quartal §8
46
PC PLAYER 8/98
REQUIEM: WRATH
OF THE FALLEN
Den ewigen
Kampf zwi-
schen Gut und
Böse haben sich
die Programmierer
von Cyclone Studi-
os als Hintergrund
für ihren Ego-
Shooter ausge-
sucht. Als Engel
des Himmels betreten Sie die Erde, um
Ihre rebellisch gewordenen Kollegen
aus der Hölle in selbige zurückzu-
schicken. Außer den üblichen Waffen,
wie automatischen Gewehren und Rake-
tenwerfern, stehen Ihnen eine Reihe
himmlischer Kräfte zur Verfügung. Damit können Sie beispiels-
weise jemanden per Gedankenkontrolle übernehmen oder zur
Salzsäule erstarren lassen.
I Herstellen 3DO
I Termin* 1. Quartal §§
RETURN
FIRE2
Programmierer Philip Blood
von Prolific nahm es auf der
E3 mit allen Piloten, Panzerfah-
rern und Infanteristen auf, die
ihn bei seinem Spiel herausfor-
dern wollten. Die Flaggenjagd
zu Lande, zu Wasser und in der
Luft nähert sich mit Riesen-
schritten der Fertigstellung.
Auch der Splitscreen-Modus für
vier Mitspieler taugt: dank 3D-
Kartesind noch immeralle wich-
tigen Details erkennbar.
I Hersteller* MGM Interactive
I Termin* 3. Quartal §8
REVENGE OF
ARCADE
Revenge of Arcade enthält
fünf PC-Konvertierungen
alter Spielhallenklassiker aus
den frühen 80er J ahren.
Sowohl Ms. Pacman, als auch
Xevious, Rally-X, Mappy und
Motos wurden originalgetreu
umgesetzt. Dies heißt, daß
neben der
leicht da-
da i st i -
sehen
Grafik
auch
schrille
Piepstö-
ne aus den Lautsprechern
schallen werden. Neu imple-
mentiert wurden kleinere
Mogeleien wie etwa unendlich
viele Bildschirmleben.
I Hersteller* Microsoft
I Termin* 3. Quartal %
ROGUE SQUADRON
w,
\s spontan
in die ac-
tionlastigen
Flieger-Level
von Shadows of
the Empire erin-
nert, wird in der
Tat vom glei-
chen Program-
m i e r t e a m
gestrickt: Fac-
tor 5 aus Köln,
die sich in der
Nähe des Lucas-
Arts-Hauptquartiers bei San Rafael niedergelassen haben, stecken
hinter dem rasanten Star-Wars-Spektakel. Als einer von zwölf Pilo-
ten müssen Sie etliche Planeten der Rebellen vor imperialen Über-
griffen schützen.
Zu den Missionen gehört die Befreiung Gefangener, Eskorten, Dog-
fights, Aufklärungs- und Rettungsflüge. Wechselnde Kameraein-
stellungen zeigen die Meere, Canyons, Wüsten und Vulkane, über
die Sie hinwegbrausen.
I Hersteller* LueasArts
I Termin* 3. Quartal §8
PC PLAYER 8/ 98
STARCON
-
|le schon Microprosemit der
fneuesten X-COM-Ausgabe
führt auch Accolades Star Con-
trol- Reihe einen mächtigen
Genre- Wechsel durch. Während
die ersten drei Teile eine
Mischung aus Strategie und
Adventure waren, wird die
Sterneneroberung erheblich
actionlastiger ausfallen: Als
Nachwuchspilot kämpfen Sie
sich die Rangleiter empor und
begegnen wieder zahlreichen
seltsamen Alienrassen. Wing
Commander läßt grüßen.
I Herstellen Aeeolade
I Termin* 1. Quartal 99
STARSHIPTROOPERS
Das Action-
spektakel
basiert auf dem
gleichnamigen
Kinofilm. Als
schwerbewaff-
neter Söldner
retten Sie die
Menschheit vor
der Invasion
insektoider Au-
ßerirdischer. Erst nachdem Sie einer ganzen Reihe der riesigen
Ameisen und Käfern den Garaus gemacht haben, erhalten Sie
gesteigerte Kampfwerte sowie Unterstützung in Form weiterer Sol-
daten, denen Sie kurzerhand Befehle erteilen. Wenn es die Lage
erfordert, übernehmen Sie einfach die Kontrolle sämtlicher Söld-
ner. Neben der Kampagne kümmert sich ein Missions-Generator
um neue Szenarien in beliebiger
Zahl. Diese kommen dann auch
im Mehrspieler-Betrieb mit
maximal 25 menschlichen Kam-
merjägern zum Einsatz.
I Hersteller* Mtcroprose
I Termin* 4. Quartal 98
TUROK 2
Das Programmierteam Iguana
Entertainment läßt die Fans
seines rustikalen Dino-Hä-
schers Turok nicht versau-
(ri)ern. Beim Sequel Seeds of
Evil greift der große J äger wie-
der tief ins Waffenarsenal. Mit
dabei: neue Licht- und Parti-
keleffekte (sprich: nach dem
Einschlag fliegen noch mehr
Einzelteile durch die Gegend)
und Multiplayer-Support für 16
Teilnehmer. Mehr zu dem 3D-
Shooter ab Seite 36: Wir be-
suchten dasTurok-TeamvorOrt.
I Hersteller* Aeelaim
I Termin* 4. Quartal 98
UPRISING2
Das Sequel zum letztjährigen
Strategie-Action-Mix Upri-
sing soll noch diesen Herbst in
die Geschäfte kommen. So
delektieren Sie sich in über 25
Welten an Wettereffekten und
Voodoo 2-Support, dazu ab-
solvieren Sie mit Ihrem Panzer
nun auch Nachtmissionen. Den
Aliens machen Sie mit jeder
Menge Waffen aller Art bis
hin zur Atom-
bombe das Leben
schwer.
I Hersteller* 3DO
I Termin* 3.
Quartal 98
URBAN
ASSAULT
Uban Assault würzt Echtzeit-
lektik mit strategischen Ein-
lagen. Sie lotsen 15 Panzer und
Fluggeräte durch ein ent-
zückendes 3Dfx-Terrain. Die
Einheiten werden gruppenwei-
se zusammengefaßt und
umherdirigiert - oder Sie
schwingen sich selbst in eines
der Vehikel. In den Straßen-
schluchten warten die in
35facher Auswahl vorrätigen
Feinde.
I Hersteller* Microsoft
I Termin* 3. Quartal 98
V2000
David Braben (Elite) zeichnet
für das Design dieses Titels
verantwortlich, der den alten
Archimedes- und Atari-ST-Klas-
siker Virus in ein modernes
Gewand steckt. Expansions-
süchtige außerirdische Insek-
ten landen auf der Erde und ver-
suchen, sie zu unterwerfen.
Also ziehen Sie mit Ihrem Glei-
ter los und retten die Bewoh-
ner in sechs Welten, die 36
Level umfassen. Power-ups ver-
sorgen Sie dabei mit besseren
Waffen und Energie.
I Hersteller* Grolier Interactive
I Termin* 3. Quartal 98
X-COM:
ALLIANCE
Der fünfte Teil der X-Com-
Serie ist ein auf der Grafik-
Enginevon Unreal basierender
3D-Shooter. Sie kontrollieren
einen vierköpfigen Söldner-
trupp, der sich in 15 Einzelab-
schnitten durch Städte, Indu-
strieanlagen und eine Raum-
station ballert. Dank kleiner
Übersichtsfenster lenken Sie
stets nur einen der Söldner,
während Sie die anderen im
Auge behalten, um diese bei
Bedarf zu übernehmen.
I Hersteller* Microprose
I Termin* 2. Quartal 99
48
PC PLAYER 8/98
ADVENTURES
fLara Croft und die Folgen: Nahe-
zu jeder große Hersteller hat für
die kommenden Monate ein
hübsches Action-Adventure in
der Hinterhand.
Unser Schwerpunkt in der
Ausgabe 6/98 bewies
schon fast propheti-
sche Fähigkeiten:
Action-Adventures
sind mächtig im Auf-
wind. Genre- Liebhaber
stürzen sich wohl
bevorzugt auf die Hel-
denprominenz wie
»Tomb Raider 3« und
> Indiana Jones and the Infernal Ma-
chine«. Letzteres Abenteuer um
unseren Lieblings-Archäologen Indy
war eine der echten Messe- Überra-
schungen. Daß diese auch noch vom
erfolgsverwöhnten Publisher Lucas-
Arts kommt, läßt hoffen, daß uns
nicht nur ein weiterer Ableger von
> Großer Name, nichts dahinter« bevor-
steht. Da will selbst ein Designer- Urge-
stein wie Jordan Mechner nicht zurück-
stehen, dessen »Prince of Persia 3D«
satte neun J ahre nach dem ersten Teil der
Serie erscheint. Interessant könnte
auch »Outcast« von Infogrames
werden, dessen Grafik auch
ohne 3D-Beschleunigerkarte
phantastisch aussieht.
Bei den Spielfiguren gibt es zwar eine gewisse Vielfalt
(Regenwürmer, Archäologen etc.), aber im Kielwasser der
Lara-Croft-Hysterie werden karg bekleidete Heldinnen
eindeutig bevorzugt. /> \
Die Hoffnungsträger
Blondinenwitz Allison aus
»Space Bunnies must
die« und Schwertkriege-
rin Rynn aus »Drakan«
führen die Legion der
wehrhaften Damen an.
(ra)
1. Indiana Jones and the
Infernal Machine
2 . Tomb Raider 3
3. Outcast
4 . Oddworld: Abe's Exodus
5 . Prince of Persia 3D
ANACHRONOX
Das mit vielen Rollenspiel-
Elementen aufgemotzte 3D-
Actionspiel Anachronox wird
von Ion Storm ent-
wickelt. Es
schickt Sie
■, nach der
Wahl von drei
der insgesamt
sieben Charak-
tere auf eine
Reise durch
die Gala-
xie. Die
in rund
150 Sorten vorrätigen
Außerirdische machen dabei
Bekanntschaft mit I hrem reich-
haltigen Waffenvorrat. In
Kämpfen dürfen Sie jederzeit
zwischen Ihren drei Recken
wechseln.
I Herstellen Eidos
I Termin* 1. Quartal 99
EARTHWORM
JIM 3D
Das kann dem besten Wurm
passieren: Eine Kuh saust
auf seinen Hinterkopf und läßt
ihn bewußtlos am Boden lie-
gend zurück. J etzt sind Sie
gefordert: Durchforsten Sie
sechs Gebiete von Earthworm
J ims Gehirn und lernen Sie bei-
spielsweise in der Angst-Zone
diefurchterregendsten Vorstel-
lungen des Würmchens kennen
- alles in einer schicken neuen
3D-Kulisse.
I Hersteller* MerpLay
I Termin* 3. Quartal 98
DRAKAN
Angesichts der
Menge der
auf der E3
observierten
dreidimensio-
nalen Spiele-
heldinnen ist
der Phantasien-
Nachschub
unserer Redak-
teure bis Weih-
nachten gesi-
chert. Unter den Möchtegern-Lara-Crofts dieser Welt bleibt uns
Drakan-Heldin Rynn nicht nur wegen ihres langen Schwerts und
ihrer langen Beine in Erinnerung. Zunächst einmal spaziert die
Amazone in schönster Action-Adventure-Manier durch eine 3D-
Spielwelt und hantiert dabei mit rund 50 Waffen sowie Zauber-
sprüchen. Sobald die Dame ihren getreuen Drachen Arok sattelt,
kommen rasante 3D-Gefechte dazu. Mit verschiedenen Drachen-
puste-Attacken schaltet man flatternde Gegner aus oder greift
gemütlich auf dem Land herumkreuchende Monster an - alles Gute
kommt bekanntlich von oben.
I Hersteller* Psygnosis
I Termin* 1. Quartal 99
52
PC PLAYER 8/98
INDIANA! ONES AND
THE INFERNAL MACHINE
Eine der dünn gesäten Messeüberraschungen wurde am Lucas-
Arts- Stand präsentiert, firmentypisch weitab vom dröhnend
lauten, grellbunten Messegetümmel. In einem kleinen Konfe-
renzraum scharten sich diejenigen um einen PC, die das Glück
hatten, einen der wenigen Vorführtermine zu ergattern. Und wer
trieb dort mit Peitsche und Fedora-Hut sein Unwesen? Kein Gerin-
gerer als I ndiana J ones, der zuletzt das Geheimnis der versunke-
nen Stadt Atlantis gelöst hatte. Die für manche vielleicht etwas
gewöhnungsbedürftige Tatsache: Indiana Jones and the Infernal
Machine ist kein reines Adventure mehr. Statt dessen reiht es sich
in die Riege der Action-Adventures ein, man könnte es vielleicht
am ehesten mit »Indy meetsjedi Knight« umschreiben.
Indy auf Action-Pfaden
Doch der Reihe nach: Wir schreiben das J ahr 1947. Der Zweite
Weltkrieg ist vorbei, die Supermächte beginnen still und leise mit
der Aufrüstung für den Kalten Krieg. Also sind nicht mehr die
Nazis, sondern die Sowjets die Widersacher des braven amerika-
nischen Professors. Seine alte Freundin Sophia Hapgood, Indy-
Fans noch aus den Geschehnissen um Atlantis in Erinnerung,
bringt eines Tages beunruhigende Neuigkeiten. Angeblich suchen
die Sowjets an der Stelle, an der die Babylonier seinerzeit den
Turmbau zu Babel unternommen haben, nach einer uralten
Maschine. Diese könnte ein Tor zwischen den Dimensionen öff-
nen und als tödliche Waffe eingesetzt werden. Glücklicherweise
sind einige Einzelteile der Maschine über den ganzen Erdball ver-
streut, so daß die Gefahr noch gebannt werden könnte ...
I ndy zögert nicht lange und macht sich auf, um dem sowjetischen
Chefarchäologen Gennadi Volodnikovdas Handwerk zu legen. Von
den babylonischen Ruinen über dasTlan-Shan-Gebirge in Kasach-
stan geht es zu den Aztekenpyramiden von Teotihaucan und zahl-
reichen weiteren Schauplätzen. Dort muß nicht nur gesprungen
und gepeitscht werden: Es sollen etliche Puzzle- und Kampfse-
quenzen im fertigen Spiel landen. Denn, so Projektleiter Hai Bar-
wood (schon bei Indy 4 federführend): »Wenn jemand ein Action-
Held ist, dann Indiana] ones.« Dieser Held kann nicht nur rennen
und springen, sondern
auch schwimmen, krie-
chen, klettern, an Ran-
ken umherschwingen
und natürlich seine
Peitsche knallen lassen.
Dazu verstärken diverse
Feuerwaffen wie Pisto-
len, Gewehre oder eine
Bazooka seine Kampf-
kraft. Und dann wären
PC PLAYER 8/ 98
da noch die Teile der Maschine,
die alle magische Kräfte besit-
zen: Ohne diese kann Indy die
Level nicht beenden. Daran hin-
dern wollen ihn natürlich auch
zahlreiche Soldaten, Kommuni-
sten und sogar außerirdische
Geschöpfe - für Spannung soll-
te gesorgt sein. Ohne 3D-Karte
müssen Peitsche und Hut im Schrank bleiben. Dafür sind dank der
polygonbasierten Grafik-Engine so abenteuerliche Aktionen wie
eine Flußfahrt durch schäumende Stromschnellen, eine Off-road-
Verfolgungsjagd per J eep oder gar eine an den zweiten Kinofilm
erinnernde Fahrt mit der Minenbahn möglich..
I Herstellen LueasArts
I Termin* 1. Quartal §§
j URASSIC PARK:
TRESPASSER
Im jüngsten Mitglied der »Lost
world«-Lizenzfamilie landen
Sie auf »Site B« ; wo Sie sich als-
bald mit einigen entlaufenen
Dinosauriern herumärgern dür-
fen. Gottlob findet sich alsbald
ein Arsenal von 23 Waffen ein,
mit dem Sie das lästige Viech-
zeugs erledigen. Die Grafiken-
gine macht schon in der Soft-
ware-Variante einen sehrguten
Eindruck, 3D-Karten werden
auch unterstützt.
I Herstellen Dreamworks
Interactive
I Termin* 3. Quartal §8
ODDWORLD:
ABE'S EXODDUS
Den kleinen Mudokaner Abe
plagen große Sorgen: Seine
Erzfeinde, die Glukkonen, ver-
arbeiten in der SoulStorm-
Brauerei die Knochen seiner
Urahnen. Aber seine Mannen
sind alles andere als pflege-
leicht: sie prügeln sich, implo-
dieren oder randalieren wütend
herum. Abe muß also vorsich-
tig und einfühlsam mit seinen
Stammesgenossen umgehen,
denn ohne ihre Mithilfe kann er
einige der Puzzles nicht lösen.
I Hersteller* GT Interactive
I Termin* 4. Quartal §8
O.D.T.
Vfer Spielfiguren, acht Level,
eine 3D-Engine: Das Kampf-
und Magie-geladeneO.D.T. bie-
tet alle Zutaten eines trendigen
Action-Adventures. Dank
Talentpflege und Charakter-
Ausbau ist sogar ein Hauch von
Rollenspiel dabei. Das Szenario
offeriert einen Eintopf aus Gru-
sel, Mythologie und J ules-
Verne- Extrakten. Die zahlrei-
chen vertretenen Monstertypen
sollen dank »künstlicher
Dummheit« unterschiedlich
agieren.
I Hersteller* Psygnosis
I Termin* 4. Quartal §8
SPACE
BUNNIES
MUS'
DIE
Schon seit geraumer Zeit gei-
stert das abgedrehte Action-
Adventureüberdie Messen. Auf
der Suche nach ihrer von Welt-
raum-Hasen entführten Schwe-
ster schießt, springt und klet-
tert Kellnerin Allison durch den
Space Bunny Mountain. Anima-
lisch: Tanzt Allison zu ein paar
herumliegenden Country-CDs,
sind die Hasen paralysiert und
ein sicheres Ziel.
I Hersteller* Rtpcord Games
I Termin* 3. Quartal %
OUTCAST
Das 3D-Action-Adventure Outcast muß sich zumindest optisch
hinter der von Tomb Raider 3 angeführten Genre-Konkurrenz
keinesfalls verstecken. Dies ist um so bemerkenswerter, als Out-
cast auf jegliche 3D-Grafikkarten-Unterstützung verzichtet.
Inhaltlich dreht sich alles um die mit Wüstengebieten, dörflichen
Ansiedlungen und martialischen Trutzburgen
garnierte Parallelwelt Adelpha. Dort schlüpfen
Sie in den Kampfanzug des gestrandeten Ex-
Söldners Cutter Slade. Der soll verhindern,
daß ein sich ausbreitendes Schwarzes Loch
das gesamte Universum verschluckt. Zu
Beginn des nichtlinearen Geschehens ent-
scheiden Sie, ob Sie diese heroische Auf-
gabe als Abenteurer, Stratege oder
Actionheld angehen wollen. Dies hat ent-
sprechende Auswirkungen auf die Menge
der anfallenden Anklicksatz-Gespräche
und derSchießereienmitden archaischen
Bewohnern der Wüstenwelt Adelpha.
Besonders interessant sind Cutters waf-
fentechnische Talente: So feuert er
nicht nur mit seiner im Handgepäck
lagernden Laserknarre, er kann sogar ein virtuelles Doppel von
sich selbst erzeugen, welches dann beispielsweise einige Wachen
ablenkt. Auch das Aufklauben und Verwenden von Gegenständen
wie Sprengstoff oder einem Granatwerfer stellt für den schwimm-
fähigen Leistungssportler kein Problem dar. Weite Wege dagegen
legt er am besten auf dem Rücken bizarrer Urwelt-Tiere zurück -
vorausgesetzt, er hat
sich zuvormitdem Besit-
zer über den Preis geei-
nigt. Für die passende
Akustik sorgt das
Moskauer Symphonieor-
chester.
I Hersteller* Infogrames
I Termin* 3. Quartal §8 ä
54
PC PLAYER 8/98
PRINCE OF PERSIA3D
Altmeister Jordan Mechnerließ es sich nicht nehmen, seine neu-
este Schöpfung persönlich zu demonstrieren. Der Sprung in die
dritte Dimension hat dem Prinz von Persien nicht geschadet: Fans
der ersten beiden Teile werden sich sofort heimisch fühlen. Unser
. Held muß 15
recht exoti-
sche Welten
durchqueren,
bevor er seine
Geliebte wie-
der in den
starken Ar-
men halten
kann. Fiese
Fallen, plau-
sible Puzzles
und garstige Gegner versperren ihm den Weg - wie gut, daß er
auch diesmal sein Schwert zücken oder sich sogar auf einem flie-
genden Teppich davonmachen kann. Zaubersprüche und -tränke
machen das Gefühl komplett, die Hauptrolle in einem Märchen
aus Tausendundeiner Nacht zu spielen.
I Herstellen Red Orib
I Termin* 1. Quartal §§
URBAN CHAOS
Das vormals unter den Arbeit-
stiteln City ofthe Fallen und
Dark City bekannte Urban Chaos
läßt Ihnen die größtmögliche
Freiheit: Siehaben dieWahl, ob
Sie Ihre Heldin in der pracht-
vollen 3D-Umgebung umherja-
gen und allerlei Gesocks mit
Fäusten, Füßen und Waffen nie-
derstrecken. Alternativ bege-
ben Sie sich auf eine gemütli-
che Rundreise per U-Bahn,
Motorrad oder Gleitdrachen
und lösen die dabei auftau-
chenden Rätsel.
I Hersteller* Eidos
I Termin* 3. Quartal §8
THE WHEEL
OFTIME
Vbm Adventure zum Action-
Strategie-Titel: Die Legend-
Umsetzung der bekannten
Buchreihe von Robert Jordan
nutzt die Unreal-Engine. In
einer Fantasy-Welt suchen Sie
mit zahlreichen Konkurrenten
um die Wette nach mystischen
Siegeln. Dazu wird gekämpft,
gesprochen und strategisch für
das Wohl der eigenen Festung
gesorgt.
I Hersteller* GT Interactive
I Termin* 2. Quartal §§
PC PLAYER 8/ 98
55
TOMB RAIDER 3
licht zuletzt die wohlproportionierte Hauptdarstellerin machte
Tomb Raider zu einem der bekanntesten Spiele der jüngeren
Computergeschichte. Der liebenswerten Lara Croft hat es Her-
steller Eidos vermutlich auch zu verdanken, daß er mittlerweile
zu Europasgrößtem Computerspiel-Produzenten aufgestiegen ist.
Inzwischen sorgt das digitale Busenwunder sogar für Schlagzei-
len auf ungewohntem Gebiet: Vor kurzem wurde der Vertrags-
schluß mit einer Model-Agentur bekannt; die deutschen Spaß-
punker Die Ärzte setzten Lara in dem Video »Männer sind Schwei-
ne« ein musikalisches Denkmal, und soeben hat Paramount die
Filmrechte ergattert - für die Hauptrolle
sind Liz Hurley und Sandra Bullock im
Gespräch.
Angesichts dieser Popularität (von den
ersten beiden Teilen sind zusammen über
vier Millionen Kopien verkauft worden!)
konnte es kaum überraschen, daß Eidos in
diesem] ahr die begehrte Bit-Braut ein drit-
tes Mal zum Leben erweckt. Die geschmei-
dige Archäologin startet ihre jüngsten
Abenteuer in den nebelgeschwängerten
Gassen von London. Für den weiteren Spiel-
verlauf stehen Besuche in I ndien, der Wüste
Nevadas, sowie auf einigen idyllischen Säü
Inseln im südlichen Pazifik im Reisekalender. Anders als bei den
Vorgängern, in denen die Geschichte an einem Strang durcher-
zählt wurde, teilt sich das Spiel nach der Einführung in drei Teile
auf. Ihnen bleibt es dabei überlassen, wohin die Reise als näch-
stes gehen soll, respektive in welcher Reihenfolge die Örtlichkei-
ten besucht werden.
In puncto Technik ha-
ben sich die Entwickler
von Core Design wieder
mal einen ganzen
Schwung Verbesserun-
gen einfallen lassen: So
sind insbesondere die
Lichteffekte weitaus
eindrucksvoller, dank
eines neuen Reflexions-
systems tauchen
transparente
Gegenstände und
lebensnahe
Schattenwürfe
auf. Selbst mehr-
farbige, sich stän-
dig ändernde
Beleuchtungsef-
fekte lassen sich
bewundern. Neu
hinzugekommen sind
auch wechselhafte Wet-
terbedingungen mit
Nebelbänken, Regen-
schauern und Schnee-
stürmen. All diese
Effekte gewinnen na-
türlich durch den Ein-
satz einer3D-Beschleu-
nigerkarte erheblich an
Glanz. Der überarbeite-
ten Entwicklungsma-
schine ist es schluß-
endlich zu verdanken, daß das rundum dreh- und zoombare Gelän-
de etwas feiner und dadurch übersichtlicher strukturiert ist.
Mehr Licht und Wetter
Selbst die vormals recht tumben Gegner haben wahrnehmbar
zugelegt. So werden sie manchmal Deckungsmöglichkeiten aus-
nutzen und koordinierte Überraschungsangriffe vortragen. Quasi
als Ausgleich besitzt die gute Lara immer noch ihre beiden mit
unendlicher Munition bestückten Revolver. In so manchem
Geheimraum liegt zudem, neben Heilmitteln und Schlüsseln, auch
die eine oder andere besonders schuß gewaltige Bleispritze herum.
Ebenfalls neu sind einige Bewegungsmodi: Fräulein Croft ist nun
dazu fähig, durch seichte Gewässer und knietiefes morastiges Ter-
rain zu waten. Mit dem Hochge-
schwindigkeitsspurt entflieht
sie im Eiltempo jeder Gefahr.
Auch Laras Garderobe wurde um
ein paar schicke Stücke ergänzt,
wobei eines sicher sein dürfte:
Selbst wenn sie gerade ihr atem-
beraubendstes Kostüm vorführt,
wird sie deswegen keinesfalls
voreinem Ausrittauf dem Motor-
rad oder einer feuchtfröhlichen
Bootsfahrt zurückschrecken.
I Hersteller* Eidos
I Termin* 4. Quartal §8
56
PC PLAYER 8/98
-
u
M*
ADVENTURES &
ROLLENSPIELE
Des einen Freud, des anderen Leid: Während
die Rollenspiele ihren zweiten Frühling erle-
ben, waren Adventures vom alten Schlag auf
der E3 dünn gesät.
Sag mir, wo die Rätsel sind, wo sind sie geblieben? Freun-
de der klassischen Point-and-click-Adventures werden
sich wohl oder übel damit abfinden müssen, daß ohne 3D
nicht mehr viel läuft. Dazu passend kippte Blizzard drei
Tage nach einer großangelegten Pressevorführung das
»Warcraft Adventure« -
angeblich habe es den haus-
internen Qualitätsan-
sprüchen nicht genügt. Harte
Zeiten für Spiele-Oldtimer,
die mit Text- und Maus-
gesteuerten Abenteuern auf-
gewachsen sind.
Bei den Rollenspielen ist die
Lage ganz ähnlich: Nur noch
wenige Hersteller wagen eine
andere Grafikansicht als die
Ego-Perspektive. Doch bei
»Diablo 2« und »Fallout 2«
kommt der übersichtliche
Isometrie-Look zu seinem
Recht. Gleiches gilt für »Bal-
dur's Gate«, das AD&D-Fans
und Neueinsteiger gleicher-
maßen ansprechen könnte. Ei n weiterer Trend: I mmer häu-
figer lesen Sie eine Zahl als Sequel-I ndikator im Spielen-
amen. »King's Quest 8«, »Ultima 9: Ascension«, »Gabriel
Knight 3« - es ist müßig, darüber zu diskutieren, ob die
Hersteller nur auf Nummer sicher gehen oder den Wün-
schen der Fans Sorge tragen wollen. Angenehmerweise
si nd immer noch einzelne ambitionierte Projekte wie »Tra-
veler« von Logic Factory zu vermelden. Ein Rollenspiel im
Episodenformat gab es zuletzt vor über zehn Jahren mit
»AlternateReality« fürden Atari XLund C64. Leider erleb-
te diese auf vier
Adventures & Rollenspiele:
Die Hoffnungsträger
1. Grim Fandango
2. Diablo 2
3 . Ultima 9: Ascension
4. Fallout 2
5 . Lands of Lore 3
Teile angelegte
Serie nur deren
zwei. Aber damals
fehlte ein wesent-
licher Faktor, auf
den Traveler setzt:
das Internet, (ra)
20000 LEAGUES:
THE ADVENTURES CONTI NUE
South Peak I nteractive hat ein
Herz für Abenteurer. Näch-
stes J ahr wandeln Sie auf
Kapitän Nemos Spuren und
erforschen seine Nautilus, die
150 J ahre auf dem Meeres-
grund lag. Mysteriöserweise ist
die Crew wohlauf, doch das
Schiff wird von einem schwarz-
en U-Boot angegriffen. Übri-
gens: Auch Master Lu-Autor Lee
Sheldon heuerte bei South Peak
an und produziert dort gerade
Dark Side of the Moon.
I Hersteller* South Peak
I Termin* 3. Quartal §§
BENEATH
Dreidimensionales Hybrid-
spiel mit Hang zum Action-
Adventure: Activisions Beneath
soll aber bei allen Actioneinla-
gen den Schwerpunkt aufs Puz-
zleknacken legen; Nachschub
für ausgehungerte Abenteurer
ist also zu erwarten. Der kühne
Archäologe] ack Wells schwingt
sich anno 1906 durch zwölf
Levels. Bekämpfen Sie böse
Bestien und greifen Sie vor
allem tief in den Inventar-Ruck-
sack, um die Rätsel und Fallen
der Unterwelt zu meistern.
I Hersteller* AetMsion
I Termin* 4. Quartal §8
GRIM FANDANGO
Immer Ärger mit den (Un-)Toten: Manny Caldera, Reisekaufmann
im Reich der Toten, kann nur dann Ruhe und Frieden finden,
wenn er ein gewisses Kontingent an Seelen verschifft. Doch irgend
jemand will nicht, daß das passiert. Nur wer?
Das nächste LucasArts-Adventure verzichtet bis auf wechselnde
Kameraperspektiven und ein etwas stromlinienförmigeres User-
Interface auf neumodischen Schnickschnack. Verantwortlicher
Designer ist erfreulicherweise Tim Schaefer, der für LucasArts das
Tentakel-Duo und den rauhbeinigen Biker Ben ins Leben rief.
I Hersteller* LueasArts ? .- ^
I Termin* 3. Quartal §8
PC PLAYER 8/98
GABRIEL
KNIGHT 3
Schauplatz des Grusel-Aben-
teuers Gabriel Knight 3 ist
eine europäische Kleinstadt.
Dort ermittelt Geisterjäger
Gabriel in einem übernatürli-
chen Entführungsfall, der auf
Wunsch durch mehrere Unter-
quests erweitert wird. Genau
wie beim Vorgänger kontrollie-
ren Sie manchmal auch Gabri-
els Freundin Grace. Das Gesche-
hen erblicken Sie wahlweise in
der Ich-Perspektive oder von
außen.
I Herstellen Sierra
I Termin* 4. Quartal §8
JOHN SAUL'S
BLACKSTONE
CHRONICLES
Der Horror-Autor John Saul
legt ein tiefenpsychologi-
sches Grusel-Adventure vor,
das auf seiner gleichnamigen
Romanserie basiert. Hier
durchstreifen Sie schrittweise
die gerenderten Räumlichkei-
ten eines aus der Ich-Perspek-
tive gezeigten Irrenhauses.
Dieses ist beileibe nicht so ver-
lassen, wie es zunächst aus-
chaut, denn Geister wollen ver-
hindern, daß Sie auf Ihre ver-
schollene Familie stoßen.
I Hersteller* Mindseapa/SSt
I Termin* 4. Quartal §8
itf
RING
KING*SQUEST8
Die Rätselkost der weltweit
erfolgreichsten Adventure-
Serie wird im achten Auftritt mit
Action-Elementen gewürzt.
Diesmal geht Held Connor
McLurr auf die Suche nach den
fünf Bruchstücken einer magi-
schen Maske. Während der
Reise befragt er rund 70 Cha-
raktere und besiegt in Echtzeit
zahllose Unholde. Das mär-
chenhafte 3D- Kön igreich
Daventry läßt sich optional
auch aus der Ich-Perspektive
betrachten.
I Hersteller* Sierra
I Termin* 4. Quartal §8
PC PLAYER 8/ 98
BALDUR'S
GATE
Zhntausend ineinander-
crollende Bildschirme groß,
sieben Kapitel lang und mit vie-
len Subplots ausgestattet: Kein
Wunder, daß sich Baldur's Gate
gerade wieder etwas verzögert
hat. Die abenteuerliche Reise
rund um die Schwertküste soll-
ten alle RPG-Liebhaber auf
ihren Wunschzettel schreiben,
denn der Titel machte bei der
Vorbesichtigung einen guten
Eindruck.
I Hersteller* tnterplay
I Termin* 3. Quartal 18
- ^ ZT" 7,Hi'
- r .
Eine groteske Mischung aus Science-fiction und
dem »Ring der Nibelungen« erwartet uns. In
ferner Zukunft hat die Menschheit wenig zu
lachen, gibt es doch nach der Zerstörung der
Erde nur noch wenige Überlebende, die als
Alien-Sklaven ihr Dasein fristen. Da auch die
neuen Herren kulturell interessiert sind, ver-
langen sie eine Aufführung der Wagner-Oper
- mit ungeahnten Folgen. Cryo verspricht uns
eine hochkomplexe und phantasievolle Hinter-
grundgeschichte.
Einen besonderen Touch erhält das Programm
durch die Verwendung der Originalmusik. Inter-
preten: die Wiener Philharmoniker.
I Hersteller* Cryo
I Termin* September §8
FALLOUT 2
lit Fallout begann Anfang
Ides Jahres die Wiederge-
burt des Rollenspiels. Das kul-
tige Endzeit-Ambiente lockte
nicht nur Genre-Fans an die
PCs, ein Nachfolgerwaralso nur
eine Frage der Zeit. Knapp 100
J ahre nach dem Geschehen des
ersten Teils suchen Sie mit
bewährter Grafik und Bedien-
oberfläche, jedoch ohne Zeit-
limit, nach dem sagenumwobe-
nen Garden-of-Eden-Kit.
I Hersteller* Interplay
I Termin* 4. Quartal 18
LEGEND OF
BLADE
MAS'
ER
a;
Jm Totenbett der Mutter er-
fährt Eric, daß sein Vater
einst auf der Suche nach den
Klingen des Chaos sein Leben
ließ. Eric schwört, daß er die
Klingen finden wird. In seiner
Rolle müssen Sie Weggefährten
anheuern und stehen letztend-
lich dem teuflischen Führer des
Vamarian-Kultes gegenüber.
Wie Ultima 9 präsentiert sich Ro-
nins Rollenspiel komplett in 3D.
I Hersteller* Ripcord Games
I Termin* 1. Quartal §§
■
•J- i_
I £ -
-
DIABLO 2
Sehnsüchtigst wartet die Blizzard-Fangemeinde
auf den langersehnten Nachfolger des teuf-
lisch-genialen Rollenspiels Diablo. Erfolg spornt
bekanntermaßen zu mehr Leistung an. Daher wur-
den Präsentation und Spielverlauf zwar im wesent-
lichen beibehalten, jedoch in vielerlei Hinsicht
logisch weiterentwickelt.
Die gruselige Hintergrundgeschichte berichtet
von der Rückkehrdes Oberdämons Diablo, dernun
auch noch Unterstützung durch Mephisto und Baal
erhält, ihres Zeichens zwei
weitere Spießgesellen der
Finsternis. Wie beim Vor-
gängerteilt sich die isome-
trische Welt in zwei Teile
auf: In der jetzt aus vier
Bereichen bestehenden
Oberwelt stehen Einwohner
zu Gespräch und Hilfe
bereit, zudem kaufen Sie
hier Waffen, Ausrüstung
und Heiltränke. Die Unter-
welt dagegen besteht aus
Kerkern, die bei jedem
Spielstart neu generiert
werden. Dank einer direkten Feuerlinie dienen die zahlreichen
dort lagernden Fässer und Gräber nun als ideale Deckungsmög-
lichkeit. Die vom Vorgänger bekannten Ladezeiten beim Wechsel
zwischen Ober- und Unterwelt entfallen diesmal dank einer neuen
Speichertechnik.
5 Helden in 4 Welten
Vor Spielbeginn bedienen Sie sich bei einer der fünf frischen Hel-
denklassen: Amazone, Barbar, Necromancer, Paladin oder Magier-
in. Alle besitzen steigerungsfähige Charakterwerte, die sich in
rund 100 Untereigenschaften verzweigen. Zudem bringt jede Figur
eine besondere Begabung für eine bestimmte Kampftechnik mit.
Die Lieblingswaffe der Amazone ist der Speer; den schleudert sie
jedemGegnerentgegen; derBarbardagegen verläßt sich vorallem
auf Körperkraft; er ist außerdem als einziger in der Lage, zwei
Waffen auf einmal zu schwingen.
Neuerdings verfügen die
Hauptdarsteller auch über
einodentlichesQuantuman
individuellen Zauber-
sprüchen. So ist der auf
dunkle Magie abonnierte
Necromancer als einziger
dazu fähig, tote Monster
wieder zum Leben zu
erwecken. Als untote Kämp-
fer verteidigen sie daraufhin ihren
neuen Meister. Das Gegenstück des
Necromancers ist der edle Paladin. Die-
ser verfügt vor allem über ein gerüt-
telt Maß an Defensiv- und Heilsprüchen, darüber hinaus gewin-
nen von ihm gesegnete Waffen erheblich an Schärfe. Die Magier-
in wiederum besitzt kaum Nahkampffähigkeiten und verläßt sich
stattdessen auf ihre reichhaltige Auswahl an Offensiv- und Defen-
sivzaubern. Sehr vielversprechend klingt zum Beispiel ein Spruch,
der bewirkt, daß ein Schwert von ganz alleine auf die Skelette
und Ghouls eindrischt. Anders als beim Vorgänger müssen Sie
einen Großteil der Magie erst erforschen, aber aufgrund des ver-
zweigten Charaktermenüs dürfte es schwerfallen, einen Helden
heranzuzüchten, der letztlich über sämtliche Zaubersprüche
seiner Gattung gebietet.
Dem Mehrspieler-Betrieb vorbehalten bleiben einige
zusätzliche Quests und das ausgefeilte Handelssystem. Es
wird Clan-Häuser geben, in denen die Mitspieler ihr Hab
und Gut sicher aufbewahren oder
eintauschen können.
Zwecks Unterbindung von
Betrügereien findet jegli-
che Handelei in einem spe-
ziellen Chat-Fenster statt
Solisten will man diefrühereher
schmalbrüstige Hintergrund-
geschichte erheblich aufwer-
ten.
I Hersteller* Blizzard
I Termin* 1. Quartal 99
60
PC PLAYER 8/98
m
LANDS OF LORE 3
E
is bisher geschah: König Richard, allen »Lands of Lore«-Fans
loch aus dem ersten Teil bekannt, hat einen Bruder namens
Eric. Dessen unehelicher Sohn Copper hat vor Hof wenig zu mel-
den, doch es kommt, wie es kommen muß: Alle anderen Thron-
anwärter sind eines Tages aus dem Rennen. Copper wird jedoch
nicht etwa in Ehren gekrönt, sondern muß sich Respekt und Krone
erst einmal verdienen. Obendrein zerfällt das ehemals prosperie-
rende Reich zusehends, und so hat der Nachwuchsherrscher alle
Hände voll zu tun, bis er die Füße auf einen königlichen Schemel
legen kann.
»Lands of Lore 3« ist ein klassisches Rollenspiel im modernen
Gewand: Zaubersprüche, Gilden, Charakterklassen und ein »Fami-
liär« getaufter Ratgeber sollen die Fans für den grafisch leicht
fehlgeschlagenen Vorgänger
entschädigen. 3D-Karten
werden von vorneherein
unterstütz. Dazu Louis Cast-
le, Mitgründer der Westwood
Studios, der uns LOL 3 auf der
E3 vorführte:
»Die Grafik-Engine basiert
zum großen Teil auf der von
LOL 2, natürlich mit voller
Unterstützung von SD-Kar-
ten. Die Charaktere stellen wir Voxel-basiert dar. Dazu verwen-
den wir die schon aus Blade Runner bekannte Technologie.
Dadurch können wir uns ganz auf die Story konzentrieren - anders
als bei den Action-Shootern, bei denen bis kurz vor Torschluß die
Engine optimiert und dann eben schnell eine Geschichte dazu-
gestrickt wird.«
Es gibt keine Video-Akteure mehr: Das war bei Teil 2 nur der Fall,
weil es zu Entwicklungsbeginn technisch noch keine qualitativ
gute Möglichkeit gab, lebensechte Charaktere darzustellen - und
dafür mußten wirdie bekannten Nebenwirkungen einstecken, also
die Unscharfen und Pixeleien.
I Hersteller* Westwood Studios
I Termin* 4. Quartal §8
62
RETURN TO KRONDOR
Sierra hat das
mehrfach ver-
schobene Rollen-
spiel von 7 1 h
Level aufgekauft,
den auf den
Romanen von
Raymond Feist
basierenden Plot
zeitgemäß aufpo-
liert und in zehn
Kapitel unterteilt.
Sie dirigieren eine fünfköpfige
Heldentruppe durch die Städte
und über die Meere des Fantasy-
Reiches Midkemia. Konkurrie-
rend mit ruchlosen Piraten und
einem verrückten Zauberer, suchen Sie nach einem religiösen
Relikt. In teils längeren Rundenkämpfen gelangen 60 Zauber-
sprüchezum Einsatz, weitere Sprüche brauen Siesich mittels Kräu-
tern selber zusammen. I nformationen darüber werden die insge-
samt 150 unterwegs angetroffenen 3D-Charaktere bereithalten.
I Hersteller* Sierra
I Termin* 4. Quartal §8
REVENANT
it dem ac-
tionreichen
R o I I e n s p i e I
Revenant wandelt
Eidos auf Diablo-
Pfaden. Der aus
einem Fundus von
etwa 40 Recken
ausgewählte Cha-
rakter pirscht durch
eine Vielzahl iso-
metrischer 3D-Kerker. Dort sucht er nach seiner verschollenen
Tochter und verstaut aufgefundene Gegenstände in seinem Ruck-
sack. Allerlei Unholde vom schwachbrüstigen Skelett bis hin zum
feuerspeienden Drachen kommen ihm dabei in die Quere. Sie
machen Bekanntschaft mit seinem Schwert und den mit fort-
schreitender Spieldauer immer
mächtigeren Zaubersprüchen. Die
Vulkanwelt brilliert mit unzähligen
animierten Details und Lichteffek-
ten - sie wird dafür aber auch nicht
bei jedem Spielstart neu generiert.
I Hersteller* Eidos
I Termin* 4. Quartal §8
PC PLAYER 8/98
-
SWORDS & SORCERY
Was wurde eigentlich aus David W. Bradley? Der Designer des Rol-
lenspiel-Klassikers Wizardry 7 taucht bei Virgin wieder auf. In
seinem neuen Werk will er eine besonders lebendige Fantasy- Umwelt
simulieren. Sie kontrollieren eine sechs Charaktere starke Party;
gekämpft wird wahlweise rundenweise oder in Echtzeit. Per Netz-
werk oder Internet läßt sich jeder Held von einem anderen Spieler
steuern. Moderne Technik hält Einzug im Fantasy-Land: Dank einer
3D-Grafikengine können Sie das Geschehen wahlweise aus der Ego-
Perspektive sehen oder Ihre Party von außen betrachten.
I Herstellen Virgin
I Termin* 4. Quartal §8
TRAVELER
Die Logic Fac-
tory, späte-
stens seit Tone
Rebellion bekannt
für ebenso unge-
wöhnliche wie gut
spielbare Pro-
gramme, will sich
mit dem neuesten
Streich selbst
übertreffen. Das Rollenspiel Traveler
erscheint im Episodenformat, ähnlich
wie eine Fernsehserie. Sie finden sich
unverhofft in einem neuen Körper und
in einer anderen Dimension wieder
und müssen herausfinden, was mit
Ihnen und der Erde passiert ist.
Die erste »Staffel« liegt komplett in
der Schachtel und kann sofort durchgespielt werden - dann geht
es online weiter: Alle zwei Monate soll eine neue Folge erschei-
nen, die nur mit anderen Mitspielern zu lösen ist - ein vielver-
sprechendes Konzept.
I Hersteller* The Logic Faetory
I Termin* 3. Quartal 99
ULTIMA 9: ASCENSION
Utima 9 war der einzige Titel, den Origin auf der Messe demon-
itrierte. Richard Garriott und sein Adept Ed del Castillo nah-
men sich selbst die Zeit, das Spiel vorzuführen. Mr. Ed trug übri-
gens als Blickfang eine schwarze Augenklappe, doch Sie müssen
nicht befürchten, daß er bei nächtlichen Design-Sessions bald
ganz erblindet und das Spiel nicht fertig wird: Abends landete
das Piratenutensil immer wieder in seiner Tasche.
I n den letzten Monaten gab es gerade im I nternet zahlreiche Pro-
teste und Unterschriftensammlungen einiger Ultima-Veteranen.
Sie sprachen sich gegen Konzeptänderungen wie die fehlende
Party oder den Wegfall der beliebten Statistiken aus. Am Messe-
stand fanden jedoch keine Demonstrationen statt. Mag man zu
den Design-Änderungen stehen, wie man will: sicher ist, daß
Ascension schon jetzt
fantastisch aussieht.
Die 3D-Engine illu-
striert die Suche nach
dem Guardian mit
wunderschönen Tex-
turen und Landschaf-
ten.
Trotz 100 NPCs, 40
Waffen und 45 Zau-
bersprüchen ordnet
selbst Origin das Spiel unter Action-Adventures ein, doch Rich-
ard Garriott betont, daß das Ganze noch immer ein Rollenspiel
sei - nur eins mit stark erweiterten Fähigkeiten. Anfang nächsten
Jahres wissen wir mehr.
I Hersteller* Origin
I Termin* 1. Quartal 99
64
PC PLAYER 8/98
X*
SIMULATIONEN
An vielen Ständen knatterten die Motoren von
Propellerfliegern: Dogfight-Simulationen aus
dem Zweiten Weltkrieg sind wieder salon-
fähig. Turbinengeheul und Hubschrauber-
whock-whock sind deswegen noch lange nicht
zum Aussterben verurteilt.
Es fiel uns schon im Messevorfeld ins Auge: Viele Her-
stellerwenden sich von High-Tech-J etsimulationen ab und
haben mindestens einen Titel im Gepäck, der sich mit dem
Zweiten Weltkrieg beschäftigt. So erwarten wir bis zum
J ahresende sechs Produkte, die Sie in das Cockpit der Mes-
serschmitt Me-109 und Konsorten setzt, nämlich »Jane's
FighterLegends«, »MS Combat Simulator«, »Fighter Duel
2.0« , » Frei J agd« , » Fighter Squadron« und » European Air
War« . Trotzdem gab es einige hochkarätige PC-Düsenflie-
ger zu sehen wie »F-16 Viper« von NovaLogic oder Inter-
active Magics »iF/A-18E GF«.
Auch die Hubschrauberfraktion muß nicht darben, denn
ein seit über zehn Jahren am Digi-Himmel vertretener
Veteran wird reanimiert. »Gunship 3« kommt im nächsten
Jahr und ergänzt »Ml Tank Platoon 2«. Ein weiterer neu-
aufgelegter Oldie ist »Fighting Steel« von SSI, der an die
» Burning Steel« -Serie anknüpft. Schiffe waren auf der E3
ansonsten Mangelware, genauso wie Panzersimulationen.
Davon sind allerdings in
den letzten Monaten
schon einige erschienen.
So freuen wir uns auch auf
»Panzer Elite« und
»Spearhead«. (mash)
Simulationen:
Die Hoffnungsträger
i.
Fighter Legends:
Europe 1944
2.
F-16 Viper
3.
Gunship 3
4
Starsiege
5.
Fighting Steel
F-16 VIPER &
MIG-29 FULCRUM
Iivalogic kommt mit zwei
neuen Flugsimulationen
gleichzeitig auf den Markt.
Beide lassen sich dank des
»Integrated Battlespace« (IBS)
miteinander verbinden. Somit
können Sie per Netzwerk mit-
oder gegeneinander antreten,
über die Internet-Spielarena
NovaWorld fliegen Sie mit maximal 127 Mitspielern. Die Welten
sind dabei die gleichen wie für F-22 Raptor, dessen Besitzer eben-
falls an den Multiplayer-Gefechten teilnehmen dürfen. Offline bie-
ten beide Programme jeweils über 40 Missionen für die F-16 bezie-
hungsweise MiG-29, die zwar linear miteinander verknüpft sind,
sich jedoch teilweise beeinflussen. Auch das MiG-29-Spiel bietet
zwei F-16-Kampagnen an, die Sie mit dem Besitzer des anderen
Produkts gemeinsam beziehungsweise gegeneinander absolvie-
ren. In F-16 wiederum ist ein Missionseditor enthalten, mit dem
Sie sogar eigene Gebäude erstellen können.
Optisch macht die Präsentation einen Quantensprung, denn es
wird nicht nur normale Beschleuniger-Optik geboten; per Voodoo
2-Karte läßt sich die Auflösung bei 16-Bit-Farbtiefe bis auf 1024
mal 768 Bildpunkte hochschrauben. Das Flugmodell berücksich-
tigt nun auch Gewichtsveränderungen, etwa durch das Abschieß en
von Raketen. Für Realismus soll die Zusammenarbeit mit Lock-
heed/ Martin und einem
russischen Ex-Piloten
sorgen, die Handlung
und das Missionsdesign
selbst werden aber
gewohnt actionmäßig
ausfallen.
I Herstellen Novalogie
I Termin* 4. Quartal §8
66
PC PLAYER 8/98
FIGHTER LEGENDS:
EUROPE 1944
Jane's geht mit diesem Produkt zurück in die Zeit des Zweiten
Weltkriegs. Dies ist übrigens ein Trend, den man bei vielen Simu-
lationsherstellern beobachten konnte. In Sachen Technik ist der
Titel allerdings alles andere als altertümlich: Mit zwei hinterein-
andergeschalteten Voodoo-2-Karten erreichen die Programmie-
rer Auflösungen von bis zu 1024 mal 768 Pixeln in High-Color-
Farbtiefe bei Frame-Raten von über 30 fps.
Alle spannenden J äger aus dieser Ära (P-51D Mustang, Me-262
Sturmvogel) können geflogen werden. Die Maschinen haben sepa-
rate Trefferzonen, um etwa Treffer an den Tragflächen zu simu-
lieren; all diese Schäden
können Sieauch auf den Flie-
gern sehen. Die physikali-
schen Modelle für alle 13
Flugzeuge, von denen Sie
sieben selbst steuerrn dür-
fen, sind nach Angaben der
Programmier stark an die
Realität angelehnt. Wolken
werden nicht nur einfach
eine undurchsichtige Schicht einer bestimmten Dicke sein, son-
dern sind dreidimensional modelliert und mit Transparenzeffek-
ten versehen. Das macht Gefechte in der entsprechenden Höhe
besonders interessant.
Der Detailgrad geht so weit, daß Sie sogar weidende Kühe se-
hen können. Außerdem sind Massengefechte möglich. Erste
Sporen konnte sich
das Designteam um
Paul Grace übrigens
schon 1992 mit Cuck
Yeager's Air Combat
verdienen.
I Herstellen flaue's
Combat St mulatlons
I Termin* 3. Quartal 98
PC PLAYER 8/ 98
GUNSHIP 3
Im nächsten J ahr veröffent-
licht Microprose Gunship 3,
bei dem Sie in dynamischen
Kampagnen nicht nur den AH-
64 Apache, sondern auch den
RAH-66 Comanche und einen
weiteren Kampfhubschrauber
fliegen können. Außerdemläßt
sich das Programm mit Ml Tank
Platoon 2 vernetzen. Dieses
Bild stammt auch von letzterem
Titel, Gunship 3 verwendet
jedoch die gleiche Grafik-En-
gine und wird daher sehr ähn-
lich aussehen.
I Hersteller* Microprose
I Termin* 4. Quartal 99
IF/A-18E
CARRER
STRIKE FIGHTER
Mit der verbesserten Grafik-
und Kampagnen-Engine
aus iF-22 geht Interactive
Magic an den Start. Diesmal
steht das F/A-18-Mehrzweck-
flugzeug im Mittelpunkt. Vom
Flugzeugträger aus fliegen Sie
zufallsgenerierte Missionen
und Feldzüge, wobei das
bekannte Point-and-click-
Cockpit das Bedienen der
Instrumente vereinfacht.
I Hersteller* Interactive Magie
I Termin* 3. Quartal 98
F-18 SUPER
HÖRNET
Vbn Bord eines Flugzeugträ-
gers oder einer Landbasis aus
starten Sie mit Ihrer F/A-18 in
drei dynamische Missionsge-
biete, etwa den Persischen
Golf. Bis zu 400 Bodenfahrzeu-
ge finden sich pro Mission. Im
Kommando-Modus kontrollie-
ren Sie maximal 32 Maschinen
und springen nach Belieben in
die jeweiligen Cockpits, um von
da aus direkt das Schlachten-
glück zu beeinflussen.
I Hersteller* Digital
Integration
I Termin* 4. Quartal 98
FIG
S
TING
EEL
Die Entwickler von Burning
Steel bringen eine Neuauf-
lage I hrer Marine-Simulation in
aktuellem Gewand mit 3D-
Beschleuniger- Unterstützung.
Über 90 Schiffsklassen, die in
den J ahren 1939 bis 42 auf den
Weltmeeren herumschipperten,
können kontrolliert werden.
Alle interessanten Seeschlach-
ten dieser Zeit und einige hypo-
thetische Fälle - packen die
Designer ins Programm.
I Hersteller* Mindseape/SS!
I Termin* 4. Quartal 98
MS COMBAT FLIGHT
SIMULATOR
K
)iese Luftkampf-
simulation hat
den Zweiten Welt-
krieg zum Thema.
Naturgemäß stehen
in den beiden Kam-
pagnen im Berliner
und Londoner Luf-
traum vornehmlich
Dogfights und die
Abwehr von Bomberstaffeln auf
dem Programm. Angeboten wer-
den acht historische Propeller-
maschinentypen ä la Spitfire
oder Messerschmitt mit authentischen Flugeigenschaften und
Cockpits. Gleichermaßen neu wie originell ist der Umstand, daß
die benutzte Grafik-Engine von MS Flight Simulator die Landung
waschechter Boeings in London oder Berlin erlaubt - vorausge-
setzt, Sie entgehen dem feindlichen Sperrfeuer.
I Herstellen Microsoft
I Termin* 3. Quartal 98
PANZER ELITE
Schon seit einigen J ahren Zeit arbeiten Teut Weidemann und die
J ungs vom deutschen Entwicklerteam Wings an dieser Panzer-
Simulation. Sie kletterten zur Recherche in noch erhaltene Vehi-
kel aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.
Soviel Liebe zum Realismus soll sich im fertigen Programm aus-
zahlen. So
kann Ihre
Mannschaft
Erfahrung
gewinnen
oder ver-
letzt wer-
den. Wird
I hr wahlwei-
se deut-
scher oder
amerikani-
scher Panzer von Gegnern getroffen, bleibt das Geschoß nicht
einfach im Rumpf stecken: je nachdem, welche Anlagen hinter der
Metallwand stecken, sind Ausfälle von Funkgerät oder Motor-
komponenten zu vermelden. Die Kampagnen führen Sie nach Nor-
dafrika, Italien und in die Normandie.
I Hersteller* Psygnosis
I Termin* 1. Quartal 99
s
AR TREK:
KLINGON
ACADEMY
Alles nur eine Frage der Per-
spektive: Was für die Föde-
ration das klingonische Impe-
rium, ist für das Imperium die
Föderation der Planeten. Klar,
daß die Lieblings-Aliens aus
Star Trek ihre Schiffsbesatzun-
gen auch in Simulationen
gegen Schiffe wie die Enterpri-
se antreten lassen. Mit dabei:
Schauspieler Christopher Lloyd.
I Hersteller* Unterplay
I Termin* 4. Quartal 98
STARSI EGE
Bei dem vormals unter dem
Arbeitstitel Earthsiege 3
gehandelten Starsiege hat sich
nicht nur der Name geändert. So
unterstützen die in 30 Sorten
vorrätigen Kampfroboter nun alle gängigen 3D-Karten. Als Solist
erhalten Sie Zugriff auf Trainingseinheiten sowie eine Kampagne
mit 45 Missionen. Ziel ist es stets, mit Ihrem Kampfkoloß die
Blechkumpel der Gegner einzudosen. Dies geschieht unter Hin-
zuziehung von rund 40 Waffen Systemen.
I Hersteller* Dynamix
I Termin* 3. Quartal 98
WORLD AIR POWER:
ISRAELI AIR
FORCE
In der neuen World Air Power-
Reihe von J ane's erscheint
dieser Titel der israelischen Pro-
grammiertruppe Pixel Multime-
dia. Über aus Satellitendaten
erstelltem Terrain fliegen neun
Maschinen, darunter die F-4
Phantom oder der Lavi in sechs
linearen Kampagnen zu je sie-
ben Missionen. Für den nötigen
Realismus sorgt die Mitarbeit
von zehn israelischen Piloten.
I Hersteller* jJane's Combat
Simulatlons
I Termin* 3. Quartal 98
68
PC PLAYER 8/98
I
umIm»
RENN- &
SPORTSPIELE
Zahlreiche neue Motorrad- Simulationen wol-
len den dominierenden Autorennspielen an
den Karren fahren. Bei PS-losen Sportarten
stehen nicht nur Fortsetzungen bewährter
Hits auf dem Spielplan:
Boxen findet endlich auch im
PC- Ring statt.
Oscar de la Hoya vs. Sugar Ray Leo-
nard - ein amtierender Box-
champion gegen eine lebende
Faustkampf- Legende. Als die bei-
den harten J ungs am Mittag des
28. Mai am Stand von EA Sports
in den Ring stiegen, war »Havoc
in Hotlanta« angesagt. Doch
statt geballter Fäuste gab's den
typischen Gamepad- Klammer-
griff, denn die Herren ließen ih-
re digitalen Ebenbilder klop-
pen. Die Boxsimulation »Knockout Kings«
gehört neben ein paar Snowboard- Spielen zu den wenigen
echten Neuerungen im Sportbereich. Ansonsten produziert
man lieber bewährte Massenware: Basketball, American
Football und Eishockey werden von diversen Firmen mit
99er-Versionen bedacht. Nur in Sachen Fußball herrscht
nach der WM-Offensive relative Funkstille; EA Sports kün-
digte »FIFA 99« auf der Messe (noch) nicht an.
Bei den Rennspielen geben die einstmals exotischen Mo-
torrad-Simulationen Gas. Virgin, Microsoft und weitere
prominente Publisher zeigten neue Titel; der Trend geht
dabei weg vom halbstarken Arcade- Geknatter zum physi-
kalisch korrekten Biken.
Im Vierrad-Lager drängelten sich hingegen die Actionra-
sereien nach vorne, aber auch Retro-Rennen mit Schlitten
aus den 60er Jahren sind schwer angesagt. Simulations-
Freaks sparen Ihr Kleingeld primär für Papyrus' »Grand Prix
Legends«. Aktuelle Formel-1-Simulationen werden wohl
kaum noch in diesem Jahr erscheinen: UBI-Soft feilt der-
zeit an letzten Details ei-
Renn- & Sportspie.
Die Hoffnungsträger
etic&ft
s fflUWl
ÜNTHWSJMW
1. Grand Prix Legends
2 . NHL 99
3 . Need for Speed 3
4 . Knockout Kings
5 . Motocross Madness
nes Lizenzdeals, um »Fl
Racing Simulation« fortzu-
setzen. Psygnosis hat indes
schon unterschrieben, wird
sein nächstes »Formel 1«
aber erst 1999 für den PC
veröffentlichen. (hl)
AFTERSHOCK
Lange war es still um das Pro-
grammierteam von wipEout,
dem berühmt-berüchtigten
Gleiter-Rennspiel. Die J ungs
sind inzwischen bei Rage ge-
landet und arbeiten an After-
shock, einem weiteren Titel, der
nur mit 3D-Beschleunigerkarte
läuft. Auf der E3 waren erste
Animationen zu bestaunen:
Superteure Flitzer von BMW
und anderen Herstellern
drehten auf realistisch be-
leuchteten Straßenkursen ihre
Runden.
I Hersteller* Rage Software
I Termin* 1. Quartal 99
FORMEL 1 *98
t ußer ein paar Render-Stand-
lildern gibt es leider noch
keine vernünftigen Screen-
shots der neuen Formel-1-Si-
mulation von Psygnosis. Die Li-
steder angekündigten Features
klingt verheißungsvoll: Ver-
sprochen werden aktuelle Fahr-
erdaten der 98er- Saison, die
lange vermißten Rückspiegel
und eine neue Grafik-Engine,
die auch ohne SD-Beschleuni-
gerkarte Gas gibt. Außerdem
soll's mehr Simulations-Fines-
sen und Statistiken geben.
I Hersteller* Psygnosis
I Termin* 1. Quartal 99
GRAND
PRIX
LEGENDS
stut*
Eine anspruchsvolle Renn-
simulation mit Formel 1-
Lizenz; doch weit und breit kei-
ne Spur von Schumacher und
Co.? Kein Wunder, bekämpfen
sich in Papyrus neuem Pro-
gramm doch die Legenden der
siebziger Jahre. Graham Hill
oderj im Clarke drehen aufteil-
weise sehr langen Strecken ih-
re Runden und werden ab und
zu von freundlichen Anwohnern
bejubelt. Papyrus verspricht
kernigen Motorensound und
realistisches Fahrverhalten.
I Hersteller* Papyrus/Sferra
I Termin* August 98
MOTO
RACER 2
2 gäbe für das Motorrad-Ac-
ionspiel von Delphine Soft-
ware. Mit Turbo-Boost brettern
Sie im Arcade- oder Simula-
tions-Modus über 30 neue Pi-
sten. Die Wettergötter sorgen
durch Sandstürme und Schnee-
fall für schlitternde Reifen. Mit
einem Editor schnitzen Sie sich
eigene Strecken zurecht und
verwenden diese in der Mei-
sterschaft. Außerdem können
Renn-Replays jetzt gespeichert
werden.
I Hersteller* Electronic Arts
I Termin* 3. Quartal 98
72
PC PLAYER 8/98
NEED FOR SPEED 3
E
schneller fährt, als die Polizei erlaubt, liefert sich bei The
Need for Speed 3 erbitterte Verfolgungsjagden mit den Ge-
setzeshütern. Daß die Cops ebenso vehement bedrängen und rem-
peln wie andere Computergegner, garantiert die verbesserte Drän-
gelintelligenz
der Land-
straßen-Ka-
valiere: Wenn
Sie einen be-
stimmten
Konkurrenten
permanent
schneiden,
sinnt er auf
Rache. 3Dfx-
Support ist
von vornher-
ein integriert, Wettereffekte spielen nun eine stärkere Rolle, acht
neue Strecken mit versteckten Abkürzungen warten auf I hre Fahr-
künste. Die Liste der simulierten Sportautos steht noch nicht fest;
Electronic Arts will aber auf alle Fälle Zusatzkarren per I nternet-
Download anbieten.
I Herstellen Electronic Arts
I Termin* 3. Quartal §8
NASCAR RACI NG 3
Eine komplett
runderneu-
erte Grafikma-
schine wird der
Rennsimula-
tion NASCAR
Racing 3 Beine
machen. So sol-
len sich die
Computergeg-
ner nun we-
sentlich klüger verhalten und auch schon mal ein Überholmanöver
durch geschicktes Fahrverhalten verhindern.
Darüber hinaus werden die in allen technischen Details stimmi-
gen und mit den originalen Motorengeräuschen versehenen Bo-
liden von den realen Fahrern und Teams der Nascar-Saison 1998
betreut. Dank eines umfangreichen Optionsmenüs frisieren Sie
die Kisten mit Austauschmotoren und Regenreifen.
Einmal mehr haben auch die originalen Asphaltstrecken ihren
Auftritt - schließlich soll NASCAR 3 in guter Serientradition wie-
der eine der realistischsten Rennsimulationen auf dem Markt wer-
den.
I Hersteller* Sierra
I Termin* 4. Quartal §8
M0T0CR0SS MADNESS
Vfc
sich auf ei-
fnes der physi-
kalisch korrekt
reagierenden Mo-
tocross- Räder
schwingen will, um
(unabhängig von-
einander) Fahrer
und Gefährt zu
steuern, muß eine
3Dfx-Karte vorweisen können. Die
fünf Landschaften bestehen größ-
tenteils aus dünenartigen Erhe-
bungen, die von Canyons einge-
schlossen werden; dazu kommen
circa 30 Motorsporthallen. Außer
der nackten Geschwindigkeit zählt
hier auch die fehlerfreie Darbie-
tung sämtlicher 16 Stunts. Mit einem Editor basteln Sie sich neue
Aufgaben zusammen, die Sie dann gegen die Computerkonkur-
renz oder im Mehrspieler-Betrieb mit bis zu acht Teilnehmern aus-
testen dürfen.
I Hersteller* Microsoft
I Termin* 4. Quartal §8
RUSHDOWN
Gleich drei populäre Extrem-
Sportarten kommen bei
Rushdown zur Aufführung. Ein
oder zwei Spieler treten zum
Wettkampf in den Disziplinen
»Mountain-Biking«, »Snow-
b o a r -
ding«
und »Ka-
jak« an.
Die 15
Renn-
strecken
wurden
von realen Bahnen aus fünf
Kontinenten inspiriert, aller-
dings um etliche Zusatz-Schi-
kanen ä la Nachtfahrten ange-
reichert. Als Eintrittskarte ist
voraussichtlich eine 3Dfx-Karte
erforderlich.
I Hersteller* Infogrames
I Termin* 4. Quartal 18
STADIUM
GRAND PRIX
Goß e Vorbilder wie Stunt Car
Lacer standen Pate bei die-
sem Krach-Bumm-Rennspiel.
Sie steuern Ihr Fahrzeug über
steile Rampen und durch Loo-
pings. Bewähren Sie sich
gegen Ihre Konkur-
renten, können
Sie mit den ge-
wonnenen Preisgel
dem das Fahrzeug aufrüsten
oder ein neues, schöneres Ve-
hikel erwerben. Langfristige
Motivation soll durch verschie-
dene Szenarien sowieTag-und-
Nacht-Fahrten erreicht werden.
I Hersteller* Team 17
I Termin* 1. Quartal §§
PC PLAYER 8/ 98
73
SBK
SUPERBIKE
Die lange vernachlässigten
Motorräder rollten während
der E3 auf zahlreichen Bild-
schirmen herum. Programmier-
team Milestone (die Bleifuß-
Macher) geht mit Superbikesan
den Start. Auf zwölf realisti-
schen WM-Kursen satteln Sie
schwere Maschinen von Honda,
Kawasaki & Co. Realistisches
Handling und spektakuläre 3D-
Grafik sollen dafür sorgen, daß
diese Motorrad-Simulation der
Konkurrenz enteilt.
I Herstellen Virgin
I Termin* 4. Quartal §8
SPEED
BUSTERS
In diesem Rennspiel müssen
Sie auf sieben Kursen nicht et-
wa vermeiden, geblitzt zu wer-
den, sondern stattdessen mög-
lichst schnell durch Radarfallen
rasen. Für das so »verdiente«
Geld kaufen Sie Extras wie
Straßenkarten, um sich in Hol-
lywood, Aspen oder auf der Las-
Vegas-Rennstrecke zurechtzu-
finden. Zur Wahl stehen Fahr-
zeuge sowohl aus den 50ern wie
auch aus den 90ern, etwa der
Mercedes 300SC.
I Hersteller* Ubf-Soft
I Termine 4. Quartal §8
THRUST,
TW ST *N
TURN
Die dritte Dimension, die in
Rennspielen gemeinhin we-
niger wichtig ist, erhält bei
Thrust, twist 'n turn eine ganz
neue Bedeutung. Take 2 ver-
frachtet uns mit diesem Renn-
spiel auf achterbahnähnliche
Strecken, die sich kreuz und
quer durch futuristische Städte
schlängeln und mehrere hun-
dert Höhenmeter locker über-
winden.
I Hersteller* Take 2
I Termin* 3. Quartal §8
RAC
TRANS-AM
NG '68-72
Retro-Rennen sind aktueller
denn je: Neben SierrasGrand
Prix Legends versetzt uns GTs
Beitrag zur Nostalgiewelle 30
J ahre in die Vergangenheit
zurück. 13 Wagentypen machen
zwölf reine Straßenkurse unsi-
cher, die Fahrphysik sollte
recht realistisch sein: Das Pro-
grammierteam hat über zehn
J ahre lang blechgewaltige Au-
tounfälle für Gerichtsverhand-
lungen rekonstruiert.
I Hersteller* GT Interactive
I Termin* 3. Quartal 18
SPORTS CAR
Das soll kein lockerer Need-
for-Speed-Nachahmer wer-
den: Virgin betont, daß Profes-
sional Sports Car Racing viel-
mehr eine exakte Simulation
realistischer Sportwagen-Wett-
rennen ist.
Schicke Präsentationen im TV-
Stil sollen auf die Rennen ein-
stimmen. Höchstgeschwindig-
keit ist beim Kampf um Mei-
sterschaftspunkte nicht alles;
nur smarte Fahrer haben gegen
die Computergegner eine Sie-
geschance.
I Hersteller* Virgin
I Termin* 4« Quartal §8
TEST DRIVE 5
Mit 28 Fahrzeugen und 17
Strecken setzt der neueste
Sproß der Test Drive-Serie zu-
mindest von der Quantität her
ganzneue Dimensionen. Wieim
Vorgänger werden zahlreiche
»Muscle Cars« der siebziger
Jahre dabei sein, der Rest des
Feldes wird durch exotische
Sportwagen komplettiert. Sie
dürfen nun im Cop-Chase-Mo-
dus auf die Seite der Gesetzes-
hüter wechseln und versuchen,
die PS- Wunder aus dem Verkehr
zu ziehen.
I Hersteller* Aeeolade
I Termin* 3« Quartal §8
V-RALLY
Bis zu vier Spielerfahren mit
einem knappen Dutzend
frisierter Pkws um die Wette.
Die naturnahen Landstraßen
stammen aus acht Ländern und
lassen sich im Mehrspieler-Be-
trieb horizontal und vertikal
splitten. Insbesondere die
wechselhaften Wetterbedin-
gungen - von Nebelbänken bis
zu ausgewachsenen Schnee-
stürmen - werden den ori-
ginalgetreuen Fords, Toyotas
und Renaults schwer zu schaf-
fen machen.
I Hersteller* Infogrames
I Termin* 4. Quartal §8
m
BIG AIR
js haben wir hier? Das Spiel
:um Michael-Jordan-Turn-
schuh? Mitnichten, Aeeolade
bringt die Freuden des Snow-
board-Fahrens auf den PC-Bild-
schirm. Die Trendsportart wird
vom Test-Drive-4-Program-
mierteam digital inszeniert. Ne-
ben neun Rennstrecken und
verschiedenen Wettkämpfen
dürfen authentische Ausrü-
stung und Klamotten nicht feh-
len. Ohne Markenartikel läßt ei-
nen derSchnee echt kalt, Mann!
I Hersteller* Aeeolade
I Termin* 4. Quartal 18
74
PC PLAYER 8/98
CANAL+
SOCCER 99
Bei Canal+ Soccer 99 stellen
Sie sich Ihre Mannschaft
selbst zusammen, bevor Sie in
nationalen Ligen nach der Mei-
sterschaft greifen. Dazu werden
sich auch die
eu ro pä i -
sehen Pokal-
wettbewer-
be gesellen.
Trotz vieler
Kameraper-
spektiven,
individueller Spielerstärken
und spezieller Schußtechniken
sollen sogar Einsteiger schnell
mit der einfachen Steuerung
zurechtkommen. Besonders in-
teressant sind die Mehrspieler-
Optionen, denn dabei sind auch
Internet-Turniere vorgesehen.
I Herstellen Unfogranies
I Termin* 4. Quartal §8
?>
NATIONAL
HOCKEY NIGHT
Obacht, ihr Puck-Götter von
EA Sports: Der amerikani-
sche TV-Sender ESPN will euch
vomEisfegen! Mit HilfedesPro-
grammierteams Radical Enter-
tainment (NHL Powerplay) soll
National Hockey Night eine
ebenso schöne wie realistische
Eishockey-Simulation werden.
3D-Grafik ist selbstverständ-
lich; Präsentation und Statisti-
ken sollen ähnlich aufwendig
ausfallen wie bei den ESPN-
Fernsehübertragungen.
I Hersteller* ESPN Dtg. Games
I Termin* 4. Quartal §8
NBA LIVE 99
Noch mehr Special Moves für
Feuerknopf-Virtuosen, aber
auch ein Anfänger-Modus mit
garantierten Instant-Erfolgser-
lebnissen: Die neue Basketball-
Simulation von EA Sports will
es jedem recht machen. Grafik-
Gourmets weiden sich an den
verschönerten Spielfiguren;
Muskel-Texturen zucken reali-
stisch bei jeder Bewegung. Oh-
ren auf für »Trash Talking«, das
Austauschen verbaler Nettig-
keiten zwischen den Kontra-
henten.
I Hersteller* EA Sports
I Termin* 4. Quartal §8
NHL 99
Alle J ahre wieder: Von der
rTneuen Ausgabe der Eis-
hockey-Referenz NHL 99 exi-
stieren zwar noch keine freige-
gebenen Spielablauf-Screen-
shots, aber erste Detailinfos.
Als Team ist jetzt Nashville da-
bei, der zusätzliche Anfänger-
Level sorgt für leichtere Zu-
gänglichkeit. Profis freuen sich
über die getunte Computerin-
telligenz und akkurate Puck-
Abprallberechnungen, wenn
die Scheibe einen anderen
Spieler trifft.
I Hersteller* EA Sports
I Termin* 4. Quartal 18
KNOCKOUT Kl NGS
Iicht jeder ist entzückt, wenn man seine »schönen blauen Au-
len« rühmt. Faustkämpfer hören bei einer solchen Äußerung
gerne eine Doppeldeutigkeit heraus: Veilchen spenden ist eben
seliger als nehmen. Die Boxlegenden Oscar De La Hoya und Su-
gar Ray Leonard vollführten Hunderte von typischen Kampfbe-
wegungen,
die via Moti-
on Capturing
auf die Spiel-
figuren über-
tragen wur-
den. Neben
geschmeidi-
gen Anima-
tionen bietet
das Pro-
gramm drei
Gewichts-
klassen, in denen Sie um den Weltmeistertitel fighten. J ede der
38 Spielfiguren (mit dabei: Muhamad Ali und Evander Holyfield)
hat unterschiedliche Werte in Kategorien wie Ausdauer, Reich-
weite, Kraft oder Erfahrung.
I Hersteller* EA Sports
I Termin* 4« Quartal §8
TIGER WOODS 99
Iam Tiger
Woods!«
murmeln
nicht nur Leu-
te, die zu vie-
le Nike-Wer-
bespots gese-
hen haben.
Bei diesem
Spiel ge-
horcht Ihnen
der digitali-
sierte Shooting Star auf den Mausklick. I n Tiger Woods '99 steckt
freilich der Kern des guten, alten PGA Tour Golf. Doch die Lizenz
war anscheinend so teuer, daß man den Tiger unbedingt in den
Titel packen mußte. Auch wer vor dem Namen des puttenden Pro-
mis nicht ehrfürchtig erschauert, bekommt genügend frische Fea-
tures geboten. Mit 3D-Karten-Support, Kameraschwenks und
schnellerem Bildaufbau geht's auf drei Plätzen zur Sache. Auch
an kleine Gags haben die Designer gedacht: J e besser Sie spie-
len, desto mehr Schaulustige tummeln sich bei I hren Einlochver-
suchen rund ums Grün.
I Hersteller* EA Sports
I Termin* 4. Quartal §8
76
PC PLAYER 8/98
STRATEGI E-
^3
Der überwiegende
Teil der Entwickler
setzt auf
die ver-
meintlich sichere
Fortsetzungs-Bank.
Ob sie nun »Age of Empires 2«,
»Total Annihilation King-
doms« oder »Siedler 3«
heißen mögen, stets wird
ein bewährtes Spielprinzip
bei gelinder optischer
und/ oder spieltechni-
scher Kosmetik aufge-
wärmt. Dies
"^ war zwar be-
reits in den letz-
ten J ahren so, die explosionsartige Zunah-
me dieser Sequels nimmt aber gerade im Strategiebereich
langsam beängstigende Ausmaße an.
Während rundenbasierte Strategiespiele kaum noch ver-
treten waren - alleine Talon Soft (»Western Front«) und
Mindscape/SSI (»People's General«) halten hier noch die
Fahne hoch - bahnt sich bei den Echtzeit-Strategiespie-
len eine Trendwende an. Läßt man mal die erwähnten
Sequels sowie Nachzügler vom Kaliber »Dune 2000« außen
vor, neigt sich die Ära der »Massenattacken« -Strategie-
spiele dem Ende entgegen. Innovative Errungenschaften
wie sie »Dark Reign 2«, »MechCommander« oder »Third
World« zu bieten haben, weisen dagegen den Weg in ei-
ne bessere Zukunft. Angesagt sind ab sofort nicht mehr
Vogelaugen- Karten und Riesenarmeen, sondern kleine
Elitetrupps, die vornehmlich durch edle 3Dfx-Welten
stapfen.
Im Sektor der Wirtschaftsstrategie gab es nicht allzu viel,
dafür aber gehaltvolle Ware zu sehen. Ein Erfolgsabonne-
ment dürften die
entzückenden »Die
Siedler 3« besitzen,
gleiches gilt auch für
die Eisenbahnerei
»Railroad Tycoon 2«
sowie Sid Meiers
»Alpha Centauri«.
(md)
Command & Conquer 3:
Operation Tiberian Sun
Alpha Centauri
Age of Empires 2
Warzone 2100
Third World
ALPHA CENTAURI
Ein abgedunkelter Raum mit funktionierender Klimaanlage und
einem bescheiden grinsenden Sid Meier in der Ecke: Was kann
sich ein J ournalist auf der E3 mehr wünschen? Hinter den allseits
beliebten verschlossenen Türen wurde geladenen Sterblichen die
Gunst gewährt, eine spielbare Alpha-Centauri-Version zu erleben.
Ehrfurcht ist angebracht; schließ lieh handelt es sich bei dem Auf-
bau-Strategiespiel um
den inoffiziellen Enkel
von Civilization.
Alpha Centauri beginnt
da, wo Civilization 2
aufhörte: Ein irdisches
Raumschiff erreicht ei-
nen bewohnbaren Pla-
neten im Sonnensystem
von Alpha Centauri.
Kaum gelandet, spalten
sich die zänkischen Menschlein in sieben verschiedene Splitter-
gruppen auf. Wählen Sie Ihre Sippe mit Bedacht; jede Partei hat
bestimmte Vor- und Nachteile bei Produktion und Forschung.
Übersichtliche Isometrie-Landkarten und gemütlicher Runden-
ablauf ohne Echtzeit-Hektik erinnern angenehm an Civilization 2.
Nimmt Ihr Reich gewaltige Ausmaße an, dürfen Sie Mikromanage-
ment-Kleinkram für die einzelnen Städte an eine Automatikfunk-
tion delegieren. Einheiten lassen sich individuell mit frisch er-
forschten Extras ausstatten. Zu den fortgeschrittenen Techniken
gehört beispielsweise Terraforming: Mit einem göttlich anmuten-
den Mausklick können Sie das Gelände einebnen oder Berge hoch-
ziehen - und dabei ganz nebenbei das fruchtbare Umland einer
gegnerischen Siedlung beschädigen.
Die Firaxis-Macher betonen, daß Sie bei aller Komplexität be-
sonderes Augenmerk auf die Zugänglichkeit legen. Einfache Be-
dienung, Tutorials und sechs Schwierigkeitsgrade sind wichtige
Tugenden. Nicht nur Eroberer können gewinnen: Auch Diploma-
tie, Handel und Pazifismus führen auf die Siegesstraße.
I Hersteller* Plraxts
I Termin* i
PC PLAYER 8/98
AGE OF EMPIRES 2: |
THE AGEOF KINGS
k
**
W
Das Sequel des erfolgreichen Strategiespiels Age of Empires ent-
steht unter den wachsamen Augen von Bruce Shelly, der be-
reits als Co-Produzent von Teil 1 und dem nicht minder berühm-
ten Civilization mit Lorbeeren überhäuft wurde. Entsprechend
sehnsüchtig wird der Nachfolger erwartet.
Anders als beim Vorgänger verschlägt es den Spieler diesmal in
eine Epoche lange nach der Eisenzeit: Sie beginnen beim Fall
Roms und müssen sich durch das harte Mittelalter kämpfen, ins-
gesamt liegen
rund 1000 Jahre
Geschichte vor
Ihnen. Um diese
beachtliche Zeit-
spanne zu über-
leben, stehen
Ihnen 13 ver-
schiedene Zivili-
sationen zur Ver-
fügung, wobei
die Kelten, Wi-
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Truppe einem Feind folgt und in der gegnerischen
Basis umzingelt wird.
Dem Kampfgeschehen verpaßte Microsoft ein neues
Realismus-Kleid. Sie rammen feindliche Boote, um
diese anschließend zu entern, oder lassen I hre Man-
nen in militärischer Formation strammstehen. Die
nötige Übersicht wird dabei durch mehrere Hotkeys
und eine editierbare Karte gewährleistet. Zur Finan-
zierung des Fortschritts benötigen Sie natürlich Geld.
Dieses erwerben Sie nicht nur wie im ersten Teil durch
das Ausbeuten von Ressourcen, sondern auch durch
Handel. Ein ausgefeiltes Handelsmenü verführt Sie zu riskanten
Tauschgeschäften mit befreundeten Zivilisationen.
M ehr Handel im M ittelalter
Besonders hervorstechend ist die komplett runderneuerte Grafik.
Höhere Auflösung und bessere Animationen sind jedoch nur ein
Teil der prachtvollen Präsentation. Begeisterung erwecken die
teilweise gigantischen Burgen, welche die realistisch anmutende
Landschaft bevölkern; aber auch so manch anderes gelungene
Bauwerk erfreut das Auge. Transparente Wassereffekte und feine
Explosionen machen den grafischen Genuß vollkommen.
Damit Sie I hre eigenen Missionen zusammenstellen können, wird
-* ^
*
kinger, Mongolen, etc. jeweils unterschiedliche Eigenschaften und
Bauvorlieben aufweisen. Beachtlich ist die Fülle von Einheiten,
die jedes Volk mit sich bringt. Sehr vorteilhaft auch die jetzt ein-
geführte Option, mehrere Truppen auf einmal in Auftrag zu ge-
ben, um in Windeseile eine stattliche Armee aufzubauen.
Die Verwaltung letzterer wurde mit einem neuen Wegrouten-Sy-
stem und etlichen frischen Befehlen verfeinert. So lassen Sie ei-
nen Soldaten »folgen«, »bewachen« oder einfach nur »stehen«.
Auch die Aggressivität der einzelnen Soldaten kann festgelegt
werden. Auf diese Weise verhindern Sie, daß ein Mitglied Ihrer
PC PLAYER 8/ 98
dem Spiel wieder ein Edi-
tor beiliegen. Die Hard-
wareanforderungen wur-
den relativ bescheiden
gehalten, damitsich auch
Besitzer eines Penti-
um/133 mit 32 MByte
RAM und 100 MByte Fest-
plattenspeicher durchs
Mittelalter erobern dür-
fen. Geplant sind Zufalls-
Karten, historische Kam-
pagnen und eine maxi-
male Anzahl von acht
Spielern per Modem,
Netzwerk oder Internet.
I Herstellen Microsoft
I Termin* 1. Quartal §§
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Die Zusatz-CD zu Age of Em-
pires spielt zur Zeit des al-
ten Roms. Mit Mazedoniern,
Römern, Karthagern und Pal-
myranern haben vier neue an-
tike Kulturen ihren Auftritt.
Neben größeren Landkarten
bringen sie 25 Gebäude und
drei Kampagnen mit. Zudem
verfügen sie über unterschied-
liche Stärken, etwa in der
Kampfkraft oder der Produkti-
on. Unter den neuen Truppen-
gattungen sind insbesondere
die Kamele erwähnenswert. Da
sie sich nicht mit Pferden ver-
tragen, sollten solcherart ge-
mixte Gruppen tunlichst ver-
mieden werden.
I Herstellen Microsoft
I Termin* 3. Quartal §8
A.I. ALIEN
INTELUGENCE
AI. mischt das Echtzeit-Gen-
e mit Elementen aus Masters
of Orion und Civilization: Nach
einer Atombome liegt Ihre Hei-
matwelt in Schutt und Asche.
Doch von solchen Lappalien
lassen Sie sich nicht aus der Ru-
he bringen. Sie bauen den Pla-
neten wieder auf, erobern Son-
nensystem für Sonnensystem
und forschen munter an neuen
Technologien. Vielleichttreffen
Sie eines Tages sogar den Bom-
benleger wieder ...
I Hersteller* tnterplay
I Termin* 3. Quartal §8
AX
SAND
ALLIES
Europäische Achsenmächte
und Allierte stehen sich in
der PC-Umsetzung dieses »Risi-
ko für Fortgeschrittene« ge-
genüber. Das Brettspiel-Origi-
nal schaffte es aufgrund der
vom Hersteller als etwas heikel
empfundenen Thematik nie,
offiziell in Deutschland zu er-
scheinen. Dabei ist es bei US-
Strategiefans längst ein Ge-
heimtip, wie auch Eigenimpor-
teur Martin Schnelle bestätigen
kann.
I Hersteller* Hasbro Interactive
I Termin* 3« Quartal §8
CAESAR 3
Bei der prachtvoll animierten
Wirtschaftssimulation Cae-
sar 3 betätigen Sie sich im al-
ten Rom zugleich als Erbauer,
Stadtoberhaupt und Feldherr.
Ähnlich wie bei SimCity stamp-
fen Sie mit Steuermitteln auf ei-
ner isometrischen Karte eine
Stadt aus dem Boden. Außer-
dem bauen Sie eine Armee auf,
welche die Angriffe von allerlei
marodierenden Barbaren ab-
schmettern soll. Näheres dazu
verrät unserer ausführlicher
Bericht in dieser Ausgabe.
I Hersteller* Sierra
I Termin* 4. Quartal §8
BLACK & WHITE
Einige der ungewöhnlichsten Spielideen der Computergeschich-
te gehen auf das Konto des Engländers Peter Molyneux. Auch
sein darwinistischer Streich Black & White entzieht sich wieder
jeglicher Kategorisierung; er enthält sowohl Elemente seiner bei-
den Spitzentitel Dungeon Keeper und Populous als auch Grundi-
deen der Lebens-Simulation Creatures.
Auf einer prachtvollen 3D-I nsel vertreiben sich bis zu sieben Völ-
ker die Zeit mit Spielen, Fressen und Herumlungern. Ihre Aufga-
be als gottgleicher Übervater besteht darin, eines davon unter
Ihre Fittiche zu nehmen und in eine leistungsfähige Hochkultur
umzuformen. Ob Sie aus der faulen Bande nun Krieger, Kanniba-
len, Vegetarier oder eine Handelsnation machen, bleibt Ihnen
überlassen. Durch lobendes Tätscheln oder zornige Blitzschläge
erziehen Sie die Leutchen nach dem Zuckerbrot-und-Peitsche-
Prinzip. Einen Königsweg wird es nicht geben, vielmehr hat jede
Entwicklungsform ihre Vor- und
Nachteile: Die Fleischfresser er-
reichen eine gigantische Körper-
größe, sind dafür aber bei den an-
deren Stämmen nicht sehr beliebt
und zudem auf eine exorbitante
Kalorienzufuhr angewiesen. Auch
wird es einen Tag-und-Nacht-Mo-
dus geben, so daß die Entwick-
lung scharfer Augen nicht
schaden dürfte.
Finales Ziel ist es natürlich,
die anderen Stämme von der
Karte zu vertreiben. Wenn
das gelingt, dürfen Sie sich
mit diesem Szenario samt
der überlebenden Rasse in
eine I nternet-Partie einklin-
ken - dort werden dann die Landmassen sämtlicher Teilnehmer
zu einem riesigen Kontinent zusammengefügt.
I Hersteller* Bullfrog
I Termin* 3. Quartal 99
Peter Molyneux erläutert das ungewöhnliche
Spielkonzept.
80
PC PLAYER 8/98
c
VILIZATI0N2:
EST OF TIME
Test of Time ist eine optisch
verbesserte Ausgabe des an-
sonsten identischen Siedlungs-
Klassikers Civ 2. Insbesondere
die Einheiten erstrahlen neuer-
dings im schön animierten 3D-
Glanz. Interessanterweise wer-
den sich die Landstriche meh-
rerer Spieler miteinander
verbinden lassen, um so bei-
spielsweise Siedler mit Trans-
portschiffen von einer Karte auf
die andere zu bugsieren.
I Herstellen Mfcroprose
I Termin* 2. Quartal §§
CLOSE
COMBAT 3
Das Echtzeit-Strategiespiel
Close Combat 3 ist inmitten
des Zweiten Weltkriegs ange-
siedelt. Schauplatz ist die deut-
sche Ostfront während der J ah-
re 1941 bis 1945. Sie komman-
dieren eine Eliteeinheit, deren
Mitglieder über steigerungs-
fähige Charaktereigenschaften
verfügen. Frisch hinzugekom-
men sind etliche Rollenspiel-
elemente, das Gelände hat an
Umfang deutlich zugelegt, und
als Dreingabe zu den rund 30
Szenarien gibt's einen runder-
neuerten Editor.
I Hersteller* Microsoft
I Termin* 1. Quartal §§
>■■
CONFLICT OF
NATIONS
V(bn wegen Konsolen-Umset-
zung: Erstmals läßt Sega ein
Programm speziell für den PC
entwickeln. Das britische Team
NMS strickt an diesem merk-
würdigen Echtzeit-Stragie-
spiel. Acht Nationen balgen
sich zu Beginn des 20. J ahr-
hunderts um die Weltherr-
schaft. Sie müssen bauen, Res-
sourcen mopsen und Ihre Figu-
ren zur Städte-Einverleibung
losschicken: Eroberungen mit
schwarzem Humor.
I Hersteller* Sega
I Termin* 4. Quartal §8
CREATURES 2
Die Nornssind wieder da: Bei
dieser Erziehungs-Simula-
tion sollen Sie durch pädagogi-
sche Maßnahmen den af-
fenähnlichen Wesen solche Din-
ge wie Sprechen und Lesen
beibringen, auf daß siediese Ei-
genschaften an ihre Nachkom-
men vererben. I m Vergleich mit
dem Vorgänger fallen neben
den Wetterumschwüngen auch
die schönere Präsentation so-
wie die etwas lernfähigeren
Norns positiv auf.
I Hersteller* Mindseape/SS!
I Termin* 3. Quartal §8
PC PLAYER 8/ 98
81
COM M AND & CONQUER 3 :
OPERATION TIBERIAN SUN
Den globalen Krieg will Westwood in Tlberian Sun
entfesseln. Nachdem sich die Auseinanderset-
zungen zwischen GDI und NOD ursprünglich auf Eu-
ropa und Afrika beschränkten, geht es nun auch auf
anderen Kontinenten heiß her. Die GDI hat sich der
Stroy zufolge inzwischen an den Nordpol zurückge-
zogen, während die letzten NOD-Anhänger in unter-
irdischen Behausungen dahin vegetieren. Gefährli-
ches Tiberium prasselt weiterhin aus dem All auf die
Erde nieder und verseucht den Planeten immer stär-
ker. Einige Varianten des Tiberiums sind dermaßen
instabil, daß der Stoff mitunter sogar spontan ex-
plodiert. Zudem irren mutierte Soldaten in der Ge-
gend herum. Die Zivilisten haben aufgerüstet und
lassen sich nicht mehr ohne Gegenwehr niedermet-
zeln. Versteckt mischen ferner Außerirdische in die-
sem Konflikt mit. In dieser Situation taucht Kane, totgeglaubter
Anführer der NOD aus der Versenkung auf und bringt sogar sei-
nen Sohn mit. Heftige Kämpfe flammen auf, als sich die NOD-Ge-
folgsleute neu formieren.
Erfahrungspunkte für erfolgreiche Truppen
Beide Seiten verfügen über spezielle Waffen Systeme, die jeweils
unterschiedliche Taktiken erfordern. So wühlen sich Truppen der
mit Vorliebe unterirdisch operierenden NOD- Streitkräfte gerne
durch den Untergrund, um dann unvermutet neben verwundba-
ren Gebäuden aufzutauchen. Jeweils 15 Einheitentypen stehen
dem Feldherren zur Verfügung; dazu gehört beispielsweise »J ump
Jet Infanterie«, die problemlos Höhenunterschiede überwindet.
Bei der Zahl der unterschiedlichen Einheiten gab es schon des-
halb eine deutliche Begrenzung, um dem Spieler das System
durchschaubarer zu machen. Die größere Übersichtlichkeit er-
möglicht es, sich rascher mit den Feinheiten der militärischen Sy-
steme auseinanderzusetzen. Laut Westwood sind dadurch die in-
dividuellen Fähigkeiten besser herauszuarbeiten als bei einer
größeren Anzahl von Variationen. Diesmal ist es noch wichtiger,
die Truppen umsichtig einzusetzen, da gewonnene Erfahrungs-
punkte deren
Fähigkeiten
spürbar verbes-
sern können.
Die Darstellung
erfolgt in Voxel-
Technik, wo-
durch man sich
eine detaillierte
Darstellung und
ein problemloseres Erstellen der vielen Spezialeffekte erhofft. So
sind Beschädigungen an einzelnen Fahrzeugteilen einfach zu er-
kennen. Polygone wären laut der Entwickler für das gewünschte
Resultat zu langsam, zumal Tiberian Sun selbst auf durchschnitt-
lichen PCs noch problemlos laufen soll.
Eine große Bedeutung will man Guerilla-Kampftaktiken und der
Sabotage einräumen. Außerdem wird es zufrierende Gewässer,
Waldbrände und Wind geben, was deutliche Rückwirkungen auf
den Spielverlauf haben kann. Beispielsweise können Böen ge-
fährliche Schwaden giftiger Substanzen in die eigenen Reihen tra-
gen und dort zu schweren Verlusten führen.
Die oft beklagte Dummheit der Erntefahrzeuge soll endlich der
Vergangenheit angehören; die neue Kl sorgt dafür, daß sich die-
se Maschinen von den Gegnern eher fernhalten und nicht wie
früher blindlings in ihr Verderben fahren. Seeschlachten sind
nicht vorgesehen, dafür können Schwebefahrzeuge über das Was-
ser gleiten.
I Hersteller* Westwood
I Termin* i
PC PLAYER 8/98
CROMAGNON
In den USA heißt dieses Echt-
zeit-Strategiespiel Dawn of
War. Virgin Deutschland ent-
schied sich in einem Poesie-An-
fall dagegen für den lieblichen
Titel Cromagnon - Die Wiege
der Menschheit. Prähistori-
scher Alltag: Hütten bauen,
Saurier hauen, erfinden und
vermehren. Sie wählen per
Mausklick aus, welche Pärchen
sich in einer kuscheligen Ecke
zwecks Reproduktion nieder-
lassen. Tip: Nur talentierte Ge-
ne sind Fortpflanzungs-Hits!
I Herstellen Virgin
I Termin* 3. Quartal 98
GANGSTERS
Als digitaler AI Capone sollen
Sie eine Stadt unter Ihre
Kontrolle bringen. Zu diesem
Zweck stellen Sie rund 400
vorrätigen Bösewichterein. Mit
in Echtzeit vergebenen Anwei-
sungen werden die Geschäfte
der etwa 5000 Spießbürger am
Ort mit Erpressungen überzo-
gen. Bandenkriege halten der-
weil die vom Computer oder bis
zu drei Gegenspielern betreu-
ten Schurken auf Abstand; Po-
lizei und J ustiz begnügen sich
mit einem Bakschisch.
I Hersteller* Eidos
I Termin* 3. Quartal 98
fer,;'' 11 ^,,
iBiikJ
jSHft/;,
HOSTILE
WTERS
In Rages neuem Action-Stra-
tegie-Titel starten Sie von
Ihrem Flugzeugträger aus zu
Beginn jeder der in sich abge-
schlossenen Missionen eine
Schar von Vehikeln. Gleichzei-
tig produzieren Sie dort neue
Einheiten. Realistische, plötz-
lich wechselnde Wetterverhält-
nisse sollen den Aufklärungs-,
Zerstörungs- oder Geleit-
schutz-Missionen den richtigen
Kick geben.
I Hersteller* Rage Software
I Termin* 1. Quartal 99
MANA (DUEL)
%
s dem deutschen Spieler
sein Mana, wird dem Rest
der Welt als Duel: The Mage
Wars geläufig sein. Der Name
ist schnuppe, denn hüben wie
drüben hauen sich Magier ver-
schiedene Monstertypen und
Zaubersprüche um die Ohren.
In einer dicken Kampagne müs-
sen Sie drei Fantasy-Welten er-
obern. Entwickler mit Vergan-
genheit: Mana-Programmier-
team Mythos lieferte übrigens
einst die X-COM-Taktikspielefür
Microprose ab.
I Hersteller* Virgin
I Termin* 3. Quartal 98
Dark Reign 2- Produzent Greg Borrud
DARK REIGN 2
Kh Aussage
ies Dark
Reign 2-Produ-
zenten Greg
Borrud wird
sich der Nach-
folger des be-
kannten Echt-
zeit-Strategie-
hammers ra-
dikal vom Vorgänger unterscheiden. So soll das Gelände 3Dfx-
Karten unterstützen und sich in jeder Richtung stufenlos drehen
und zoomen lassen. J ede der Truppengattungen wird über einen
ganzen Schwung an Animationen verfügen. So hält etwa ein In-
fanterist, der durch einen Fluß watet, sein Gewehr über seinen
Kopf. Wichtiger als diese optische Frischzellenkur - der sich auch
sämtliche Einheiten unterwerfen mußten - sind die inhaltlichen
Änderungen. Die Kämpfe konzentrieren sich auf die Bodentrup-
pen und dabei vor allem auf die Infanterie. Statt der üblichen
Massenattacken wird der Spieler vornehmlich kleine Spezialtrupps
durch die feindlichen Linien schleusen und dabei auch vor nächt-
lichen Überfällen nicht zurückschrecken.
I Hersteller* AetMsion
I Termin* 2. Quartal 99
POLICE QUEST
SM 2
In dem Echtzeit-Strategiespiel
Police Quest: SWAT 2 über-
nehmen Sie wahlweise das
Kommando über eine Terrori-
stengruppe oder eine Eliteein-
heit der Polizei von Los Ange-
les. I hre SWAT- Truppe legt sich
abwechselnd mit Terroristen,
Geiselnehmern und Attentä-
tern an und erhält während der
15 Einsätze Unterstützung
durch Scharfschützen, Hunde,
Helikopter und Panzer.
I Hersteller* Sierra
I Termin* 3. Quartal 98
POPULOUS 3
Der Bullfrog-Titel Populous 3
nähert sich seiner Voll-
endung. Als Schamanin legen
Sie alles daran, überirdische
Macht zu entwickeln und in 30
Leveln bis zu drei Computer-
gegnern ordentlich einzuhei-
zen.
Die gelungene 3D-Perspektive
fällt sofort ins Auge, was allen
Fans der Vorläufer Tränen der
Freude ins selbige treiben soll-
te. In drei Dimensionen wirken
Sturmfluten und Vulkane halt
viel beeindruckender.
I Hersteller* Bullfrog
I Termin* 4. Quartal 98
84
PC PLAYER 8/98
^s gibt ein Leben nach
■Peter Molyneux: Bul
frog präsentierte hinter
verschlossenen und gut
gesicherten Türen (»Wie,
Sie haben einen Termin?
Das kann ja jeder sagen!«)
den Nachfolger zu Dunge-
on Keeper. Schon beim
kurzen Video-Interview
mit dem gehörnten Rea-
per kommt Stimmung auf:
Der Gute ist noch unta-
lentierter als die Akteure
der Multimedia-Leserbriefe und
schlägt nach zahlreichen Wiederho-
lungen der gleichen Szene den Ka-
meramann grün und blau.
Ein Hauptkritikpunkt am ersten Teil
war die eher grobe Grafik, bedingt
durch die aufgrund der langen Ent-
wicklungszeit veraltete Technik.
Dungeon Keeper 2 bekommt von vor-
neherein eine fixe, polygonbasierte
3D-Grafik verpaßt. So ist nicht nur die
Draufsicht auf I hren Kerker erheblich
detaillierter und stufenlos zoombar,
Sie können den Dungeon auch in jedem beliebigen anderen Win-
kel inspizieren. Die 3D-Ansicht erinnert an einen modernen
Action-Titel und wirkt bei weitem nicht mehr so antiquiert.
Das Panoptikum an Charakteren, Fallen und Zaubersprüchen soll
erheblich erweitert werden. So flattern jetzt auch Feen durch die
Gewölbe, die von ein paar unterirdischen Innenarchitekten aus-
gebaut werden: In einem Freizeitraum dürfen sich die Imps von
den Strapazen erholen, bevor sie wieder in Ihrem Auftrag bud-
deln und horten müssen.
I Herstellen Bullfrog
I Termin* 1. Quartal 99
<<</
FORCE COMMANDER
3 —IT mri TI — TliT"
|)ch ein Echtzeit-Strategiespiel? Nur für 3D-Karten? J a, aber es
kommt von LucasArts und spielt im ewiggrünen Star-Wars-Uni-
versum. Verhaltenes Raunen: Hatten die nicht erst unlängst Re-
bellion veröffentlicht, einen äußerst zähen Runden-Strategen?
Durchaus, doch Force Commander ist keine Auftragsarbeit für
mäßig begabte externe Entwickler, sondern wird bei LucasArts
selber programmiert. Aufatmen allenthalben.
Sie betreten die intergalaktische Bühne entweder als Rebellen-
führer oder als Commander des galaktischen Imperiums. Durch
mehrere Kapitel wird der Handlungsfaden der bislang erschiene-
nen drei Kinofilme nachgesponnen. So sind Sie auf dem Rebel-
lenmond Yavin 4 aktiv
oder wagen sich in diedür-
ren Wüsten von Tatooine.
Nach durchschnittlich drei
Missionen geht es dann
auf einer anderen Welt
weiter.
Ihre Aufgaben sind ab-
wechslungsreich: Neben
Standard-Typen wie Er- v , ^, ^Ä. J ''
oberungen und Zerstören
von wichtigen Zielen müssen Sie gelegentlich auch die Stellung
halten, bis Ihre Truppen den Rückzug angetreten haben. Promi-
nentes Beispiel für diese Taktik: die Schlacht um den Eisplaneten
Hoth aus »Das Imperium schlägt zurück«. Mehr als 100 alte Be-
kannte, Fahrzeuge und Gebäudetypen kreuzen I hren Weg. Sie ha-
ben indes alle Hände voll zu tun, um die Ressourcen eines Pla-
neten abzubauen und Truppen, Droiden oder die vertrauten AT-
ATs beziehungsweise Y-Wings zu befehligen.
Die schon erwähnte 3D-Karten-Unterstützung soll das Spieler-
lebnis deutlich schöner und - im Rahmen des Vorstellbaren - rea-
listischer machen als jedes Echtzeit-Strategiespiel vor Force Com-
mander. Filmreife Kameraschwenks werden dabei für Übersicht
sorgen.
I Hersteller* LucasArts
I Termin: *
86
PC PLAYER 8/98
MYTH 2: SOULBLIGHTER
In dem Echtzeit-
Strategiespiel
Myth 2 kämpfen
Sie erneut mit ei-
ner aus Rittern,
Magiern und Zwer-
gen zusammenge-
würfelten Legion
gegen die Heer-
scharen der Fin-
sternis. Genau wie
beim Vorgänger werden alle gängigen 3D-Karten unterstützt, ei-
ne entschärfte deutsche Version ist ebenfalls in Arbeit. Neu - ne-
ben einigen Truppengattungen - sind das verbesserte Wegesy-
stem sowie die noch eindrucksvolleren Lichteffekte. Das frei dreh-
und zoombare 3D-Gelände wartet mit vielen animierten Details
auf, etwa Zugbrücken oder
Windmühlen. Viele der Schlach-
ten finden innerhalb geschlos-
sener Räume statt, aber auch
die Belagerung von Burgen
steht auf der Tagesordnung.
I Hersteller: Bungie
I Termin: 4. Quartal §8
THIRD WORLD
Ron Miliar wirkte am Design
von Diablo und Starcraft mit;
zu den Credits von J ames
Anhalt gehören MechWarrior 2
und DarkReign. Ihrneues Spiel
Third World bietet Echtzeit-Tak-
tik mit Rollenspiel-Einschlag.
Sie kommandieren fünf Söldner
durch eine 3D-Polygonwelt.
Verschiedene Mutantentalen-
te, neue Waffen und Verbesse-
rungen der Charakter-Eigen-
schaften sollen das Manage-
ment der eigenen Truppe
abwechslungsreich gestalten.
I Hersteller: Aettvfslon
I Termin: 1. Quartal §§
PC PLAYER 8/ 98
THE WR OF
THE WORLDS
Der Krieg der Welten von H.G.
Wellswird 100J ahrealt, das
gleichnamige Musical von Jeff
Wayne 20 - zum J ubiläum lan-
den die Marsianer mit ihren
dreibeinigen Landefahrzeugen
auf dem PC und ziehen auf Er-
oberungstour gen England. Die
Truppen des 19. Jahrhunderts
müssen sich schwer ins Zeug le-
gen, um gegen die I nvasoren zu
bestehen. Musikalisch unter-
malt wird der Titel von Wayne-
Kompositionen.
I Hersteller: GT Interactive
I Termin: 4. Quartal %
PEOPLE'S GENERAL
Der Nachfolger des
rundenbasierten
Strategiespiels Panzer
General 3D versetzt
Sie in das Jahr 2005.
Bei einem fiktiven
Konflikt in Südost-
asien stehen sich zwei
Fraktionen mit insge-
samt 19 Nationen ge-
genüber. Ausgestattet
mit modernstem, aut-
hentischem Kriegsgerät lie-
fern sie sich Schlachten auf 36
handgemalten Hexfeldkarten.
Das Geschehen konzentriert
sich auf den Bodenkrieg,
Schiffe hat man gleich ganzweggelassen. Und wer hierein bißchen
Luftunterstützung anfordert, wird dafür kräftig zur Kasse gebe-
ten. I nteressante taktische Perspektiven eröffnet die Möglichkeit,
für jede Einheit zwei Sonderfähigkeiten (wie Brückenbau, dop-
pelter Angriff, Erstschlagsfähigkeit) zu erwerben.
I Hersteller: Mindseape/SS!
I Termin: 4. Quartal §8
RAI LROAD TYCOON 2
lit Railroad Tycoon 2 feiert ein Wirtschaftssimulations-Klassi-
Iker seine Wiederkehr. Anders als bei dem auf 32 Züge limi-
tierten Vorgänger bauen Sie hier Gleise für beliebig viele der in
über 50 Sorten vorrätigen Eisenbahnen. Die sollen auf isometri-
schen Landkarten Waren und Passagiere transportieren und da-
bei tunlichst
Gewinne ein-
fahren. Da-
durch steigen
Eigenkapital-
quote und Ak-
tienkurs Ihrer
Firma, wäh-
rend die Städ-
te selbständig
expandieren
und Industrie-
betriebe an-
siedeln - was wiederum eine Steigerung der jeweiligen Frachtra-
ten zur Folge hat. Mehrere Eisenbahnfreunde dürfen sich neuer-
dings auch via I nternet oder Netzwerk gegenseitig die Kundschaft
abjagen.
I Hersteller: PopTop
I Termin: 4. Quartal §8
DIE SIEDLER 3
Die Siedler-Serie ist mit mehr als einer Million Abverkäufen das
bislang erfolgreichste Produkt der Mülheimer Soft-
wareschmiede Blue Byte. Getreu der Devise »bloß keine gefähr-
lichen Experimente« wird sich auch beim dritten Auftritt nicht all-
zu viel ändern. Nach wie vor siedeln Sie in Konkurrenz zum Com-
puter oder bis zu 20 menschlichen Gegenspielern Ihren
Volksstamm auf einer leicht isometrischen Welt an. Zu diesem
Zweck bestücken Sie das Terrain mit einem Wegenetz und geben
40 unterschiedliche Gebäude von der Holzhütte bis zum Bauern-
hof in Auftrag. Zu-
friedene Kolonisten
vermehren sich selb-
ständig. Mit zuneh-
mender Ausbreitung
kommen sie den Kon-
kurrenzstämmen ins
Gehege, die es durch
militärische Aktionen
zu besiegen gilt.
Abgesehen von der
schöneren Präsentati-
on und der vereinfachten Steuerung ist der wirtschaftliche Spiel-
verlauf im großen und ganzen gleich geblieben. Erheblich auf-
gewertet wurde dagegen der militärische Aspekt. So verfügt neu-
erdings jeder der drei mit unterschiedlichen Stärken und
Schwächen behafteten Stämme über fünf Schiffe zum Verfrach-
ten von Siedlern und Soldaten. Letztere werden nun auch direkt
kontrolliert, indem man Sie per Maus zu einer Gruppe zusam-
menfaßt und klickend durchs Gelände scheucht. Hauptaufgabe
während der drei Kampagnen ^^m
ist die Eroberung von Heilig-
tümern. Dort erlernen Ihre
Priester Zaubersprüche der Ge-
wichtsklassen »Heuschrecken-
plage« oder »Feuersbrunst«.
I Hersteller* Blue Byte
I Termin* 3. Quartal §8
SIM CITY 3000
ich vor einem Jahr
sorgten seltsam lee-
re Bilder dreidimensio-
naler Polygon-Einöden
für Stirnrunzeln: Wer
sollte denn da bei Sim-
City 3000 noch die
Übersicht behalten?
ie schon in Ausgabe
5/98 berichtet, gibt es
Entwarnung: Maxis hat
sich nach der Übernahme durch Electronic Arts wieder auf seine
Wurzeln besonnen und das Konzept einer dreidimensionalen, frei
begehbaren Stadt in der Schublade verschwinden lassen.
Größer ist besser: Die Metropolen der nächsten Generation bele-
gen bis zu viermal soviel Platz wie die des Vorgängers. Statt läp-
pischer 80 Gebäude-Sorten gibt es nun derer 250. Alle wurden
erst gerendert und dann in vier Ansichten als Sprites gespeichert
- denn drehen dürfen Sie die Karte auch diesmal wieder. Falls es
Ihnen schwerfällt, sich von Ihren städtebaulichen Meisterwerken
aus dem Vorgängerprogramm zu trennen, importieren Sie diese
einfach.
Erstmals können sich die Bewohner gegen ein Kraftwerk im Vor-
garten aktiv wehren: Statt einfach nur wegzuziehen, führen die
Sims jetzt Bürgerentscheide durch, die Ihre Handlungen nach-
haltig beeinflussen können.
Haben Sie den Eindruck, eine Region besonders gut hinbekom-
men zu haben, bietet Maxis Ihnen mit »SimCity.com« eine be-
sondere Nettigkeit:
Auf diesem Internet-
Server präsentieren
Sie Ihre Werke ande-
ren Si mCity- Spie-
lern.
I Hersteller* Maxis
I Termin*
4. Quartal §8
PC PLAYER 8/98
STAR TREK'
STARFLEET COM M AND
n der Akademie
wurden Sie auf
den Alltag im All
vorbereitet. In
Starfleet Com-
mand, der Umset-
zung eines in
Amerika popu-
lären Brettspiels,
geht es haupt-
sächlich um die
Gefechte im Welt-
ein Rhetorik-Lehrgang mit Captain Picard besitzt halt doch
wenig Anziehungskraft.
men in einem von 50 verschiedenen Schiffen Platz, die zur
von sechs verschiedenen Star-Trek- Rassen gehören. Ab-
von der galaktischen Großwetterlage ändern sich bei j fr-
ei Art und Reihenfolge der zu absolvierenden Missionen,
lige klassische, aus Film und Fernsehen bekannte Aufträ-
ge sind mit dabei.
I Herstellen Interplay
I Termin: 4. Quartal §8
STARCRAFT EXPANSION:
BROOD WARS
Spätestens zum Weihnachtsfest wird die Starcraft-Zusatz-CD
Brood Wars im Einzelhandel landen, für deren Betrieb das Ba-
sisspiel erforderlich ist. Sie bietet drei Kampagnen (eine pro
Rasse), die 24
Szenarien und eine
spannende Hinter-
grundgeschichte
enthalten. Dank
der drei neuen
Landschaftsformen
besuchen Sie ab-
wechselnd wüsten-
artige, verschneite
und düstere Welten
- letztere sind die
Heimstatt der berüchtigten »DarkTemplar«. Für einen Motivati-
onsschub sorgen rund 100, auch solo betreibbare Mehrspieler-
karten. Noch mehr Abwechslung bieten die sechs jungfräulichen
Truppengattungen, unter ihnen Konstruktionsmobile und Medi-
zinroboter.
I Hersteller: Blizzard
I Termin: 4. Quartal §8
WARZONE 2100
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le der Titel bereits anklingen läßt, versetzt Sie das Echtzeit-
iStrategiespiel des englischen Entwicklerhauses Pumpkin Stu-
dios in das verwüstete Nordamerika von Übermorgen. I hr Auftrag
ist es, nach verlorengegangenen Technologien zu suchen - und
nebenbei das gesamte Land zu erobern.
Ergo entwickeln Sie zunächst Roboter, die über eine gewisse Ei-
genintelligenz verfügen und sogar in taktischer Hinsicht lernfähig
sind: Nach einiger Zeit merken sich die Kommando-Roboter Ihre
individuellen Strate-
gien und übernehmen
langsam selbst die
daraus resultierenden
logischen Befehls-
strukturen, so daß Sie
sich bloß noch um die
wesentlichen Dinge kümmern müssen. Die bestehen darin, Roh-
stoffe zu sammeln, um damit eine Basis und eine Armee aufzu-
bauen. Mit dieser wird das zunächst abgedunkelte Terrain erkun-
det, um neue Rohstoffquellen zu orten, den Gegner zu stellen und
seine Basen zu vernichten.
All das geschieht in drei gigantischen Feldzügen, die auf einer
beliebig zoom- und drehbaren, isometrischen 3D- Landschaft aus-
gefochten werden. Sämtliche Gebäude, Strukturen und Gelände-
formen erhalten dankTexture-Mapping und realistisch wirkenden
Schatteneffekten einen plastischen Anstrich. Die Story wird mit
reichlich Zwischensequenzen so-
wie durchgehender Sprachausga-
be vorangetrieben. Ein Mehrspie-
ler-Modus (Internet, Netzwerk)
darf natürlich nicht fehlen.
I Hersteller: Eidos
I Termin: 3. Quartal §8
90
PC PLAYER 8/98
ALLE SPIELE DER
Spiel
Hersteller
Genre
Termin
101: First Airborne in Normandy
Empire
Strategie
3. Quartal 98
20.000 Leagues: The Adventure continues (S.58)
South Peak Interactive
Adventure
3. Quartal 99
3D Ultra Minigolf Deluxe
Sierra
Gremiin
Psygnosis
Sportspiel
Sportspiel
Sportspiel
3. Quartal 98
Actua Tennis
3. Quartal 98
Adidas Power Soccer 98
3. Quartal 98
Aftershock (S.72)
Rage Software
Rennspiel
1. Quartal 99
Age of Empires 2
Microsoft
Microsoft
Epic Megagames
Strategie
Strategie
Strategie
1. Quartal 99
Age of Empires Expansion: Rise of Rome . . .
Age of Wonders
3. Quartal 98
4. Quartal 98
Aironauts (S.40)
Infogrames/Ocean
Action
4. Quartal 98
Akula - Red Hunter
Crusader Studios
Interplay
Fox Interactive
Simulation
Strategie
Action
4. Quartal 98
Alien Intelligente
3. Quartal 98
Alien Resurrection
3. Quartal 98
Aliens vs. Predator (S.40)
Fox Interactive
Action
4. Quartal 98
Alpha Centauri
Firaxis
Cavedog
Strategie
Action-Adventure
4. Quartal 98
Amen - the Awakening
3. Quartal 99
Anachronox (S. 52)
Eidos
Action-Adventure
1. Quartal 99
Apache Havoc
Empire
SCI
Microsoft
Activision
Psygnosis
Hasbro Interactive
Simulation
Action
Rollenspiel
Action
Action
Strategie
4. Quartal 98
Arena
1. Quartal 99
Asheron's Call
3. Quartal 98
Asteroids
3. Quartal 98
Attack of the Saucerman
3. Quartal 98
Axis and Allies
3. Quartal 98
Babylon 5 Space Combat Game (S. 40)
Sierra
Action
1. Quartal 99
Baja 1000 Racing
Red Orb
Rennspiel
?. Quartal 98
Baldur's Gate (S. 59)
Interplay
Rollenspiel
3. Quartal 98
Baseball Pro 99
Sierra
Sierra
GT Interactive
Activision
Accolade
Midway
Take 2
Beam
Microprose
Lionhead
Gremiin
Avalon Hill
GT Interactive
Gremiin
Sierra
Sportspiel
Sportspiel
Adventure
Adventure
Sportspiel
Action
Action-Adventure
Action
Strategie
Strategie
Action-Adventure
Strategie
Action
Rennspiel
Strategie
1. Quartal 99
Basketball Pro 99
4, Quartal 98
Beavis & Butt-head
4. Quartal 98
Beneath (S.58)
Big Air (S.74)
Biofreaks
4. Quartal 98
4. Quartal 98
4. Quartal 98
Biosys
4. Quartal 98
Biotech: Liberator
4. Quartal 98
Birth of a Federation
3. Quartal 98
Black & White
3. Quartal 99
Blade
3. Quartal 98
Blitzkrieg
Blood 2: The Chosen
Buqqv
1. Quartal 99
4. Quartal 98
3. Quartal 98
Caesar 3
4. Quartal 98
Canal+ Soccer 99 (S.76)
Infogrames/Ocean
Sportspiel
4. Quartal 98
Carmageddon 2 (S.41)
SCI
Action
4. Quartal 98
Centipede (S.41)
Hasbro Interactive
Action
4. Quartal 98
Civilization 2 : The Test of Time
Microprose
Microsoft
Hasbro Interactive
Crusader Studios
Westwood
Sega
Digital Anvil
Carts Interactive
Mindscape/SSI
Infogrames/Ocean
Fox Interactive
Virgin
Dynamix
Strategie
Strategie
Strategie
Simulation
Strategie
Strategie
Strategie
Rennspiel
Strategie
Strategie
Action
Strategie
Strategie
2. Quartal 99
Close Combat 3
1. Quartal 99
Cluedo 2
4. Quartal 98
CN01941
3. Quartal 98
Command & Conquer 3: Tiberian Sun
Conflict of Nations
4. Quartal 98
4. Quartal 98
Conquest
3. Quartal 99
Crash
4. Quartal 98
Creatures 2
3. Quartal 98
Crimson Wars
4. Quartal 98
Croc 2
1. Quartal 99
Cromagnon (Dawn of War)
3. Quartal 98
Cyberstorm 2: Corporate Wars
2. Quartal 98
Daikatana (S.41)
Eidos
Action
3. Quartal 98
Dark Project
Looking Glass
Activision
Interactive
Rollenspiel
Strategie
Adventure
4. Quartal 98
Dark Reign 2
3. Quartal 99
Dark Side of the Moon South Peak
4. Quartal 98
Dark Vengeance (S.41)
GT Interactive
Action
4. Quartal 98
Dawnof Aces
Interactive Magic
Rage Software
Infogrames/Ocean
Simulation
Sportspiel
Action
4. Quartal 98
Dead Ball Zone
4. Quartal 98
Deep Trouble
3. Quartal 98
Delta Force (S.42)
NovaLogic
Action
4. Quartal 98
Descent3 (S.42)
Interplay
Action
3. Quartal 98
Dethkarz
Beam
Rennspiel
4. Quartal 98
Diablo 2 (S.60)
Blizzard
Rollenspiel
4. Quartal 98
D-iump
UBI Soft
Red Storm
Eidos
Grolier Interactive
Action-Adventure
Strategie
Strategie
Rollenspiel
4. Quartal 98
Dominant Species
3. Quartal 98
Dominion Storni over Gift 3
3. Quartal 98
Dragonflight
4. Quartal 98
Drakan (S. 52)
Psygnosis
Action-Adventure
1. Quartal 99
Droian
CDV
Double Aught
Rollenspiel
Action
3. Quartal 98
Duality
3. Quartal 98
Duke Nukem Forever (S.42)
GT Interactive
Action
4. Quartal 98
Dune 2000
Westwood
Bullfrog
Strategie
Strategie
2. Quartal 98
Dungeon Keeper 2
4. Quartal 98
Earthworm Jim 3D (S. 52)
Interplay
Action-Adventure
3. Quartal 98
Elysium
Cavedog
Ripcord Games
Action-Adventure
Action
4. Quartal 98
Enemy Infestation
4. Quartal 98
Spiel
Hersteller
Genre
Termin
European Air War
Microprose
Simulation
3. Quartal 98
Expendable (S.43)
Rage Software
Action
Quartal 98
Expert Pool
Psygnosis
Red Orb
Virgin
Sportspiel
Action
Simulation
Quartal 98
Extreme Warfare
Quartal 98
F-16 Aggressor
Quartal 98
F-16 Viper (S.66)
NovaLoqic
Simulation
Quartal 98
F-18 Super Hörnet (S.67)
Digital Integration
Simulation
Quartal 98
F-22 Total Air War
DID
Ripcord Games
Microprose
Simulation
Strategie
Simulation
Quartal 98
Fading Suns: Starship Diplomacy
Quartal 99
Falcon 4.0
Quartal 98
Fallout 2 (S.59)
Interplay
Rollenspiel
Quartal 98
Fantasy Sports Pro
Sierra
Empire
Infogrames/Ocean
Sportspiel
Strategie
Simulation
Quartal 98
Fields of Fire
Quartal 98
Fighter Duel 2.0
Quartal 98
Fighter Legends: Europe 1944 (S. 67)
Jane's Combat Simulations
Simulation
Quartal 98
Fighter Squadron
Activision
Simulation
Quartal 98
Fighting Steel (S.67)
Mindscape/SSI
Simulation
Quartal 98
Final Fantasy 7 (S.43)
Eidos
Rollenspiel
Quartal 98
Football Pro 99
Sierra
Cryo
Lucas Arts
Sportspiel
Adventure
Strategie
Quartal 98
Forbidden City
Quartal 98
Force Commander
Quartal 98
Formel 1 '98 (S.43)
Psygnosis
Rennspiel
Quartal 99
Freedom in the Galaxy
Avalon Hill
Digital Anvil
Psygnosis
Strategie
Action
Simulation
Quartal 99
Freelancer
Quartal 99
Freie Jagd
Quartal 99
Gabriel Knight 3 (S.58)
Sierra
Adventure
Quartal 98
Gangsters
Eidos
Strategie
Quartal 98
Giants (S.43)
Interplay
Action
Quartal 98
Global Domination
Psygnosis
Strategie
Quartal 98
Glover (S.43)
Hasbro Interactive
Action
Quartal 98
Golf Pro 99
Sierra
Cavedog
Sportspiel
Rollenspiel
Quartal 98
Good & Evil
Quartal 99
Grand Prix Legends (S.72)
Sierra
Rennspiel
Quartal 98
Grim Fandango (S.58)
Lucas Arts
Adventure
Quartal 98
Guadalcanal
Avalon Hill
Ripcord Games
Microprose
Strategie
Action
Strategie
Quartal 99
Guardian
Quartal 99
Guardians: Agents of Justice
Quartal 98
Gunship 3 (S.67)
Microprose
Simulation
Quartal 99
H.E.D.Z
Hasbro Interactive
Action
Quartal 98
Half-Life (S.43)
Sierra
Action
Quartal 98
Hard Corps
Grolier Interactive
Gremiin
Sierra
Action
Action
Denkspiel
Quartal 98
Hardwar
Quartal 98
Headrush
Quartal 98
Heavy Gear 2 (S.43)
Activision
Action
Quartal 98
Heretic 2 (S.44)
Activision
Action
Quartal 98
Highway Knight
Digital Anvil
Psygnosis
Action
Action
Quartal 99
Hired Guns
Quartal 98
Homeworld (S.44)
Sierra
Action
Quartal 98
Hostile Waters
Rage Software
Sierra
Sierra
Sierra
UBI Soft
Strategie
Denkspiel
Denkspiel
Denkspiel
Action-Adventure
Quartal 99
Hoyle Classic Board Games
Quartal 98
Hoyle Classic Casino
Quartal 98
Hoyle Classis Card Games
Quartal 98
Hype- The Time Quest
Quartal 98
1F/A-I8E Carrier Strike Fighter (S.67)
Interactive Magic
Simulation
Quartal 98
Indiana Jones and the Infernal Machine(S. 53)
Lucas Arts
Action-Adventure
Quartal 99
Inertia (S.44)
Microsoft
Action
Quartal 99
Interstate 82 (S.45)
Activision
Action
Quartal 98
Intervention
Cryo
Infogrames/Ocean
Take 2
Strategie
Action-Adventure
Simulation
Quartal 98
jest
Quartal 98
Jetfighter Fullburn
Quartal 98
John Saul's Blackstone Chronicles (S. 59)
Mindscape/SSI
Adventure
Quartal 98
Jurassic Park: Trespasser (S. 54)
Dreamworks
Action-Adventure
Quartal 99
Kingpin
Interplay
Action-Adventure
Quartal 98
King's Quest: Mask of Eternity (S.59)
Sierra
Adventure
Quartal 98
Klingon Honor Guard (S.45)
Microprose
Action
Quartal 98
Knockout Kings (S.76)
EA Sports
Sportspiel
Quartal 98
L.A.P.D. 2100 AD
Electronic Arts
Action
Quartal 98
Lander (S.45)
Psygnosis
Action
Quartal 98
Lands of Lore 3 (S.62)
Westwood Studios
Rollenspiel
Quartal 98
Legend of Blade Master (S.59)
Ripcord Games
Rollenspiel
Quartal 99
Legend of the Five Rings
Activision
Sierra
Carts Interactive
Access
Access
Action-Adventure
Denkspiel
Rennspiel
Sportspiel
Sportspiel
Quartal 98
Leisure Suit Larry's Casino
Quartal 98
Lightning
Quartal 98
Links LS 99
Quartal 98
Links LS Extreme
Quartal 98
Lode Runner 2 (S.46)
GT Interactive
Action
Quartal 98
M.A.X. 2
Interplay
EA Sports
Ripcord Games
Interactive Magic
Virgin
Jowood
Strategie
Sportspiel
Strategie
Strategie
Strategie
Strategie
Quartal 98
Madden NFL 99
Quartal 98
Majesty: Empire of the Darklands
Quartal 99
Malkari
Quartal 98
Mana (Duel: The Mage Wars)
Quartal 98
Mayday
Quartal 98
92
PC PLAYER 8/98
ÜBERBLICK
Spiel
Hersteller
Genre
Termin
MechWarrior3 (S.46)
Microprose
Action
2. Quartal 99
Messiah (S.46)
Shiny Entertainment
Action
4. Quartal 98
M ig Alley
Empire
NovaLogic
GT Interactive
Take 2
Simulation
Simulation
Simulation
Action-Adventure
4. Quartal 98
MiG-29 Fulcrum
4. Quartal 98
Missing in Action
2. Quartal 98
Monkey Hero
4. Quartal 98
MotoRacer2 (S.72)
Electronic Arts
Rennspiel
3. Quartal 98
Motocross Madness (S.73)
Microsoft
Rennspiel
3. Quartal 98
MS Combat Night Simulator (S.68)
Microsoft
Simulation
3. Quartal 98
Myth 2
Bungie
GT Interactive
Strategie
Action
4. Quartal 98
Nam
2. Quartal 98
NASCAR Racing 3 (S.73)
Sierra
Rennspiel
4. Quartal 98
National Hockey Night (S.76)
ESPN
Sportspiel
4. Quartal 98
Nations
Psygnosis
Simulation
1. Quartal 99
NBA Live 99 (S.76)
EA Sports
Sportspiel
4. Quartal 98
NBATonight
ESPN
EA Sports
Sportspiel
Sportspiel
4. Quartal 98
NCAA Football 99
4. Quartal 98
Need ForSpeed3 (S.73)
EA Sports
Rennspiel
3. Quartal 98
Newmann/Haas Racing
Psygnosis
Midway
Acclaim
Rennspiel
Sportspiel
Sportspiel
3. Quartal 98
NFL Blitz
4. Quartal 98
NFL Quarterback Club 99
3. Quartal 98
NHL 99 (S.76)
EA Sports
Sportspiel
4. Quartal 98
Nightlong
Team 17
Microsoft
Adventure
Action
?. Quartal 98
Oblivion
4. Quartal 98
Oddworld: Abe's Exoddus (S.54)
GT Interactive
Action-Adventure
4. Quartal 98
O.D.T (S.54)
Psygnosis
Action-Adventure
4. Quartal 98
Off Road Challenge
Midway
Eidos
Rennspiel
Action
4. Quartal 98
Omikron
3. Quartal 98
Outcast (S.54)
Infogrames/Ocean
Action-Adventure
3. Quartal 98
Panzer Elite (S.68)
Psygnosis
Simulation
4. Quartal 98
People's General
Mindscape/SSI
Team 17
Microsoft
Software 2000
Sierra
Bullfrog
GT Interactive
Strategie
Action
Action
Strategie
Strategie
Strategie
Rennspiel
4. Quartal 98
Phoenix
4. Quartal 98
Pinball Arcade
3. Quartal 98
Pizza Tycoon
4. Quartal 98
Police QuestSWAT 2
2. Quartal 98
Populous 3
3. Quartal 98
Power Slide
4. Quartal 98
PraxWars (S.46)
Electronic Arts
Action
1. Quartal 99
Prey (S.46)
GT Interactive
Action
1. Quartal 99
Prince of Persia 3D (S. 55)
Red Orb
Action-Adventure
1. Quartal 99
Pro 18 Golf
Psygnosis
Empire
Sierra
Pop Top
Sportspiel
Action
Rollenspiel
Strategie
4. Quartal 98
Pro Pinball Big Race
4. Quartal 98
Quest for Glory: Dragon Fire
3. Quartal 98
Railroad Tycoon 2
4. Quartal 98
Rayman 2 (S.76)
UBI Soft
Action
4. Quartal 98
Rebel Moon Revolution
GT Interactive
Virgin
Infogrames/Ocean
Accolade
Neo
Action
Action
Simulation
Action
Adventure
4. Quartal 98
Recoil
3. Quartal 98
Red Sea Operations
Redline
3. Quartal 98
4. Quartal 98
Rent-a-Hero
3. Quartal 98
Requiem : Wrath of the Fallen (S. 47)
3 DO
Action
1. Quartal 99
Return Fire 2 (S.47)
MGM Interactive
Action
3. Quartal 98
Return to Krondor (S. 62)
Sierra
Rollenspiel
4. Quartal 98
Revenant (S.62)
Eidos
Rollenspiel
3. Quartal 98
Revengeof Arcade (S.47)
Microsoft
Action
3. Quartal 98
Ring (S.59)
Cryo
Adventure
4. Quartal 98
Riverworld
Cryo
Interactive Magic
Beam
Strategie
Strategie
Adventure
3. Quartal 98
Roadto Moscow
4. Quartal 98
Robot Madness
2. Quartal 99
Rogue Squadron (S.47)
LucasArts
Action
3. Quartal 98
Roland Garros 1998
Grolier Interactive
Midway
Sportspiel
Rennspiel
3. Quartal 98
Rush 2
4. Quartal 98
Rushdown (S.73)
Infogrames/Ocean
Rennspiel
4. Quartal 98
Ruud Gullit Striker
Rage Software
UBI Soft
Shiny Entertainment
Cryo
Sportspiel
Rennspiel
Rollenspiel
Strategie
4. Quartal 98
S.CA.R.S
Sacrifice
4. Quartal 98
2, Quartal 99
Saga- Rage of the Vikings
4. Quartal 98
SBK Superbike World Championship (S. 74)
Virgin
Rennspiel
3. Quartal 98
Cryo
Sega
Blue Byte
Blue Byte
Maxis
Activision
Accolade
South Peak Interactive
Sega
Gremiin
Denkspiel
Rennspiel
Strategie
Strategie
Strategie
Action
Action
Action-Adventure
Rennspiel
Rollenspiel
4. Quartal 98
Sega Rally 2
4. Quartal 98
Shadowpact
3. Quartal 98
Siedler 3
3. Quartal 98
Sim City 3000
4. Quartal 98
Sin
3. Quartal 98
Slave Zero
1. Quartal 99
Soldier
2, Quartal 99
Sonic R
3. Quartal 98
Soulbringer
4. Quartal 98
Space Bunniesmust die (S.54)
Ripcord Games
Action-Adventure
3. Quartal 98
Space Circus
Infogrames/Ocean
Take 2
Action-Adventure
Action
3. Quartal 98
Spearhead
4. Quartal 98
SpeedBuster (S.74)
UBI Soft
Rennspiel
4. Quartal 98
Spiel
Hersteller
Genre
Termin
SpellCross
SCI
Hasbro Interactive
Strategie
Denkspiel
3. Quartal 98
Spiel des Lebens
4. Quartal 98
Sports Car (S.74)
Virgin
Rennspiel
4. Quartal 98
Stadium Grand Prix (S.73)
Team 17
Rennspiel
1. Quartal 99
Star Trek: Deep Space Nine
GT Interactive
Action-Adventure
3. Quartal 99
Star Trek: Klingon Academy (S. 68).
Interplay
Simulation
4. Quartal 98
Star Trek: Secret of Vulcan Fury
Interplay
Interplay
Adventure
Strategie
4. Quartal 99
Star Trek: Starfleet Command
4. Quartal 98
StarCon (S.50)
Accolade
Action
1. Quartal 99
Stare raft Expansion CD: Brood Wars
Starlancer
Blizzard
Digital Anvil
Empire
Strategie
Action
Strategie
4. Quartal 98
4. Quartal 99
Stars 3
1. Quartal 99
Starship Troopers (S.50)
Microprose
Action
4. Quartal 98
Starsiege (S.68)
Dynamix
Simulation
3. Quartal 98
Starsiege: Tribes
Dynamix
Infogrames/Ocean
Hasbro Interactive
Ripcord Games
Simulation
Action
Strategie
Strategie
1. Quartal 99
Stellar Mercenaries
3. Quartal 98
Stratego
Stratosphere: Conquestof the Skies
4. Quartal 98
4. Quartal 98
Sword & Sorcery (S.64)
Virgin
Rollenspiel
4. Quartal 98
TACOP98
Avalon Hill
Grolier Interactive
Gremiin
Eidos
Mindscape/SSI
Psygnosis
Ripcord Games
Strategie
Rennspiel
Strategie
Strategie
Simulation
Action
Strategie
3. Quartal 98
Tank Racer
4. Quartal 98
Tanktics
4. Quartal 98
Tartan Army
1. Quartal 99
Team Apache
3. Quartal 98
Tellurian Defense
3. Quartal 98
Terra Victus
3. Quartal 98
Test Drive 5 (S.74)
Accolade
Rennspiel
4. Quartal 98
Test Drive Off-Road 2
Accolade
Interactive Magic
Eidos
Activision
Rennspiel
Strategie
Rollenspiel
Strategie
4. Quartal 98
Theocracy
4. Quartal 98
Thief
3. Quartal 98
Third World (S.87)
1. Quartal 99
Thrust, twisfn turn (S.74)
Take 2
Rennspiel
3. Quartal 98
TidesofWar
GT Interactivee
Strategie
2. Quartal 98
TigerWoods99 (S.76)
EA Sports
Sportspiel
3. Quartal 98
Tiny Tank
MGM Interactive
Action
4. Quartal 98
Tomb Raider 3 (S.48)
Eidos
Action
4. Quartal 98
Tomorrow never dies
MGM Interactive
UBI Soft
Microprose
Cavedog
Cavedog
Sega
Action
Action
Simulation
Strategie
Strategie
Strategie
2. Quartal 99
Tonic Trouble
TopGun: Hornefs Nest
Total Annihilation: Battle Tactics
4. Quartal 98
4. Quartal 98
3. Quartal 98
Total Annihilation: Kingdoms
4. Quartal 98
Tower
4. Quartal 98
Trans-Am Racing '68-72 (S.74)
GT Interactive
Rennspiel
3. Quartal 98
Traveler (S.64)
Logic Factory
Rollenspiel
2. Quartal 99
Tribal Lore
Gremiin
Strategie
4. Quartal 98
Turok 2 (S.50)
Acclaim
Action
4. Quartal 98
Ultima Online 2
Origin
Rollenspiel
4. Quartal 99
Ultimag: Ascension (S.64)
Origin
Rollenspiel
1. Quartal 99
Ultimate Soccer Manager
Sierra
Microsoft
Interactive Magic
Strategie
Action
Simulation
1. Quartal 99
Ultra Corps
4. Quartal 98
UltraFighters
3. Quartal 98
Uprising 2 (S.50)
3DO
Action
4. Quartal 98
Urban Assault (S.50)
Microsoft
Action
3. Quartal 98
Urban Chaos (S. 55)
Eidos
Action-Adventure
?. Quartal 98
V2000 (S.50)
Grolier Interactive
Action
3. Quartal 98
Vangers - One for the Road
Interactive Magic
3DO
Virgin
Jowood
Interplay
Interplay
Action
Denkspiel
Sportspiel
Strategie
Sportspiel
Sportspiel
3. Quartal 98
Vegas Games 99
3. Quartal 98
VIVA Fußball
3. Quartal 98
Völker, Die
3. Quartal 98
VR Baseball 2000
1. Quartal 99
VR Football
1. Quartal 99
V-Rally (S.74)
Infogrames/Ocean
Rennspiel
4. Quartal 98
Waralongthe Mohawk
Empire
MGM Interactive
GT Interactive
Interactive Magic
Empire
DID
Mindscape/SSI
Red Orb
Eidos
Empire
CDV
Strategie
Strategie
Strategie
Simulation
Strategie
Simulation
Strategie
Strategie
Strategie
Strategie
Action-Adventure
3. Quartal 98
War Games
3. Quartal 98
WaroftheWorlds
4. Quartal 98
WarBirds 3D
2. Quartal 98
Wargamer Project
3. Quartal 98
Wargasm
4. Quartal 98
Warhammer 40.000: Chaos Gate
4. Quartal 98
Warlords 3: Darklords rising
4. Quartal 98
Warzone 2100
3. Quartal 98
Western Front
3. Quartal 98
WetAttack
4. Quartal 98
WheelofTime (S.55)
GT Interactive
Action-Adventure
2. Quartal 99
Whistling Death
Wired
Avalon Hill
SCI
Strategie
Denkspiel
4. Quartal 98
4. Quartal 98
World Air Power: Israeli Air Force (S. 68)
Jane's Combat Simulations
Simulation
3. Quartal 98
X Games Pro Boarder
ESPN
Sportspiel
4. Quartal 98
X-COM: Alliance (S.68)
Microprose
Action
2. Quartal 99
X-Files: The Game
Fox Interactive
Sierra
GT Interactive
Adventure
Denkspiel
Action-Adventure
3. Quartal 98
You don't know Jack 4
4. Quartal 98
Youngblood
3. Quartal 98
PC PLAYER 8/ 98
iAüt*^*t
^VflsY
Wie das Internet-Magazin Online Gaming Review
berichtet (http://www.ogr.com), nimmt der Tomb
Raider-Kinofilm langsam Lara Crofts wohlproportio-
nierte Formen an. Gerüchten zufolge steht bisher nicht
fest, wer die Hauptrolle übernimmt, das Casting läuft
noch. Angeblich sind die Aktricen Sandra Bullock und
Elizabeth Hurley im Gespräch. In den amerikanischen
Kinos soll der Streifen nicht vor dem Sommer 1999
anlaufen. Bei einem geschätzten Gesamtbudget (inklu-
sive Marketing) von 150 Millionen Dollar sollte dabei
kein allzuweit vom Massengeschmack entferntes Pro-
dukt herauskommen, (mash)
Diese zwei Werbeplakat- Entwürfe für den
Tomb Raider-Film präsentiert das Inter-
net-Magazin Online Gaming Review.
Weißer Jäger, schwarzes Herz: In Afrika war-
ten mannigfaltige Gefahren.
Afrikas dunkles Herz
Anfang dieses J ahrhunderts hielt der schwarze Konti-
nent noch jede Menge Geheimnisse für Abenteurer
bereit. I n diese Zeitepoche versetzt Sie Bark Seerats of
Afriea, wo Sie als Expeditionsleiter mit Trägern und
Fährtenlesern 15 Aufträge erfüllen müssen. Ihre Grup-
pe steuern Sie, wie von »C&C« und Konsorten gewöhnt,
durch das Ziehen eines Rechtecks mit nachfolgendem
Anklicken des Ziels. Über 20 Gegnersorten machen
Ihnen das Leben schwer, zu diesen gehören speer-
schwingende Eingeborene, Spinnenwesen und Tem-
pelwächter. So machen Sie sich auf die Suche nach dem
Beim Zeus
Die gute alte Aufbaustrategie hat noch lange nicht aus-
gedient, wie uns die deutsche Firma Blackstar Multi-
media beweist. Zeus macht aus Ihnen den Anführer
eines kleinen Dorfes im antiken Griechenland. Um das
Spielziel (zum Beispiel: maximaler Reichtum) zu errei-
chen, sollten Sie wirtschaftlich auf eigenen Füßen ste-
hen, genügend Nahrungsmittel produzieren und
exportfähige Güter herstellen. Da übermäßiger Erfolg
den neidischen Nachbarn natürlich auch 400 J ahre vor
Christi Geburt ein Dorn im Auge ist, stellen Sie besser
J frühzeitig gut bewaffnete Streitkräfte auf.
— ' Aber auch subtilere Mittel wie Sabotage,
Spionage und Diplomatie führen zum Ziel. All dies soll-
te immer die Zustimmung des Senats finden, Naturka-
tastrophen und Seuchen stellen zusätzliche Heraus-
forderungen dar. (mash)
► Hersteller:
► Genre:
► Termin:
Blackstar Multimedia
Strategie
August '98
Grab des Pharaos Schischak. Auf Wunsch auch via Netz-
werk mit bis zu drei Mitstreitern. (mash)
KURZ NOTIERT
schäf-
Vom lauschigen Athen aus machen Sie sich
auf, ganz Griechenland zu kontrollieren.
-> Kaum ist Unreal in den Geschäf-
ten, kündigt das Team Creative
Carnage die Missions-CD World Gone
Dead an. Dort begegnen Sie unter
anderem einem extrem gefährlichen
Rasenmäher ...
-> Interplay lizenziert Shinys Mes-
siah-Grafik-Engine. Was für Produk-
te damit entstehen sollen, ist noch
geheim.
-> Laut Square Software wird sich
Final Fantasy 8 eher an erwachsene
Spieler richten und zudem ein stär-
ker Science-fiction-orientiertes
Ambiente haben.
-» Alte Spiele, neuer Preis: Von Cen-
dantSoftware erhalten Sie für jeweils
30 Mark »Silent Thunder«, »Earth-
siege 2«, »The Rise & Rule«, »Light-
house« sowie »Civil War General«.
-> Ebenfalls 30 Mark kostetSie Sun-
flowers' »Die Pirateninsel«.
-> Jeweils 40 Mark bezahlen Sie für
»Classic Pinball 1 und 2« sowie »Jet-
fighter 3«; 30 Mark sollen »Deep
Space Nine: Harbinger« und »Dream
Team '98« vom Publisher Softgold
kosten.
f
94
PC PLAYER 8/98
J eder hat das
beste Spie
Subjektiv gegrantelte Polemik
pur; frisch gezapft aus der Tasta-
tur des Chefredakteurs.
Der Mensch ist ein von Gefühlen beherrschtes
Wesen. Mit ein paar Hormonen in der Blutbahn läßt zwar das objektive Urteilsver-
mögen nach, aber Selbstwertgefühl und Seelenheil pegeln sich prima im grünen Bereich
ein: Jeder hat den schönsten Hund, ist Fan vom besten Fußballverein und ein hervorra-
gender Autofahrer, während sich der Rest der Menschheit aus Bummlern und Dränglern
zusammensetzt. Subjektiv gefärbt sind auch die Selbstauskünfte von Softwareherstellern
zu ihren neuen Unterhaltungsprodukten. Diese »Pressemitteilungen« getauften Zettelchen
stecken voller I nformationen über neue Wunderspiele und scheinen stets unter Verwendung
von reichlich Rosenblättern und Schalmeienklängen zu entstehen. Klare Sache: Jeder hat
das beste Spiel. Oder würden Sie über Ihr neues Millionen-Dollar-Produkt etwas ehrliches
schreiben wie: »O.k., es ist halt noch ein 3D-Shooter und wahrscheinlich nicht einmal der
Beste. Aber wir fummelten elendig lange an ihm herum und haben ihn so richtig liebge-
wonnen. Also faßt Euch ein Herz und kauft das verdammte Ding!«
Diese gehässige Kolumne drischt jetzt entgegen aller Erwartungen nicht auf die mitunter
enormen Unterschiede zwischen Pressemitteilungs- Versprechungen und spielerischer Rea-
lität ein. Viel zu ergriffen waten wir derzeit im Informationsberg, der anläßlich der jähr-
lichen E3-Messe zum Propheten kommt. Amüsant zu lesen: die Features-Listen, deren
Herunterbetung der gan-
zen Lobpreisungsorgie ei-
ne Aura von Glaubwürdig-
keitverleihen soll. Aiswäre
ein geheimes Word-Makro
im Einsatz, versammeln
sich in Spiele-Pressemit-
teilungen immerdieselben
Phrasen. So zieren die bei-
den bedeutungsschweren
Zeichen »3D« mittlerweile
selbst Ankündigungswi-
sche über biederste Denk-
spiele und Balkon-Bepflanzungsplaner. Ebenfalls gerne genommen: die »intelligenten Com-
putergegner«, die »realistische Umwelt« und »Motion-capture-Animationen« im allgemei-
nen. Alles kein Problem: Man kann in der Tat fast jede Idee klauen, jede Technik adaptieren
und jede Story abkupfern. Aber wie zum Geier kommt der »Spielspaß« in die Software?
Spielspaß läßt sich nicht kaufen oder lizensieren; man hat ihn oder man hat ihn nicht. Er
ist die Seele der Software und läßt selbst atheistische Naturen erschaudern, wenn sie seine
Gegenwart fühlen, Irgendwie setzt sich der Spielspaß aus diversen Komponenten zusam-
men: Steuerung, faires Leveldesign, appetitliche Grafik und einige andere Faktoren kommen
zusammen. Aber nach welcher Formel man vorgehen muß, damit es »Klick!« macht und ein
Spiel zum unwiderstehlichen Suchtmittel wird, weiß niemand so genau.
Man könnte höchstens mal die Typen von Blizzard fragen, die ein Talent für über Gebühr
spaßmachende Spiele haben. Natürlich hat Starcraft keine innovative 3D-Engine mit Super-
duper-Auflösungen und 100 beförderbaren Einheiten. Aber es macht einfach mehr Laune als
all die ganzen anderen seelenlosen Echtzeitstrategie- Schlümpfe, die mir dieses J ahr bisher
untergekommen sind. Also, liebe Mitbewerber: Adaptiert weiterhin brav die Features der
letztjährigen Chart- Stürmer, aber vergeßt den Spielspaß nicht! (hl)
Mysterium »Spielspaß«: Wo kommt er her? Und
wie bekommen diese Blizzard-Typen das hin?
PC PLAYER 8/ 98
95
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CHARTS
■ 4.
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LESER TOP 20i
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VERKAUFS-CHARTS
EU \
(NEU)
Starcraft
Blizzard
E
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Anno 1602
Sunflowers
*
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(12)
Anno 1602
Sunflowers
EU 2
(NEU)
Frankreich '98 - Die Fußball-WM
EA Sports
*
)
(4)
Curse of Monkey Island
LucasArts
3
(3)
Autobahn Raser
Davilex
4
(7)
Indiziertes Spiel
Activision
EU 4
(NEU)
Forsaken
Acclaim
5
(2)
Age of Empires
Microsoft
5
(2)
Starcraft
Blizzard
6
(10)
FIFA '98
EA Sports
EU 6
(NEU)
Might & Magic 5 - Mandate of Heaven 1
New World
7
(8)
Grand Theft Auto
BMG
7
(4)
Tomb Raider 2
Eidos
8
(3)
Tomb Raider 2
Eidos
8
(5)
Age of Empires
Microsoft
9
(9)
Diablo
Blizzard
9
(6)
C&C 2: Das Kombinat
Virgin
1(
)
(19)
Total Annihilation
GT Interactive
10
(9)
Flight Simulator '98
Microsoft
1]
L
(15)
Battlezone
Activision
11
(10)
Anstoss 2
Ascaron
1 *
>
(6)
Wing Commander Prophecy
Origin
12
(7)
Incoming
Rage Software
i *
)
(1)
Jedi Knight
LucasArts
13
(11)
F 1 Racing Simulation
UBI Soft |
h
\
(17)
Anstoss 2
Ascaron
14
(16)
Die Versuchung - Tender Loving Care 1
Aftermath
D
EU 11
m
(NEU)
Forsaken
Acclaim
15
(12)
You don't know Jack
BMG 1
1(
m
(13)
Dark Reign
Activision
16
(13)
Grand Theft Auto
BMG
M ■
1
(20)
Fallout
Interplay
17
(8)
FIFA '98
EA Sports
11
)
(11)
Civilization 2
Microprose
18
(15)
Ml Tank Platoon 2
Microprose
ü
)
(5)
C&C 2: Alarmstufe Rot
Westwood/Virgin
19
(14)
Formel 1 '97
Psygnosis
H
^2(
)
(NEU)
Starfleet Academy
Interplay J
L 20
(18)
Die Siedler 2
Blue Byte y
MITMACHEN
UND
GEWINNEN
Neben den aktuellen Ver-
kaufscharts aus Deutsch-
land, England und den USA
finden Sie auf dieser Seite
die Leser-Hitparade von PC
Player. Hier stehen die Titel
weit oben, die gerade mit
Begeisterung gespielt wer-
den. Wählen Sie mit, um ein
möglichst repräsentatives
Ergebnis zu garantieren. Als
zusätzliche Motivation ver-
losen wir jeden Monat unter
allen Einsendern Topspiele
aus den Charts oder einige
Hardware-Leckerbissen.
Um mitzumachen, schnap-
pen Sie sich einfach die
»Leservotum« -Postkarte,
die Teil des Karte n-Beihef-
ters in jeder Ausgabe ist. Auf
der Vorderseite können Sie
unter »Wertungen für die
Charts« Ihre drei aktuellen
Lieblingsspiele angeben.
Wenn Sie gerade den Kugel-
schreiber in der Hand
haben, könnten Sie außer-
dem gleich die Rückseite
bearbeiten und uns wissen
lassen, was in Ihnen in die-
ser Ausgabe von PC Player
am besten gefallen hat. Den-
ken Sie bitte an Ihre Absen-
derangabe, gönnen Sie dem
Kärtchen eine Briefmarke,
und versenken Sie das gute
Stück im nächstgelegenen
Briefkasten.
Der Rechtsweg ist ausge-
schlossen.
Quelle: Leserzuschriften an die Redaktion PC Player. Erhebungszeitraum Mai 1998.
Quelle: Media Control. Erhebungszeitraum: 16.-31. Mai 1998.
CT 3!0^23
1
(1)
Starcraft
Blizzard
2
(3)
Titanic
Cyberflix
3
(NEU)
Unreal
GT Interactive
4
(5)
Deer Hunter
GT Interactive
5
(NEU)
Rocky Mountain Trophy Hunter
GT Interactive
6
(4)
Myst
Broderbund
7
(5)
Big Game Hunter
Head Games
8
(10)
Flight Simulator 98
Microsoft
9
(NEU)
Tomb Raider Gold
Eidos
lio
(NEU)
Army Men
3DO
J
££ ENGLAND-CHARTS
1
(NEU)
World Cup '98
EA Sports
2
(2)
Tomb Raider 2
Eidos
3
(1)
Ultimate Soccer Manager 98
Cendant Software
4
(4)
Wet: The Sexy Empire
CDV
5
(NEU)
Age of Empires
Microsoft
6
(8)
Championship Manager 97/98
Eidos
7
(5)
Star Wars Supremacy
LucasArts
8
(-)
Indiziertes Spiel
Activision
9
(7)
Grand Theft Auto
BMG
lio
(NEU)
Titanic
Cyberflix J
GEWINNER
Der Preis diesmal:
Starcraft von Blizzard
Gewinner:
Sebastian Eichwald,
Waghäusel
Andrea Jahnke,
Kupferberg
Andre Nause, Konstanz
Hans-Georg Witt,
Greifswald
Quelle: PC Data, Erhebungszeitraum: Mai/Juni 1998.
Quelle: HMV, London, Mai/juni 1998
96
PC PLAYER 8/98
iPcrMrrm
IPCrMlTR!
ersönlich +++
rT-ATTR!
persönlich ++
Roland
Austinat
Lieblings-
Monster:
Godzilla
E3 '98: Draußen schwül, drinnen
kalt - horch, da kommt der
Schnupfen bald. Da half selbst
ein vorangegangenes Hitzetrai-
ning in Südafrika nichts. Zum
Trostwollte mich ein Kollege mit
seinem Turbo-Diesel vom Flug-
hafen nach Hause fahren. Scha-
de nur, daß die Batterie durch
die eigenhändig installierte CD-
Superwoofer-Anlage so leer wie
Theo Waigels Kasse war.
Manfred
Duy
Lieblings-
Monster:
Ulrich Wickert
Langsam verwandelt sich unse-
re Redaktion in ein Hundeasyl.
Heinrichs Riesenkalb Räuber
pirscht bereits seit Monaten
durch die Gänge. Redaktions-
assistentin Steffi hält seit Neue-
stem immer die Tür geschlos-
sen, damit ihr Kampfdackel
Friedwart keine unschuldigen
Redakteure reißt. Und nun hat
Tommy auch noch Räubers
Schwester adoptiert- Hilfe!
Udo
Hoffm ann
Kürzel: uh
Alter: 30
Geburtsort:
Essen
Lieblings-
Monster:
Krümel monster
Fuhr die Tage mit meinem neuen
Fahrrad und stolz wie Oskar in
die Redaktion (15 Kilometer?
Wo ist das Problem?). Aber auf
dem nächtlichen Rückweg (zu
lange Unreal gespielt) wurde der
Weg dann immer länger; die
Gangschaltung klemmte, und
außerdem verfuhr ich mich in
den Weiten der Poinger Tundra.
Was für ein Abenteuer! Morgen
noch mal!
Zur Zeit auf der Pnvat-Festplatte: ■ Zur Zeit auf der Pnvat-Festplatte: 1 1 Zur Zeit auf der Pnvat-Festplatte:
Gex 3D: Enter the Gecko
Blade Runner
Heart of Darkness
I Commandos
I Stare raft
I Game, Net& Match
Unreal
Commandos
Dark Omen
Zur Zeit in meinem CD-Player: I Zur Zeit in meinem CD-Player: I Zur Zeit in meinem CD-Player:
Thom as
Kög Im ayr
Jars of Clay: Much afraid
Frank Black and the Catholics
Zur Zeit auf meinem Nachttisch: II Zur Zeit auf meinem Nachttisch:
E. P. Jacobs: Blake & Mortimer -
Das Geheimnis der großen Pyramide
Das Schwarze Auge:
Der Göttergleiche
Fun Lovin' Criminals:
Come find yourself
Zur Zeit auf meinem Nachttisch: II Zur Zeit auf meinem Nachttisch
Roger Zelazny: Herr des Lichts
Lieblings-
Monster:
Der Blob
Da staunt der Deutsch- Draht-
haar: Gestern noch als Profi-
Jagdhund in einem Zwinger
gehalten- heute schon als zwei-
ter Redaktionsköter voll in den
PC-Player-Alltag integriert. Bri-
xie optimiert mit Schum-
seattacken das Betriebsklima
und hält die Katzen in Poing fit.
Daß der Wec hsel vom Zwinger in
die Redaktion meinem Neuhund
so leichtfällt, gibtmir allerdings
zu denken ...
Zur Zeit auf der Privat-Festplatte:
Commandos
Unreal
Robo Rumble
Zur Zeit in meinem CD-Player:
Rachmaninow: Klavierkonzerte
Nichts - derstehtnoch bei Ikea...
Heinrich
Lenhardt
Kürzel: hl
Alter: 33
Geburtsort:
Frankfurt/M.
Lieblings-
Monster:
Killertomaten
Vom Juni 1998 werde ich noch
meinen Enkelkindern erzählen.
Erst die Messe-Nachwehen
wegen eines im Turbotempo
gehämmerten Sonderhefts (kau-
fen!). Dann die rührende Hunde-
Reunion (siehe Köglmayr, Duy)
und dieses kleine Sportturnier:
Akribische WM-Planung (alle
Spieltermine im Filofax notiert!)
ist das halbe Leben. Ich hätte nur
nicht mein Urlaubsgeld auf
Jamaika setzen sollen ...
Zur Zeit auf der Privat-Festplatte:
Unreal
MechCommander
Sentinel Returns
Zur Zeit in meinem CD-Player:
Semisonic: Feeling strangelyfine
John Irving: AWidowforoneYear
Martin
Schnelle
7
Kürzel: mash
Alter: 28
Geburtsort:
Hagen/NRW
Lieblings-
Monster:
Alien
Die Freuden der Flugreisen -
oder: »Nach dreistündiger Ver-
spätung glücklich angekom-
men«. Ich wunderte mich gar
nicht mehr, warum die Techni-
ker am Triebwerk des Flugzeu-
ges emsig herumschrauben,
obwohl lediglich die Klimaanla-
ge defektsein sollte. Ein Absturz
wäre fatal gewesen: Ein Drittel
aller Pressemappen für den E3-
Bericht hätte gefehlt...
Zur Zeit auf der Privat-Festplatte:
Comanche Gold
Unreal
TLC - Die Versuchung
Zur Zeit in meinem CD-Player:
Blümchen: Blaue Augen
Volker
Schütz
Kürzel: vs
Alter: 21
Geburtsort:
Homberg
Lieblings-
Monster:
Rankor
Wieder zurück in der trauten
Heimat versuche ich, alte Werte
und Beschäftigungen neu aufle-
ben zu lassen. Ein Beispiel sind
in- und extensive Experimente
mitdem »Schwarzen Auge« (nur
zur Beruhigung: Ich spreche von
einem Produkt aus dem Hause
Schmidt-Spiele und nicht über
die Resultate von Kirmesstrei-
tigkeiten).
Zur Zeit auf der Privat-Festplatte:
Unreal
Indiziertes Spiel
Stare raft
Zur Zeit in meinem CD-Player:
New Model Army:
Strange Brotherhood
Zur Zeit auf meinem Nachttisch: || Zur Zeit auf meinem Nachttisch:
Thom as
Werner
Kürzel: tw
Alter: 30
Geburtsort:
Duisburg
Lieblings-
Monster:
BartSimpson
Meine langen Unreal-Sitzungen,
egal, ob als Solo-Spieler oder
gegen die Kollegen, zehren an
meinen Nerven. Reflexartig will
ich in Deckung gehen, wenn mir
im Gewirr der Verlagskorridore
jemand unerwartet begegnet.
Selbst im Freien vergewissere
ich mich instinktiv, ob sich gera-
de ein Gegner von hinten
anschleicht: Spaß in der Super-
markt-Kassenschlange.
Zur Zeit auf der Privat-Festplatte:
Alan Dean Foster:
The Howling Stones
Pratchett & Jolliffe:
The unadulterated Cat
Unreal
Forsaken
Commandos
Zur Zeit in meinem CD-Player:
Anne Clark: The Law is an Ana-
gram of Wealth
Zur Zeit auf meinem Nachttisch:
Gedichtbände von Erich Fried
98
PC PLAYER 8/ 98
»Best Buy«
aktuelle Kaufempfeh-
lungen der Redaktion:
■ Action:
Unreal (GT Interactive)
Test in PC Player 8/98
■ Action-Adventure:
Oddworld: Abe's Oddysee (GTI)
Test in PC Player 1/98
■ Adventure:
Curse of Monkey Island
(LucasArts)
Test in PC Player 1/98
■ Rennspiel:
Fl Racing (UBI-Soft)
Test in PC Player 1/98
■ Rollenspiel:
Fallout (Interplay)
Test in PC Player 1/98
■ SF-Action-Simulation:
Battlezone (Activision)
Test in PC Player 4/98
■ Simulation:
Comanche Gold (Novalogic)
Test in PC Player 7/98
■ Sport:
Frankreich 98 (EA Sports)
Test in PC Player 6/98
■ Strategie (Echtzeit):
Starcraft (Blizzard)
Test in PC Player 6/98
■ Strategie (Taktik):
Commandos (Eidos)
Test in PC Player 7/98
■ Strategie
(Wirtschaft & Aufbau):
Anno 1602 (Sunflowers)
Test in PC Player 5/98
Best before . . .
I
Heute morgen habe ich etwas Wichtiges gelernt: Bevor man den letz-
ten Rest Milch auf einen Haufen unschuldiger Cornflakes kippt,
sollte man die »Mindestens haltbar bis ...«-Angabe eines Blickes
würdigen. Das Leben ist eine Ansammlung saurer Momente. Dabei ist
der Kuhsaft bei weitem nicht das einzige Produkt auf Erden, das
mit einem Verfallsdatum versehen ist. Mit Grausen denken wir an
vom Schimmel zerfressenen Toast, abgestandenes Bier - und ranzig
gewordenen Spielspaß.
Daß sich die Qualitätsmaßstäbe bei PC-Spielen stetig nach oben
schrauben, ist unvermeidlich. Die Designer lernen nicht nur aus
den Erfolgen und Fehlern vorangegangener Programmierer-Generatio-
nen; auch die nicht ganz unwichtige Technik wird stetig besser.
»FreeSpace« mit den Grafikleistungen der späten 80er Jahre verse-
hen hätte kaum einen Gold Player in dieser Ausgabe ergattert. PC
Player nimmt sich deshalb die Freiheit, nach einigen Jahren ältere
Spiele »abzuwerten«. Natürlich war Warcraft 2 bei seinem Erschei-
nen ein Strategiespektakel der Superlative. Aber nach den strenge-
ren Maßstäben von 1998 (Verbesserungen bei Bedienung, mehr Fea-
tures, etc.) ist es »nur« noch einen knappen 80er wert.
Einen verführerischen Pfad sollte man bei solchen Anpassungen mei-
den: die kurzfristige Wertungs-Ul trahocherhi tzung. Die Masche: Man
jubelt den jeweils neuesten Superduper-Hypeknül ler in 90er-Berei-
che; kommt dann ein gutes halbes Jahr der nächste Konkurrent, wird
der Vorgänger sofort abgewertet. Auf diese Art und Weise hat man
stets Höchstwertungen im Heft und hält die Softwarefirmen bei
prächtiger Laune.
Bei uns müssen Sie derart kurze Haltbarkeitszeiten nicht befürch-
ten: Ich bin ein großer Fan von niedrigen Spielebewertungs-Infl a-
tionsraten. Nicht umsonst lautet eine eherne Player-Wertungsregel:
»Du sollest so streng beurteilen, als daß Deine Spielspaß-Punkt-
zahlen mindestens ein Jahr lang Bestand haben mögen«. Neue Tester
müssen solche Formeln beim Grab ihres ersten Joysticks schwören.
Ihr
(&*A. Ljy-
100
PC PLAYER 8/98
werten
Diese Software- Auf welche Version
Grundlage braucht beziehen sich unsere
owir/
der Testkandidat.
Ist das Programm
auch ohne Fremd-
sprachen-Kennt-
nisse spielbar?
Wertungen?
Der Name der Firma,
die das getestete
Spiel veröffentlicht.
Kritisch, kompetent und gründlich: In
den Testlabors von PC Player trennen sich
schöne Spiele von faden Festplatten-
Verschmutzern. Unser Bewertungskasten
ist mit Informationen vollgepackt.
Auflistung der
3 D-Standards, die
unterstützt werden.
Wieviel menschliche
Spieler können
gleichzeitig antreten?
•>
■>
aasEEissi
Hersteller:
Testversion:
Betriebssystem:
Sprache:
Multi-Player:
Ca.-Preis:
WEKA-Soft
Beta vom Januar '98
Windows 95
Deutsch
1-8 (Netzwerk, Internet)
100 Mark
3D-Karten: 3Dfx, Matrox Mystique <3
Hardware, minimum: <^
Pentium/90, 8 MByte RAM
Hardware, Empfehlung: <^
Pentium/166, 16 MByte RAM, 3Dfx-Karte,
4 MByte Video-RAM
I lT«M Mäk Jal W e rti j n g
Die unverbindliche
Preisempfehlung des
Herstellers. Markt-
preise können nach
unten abweichen.
Grafik: 10
Einstieg: 7
Steuerung: 8
mim
iiiiim
Spielspaß:
m
Sound: 3
Komplexität: 7
Multi-Player: 5
mim
um
llllllllllllllllllll
GRAFIK: Schöne Aussichten oder häßliches
Geruckel? Die »Grafik« -Wertung verrät Ihnen, wie
es um die visuellen Reize des besprochenen
Spiels bestellt ist.
EINSTIEG: Aller Anfang ist schwer. Muß
aber eigentlich nicht sein. Je höher die »Ein-
stieg« -Wertung, desto schneller kommen Sie mit
dem getesteten Programm zurecht.
STEUERUNG: Im Idealfall ist sie so lecker-
leicht, daß sich das Programm fast von selber
spielt. Mit undurchsichtigen Options- Wüsten erntet
der Kandidat hingegen wenig Punkte.
SOUND: Hier gibt es Punkte für spannende
Soundeffekte und mitreißende Musik, die zum
Geschehen paßt. Komposition und Technik beein-
flussen die Punktzahl mächtig.
KOMPLEXITÄT: Abteilung »Verfalls-
datum«: Viele abwechslungsreiche Level, Varian-
ten oder ein Editor sind die Schlüssel zu einer
hohen Komplexitäts-Wertung.
MULTI-PLAYER: Wie hoch ist der
Zusatz-Lustgewinn, wenn mehrere menschliche
Spieler antreten? Unsere »Spielspaß« -Wertung
bezieht sich explizit auf die Solo-Spielfreude!
Laut Hersteller das
minimale System,
welches das getestete
Programm benötigt.
Laut unserer Redaktion
das minimale System,
das Sie haben sollten,
damit das Spiel vollen
Spaß bringt.
SPIELSPASS:
Auf den Punkt gebracht: Am Ende
des Tages kommt es auf die
»Spielspaß« -Wertung an. Egal,
wie toll die Grafik ist oder was
der Sound hergibt - der Spielspaß
bleibt ausschlaggebend für die
Kaufentscheidung. Ist das geprüf-
te Programm ein Motivations-
künstler, oder regt es so wenig an
wie eine Topflappen-Strickanlei-
tung? Der Spielspaß wird fein auf
einer Skala von 1 bis 100 bewer-
tet, um möglichst gut mit anderen
Spielen vergleichen zu können.
Der Feinschliff (»72, 73 oder
74?«) wird auf einer Redaktions
konferenz besorgt, bei der alle
Spieletester diese Wertung
gemeinsam verabschieden.
ms-
■
PC Player hat sich drei Leitsatze
auf die Fahne geschrieben, die bei
jedem Test beherzigt werden.
»No Hype«
Keinen Respekt vor großen
Namen. Bloß weil ein Spiel seit
Jahren in aller Munde ist, muß es
nicht automatisch ein Meister-
werk werden. In PC Player gibt es
auch keine fragwürdigen Exklu-
siv-Deals, bei denen noch vor
Beginn des Testvorgangs
bestimmte Wertungen in Aussicht
gestellt werden.
»Aktualität ist gut,
Seriosität ist besser«
Um Sie möglichstaktuell über neu
erscheinende Spiele zu informie-
ren, testen wir manchmal auch
Vorabversionen und Betas. Die
müssen allerdings wirklich
testreif sein. Sollten noch ekla-
tante Mängel in einer »testfähi-
gen« Version bestehen, die an-
geblich noch bereinigt werden,
dann schieben wir die Bespre-
chung im Zweifelsfalle um einen
Monat und warten auf die End-
»Play hard«
Ein PC-Spiel ist in der Regel eine
100-Mark-lnvestition; also eine
Größenordnung, die man nicht
leichtfertig verplempern möchte.
Die Tests von PC Player sind sach-
lich-streng, damit Sie kein Geld
für Mittelmaß und Murks vergeu-
den. Sprich: Unser Wertungs-
spektrum fängt nicht erst bei 70
Punkten an. Damit es bei aller
Härte fair zugeht, wird jedes Pro-
gramm von einem Tester beurteilt,
der das entsprechende Genre
schätzt und kennt.
* -f 4> <P <? <P a? <$> c? #
lllllllllllllll
PC Player wertetgenerell auf einer
Skala von 1 bis 100. Bei den klei-
neren Sub-Wertungen wie Grafik,
Sound und so weiter beschränken
wir uns auf Zehner-Schritte. Die
Spielspaß-Wertungen werden hin-
gegen in Redaktionskonferenzen
auf den Punkt genau zurechtge-
schmirgelt.
102
PC PLAYER 8/98
pcrMmpn
IN
3998
AUGUST
Die Reihenfolge der Spiele richtet sich nach der
Punkte-Wertung im Test. Schneiden zwei Spiele
mit der gleichen Punktzahl ab, wird alphabetisch
geordnet. Ein Strich bei einem der Redakteure
bedeutet lediglich, daß dieser das Spiel nicht
oder nicht lange genug gesehen hat, um sich eine
eigene Meinung zu bilden.
THOMAS WERNER
Spielename Genre Punkte
Seite
P*~ Final Fantasy 7 Rollenspiel
88
*****
****
****
*****
*****
*****
114
pF~ Unreal Action
87
*****
*****
* * * *
*****
*****
*****
106
P 7 ' Civilization 2 Multiplayer Strategie
85
-
****
*****
*****
****
*****
129
^~ Conflict Freespace SF-Simulation
84
-
*****
*****
*****
****
*****
138
P 7 " MechCommander Echtzeit-Strategie
83
*****
***
*****
*****
*****
*****
146
Dominion: Storni over Gift 3 Echtzeit- Strategie
75
** * *
***
* * * *
***
* **
* * * *
122
Robo Rumble Echtzeit- Strategie
74
***
***
****
***
****
****
154
Sentinel Returns Echtzeit- Strategie
74
** * *
*****
* * * *
****
* **
* * * *
152
Seven Kingdoms: Ancient Adversaries Strategie
73
** * *
-
****
****
***
** * *
145
Heart of Darkness Action-Adventure
70
***
****
****
***
****
***
142
Team Apache Flugsimulation
70
**
***
* * * *
****
***
** * *
120
Castrol Honda Superbikes Rennspiel
69
** *
***
* * * *
****
****
** * *
157
Golden Goal 98 Sport
68
****
***
***
***
**
****
150
Pro Pilot Simulation
67
*
**
* * *
* ** *
**
**
136
Sanitarium Adventure
67
** * *
***
* * * *
****
* ** *
***
126
X-Files: The Game Adventure
64
***
****
****
***
****
***
104
Tribal Rage Echtzeit- Strategie
58
** *
**
* * *
* **
**
** *
127
Beast Wars Action
51
**
*
**
**
***
** *
135
Cyberstorm 2 Corp Wars Strategie
48
**
*
***
***
**
**
156
Cyberswine Adventure
46
*
*
**
*
***
**
135
Droiyan Rollenspiel
42
**
*
* * *
-
**
***
128
Hopkins FBI Adventure
41
*
**
**
***
***
**
130
DSF Fußball Manager 98 Sport
40
**
*
**
-
*
**
130
House of the Dead Action
37
*
*
**
*
**
**
137
Adidas Power Soccer Sport
22
**
*
*
*
*
*
151
Pax Corpus Action
19
*
*
*
*
*
*
145
Die besten Spiele der letzten drei Ausgaben:
Spielename Genre Punkte Heinrich Lenhardt Roland Austinat Manfred Duy Martin Schnelle Udo Hoffmann Thomas Werner Heft
^Frankreich 98 -Fußball-WM Sport
90
*****
-
*****
***
****
*****
6/98
pF" Starcraft Strategie
88
*****
****
*****
*****
*****
*****
6/98
^~ Comanche Gold Flugsimulation
85
** * *
****
*****
*****
* ** *
*****
6/98
P*~ Commandos Strategie
85
****
*****
*****
*****
*****
*****
6/98
^^ Forsaken Action
85
-
*****
*****
*****
****
*****
5/98
^ Gex 3D Geschicklichkeit
83
** * *
*****
* * * *
-
* * * *
* ** *
6/98
^ M 1 Tank Platoon 2 Simulation
83
***
-
*****
*****
****
*****
5/98
^^ Nitro Riders Rennspiel
83
*****
*****
***
*****
*****
*****
5/98
Die Geschmäcker sind verschieden: Im Index können Sie herausfinden, wie gut oder schlecht Ihrem »Lieblingsredakteur« die monatliche Spieleauswahl
gefällt. Daß Strategiefans einem Echtzeit-Spektakel gute Noten geben, ist klar. Begeistern sich selbst dem Genre eher neutral eingestellte Tester für ein sol-
ches Spiel, dürfen auch »Normalspieler« einmal einen Blick riskieren. Absolute Spitzentitel bekommen fünf Sterne, Durchschnittsware drei und absoluter
Schund einen Stern. Die Zwischenstufen vier und zwei Sterne differenzieren diese Einteilung weiter.
PC PLAYER 8/98
103
Adventure für Einsteiqer und Fortgeschrittene
X-Files
The Game
Aktenzeichen XY ohne Ede Zimmermann ist
schlimm, Akte X ohne Mulder und Scully eine
Katastrophe: Deshalb hat man den Nachwuch-
sagent CraigWillmore dazu auserkoren, diespur-
los Verschwundenen wieder ans Tageslicht zu
befördern.
Diejahrtausendwende
naht, diverse Ver-
schwörungstheoretiker
und Ufologen haben Hoch-
konjunktur. Das erkannte
Chris Carter schon 1993
und strickte flugs eine IV-
SeriezumThema. Zwei FBI-
Agenten gehen in den »X-
Files« (bei uns »Akte X«)
ungelösten Fällen nach,
die mit Schulweisheiten
nicht mehr aufgedröselt
werden können. Agent Fox
Mulder sieht auf Schritt und Tritt Außerirdische und parapsy-
chologische Phänomene, seine eher bodenständige Partnerin
Dana Scully will alles mit wissenschaftlichen Argumenten
anpacken.
Kurz vor dem Start des ersten Akte-X-Kinostreifens kommt »X-
Files: The Game« als Appetitanreger gerade recht. Zum Glück ist
es nicht »das Spiel zum Film«, sondern folgt einer eigenen Hand-
lung, an der kein Geringerer als Meister Carter persönlich mit-
schrieb. Praktischerweise konnten Filmaufnahmen für Leinwand
und CD-ROM kombiniert werden; so hatten die Schauspieler in
den Drehpausen weniger Leerlauf als üblich und durften ihrTalent
bei der Produktion eines Computerspiels unter Beweis stellen.
Schummeriger Büro-Alltag: Was führt Kollege Cook im Schilde?
Die zünftige Obduktion darf in keiner anständigen Akte-X-Folge fehlen.
104
▲ Kaffeepause: Kollegin Mary Astadou-
rian vom Seattle Police Department
schlürft ihren Wachmacher, während Sie
den Hafenmeister ausquetschen.
Es beginnt alles ganz harmlos:
Craig Willmore, dessen Part Sie auf
den insgesamt sieben CDs über-
nehmen, arbeitet bei einer FBI-
Zweigstelle in Seattle. Anfang April
'96 besuchtein hohes Tier Craig und
seinen Chef: der stellvertretende
FBI-Direktor Walter Skinner. Er
eröffnet den beiden, daß seine
besten Agenten, Fox Mulder und Dana Scully, bei einer Unter-
suchung in der Nachbarschaft von Seattle spurlos verschwunden
sind. Craigs Boß stellt ihn von allen anderen Ermittlungen frei
und übergibt ihn Skinners Obhut. Rasch noch ein paar FBI-Goo-
dies wie Nachtsichtgerät, Digitalkamera, Dienstmarke, Handy und
den Apple Newton eingepackt - schon kann es losgehen.
Erste Station ist das Kleinstadtmotel, in dem Mulder und Scully
zuletzt gesehen worden sind. Sie zeigen brav Ihre Dienstmarke
und stöbern dann mit Skinner in den Habseligkeiten der beiden
Agenten herum. Das läuft mit Hilfe der »Virtual Cinema«-Tech-
nologie ab: Dialoge und Außenaufnahmen werden zu Beginn
einer Szene wie in der Serie abgespielt. Anschließend sind Sie
dran und dürfen sich in der gleichen Einstellung tummeln. Der
Mauszeiger verändert sich dabei je nach Handlungsmöglichkeit:
Ein Auge deutet auf einen Gegenstand hin, ein Blitz in einer Hand
symbolisiert eine Aktionsmöglichkeit, während ein Lippenpaar
redefreudige Zeitgenossen verrät.
Ein Mausklick genügt, und die Kamera wechselt den Blickwinkel
- alles ist gefilmt, kein einziges Pixel gerendert. In einem
Gespräch - auf Wunsch mit Untertiteln - dürfen Sie einen von
mehreren Sätzen wählen. Schüchtern verästelt sich ein Dialog
auch mal, doch meist siegt das Prinzip »Alles der Reihe nach
Agenten essen ein-
sam: Willmores Kühl-
schrank erinnert an
harte Redaktions-
schluß-Zeiten.
PC PLAYER 8/98
Roland Austinat
****
Nach dem mauenAkte-X- Nachschlagewerk stimmt
mich X-Files: The Game recht versöhnlich. Auch
wenn Dana Scully erst auf der sechsten von
sieben CDs auftaucht: Vorher sorgen wenigstens
Skinner, X und der Cigarette-smoking Man für Wie-
dersehensfreude.
Zieht man den TV-Bonus ab, bleibt ein durch-
schnittliches Spiel übrig. Das anfangs leicht
trockene Suchen nach Indizien ohne ernstzuneh-
mende Rätsel bekommt jedoch zur Spielhalbzeit
storybedingten Aufschwung. Stellen Sie sich aber
auf viel Rumgeklicke und wenige Puzzles ein. Für
ein Sieben-CD-ROM-Monster ist das X-Files-Pro-
gramm dennoch erstaunlich schnell durchgespielt.
Ich frage mich außerdem, warum die hervorra-
gende Musik so spärlich eingesetzt wird. Immer-
hin ist der atmosphärisc he Soundtrac k der TV-Fol-
gen eins der Markenzeichen der Serie.
X-Files: The Game ähnelt einer Fernsehepisode -
keiner exzellenten, aber doch einer ganz unter-
haltsamen, mit vielen Wendungen und Ideen, die
zumindest den Fans Spaß machen. Diese fürfen
getrost zehn Punkte zur Wertung addieren.
fcb Feine
Film-Prä-
sentation
9 Serien-
figuren
spielen mit
t Einfach
und linear
t Kurz und
schmerzlos
Sie lebt! Agent Scully taucht wieder auf - oder ist sie es doch nicht?
abklabastern«. Manchmal dürfen Sie zuvor ein Stimmungssym-
bol wie »neugierig« oder »mißtrauisch« anklicken, das die fol-
genden Gesprächssequenzen minimal beeinflußt.
Unterdessen entfaltet sich die Handlung weiter: Agent Will-
more erfährt, daß die verschwundenen Agenten anscheinend
einem Schmugglerring auf der Spur gewesen sind. Doch wie
passen die Schatten von verbrannten Seemännern auf einem
havarierten Schiff und merkwürdige Krankheitssymptome,
die auch bald beim FBI um sich greifen, damit zusammen?
Kein Adventure ohne Rätsel: Um an alle Beweismittel zu kom-
men, ist gewitztes Handeln erforderlich. Mit einer schicken Digi-
talkamera müssen Sie Bilder vom Nummernschild eines fahren-
den Autos machen und dann durch die FBI-Datenbankjagen. Ihr
PC hilft Ihnen dabei, wie übrigens auch beim Identifizieren von
Fingerabdrücken und Telefonnummern. Ein anderes Mal müssen
Sie sich unter Zeitdruck aus einem Raum samt tickender Bombe
befreien oder einen parkenden Lkw durchsuchen. Es gibt sogar
Bitte machen Sie eine typische Handbewegung, Agent Willmore!
eineMini-Actioneinlage, in der Sie auf eine Handvoll böser Buben
schießen. Im Schnitt lassen sich die Aufgaben aber recht schnell
bewältigen - schließlich will Hersteller Fox Interactive mit dem
Spiel die breite Masse ansprechen. Kommen Sie gar nicht wei-
ter, versuchen Sie es mit der »Künstlichen Intuition« - früher
nannte man das Hilfe-Funktion. Die verrät mit einem Bild oder
einem Sprung zur Lösung, was Sie als nächstes tun sollten.
Das TV-erprobte Funktelefon benutzt man hier relativ selten; wich-
tiger ist das fleißige Senden und Empfangen von E-Mail. Netter-
weise werden I hre Berichte vom Programm erstellt, Sie müssen sie
nur per Newton oder
PC abschicken. Mit
dem Newton wechseln
Sie überdies zwischen
den Handlungsschau-
plätzen hin und her.
Drei Speicherslots
scheinen nicht die
Welt zu sein, reichen
aber dank der gerin-
gen Todes- und Sack-
gassenrate aus. Inder
uns vorliegenden
Betaversion gab es
noch gelegentlichen
Deutsch- Eng I i sch-
Mischmasch bei
geschriebenen Tex-
ten, (ra)
Abt. Product-Placement: Mit Hilfe des
Newtons bewegen Sie sich von Ort zu Ort.
iles: The Garn-
Hersteller:
Testversion:
Betriebssystem:
Sprache:
Multi-Player:
Ca.-Preis:
Fox Interactive
Beta vom Juni 'S
Windows 95
Deutsch
90 Mark
3D-Karten: -
Hardware, minimum:
Pentium/120, 16 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
" "" '"1,32 MByte RAM
:rrj*VEB!
Grafik: 7
Einstieg: 8
Steuerung: 7
Spielspaß:
d!Q
Sound: 7
Komplexität: 4
Multi-Player: -
lllllllllllll
PC PLAYER 8/ 98
105
T 7 ff V^
Actionspiel für Fortgeschrittene
und Profis
Unrea
So gern wir
auch zu
einer Spritz-
tour einstei-
gen würden,
aber dieser
Lade- Robo-
ter ist leider
nur Zier-
werk.
Mit unwirklich guter
Grafik pulverisiert die
neue Supernova am 3 D-Shooter- Himmel die Konkur-
renz. I n ihren gnadenlosen Flammen zerfällt alles bis-
her dagewesene zu Asche. Vergessen Sie »Jedi
Knight«, vergessen Sie »-indiziertes Spiel-« - und
vor allem: Vergessen Sie Ihre Nachtruhe...
Die
äußerst
agilen
Monster
sind auch
für echte
Freaks
eine Her-
ausforde-
rung.
i. 1 \ i M
Der zeitgenössi-
sche Existentialis-
mus der Computerpro-
sa, oder: »3D-Shooter-
Stories« ist ein Thema,
über das schon längst
ein Buch hätte verfaßt
werden müssen. Diese
unglaublichen Meister-
werke reinster Sprache
und dimensional unbe-
schränkter Tiefgründig-
keit begegnen uns
immer wieder, rühren zu
Tränen, bewegen Her-
zen und treiben an die Waffen. Kein Wunder, daß es ein neues
Produkt wie »Unreal« auf diesem anspruchsvollen Markt nicht
leicht hat und durch epische Breite wie schillernde Originalität
zu bestechen sucht. Es wirft ein gleißendes Licht auf den Kon-
flikt zwischen Menschen und Außerirdischen, ein bisher viel zu
selten herangezogenes Motiv, dem das gebührende Lob natür-
lich nicht verwehrt bleiben soll.
Gleichwohl kann in unserem Fall von einer Vorgeschichte im klas-
sischen Sinn kaum die Rede sein, denn Unreal beschreitet neue
Wege: Der Spieler erwacht unmittelbar und I ntro-los als I nsasse
einer kahlen Arrestzelle inmitten des dreidimensionalen Gesche-
hens. Desorientiert wandelt er durch den mit Leichen übersäten
Die armen Nali wollen vom Spieler aus ihrer mißlichen Lage
befreit werden (Laden Sie durch).
Das Designerteam von Unreal sollte sich viel-
leicht mal wieder ein wenig Frischluft sowie eine
kalte Dusche genehmigen.
Häftlingstrakt,
sammelt ein
Übersetzungsgerät auf und erfährt dadurch Stück für Stück, in
welcher prekären Lage er sich eigentlich befindet. Der Gefange-
nentransporter, auf dem er in einer netten Einzelzelle eine Uni-
versums-Kreuzfahrt gebucht hatte, ist gegen einen fremden Pla-
neten gekracht und dort von den sogenannten Skaarj hilfs- berei-
Unreal mal verfügt über den ansehnlichen und vor allem logischen
Levelaufbau von Jedi Knight. Zum anderen übertrifft seine Grafik die
aller Konkurrenten. Erfreulicherweise ist die Gewaltverherrlichung bei
Unreal weniger stark ausgeprägt als bei diversen indizierten Kollegen.
Hexen 2 muß eher gesondert gesehen werden, zumal es sich redlich
bemüht, dezente Rollenspielelemente aufzunehmen und umzusetzen.
Somit rückt hier das Gegnertöten zugunsten der Puzzledichte in den
Hintergrund. Weit abgeschlagen rangiert das unansehnliche und über-
dies unausgewogene Chasm, das Unreal nicht das Wasser, geschweige
denn den Blaster reichen kann.
106
PC PLAYER 8/ 98
9i
M&fflmmmm-m.
▲ Bewegte Bitmaps (wie die grüne Flüssigkeit
Unreal eine Dynamik, die der Konkurrenz fehlt.
n den Behältnissen) geben
Die Gegner (wie dieser Titan) sind mitunter gewaltig.
terweise überrannt worden. Nun schlägt sich der einsame Recke
durch 36 fremdartige Level und beseitigt in typischer 3D-Shoo-
ter-Manier nahezu jedes Monster, das sich ihm in den Weg stellt.
Per Tastatureingabe (»behindview 1«) ist es auch möglich, von
der gewohnten Ich-Perspektive auf eine nette Außenansicht des
Charakters umzuschalten.
Schon der allererste Abschnitt (das Innere des gestrandeten
Raumschiffs) unterscheidet sich grundlegend von den zumeist
indizierten Konkurrenzprodukten. Sobald der wahlweise männ-
liche oder weibliche Protagonist aus seiner Zelle entflohen ist,
gibt eine verzerrte Computerstimme den Ausbruch bekannt.
Schwere Beben durchlaufen das gesamte Schiff und lassen Metall-
Balustraden einknicken, aus der Deckenverkleidung schlagen
zischend elektrische Kabel, die eine tödliche Gefahrenquelle bil-
den. Im Kühlraum hat der Absturz eine eisige Rutschbahn
geschaffen, die neben tückischer Glätte auch eine wunderbare
Eigenschaft besitzt: In ihr spiegeln sich alle im Raum befindli-
chen Objekte. An anderer Stelle gelangt der noch immer ver-
wirrte Held zu einer halb geöffneten Stahlschleuse, durch die er
aber selbst mit größter Mühe nicht hindurch blicken kann. Plötz-
lich vernimmt er grauenerregende menschliche Schreie und ein
fremdartiges Brüllen, die Musik schwillt dramatisch an. Sekun-
den später fährt das Tor ruckartig nach oben, und man erblickt
ein schemenhaftes Wesen, das lautlos
um die nahegelegene Ecke ent-
schwindet ...
Bei solcher Intensität der Spielele-
mente ist Paranoia vorprogrammiert.
Auch wenn in den folgenden Leveln
die Gegner zum Angriff übergehen,
sorgt stimmungsvoller Musikwechsel
für eine Maximierung der Dramatik.
Lediglich das Weiterspinnen der
Geschichte im Spiel funktioniert recht
dürftig über den bereits erwähnten
Übersetzungsapparat, welcher nach
seiner Aktivierung per F2-Taste spar-
tanische Textbotschaften ausspuckt.
Dieses Manko tritt aber angesichts von
rauschenden Wasserfällen, herum-
streunendem Getier, am Himmel flatternden Vögeln, dynami-
schen Feuer- und Gastexturen, physikalisch folgerichtig zur Was-
seroberfläche strebenden Holzteilen und genial animierten
Widersachern in den Hintergrund. Gerade das Personal auf der
Gegenseite bildet mit seiner künstlichen Intelligenz ein absolu-
tes Novum. So gibt sich ein cleverer Skaaj nicht einfach dem
feindlichen Granatenhagel hin, sondern weicht Haken schlagend
und Salti vollführend aus. Sollte es nötig sein, sucht der Bursche
auch einmal sein Heil in der Flucht oder stellt sich versuchswei-
se tot. Es kann sogar passieren, daß schwerverletzte Feinde nach
dem Verlust ihrer Beine auf den Armen robbend Kamikaze-
Attacken vollführen. Ganz anders als die agilen Skaarj-Krieger
sind die hühnenhaften Titanen. Diese häßlichen Giganten wal-
zen plump durch die Landschaft und schleudern dem Hauptdar-
steller zentnerschwere Felsbrocken hinterher. Sie interessieren
sich nicht für etwaige Verletzungen, sondern lassen blinde Zer-
Volker Schütz
*****
Ich habe in meinem kurzen Leben zu viele gegen-
standslose Hypes erlebt, um ohne eine gewisse
Portion Mißtrauen an jede ach so revolutionäre
Neuerscheinung heranzugehen. Unreal läßt solch
kleingläubigen Pessimismus allerdings schneller
vergessen als eine frisch gewählte afrikanische
Regierung das Demokratieprinzip.
Die Grafik ist zu gut für diese Welt, die Effekte sind
zu realistisch, um real zu sein. Das außerirdische
Geschmeiß regiert mit seiner Bot-Intelligenz gna-
denlos über Leben und Tod, läßt Ripleys Aliens als
dekadente Schoßhündchen erscheinen, der
gefürchtete Predator wird zur kläffenden Chi-
uahua-Karikatur. Spiegelnde Marmorplatten, blub-
bernde Lava, zur Wasseroberfläche trudelnde
Holzsplitter und weitere brillante Effekte protzen
dermaßen durch physical correctness, daß man
die raren Mängel gerne unter den Grafik-Teppich
kehrt. Ich muß allerdings der Objektivität zuliebe
und mit Heinrich übereinstimmend ergänzen: Die
mitreißende Thriller- Atmosphäre derersten beiden
Level sinkt bald auf ARD-Krimi-Niveau ab.
tf Viel
Spiel fürs
Geld
tdr Geniale
Effekte
%tr Partiell
originelle
Rätsel
C Zu
wenig
Storyele-
mente
PC PLAYER 8/ 98
107
ERSTE HILFE
/^£\ Verändern Sie die Tastatureinstellungen derart, daß Sie bequem mehr als
^& nur die Pfeiltasten erreichen. Die »Schütz-Methode« (als ein Beispiel von
vielen) bevorzugt den Zahlenblock: »5« gleich vorwärts, »2« gleich rückwärts,
»1« gleich Strafing links, »2« gleich Strafing rechts, »0« gleich Waffe wechseln,
»,« gleich ducken, »Enter« gleich zweiter Feuermodus.
® Bleiben Sie immer in Bewegung, umrunden Sie die Gegner aber nicht. Diese
Taktik ist zu einfach, als daß die Bots sie nicht durchschauen würden. War-
ten Sie, bis ein Projektil auf Sie zugeflogen kommt und entscheiden Sie erst dann,
wohin Sie ausweichen (nicht ratsam bei Hochgeschwindigkeitsgeschossen).
® Empfehlenswerte Waffen: die Stinger (»3«), die ASMD (»4«) und die Rifle
(»9«). Wenig sinnvoll, beziehungsweise schwer zu handhaben, sind dage-
gen der Razorjack (»7«) und die Biorifle (»8«).
® Spielen Sie nur in Notfällen mit aktivierter »Auto-Aim« -Funktion. Diese ver-
bessert zwar Ihr Vorankommen im Solo-Modus, wird Ihnen jedoch im Dea-
thmatch wenig Lorbeeren, respektive Respekt bei den Gegnern einbringen.
® Vermeiden Sie das Benutzen von Cheats. Sie verderben nicht nur den Spaß,
sondern verhindern auch, daß Sie zu einem wirklich guten Spieler werden.
störungswut regieren. Ebenfalls durch ein individuelles Verhal-
ten gekennzeichnet sind die über den Boden krabbelnden Spin-
nenwesen oderdieangriffslustigen Flugflundern (»Maritas«), die
blitzartig vom Himmel herabstoßen, um den Spieler in handli-
che Brocken zu zerlegen. Aber nicht jedes Lebewesen zeigt sich
feindselig: Glückliche Saurier grasen unbeteiligt auf der Weide,
Kleinnager flitzen um Heldenfüße, und Insekten kreisen fröhlich
über verrottenden Leichen. Weiterhin gibt es die vierarmigen,
aber sonst ziemlich humanoiden Nali, welche uns im Kampf gegen
die fiesen Skaarj unterstützen, indem sie Geheimverstecke auf-
spüren und zugänglich machen. Dort findet man vorwiegend Waf-
fen, was in Anbetracht der gestellten Aufgabe (die totale Ver-
nichtung feindlicher Lebensformen) ja durchaus zweckmäß ig ist.
Vom einfachen Blaster bis zur Minigun umfaßt das Arsenal eine
stattliche Ansammlung origineller Kampfgeräte - zehn sind es
insgesamt. Darüber hinaus hat jedes Mordwerkzeug zwei Feuer-
modi. Unter anderem kann der Standardblaster nicht nur in meh-
ln der Bodenfliese sieht man neben dem Spiegelbild des Charakters,
daß die gerade aktivierte Waffe auch für »Außenstehende« deutlich zu
erkennen ist.
reren Stufen
aufgerüstet,
sondern zusätz-
lich als sich auf-
ladende Hoch-
energiewaffe
abgefeuert wer-
den. Die Eight-
ball stellt einen
mehrläufigen
Granatwerfer Nacn ur, d nacn rüsten Sie Ihren Blaster auf.
dar, der außer einer Zielautomatik die Möglichkeit zum gleich-
zeitigen Abschuß von sechs Projektilen bietet. Mit dem Scharf-
schützengewehr kann man über eine Zoomfunktion auch weit
entfernte Gegner vortrefflich erledigen. Die »Flak Canon« ver-
schießt entweder handelsübliche Sprengkörper oder eine Wolke
scharfkantiger Metallstücke, die beachtliche Löcher in unacht-
Die Hardware-Hit-Liste für Unreal
1. Penitum II
Ohne eine neue Intel-CPU, die gut mit Fließkommas jonglieren kann,
bleibt Unreal eine ruckelige Angelegenheit. Ganz gleich in welcher
Auflösung: Erst mit einem Pentium II kommt Schwung in die Alien-
Bude.
2. Voodoo2
Zwar kein Muß, aber in Kombination mit einem Pentium II ein ech-
ter Nachbrenner ist in jedem Fall eine 3D-Karte mit dem Voodoo2-
Chipsatz. Der Geschwindigkeitsunterschied zu der ersten Beschleu-
nigergeneration ist beträchtlich, der zur Software-Version immens.
3. 64 M Byte RAM
Unter 16 MByte RAM gibt Unreal keinen Piepser von sich. Mit der
doppelten Portion RAM beginnt das Spiel erträgliche Regionen anzu-
steuern, aber der Zugang zum Performance-Himmel bleibt den Rech-
nern vorbehalten, welche die 64-M Byte-Grenze überqueren. Sollten
die Einbußen allzu starke Dimensionenen annehmen, schafft das Her-
absetzen der Soundqualität begrenzte Linderung.
Die Auflösung
Unreal lebt von seinem süperben Aussehen. Manch Kleincomputer-
halter wird bittere Tränen in die Tastatur schluchzen, während er die
Auflösung seiner Rechnerperformance anpaßt. Hier ein kleiner
Überblick, auf was Sie sich »ein-
stellen« müssen.
Wer seinem P/166 unbedingt eine
Partie Unreal abringen will, aber
keine 3Dfx-Karte besitzt, muß sich
mit einer Auflösung von 320 mal
200 Pixeln begnügen. Eine häßli-
che und überdies langsame Ange-
legenheit.
Eine Auflösung ab 640 mal 480 ►
Pixeln macht ausschließlich mit
einer 3 D-Karte Sinn, zumal nur ein
guter Pentium II (mindestens 266
Mhz) übergenug Rechenpower zur
ruckelfreien, softwaregerenderten
Darstellung verfügt.
108
PC PLAYER 8/ 98
Der Krall
freut sich
schon dar-
auf, uns mit
seinem Stab
einen neuen
Scheitel zu
ziehen.
same Gegner reißen. Dazu kommen spezielle Schmuckstücke wie
Biowaffen, eine archaische Pistole, eine Minigun, ein Gerät, das
rasierklingenscharfe Sägeblätter ausspeit (»Razor Jack«), und
eine Strahlenkanone (»ASMD«). Auch Extras sind mit von der
Partie: etwa Taschenlampen, tragbare Energiefelder und Flares,
aber auch reichlich Obskures, wie ein Samen, der nach kurzer
Keimzeit eine heilende Frucht hervorbringt.
Selbst in Sachen Multiplayer schickt sich Unreal an, den Rest des
Genres um Längen zu schlagen. Neben den obligatorischen
Deathmatch-Leveln (zehn an der Zahl) gehört allerlei Nützliches
zum Lieferumfang, was man bei indizierten id-Spielen aus dem
I nternet beziehen mußte. Beispielsweise dürfen Sie die eigenen
Fähigkeiten mit Hilfe von computergesteuerten Bots trainieren.
Diese künstlichen Spieler lassen sich beliebig konfigurieren, zu
laufenden Netzwerksessions hinzuschalten - und sind dann nur
Heinrich Lenhardt
*****
Unreal demonstriert recht eindrucksvoll, wozu uns
die Schöpfung Pentium-Il-Prozessoren und
Beschleunigerkarten bescherte: Das Teil siehtaus
wie ein Lotteriegewinn. Im 3D-Shooter-Bereich
gibt es derzeit kein Spiel mit schönerer Grafik.
Die Anfangsmotivation ist bei soviel Zuckerguß und
Atmosphäre unwirklich hoch, flacht aber nach ein
paar Stunden auf reelle Werte ab - dann kann der
Spezialeffekte-Cocktail nicht mehr vollständig
vom ausgelaugten Spielprinzip ablenken. Mal
abgesehen davon, daß einem die netten Nali-Prie-
ster Geheimtüren öffnen, lautet die einzige Inter-
aktion zwischen Mensch und Monster »umnieten«.
Storybröckchen werden enthüllt, wenn ich an
bestimmten Stellen die F2-Taste drücke und ein
paar Zeilen Text lese - nicht sonderlich elegant
gelöst. Ansonsten sammelt man die üblichen Muni-
tions- und Health-Pack-Bestände ein und dotzt
gegen jeden Schalter - und warum gibt's keine
Automap?
Unreal ist wegen solcher Schönheitsfehler nicht
perfekt, beschert aber weitaus mehr Spaß als die
Baller-Konkurrenz. Ausgereiftes Leveldesign und
fair plazierte Gegner sorgen für Nervenkitzel und
Herausforderung. Wer 3D-Shooter mag, bekommt
viel Amüsement geboten. Doch ob in ein, zwei Jah-
ren noc h jemand ehrfürc htig von diesem Programm
reden wird, halte ich für fraglich. Unreal hilft Gra-
fikkarten-Herstellern bei der Steigerung ihrer
Umsätze, leistet aber keinen Beitrag zur spieleri-
schen Evolution des Actiongenres.
tb Brillante
Grafik
isb Packen-
de Soun-
deffekte
td: Clever
designte
Level
^b Packen-
de Atmo-
sphäre
^ Keine
Automap
^ Höchst
Hardware-
hungrig
Ein verdächtiges Geräusch läßt unse-
ren Blick nach oben wandern. Panik!
Ein heimtückischer Skaarj- Krieger
springt vom Dach der Dorfkirche
herab! Nur unserer Geistesgegenwart
ist es zu verdanken, daß er statt
unser bluten muß.
noch schwer von menschlichen
Kontrahenten zu unterscheiden.
Durch ihre Schnelligkeit und Ziel-
genauigkeit halten sie auch ver-
sierte 3D-Shooter auf Trab. Wer lie-
ber bei rein humanoiden Duellen bleibt, kann von einer witzigen
Besonderheit profitieren: Eine »Feign Death« genannte Funktion
erlaubt es dem Spieler, seinen eigenen Tod vorzutäuschen. Den
praktischen Nutzwert erkennt jeder renitente Blasterträger, der
schon einmal vom schwer gerüsteten Mob durch dunkle Gänge
gescheucht wurde, auf den ersten Blick. Doppelte Verwendung
der Bewegungstasten bringt Ihren Helden durch einen elegan-
ten Sprung in Sicherheit.
Auch die gerade aktive Waffe des Gegners zeigt sich an dessen
Spielfigur. Dieserlaubtvorjedem Angriff die Überlegung, ob man
selbst für ein Scharmützel ausreichend gewappnet ist. Schließ-
lich sei noch erwähnt, daß der
Verkaufsversion von Unreal ein
Leveleditor beiliegt - wenn
auch nur in einer etwas wacke-
ligen Beta-Version. Damit ist
dem Amateur-Spieldesigner
ein mächtiges Werkzeug an die
Hand gegeben, mit dem auch
Otto Normaluser problemlos
Lokalitäten nach seinem Ge-
schmackerstellt, (vs)
Sowohl den
Spielercharak-
teren als auch
den Bots ste-
hen verschie-
dene Modelle
zur Auswahl.
Hersteller:
Testversion:
Betriebssystem:
Sprache:
Multi-Player:
Ca.-Preis:
Epic/GT Interactive
Importversion 1.0
Windows 95
Deutsch
1-16 (Netzwerk, Internet)
100 Mark
3D-Karten: 3Dfx
Hardware, minimum:
Pentium/166, 16 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium M/233, 64 MByte RAT
Voodoo2-Karte
Grafik: 10
Einstieg: 9 O
Steuerung: 9 O
Spielspaß:
HIHIHI
<spaB: ^ ft)
Sound: 9 O
Komplexität: 9 O
Multi-Player: 9 O
lllllllllllllllll
PC PLAYER 8/ 98
109
Unrea
im Vergleich
Alle 3D-Ballerorgien sind gleich?
Mitnichten, denn stellt man die ein-
zelnen Vertreter des Genres einmal
direkt nebeneinander, ergibt sich ein
überraschend differenziertes Bild.
Mit Bots, netten Deathmatch- Level n und
Goodies wie dem Feign Death schießt sich
Unreal auch in Sachen Multiplayer seinen
Weg an die Spitze.
Jedi Knight verfügt über ein rudimentäres
Handicap-System, das im Grunde seine
einzig nennenswerte Multiplayer- Beson-
derheit ausmacht.
Hexen 2 schneidet multiplayermäßig durch
Unausgewogenheit (zum Beispiel anwach-
sende Fähigkeiten) und beschränkte Waf-
fenzahl unterdurchschnittlich ab.
110
PC PLAYER 8/98
Die eisigen ►
Regionen des
Levels Tundra
werden von die-
sem Turm
beherrscht.
Ganz Furchtsame
verkriechen sich
in seinem
Dachstuhl und
wagen nur selten
eine gezielte
Attacke auf die
Mitspieler. ▼
Unreal im Mehrspieler-Modus
Reale
Gegner
Der Multi player- Modus gehört in einen
3D-Shooter wie Sahne auf den Apfel-
kuchen. Unreal enttäuscht auch in
dieser Beziehung nicht und
bietet sogar Deathmatch-
Freuden für Solo- Spieler.
Die Konkurrenz schwächere:
Beim jüngsten (indizierten)
Shooter von id Software enttäuschte
der Multiplayer-Bereich: keine eige-
nen Deathmatch-Level, unausgewo-
gene Waffen, an manchen Stellen
bliebdieeigeneFigurgarhängen. Da
schieben wir lieber Unreal durchs Netzwerk, dessen Designer nicht
weniger als elf abwechslungsreiche Mehrspieler-Labyrinthe auf
die CD packten. Altvertraut ist der Deathmatch-Modus (jeder
gegen jeden), außerdemdürfen Sie in einem »Coop-Game« zusam-
men mit einem Partner gegen andere Zweier- Teams antreten. Ganz
etwas Feines ist das »Dark Match«: Eine komplette Ebene wird
hier in tiefes Dunkel getaucht, es gibt keine natürlichen Licht-
quellen. Alle Spieler sind daher auf ihre Taschenlampe angewie-
sen, die im Laufe der Partie an Energie verliert, aber wieder auf-
geladen werden kann. Besonders Gewiefte schalten ihre eigene
Lampe aus und versuchen, sich unbemerkt an Gegner heranzu-
pirschen, die sich durch ihre Lichtkegel schnell verraten. Außer-
dem liegen überall Flares herum, welche kurzfristig die nähere
Umgebung erhellen.
Maximal 16 Teilnehmer dürfen sich in den einzelnen Umgebun-
gen miteinander messen. Bekommen Sie nicht genügend Spieler
zusammen, können Sie unbelegte Plätze mit individuell konfigu-
rierbaren Computergegnern auffüllen. In vier Schwierigkeitsgra-
den vorhanden, sind diese schon auf der einfachsten Stufe kein
Kanonenfutter. Bei der Wahl Ihrer eigenen Spielfigur dürfen Sie
Die Strahlen-
therapie,
die uns
dieser nette
Kollege
beschert, ist
trotz der
schönen Licht-
effekte eher
ungesund.
*
g
Die Rifle ist die ideale Fern kam pfwaffe. Mit der eingebauten Zoomfunktion können Sie selbst weit entfern
ten Gegnern noch die Zigarre aus dem Mund schießen.
auch in die Rolle eines Aliens schlüpfen. Diese Skytroopers haben
30 Trefferpunkte mehr als ein Mensch, können aufgrund ihrer
Größe aber auch leichter erwischt werden.
Ein ganz neuer Trick ist die Vortäuschung I hres eigenen Todes
mittels der F-Taste: Schreitet der Gegner dann in der Hitze des
Gefechts unachtsam über den leblos am Boden ausgestreckten
Körper hinweg, können Sie ihn überraschend von hinten
attackieren. Manchmal können Sie auch kleine Lautsprecher
finden, die sich mit ihren vorgetäuschten Schußgeräuschen
ideal für Ablenkungsmanöver eignen.
Diezehn Level im normalen Death-
match-Gamesind vollkommen ver-
schieden. Neben dererfrischenden
grafischen Gestaltung (Eiswelten,
mittelalterliche Schlösser, futuri-
stische Lagerhallen) fallen noch
andere Besonderheiten auf: Ein
riesiger Ventilator vermindert in
Ariza die Schwerkraft, und in
HealPod wurde sogar ein Heilbad
eingebaut, dessen Besuch aller-
dings mit großen Risiken verbun-
den ist. (uh)
PC PLAYER 8/ 98
111
Reiseführer durch eine unreale Welt
Der Unreal-Levelführer
Damit Sie eine bildhafte Vorstellung davon bekommen,
was den Spieler in »Unreal« alles erwartet, haben wir ein Fotoalbum unserer Reise angelegt:
von jedem Unreal- Level ein Schnappschuß.
EH5HE3EI Der Trip beginnt im
Zellenblock des abgestürzten Gefan-
genentransporters. Hier erwartet Sie
Spannung pur.
IM Wim £1 1 151 Du rch einen Notaus-
stieg gelangen Sie auf die Oberfläche
des Planeten und haben dort das
erste Mal Kontakt mit der schwer
bewaffneten Bevölkerung.
HrU MHÜIITHl An dieser Stelle kom-
men die Freunde des Untertagebaus
zu ihrem Recht und dürfen dunkle
Minenschächte erkunden.
I »^ '»1 J il-f *\ I \ \U I h M fl Wei T s so schön
war, haben die spieldesignenden
Kreativlinge den vorangegangenen
Abschnitt einfach noch ein bißchen
fortgeführt.
M
W j „.^Ihff •■
i v;
\ m
HtJ r "*""«%.
?D« '
EBEESSEElKaum ist man wieder
mal an der frischen Luft, entdeckt
man auch schon die Ruinen einer
alten Zivilisation.
Chizra-Nah Water God Temple:
Bei
MM)'l
^*%
der Sightseeing-Tour durch die alten
Gemäuer können Sie diesen herrlich
vermoderten Tempel besichtigen,
und das sogar ohne Aufpreis.
HJiMüMilW Durch verfallene Betstät-
ten, algenverseuchte Tümpel und die
schleimige Kanalisation setzen Sie
Ihren Weg fort.
[2HHElEH ln der dunklen Arena fin-
den Sie neue Freunde. Ein Titan
möchte mit Ihnen seine Geröll- und
Felsbrockensammlung teilen.
1! %
11 1-
I !ET7S1»H» ¥i\ lh!»MH Vor Ihnen liegt das
pittoreske Dorf, in dem liebevolle
Skaarj- Bedienstete drollige Nali-Bür-
ger foltern, auspeitschen und ver-
sklaven.
Sklavenschiff der Aliens an der
Reihe. Säuregeflutete Gänge und
High-Tech-Schaltzentralen gehören
hier scheinbar zum Alltag.
J etzt ist das hrJJWilUHU Große Teile dieses Levels 1 1 f»M II IM i I «TOB Wi eder ein Dorf, wie-
überschneiden sich mit dem vorheri-
gen, nur die Säureströme sind plötz-
lich versiegt und alle Passagen frei
zugänglich.
der ein Tempel und wieder unzählige
Außeridische, die mit stramm antipa-
zifistischen Argumenten konfrontiert
werden.
13l
F^bI
1
:
1
HJi'i1tlM»lAWi!«MWI Sie geben der
barbusigen Donnergöttin die Ehre,
durchstreifen ihre Heiligenstätte und
entsorgen etliche Schleimbeutel.
BSjEjBAIs nächstes begeben Sie sich
zu der gestrandeten I SV- Kran (weder
verwandt noch verschwägert mit dem
Ingolstädter Schwimm- Verein) .
IBaaSEaSEEHBald finden
Sie heraus, daß die Besatzung der
I SV- Kran nicht etwa an Skorbut litt,
sondern einem Anfall von »Laser-
durch-den-Kopf« zum Opfer fiel.
E33ajEgm Sobald Latrine, Kan-
tine und Margarine von Extraterre-
sten befreit sind, kämpfen Sie sich
zur Kommandozentrale vor.
112
PC PLAYER 8/98
kffl FEIM IET7H1 Das obligatorische Ali-
endorf taucht im üblichen Vier-Level
Takt auf und bietet neben bösen
Außerirdischen nette Extras.
JiilJ^liH'llWKein Platz an der
Sonne, vielmehr ein Ort der Finster-
nis und des Grauens - was will man
von einem außerirdischen Phallus-
symbol sonst auch erwarten?
[ch\ MVM*1 ^^Fl^rir aAhnlich wie bei
der Minenstadt Bespin fliegen die
exotischen Kumpel mitsamt ihrer
Arbeitersiedlung durch die Lüfte.
EEEHEEEJHDie Mischung aus mit-
telalterlichen Städten und High-Tech-
Landschaften ist typisch »unreales«
Level design.
EHÜSSniafl^ Siehe »Na Pali
Haven«. Zwischen Bumm-Bumm
ohne erwähnenswerte Besonderhei
ten
kiMj»]|iM<iET7TCl Das Tal, in dem die
Skaarj ihre Vorräte horten, wird von
einem widerlichen, aber glücklicher-
weise unter Beruhigungsmittelein-
fluß stehenden Titanen bewacht.
EliM^aSE3jEB Die bis dato halb-
wegs logisch aufeinanderfolgenden
Level zeigen nun immer öfter den für
3D-Shooter charakteristischen Ver-
lies- und Kerker- Look.
1 Diese Passage
führt durch stark bewachte feindliche
Installationen zu den Kellern des
Dasa- Passes.
BEHIESES Genießen Sie
die düsteren, mit Skaarj und Brutes
gefüllten Gewölbe, denn der Endgeg-
ner ist nicht mehr fern.
NHIl^EhmfflB Das haben Sie HElireEHEH Das aus dem Hintergrund
sich nach der ganzen Hektik redlich
verdient: kleine Spritztour mit einem
frisierten Floß, nächste Haltestelle
Nali Schloß.
des Unreal- Start- Menüs bekannte
Bollwerk wird Ihnen nun endlich
auch für handfeste Action zugänglich
gemacht.
Als Lockerungs-
übung müssen Sie die überdimensio-
nierte Fledermaus vom Himmel fegen.
ESHiEEHB In klassischem
»Hexen-2« -Ambiente brechen Sie
auf in Richtung Alien- Mutterschiff,
EEEHaffliESS EiB Sie müssen in
die tieferen Bereiche des Raumschiffs
vordringen, um das Universum end-
lich von den Skaarj zu befreien.
li!iCTlSTTfliir»lE1»Tl lm Labor der Skaarj
werden abartige Experimente an
Nali und menschlichen Gefangenen
vorgenommen. Räuchern Sie es also
blitzgeschwind aus.
I u B \ ffjRH il HI« 1 «! 1HI Da Sie immer weiter
ins Herz des »Feindeslands« eindrin-
gen, wächst die Gegenwehr. Machen
Sie sich auf verschärfte Ballereien
gefaßt.
34«
Ä\
ml
■
[^±mM
jM,. ''.4~1 tri
H 'te|
BMg^iBmaa Wenn der Genera-
tor erst einmal in Ihre Hände gefal-
len ist, steht der Vernichtung der
Skaarj nichts mehr im Weg.
hilTJiETJETiinffn Nachdem alle Siche-
rungen auf dem Mutterschiff ausge-
fallen sind, tappen Sie durch die
pechschwarze Nacht, bis Sie den
Strom wieder anschalten können.
BJEHEiaEHiESEaa Die letzte
Etappe vor dem Zusammentreffen
mit der Skaarj-Queen dient vor-
nehmlich dem Auffrischen Ihrer
Energie.
nirefrrTT773I Was in jedem Actionfilm
ungefähr in der 75. Minute passiert,
liegt nun vor Ihnen. Um den Show-
down zu erleben, müssen Sie Unreal
schon selbst spielen ...
PC PLAYER 8/ 98
113
Rollenspiel für Einsteigen Fortgeschrittene und Profis
Final Fantasy 7
Ein PlayStation-Bestseller
wandert auf den PC aus. Ohne
großen Abschiedsschmerz ver-
läßt »Final Fantasy 7« die hei-
mischen Konsolengefilde, um
rollenspielsüchtige Computer-
freaks zu beglücken.
Das ursprünglich auf Sonys Play-
Station entstandene »Final Fan-
tasy 7« hat endlich den Sprung auf den
PC geschafft. In dem japanischen Rol-
lenspiel geht es wie so oft um den
Kampf des Guten gegen das Böse. In
einerfernen Dimension, diesowohl aus
diversen Fantasy- und Science-
fiction- als auch aus sehr
realitätsnahen Elemen-
ten zusammengeklont ist,
Petra
Nemesis
-Angriff Analy
Zauber
F. Tech
-, Objekt
1507 124
B50 115
Alle Warnungen in den Wind schlagend, durchqueren Geraint und seine Freunde ohne Reittier die Sümpfe.
Die Midgar-Zolom-Schlange verdeutlicht der Gruppe sehr schnell, daß dies ein kolossaler Fehler war.
kämpft der Söldner Cloud Strife gegen die finsteren
Machenschaften des mächtigen Konzerns Shinra
Inc. Letzterer beutet nämlich die Mako-Energie
(den Lebenssaft) des Planeten aus, was als sol-
ches eine Frechheit und somit natürlich zu ver-
hindern ist. Der zuerst simpel klingende Plot
verstrickt sich im Laufe der Zeit zu
einer hochkomplizierten
Geschichte, deren
lückenlose Wie-
dergabe
den Heft-
umfang sprengen würde.
Wo die blauen Blasen sprechen
Sie steigen ins Geschehen ein, als sich der Blondschopf Cloud
gerade mit seinen Freunden der Rebellengruppe Avalanche auf
den ökologischen Feldzug gegen besagte Ausbeutungspraktiken
der Großindustriellen begibt. Die weitere Hintergrundgeschich-
te und die einzelnen Dialoge werden I hnen von nun an in recht-
eckigen blauen »Sprechblasen« angetragen, was in Anbetracht
der heute üblichen Akustikkulisse der meisten Konkurrenzpro-
dukte ein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Da die deutsche Loka-
lisierung im Gegensatz zur PlayStation-Version wesentlich an
Qualität zugelegt hat, relativiert sich der Leseaufwand schnell.
Ferner präsentieren sich Schlüsselszenen stellenweise in Form
gerenderter Zwischensequenzen.
Kampf und Krieg
Zwei getunte Auslöscher haben
der Gruppe im Gebirge aufgelau-
ert. Die einzelnen Mitglieder kön-
nen nicht eher zuschlagen, bevor
die Zeitbalken unten rechts gefüllt
sind.
Ein Raketenangriff, der sogenann-
te Matra-Zauber, wird auf die Party
abgefeuert. Aufmerksame Charak-
tere haben die Chance, diesen
Zauber zu erlernen und in späte-
ren Gefec hten selber anzuwenden.
Monika schlägtzurück! Miteinem
Eiszauber bringt sie die mechani-
schen Gelenke des Auslöschers
zum Knirschen. Ein biologischer
Zauber hingegen hätte keinerlei
Werkung auf die Maschine.
SÖQ
^^^^^Hlulülüäffll^^S^I
<y^g :
Geraint, durch den erlittenen
Schaden bis aufs Blut gereizt,
setzt seine Limit-Technik ein. Mit
fürchterlichen Schlägen wird der
Auslöscher ausgelöscht. Seine
Konturen verweht der Wind.
114
PC PLAYER 8/98
Die Chocobo-Farm wird später Ihre Zuchttiere beherbergen.
Führen Sie nicht gerade tiefgreifende Gespräche, stürmen Sie mit
Ihrem dreidimensionalen Charakter (und optional zwei weiteren
der bis zu neun Gruppenmitglieder) über meist unbewegte VGA-
Hintergrundgrafiken. Eine Ausnahme bilden die Kampfdarstel-
lungen und die große Landkarte, auf der Sie zwischen einzelnen
Schauplätzen hin und her reisen. Diese werden Ihnen in begrenzt
aufwendig texturierter SVGA-Grafik präsentiert.
Kämpfen mit dem Helden-Trio
Bei den Kämpfen kommt überdies die Besonderheit hinzu, daß
sich die normalerweise recht pummelig gehaltenen »Spielpüpp-
chen« in polygonreichere Geschöpfe verwandeln, die durchaus
menschenähnlich aussehen. So wirkt etwa Clouds vierbeiniger
Mitstreiter Red XIII in der üblichen Spielgrafik wie ein kleines
Hündchen (was ihm in Redaktionskreisen den Namen »Schnuf-
fi« einbrachte), während er inmitten heißer Gefechte eher das
ihm gebührende Aussehen eines gefährlichen Raubtiers
annimmt. Der Pilot Cid Highwind erweckt auf den ersten Blick
den Eindruck eines freundlichen alten Großvaters, entpuppt sich
Kleine »Spiele-im-Spiel« wie diese motorisierte Verfolgungsjagd
lockern den Kampf- und Rätselalltag auf.
Twoflo^g|«f Angriff
Fetzo 'Zauber
«t_u_..«< Analy
MF> MF» LIMIT
^506/ 306 721
Schnuffi
Objekt
427/ 427
449/ 449
Final Fantasy 7 bietet unglaublich abwechslungsreiche und überdies
originelle Gegner.
Udo Hoffmann
*****
In diesem Spiel wird viel erzählt. Manchmal dürfen Sie zwischen
mehreren Antworten wählen.
Schon seit Jahr und Tag höre ich das Raunen aus
der Ecke der Konsolenbesitzer über die Qualitäten
der Final-Fantasy-Reihe. Und stets stand ich ihnen
in meinem Unverstand spöttisch und ungläubig
gegenüber. Aber wer sich etwas Mühe gibt und
sich an die staksigen Playmobil-Figuren gewöhnt,
der wird bald in dieses Loblied einstimmen.
Final Fantasy 7 istein Rollenspiel im besten Sinne
des Wortes, da man hier tatsächlich in die Haut
der zahlreichen Hauptfiguren schlüpft, sich mit
ihnen freut oder trauert und sie im Laufe der Zeit
allesamt ins Herz schließt. Die Abenteuer, die man
hier erlebt, würden bei so manchem Schriftsteller
dicke Romane füllen. Der einzigartige Grafikstil
mitseinen zahlreichen Perspektive-Wechseln und
das epische Szenario erweitern das Genre außer-
dem um viele erfrischende Elemente.
Mitseinem einfach zu beherrschendem, aber den-
noch komplexen Kampf- und Magiesystem tut die-
ses Spiel noch ein übriges, mich wohlwollend über
offensichtliche Umsetzungsschludrigkeiten hin-
wegsehen zu lassen. Trotz seiner Linearität ist
Final Fantasy 7 das beste Rollenspiel, das ich je
gespielt habe.
tir Phan-
tastische
Story
tb Einfach
zu bedie-
*d- Extrem
umfang-
reich
tbSehr
kurzweilig
t Recht
linear
t Keine
Sprach-
ausgabe
PC PLAYER 8/ 98
115
Mit der Seilbahn ►
kommen Sie zur Gold
Saucer, einer Glücks-
spiel-Metropole,
gegen die sogar
Las Vegas erstaunlich
real wirkt.
Beim Aufmarsch zu Ehren von Shinra-Chef Rufus müssen Sie sich als
Soldat verkleiden und unbemerkt in die hinterste Reihe stehlen.
jedoch in Extremsituationen als recht bösartiger Indiana-J ones-
Verschnitt. Von Monstern hingegen bekommt der Spieler nur die
überaus ansehnliche polygonreiche Version zu Gesicht, da diese
auf der normalen Spielfläche gar nicht auftauchen. Attacken
gegen das Heldentrio werden durch das Umschalten auf den run-
denbasierten Kampfmodus signalisiert. In dem stehen Sie etli-
chem skurrilem Getier gegenüber - ein von 3D-Shootern bekann-
tes Special ä la »Wir zeigen I hnen alle Monster« würde bei Final
Fantasy 7 locker eine eigene Bibliothek füllen. Denn jeder der
unzähligen Geländetypen beherbergt vier bis fünf individuelle
ERSTE HILFE
® Sobald Ihr Team aus mehr als drei Mitgliedern besteht und Sie
sich entscheiden müssen, wer an Ihrer Seite kämpft, setzen
Sie nicht auf Aeris Gainsborough. Der Verlauf der Geschichte wird
Ihnen schnell zeigen, warum.
® Besorgen Sie sich zügig Waffen mit doppeltem Wachstum, so
daß Ihre Materias schnell eine höhere Stufe erreichen und
Ihnen somit bessere Zauber zur Verfügung stellen.
®Ein Ort zum Sammeln von Erfahrungspunkten ist im späteren
Spiel das U-Boot auf dem Meeresgrund. Hier gibt es im Raum
links neben dem Save-Point tintenfischähnliche Wesenheiten, die
miteiner Kombination von »Alle«- und »Gravitation« -Mate riasschnell
zu vernichten sind, aber respektable 4000 Punkte bringen.
/^^ Kontrollieren Sie Ihre Limit-Fähigkeiten und vergessen Sie
^& nicht, gegebenenfalls deren Stufe zu erhöhen.
/^^ »Alle«-Materias (diese dehnen einen Zauber auf alle Fein-
^& de/Freunde aus) gibt es ziemlich häufig, so daß Sie im späte-
ren Spiel ruhigen Gewissens einige verkaufen können. Voll ent-
wickelte Exemplare bringen stattliche 1,4 Millionen Gil.
Die Unterschiede zwischen Fallout und Final Fantasy 7 liegen in den Sze-
narien: eine martialische Endzeit- Utopie auf der einen, eine kindliche,
bonbon- bunte Fantasy- Welt auf der anderen Seite. Außerdem eignet sich
das dynamische Fallout besser zum mehrfachen Durchspielen als das ge-
radlinige Final Fantasy 7. Doch in puncto Originalität und Abwechs-
lungsreichtum sticht letzteres die komplette Konkurrenz aus. Might and
Magic 6, Battlespire und Descent to Undermountain sind mehr oder weni-
ger gut designte » klassischere« Vertreter des Genres (in Bezug auf Mon-
ster, Rätsel und Spieldesign).
Monstergattungen. Killerhasen, dämonische Häuser, singende
Frösche, gemeingefährliches Räubergesindel, Dinosaurier, Dra-
chen und allerlei Kreaturen dämonischer Natur stellen nur einen
winzigen Auszug aus der schier endlosen Widersacher-Liste dar.
Ebenso umfangreich ist die Latte der Zaubersprüche. Sogenann-
te Materias, eine Art geronnene magische Energie, erlauben I hren
Recken magische Betätigung. Der jeweilige »Kristall« wird akti-
viert, indem Sie ihn in eine Fassung Ihrer Rüstung oder Waffe
stecken. Das wiederum hat zur Folge, daß ein schwerer Panzer
Ihre Zauberfähigkeiten stark einschränken kann, weil er über
nicht allzu viele freie Plätze verfügt und Sie somit nur auf ein
kleineres Repertoire an Magie zugreifen können. Materias, die
Ihr Charakter erst einmal am Körper trägt, sind aktiviert und bie-
ten die Grundlage für diverse Zauber. Mit dem »Gewitter-Kri-
stall können Sie beispielsweise Blitze auf I hre Feinde schleudern,
»Hitze« läßt sie im Höllenfeuer schmoren, ein anderer Kometen
auf sie herabregnen.
Magie-Macht mit Materias
Neben dieser handelsüblichen Hexerei gibt es allerdings auch
besondere Materias, die Ihnen etwa das Kopieren von feindli-
chen Kampftechniken erlauben, Ihre Magie- respektive Lebens-
punkte vermehren oder gefährliche Dämonen beschwören. Letz-
tere sind prinzipiell die mächtigsten Zaubersprüche und beste-
chen durch phantastisches Aussehen. Beispielsweise ruft eine
Materia den nordischen Gott Odin auf den Plan, der all I hre Fein-
de in handliche Stücke zerschneidet. Damit ist das Magiesystem
allerdings noch keineswegs ausgeschöpft, denn jeder gewonne-
ne Kampf bringt nicht nur Erfahrungspunkte für Ihre Helden,
sondern auch für die verwendeten Zaubersprüche. Diese steigen
also ebenfalls in unterschiedlichen Stufen auf und bieten damit
zusätzliche Effekte. Außerdem können durch die Kombination
einzelner Materias Kettenreaktionen hervorgerufen werden, was
deren Abwechslungsreichtum ins Unermeßliche steigert.
Nahe an die Magie angrenzend, existieren für jeden Charakter
zusätzlich diverse Spezialattacken. Immer wenn ein Held im
116
PC PLAYER 8/98
Die über weite Strecken ordentliche deutsche Übersetzung
verblüfft gelegentlich mit befremdlichen Formulierungen.
Kampf eine bestimmte Anzahl
Schläge einstecken mußte, darf
er einen »Limitangriff« durch-
führen, der neben einer schönen
Animation meist mit extrem ver-
heerendem Schaden für die
Feinde verbunden ist. Diese
Attacken erreichen im Verlauf
des Spiels ein immer höheres
Niveau.
Außer den Kämpfen und der
Magie, die zugegebenermaßen
die entscheidenden Elemente
von Final Fantasy 7 darstellen, gibt es allerdings noch eine Unzahl
anderer Möglichkeiten, den Spieler bei Laune zu halten. So fin-
den sich Rätsel wie »Auf-einem-Bahnhof-Züge-verschieben«,
Paßwörter erraten, kleine Logikspielchen und ähnliches mehr.
Das Choco-
bo- Rennen
verhilft
Ihnen nicht
nur an einer
Stelle aus
dem
Gefängnis,
der sportli-
che Wett-
kampf ist
auch bei der
Zucht eines
goldenen
Chocobo
vonnöten.
Bei einem Besuch im Fitneßstudio erlernen wir die Kunst der korrek
ten Kniebeuge.
Volker Schütz
*****
Ich habe nie viel von kleinen Knuddelpüppchen i
»Zelda«-Stil gehalten. Japanischer Kitsch und f
Europäer nur schwer verständliche Märchenerzäl
lungen stießen mir bislang auf wie dem bösen Wc
das »Rotkäppchen-Sushi süß-sauer«. Doch b<
Final Fantasy 7 schaffen die narrativen Elemen
im Verbund mit einem unbezwingbaren Samme
trieb ä la »Diablo« eine besorgniserregende For
von purer Sucht. Materielle Sorgen wie Durs
Müdigkeit oder ein Flächenbrand im Erdgeschc
verlieren an Bedeutung, wenn man echte Probiert
wie die Zucht eines goldenen Chocobos hat.
Nur die antiquierte VGA-Grafik trübt das Spie
vergnügen ein wenig. Außerdem bildet ihre Ex
stenz die potentielle Basis für eine eigene Koi
spirations-Newsgroup. Zumal die Originalgrafikc
auf Silicon-Graphics-Rechnern sicher nicht
einer Auflösung von 320 mal 200 Pixeln entstai
den und somit für die PlayStation-Version herui
tergerechnet werden mußten. Wo aber sind d
hochauflösenden Vorlagen jetzt? Warum wurde
sie nicht für den PC verwendet? Steckt die amer
kanische Regierung dahinter? Oder gar Außerird
sehe? Fragen über Fragen. Ich persönlich würc
mir Final Fantasy 7 trotzdem kaufen.
tb Lang
anhalten-
der Spiel-
spaß
tb Ausge-
klügeltes
Kampfsy-
stem
ti- Viele
Zauber,
Items und
Extras
t Wenige
und sim-
ple Rätsel
t Größ-
tenteils
nur VGA-
Auflösung
Einmal schwingt sich Cloud auf ein
schnittiges Motorrad und zückt
auf diesem den Säbel, um in einer
Action-Sequenz seine Freunde zu
verteidigen. Ein anderes Mal düst
er mit einem Snowboard vereiste
Abhänge hinab, taucht mit einem
Atom-U-Boot über den Meeres-
grund oder betätigt sich als
Jockey beim Chocobo-Rennen.
Den sogenannten
Chocobos, worunter
man sich straußenartige
Vögel vorzustellen hat, kommt in Final Fantasy 7 eine
nicht unbeträchtliche Rolle zu. Denn wenn Sie wirklich
alle Gegenden des Spiels erkunden wollen (und
damit alle Zauber sammeln), müssen Sie sich erst
einmal alsZüchter betätigen. Haben Siedieextrem
komplizierte Fortpflanzungslehre dieser Tierchen
durchschaut, können Sie einen goldenen Chocobo
ausbrüten lassen, derjedesHindernisüberwindet und
so die vollständige Landkarte für Sie zugänglich macht.
Da aber gerade das Züchten dieser schrägen Vögel und
das fleißige Komplettieren der Materia-Sammlung eine
ungeheure Menge an Zeit beansprucht, sollten Sie sich
schon von vornherein darüber klar sein, daß Sie mit
einem »geopferten« Wochenende allein Final Fanta-
sy 7 nicht beenden werden. (vs)
mal Fantasy 7
Hersteller: Eiclos
Testversion: Beta vom Jur
Betriebssystem: Windows 95
Sprache: Deutsch
Multi-Player:
Ca.-Preis: 100 Mark
Matrox
Grafik: 7 O
Einstieg: 9 O
Steuerung: 8 O
iiiiiii
HIHIHI
llllllll
3D-Karten: 3Dfx, Power VR
Hardware, minimum:
Pentium/166, 32 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium/200, 32 MByte RAM, 3D-Karte
Sound: 5 O
Komplexität: 9 O
Multi-Player: —
iiiiiiiiiiiiiiiiii
PC PLAYER 8/ 98
117
Final Fantasy 7
im Vergleich
Nach jahrelanger Rollenspiel-
Ebbe sitzt endlich wieder die Flut
ein. Ob »Final Fantasy 7« seinem
Ruf als einem Vorreiter der neuen Spiele-Generation gerecht wird,
zeigt sich im direkten Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz.
Final Fantasy (Spielspaß: 88)
Fallout (Spielspaß: 85)
Might & Magic 6 (Spielspaß: 68)
JaUfc
Final Fantasy 7 hat einige Stärken, die
Rätsel gehören allerdings nicht unbedingt
dazu, wie dieses ziemlich repräsentative
Bildschirmfoto belegt.
Auf Rätsel stoßen Sie bei Fallout häufig.
Diese müssen jedoch zum Gewinnen des
Spiels nur in den seltensten Fällen gelöst
werden, da es meist Alternativen gibt.
Rätsel sind bei Might & Magic 6 Mangel-
ware. Über das Aufsammeln von Gegen-
ständen oder das Erschlagen von Monstern
gehen sie nur selten hinaus.
:to:t <i:i=i /ll|
]
ui Oji
Im Kampf trumpft Final Fantasy 7 richtig
auf: schöne Waffen, pompöse Zauber und
Gegner, angesichts derer den Helden nicht
nur die Spucke wegbleibt.
Fallout: Kämpfe sind rundenbasiert. Da
taktische Elemente keine unwichtige Rolle
spielen, sind zusätzliche Motivations-
quellen wie Zauber nicht nötig.
M&M 6: Alle Kämpfe sind eine einzige
Klickorgie, die wenig Freude, dafür aber
einen lahmen Zeigefinger und eventuell
Sehnenscheidenentzündungen verursachen.
WMWTJ
^b-
§i 6i i
Die grafische Eindruck von Final Fantasy 7
ist grundsätzlich recht adrett, wird aller-
dings durch die zahlreichen VGA-Hinter-
gründe deutlich verschlechtert.
Die isometrische Grafik Fallouts erinnert
an Ultima oder Diablo. Sie ist detailliert
und übersichtlich, erfüllt damit also die
wichtigsten Rollenspiel-Kriterien.
Das Aussehen von Might & Magic 6 läßt
stellenweise zu wünschen übrig. Pixelige
Bitmap-Gegner sind schon seit langem
nicht mehr Stand der Technik.
d:
P4
v/ 1
| 8<|i>[
Eine Charaktererschaffung findet in Final
Fantasy 7 nicht statt. Allerdings kann noch
während des Spiel zwischen drei (von
neun) Akteuren gewechselt werden.
Die Charaktere Fallouts sind beispiellos
differenzierbar. Die verschiedenen Fähig-
keiten eines Helden beeinflussen tatsäch-
lich das Spielgeschehen.
M&M 6: Die Charaktererschaffung ist recht
obskur, zumal viele banale Fähigkeiten,
wie das Verwenden einer Rüstung, extra
erworben werden müssen.
118
PC PLAYER 8/98
Simulation für Fortgeschrittene und Profis
Team Apache
Zum Alltag eines Apache- Staffelführers gehört nicht
nur das Fliegen des Helikopters und das Herumkom-
mandieren seiner Flügelleute. Auch Nachschub und
den Haussegen in der Truppe müssen Sie wachsam im
Auge behalten.
Sechs Apaches fliegen in 30 Metern Höhe auf ihr Einsatzge-
biet zu. Plötzlich tauchen Guerillatruppen am Rande einer
Waldlichtung auf und beschießen die Angriffshelikopter. Das her-
vorgestoßene »Ich will hier raus!« Ihres Co-Piloten
ignorierend wenden Sie und schalten mit der 30mm-
Kanone die Bedrohung aus.
An solche Alltäglichkeiten sollte man sich bei »Team
Apache« rasch gewöhnen. Sie absolvieren nicht nur
den eigentlichen Flug, sondern sind auch fürden Nach-
schub und das Staffel-Management verantwortlich.
Nach dem überraschenden Publisher-Wechsel von
Eidoszu Mindscape haben die Entwickler bei Simis ihren
»Longbow 2«-Konkurrenten jetzt abgeliefert, der Sie
mit 16 Einzelszenarien, einigen Trainingsmissionen
und zwei Kampagnen konfrontiert. Letztere führen Sie
einmal nach Kolumbien, wo Sie gegen Drogenbarone
und deren Schergen kämpfen. Dort begegnen Ihnen
kaum Helikopter, dafür jedoch Unmengen von Hecken-
schützen und tragbaren SAM- Raketenwerfern. Haben Sie diesen
Feldzug beendet, versetzt das Programm Sie nach Lettland. Dort
stellt sich die NATO auf die Seite der weiß russischen Botschafts-
Witzbolde, die vom großen Nachbar Rußland angegriffen wur-
den. Moskaus Armee mag zwar nicht mehr so stark sein wie in
den 80er J ahren, aber die aufgebotenen T-80 Kampfpanzer, mit
SAMs ausgerüsteten BMPs sowie »Havoc«- und »Hokum«-Hub-
schraubern sorgen auch so für genügend Beschäftigung.
Speiseeis für kalte Krieger
I n Kolumbien haben Sie sechs Kerneinsätze auszuführen, in Lett-
land sind es zehn. Trotzdem fallen die Kampagnen nicht zu kurz
aus, denn Sie
müssen Ihre
Staffel auch
in der Zeit
zwischen den
Ei nsätzen
Angriff auf ►
einen zivilen
Flughafen: Das
Flugzeug der
kolumbiani-
schen Drogen-
bosse darf
nicht entkom-
men. (3 Dfx)
n einigen Missionen fliegt ein »Blackhawk« -Transporter mit
- er muß besonders gut beschützt werden. (3Dfx)
Feuer frei! Die Hei Ifire- Raketen sind ideal für den
Einsatz gegen Panzerfahrzeuge geeignet. (3 Dfx)
120
führen. Anfangs
wählen Sie jeweils
acht Piloten und
WSOs (Waffensy-
stemoffiziere)
aus, die alle
unterschiedliche
Fähigkeiten besit-
zen. Einige wer-
den mit dem
Gefechtsstreß nicht so leicht fertig, andere stärken dafür den
Zusammenhalt der Truppe. So richtig zeigt sich dies in der Luft,
wo die J ungs bei fortlaufender Kampagne anfangen, Fehler zu
machen - unter Umständen muß ihnen sogar die Flugerlaubnis
kurzfristig entzogen werden.
Sie können auf die Moral Einfluß nehmen, indem Sie mit den
betreffenden Truppenmitgliedern sprechen, was auf die sanfte
Tour oder in militärisch exaktem Brüllton geschehen kann. Um
den Kampfgeist der gesamten Mannschaft zu heben, dürfen Sie
auch eine Runde Eis ausgeben - auf Kosten des Nachschubs, der
dadurch verlangsamt wird. Negativ wirken sich natürlich fehlge-
schlagene Flüge aus, insbesondere solche mit Verlusten auf der
eigenen Seite. Sind die betreffenden Besatzungen noch am
Leben, fliegen Sie einen Rettungseinsatz. Falls dieser ein gutes
Ende findet, sind Ihre Mannen zumindest nicht ganz so depri-
miert. Generell handelt es sich aber bei diesem Team um rechte
Waschlappen, die sich ständig beklagen und Wehwehchen aller
Art wie Übelkeit vor den Einsätzen haben.
Mit seiner
Kanone
kann auch
ein T-80-
Panzer dem
im Hinter-
grund
angreifen-
den Heli-
kopter
gefährlich
werden.
(3Dfx)
^Ohne 3D-Beschleuniger sehen die Hub-
schrauber, Rotorblätter und Gebäude
nur noch halb so gut aus. (Software)
Anders sieht es da bei den
Apaches aus, die nach dem
Einsatz - je nach Beschädi-
gungsgrad - repariert wer-
den wollen. Weil das einige
Zeit in Anspruch nimmt,
kann es durchaus passieren,
daß Sie mit einer nicht kom-
plett einsatzfähigen Kiste losfliegen müssen: Während Ersatz-
teile und Munition nachbestellt werden können, erhalten Sie
keine neuen Hubschrauber, sondern sollten mit denen auskom-
men, die von Anfang an da sind.
Ein halbes Dutzend Helikopter
Die Missionen werden Ihnen vorgeschrieben und sind nur zu
einem bestimmten Zeitpunkt verfügbar. Das Teammanagement
zwischen den Einsätzen läuft in Echtzeit ab, das heißt, daß die
Uhr mittickt und Sie sich mitunter sehr beeilen müssen. Netter-
weise gibt es aber eine Zeitbeschleunigung und die Möglichkeit,
den nächsten Auftrag sofort zu erhalten. Vor dem Abheben kön-
nen Sie noch die Wegpunkte ändern und die Mannschaftseintei-
lung vornehmen. Maximal sechs Hubschrauber nehmen an den
Gefechten teil und sind uniform mit der gleichen Bewaffnung
Manchmal müssen Sie Ihren Leuten gut zureden. Das kann
in lieblichem Ton oder schreienderweise geschehen.
ausgerüstet. Sie
legen vorher fest,
ob Sie die zielsu-
chenden »Hell-
fire«- und »Stin-
ger«-Raketen mit-
nehmen wollen oder sich den starren »Hydras« anvertrauen.
Kombinationen aus allen sind ebenfalls möglich, und die 30mm-
Kanone haben Sie in jedem Fall dabei.
Die Beschleunigergrafik ist zwar schön schnell, stellt aber Objek-
te wie Drehflügler, Panzer und Männchen recht polygonarm und
mit wenigen Details dar. Auch die abgefeuerten Geschosse sind
optisch nicht voneinander zu unterscheiden; immerhin haben die
Programmierer schöne Blendeffekte eingebaut. An einen Multi-
player-Moduswurdeauch gedacht, bei dem sechs Piloten imTeam
fliegen oder bis zu acht gegeneinander. Mit dem mitgelieferten,
nicht ganz einfach zu bedienenden Editor schneidern Sie sich
darüber hinaus eigene Einsätze zurecht. (mash)
Martin Schnelle
****
Eine neue, interessante Idee im Flugsimulations-
Genre: Team Apache bietet außer dem Fliegen der
Missionen auch das Managen Ihrer Einheit. Im
Gegensatz zu Longbow 2, wo Sie nur den Nach-
schub koordinieren, müssen Sie sich hier auch
noch um die 16 Mitglieder Ihrer Staffel kümmern.
Ziemlich peinlich fallen jedoch die Sprüche Ihrer
Schäfchen auf, die mal »fix und foxi« sind oder
Elvis-Hits vor sich hinschmettern. Außerdem
beklagen sich die wehleidigen Untergebenen
unentwegt - Chefredakteuren ist dieses Problem
ebenfalls bekannt.
Der Feldzug selbst ist leider linear, von einigen
Search-and-rescue-Missionen abgesehen. Dafür
zittern Sie immer mit, ob beschädigte Maschinen
rec htzeitig zum näc hsten Auftrag repariert sind und
ob noch genügend Munition vorhanden ist. Außer-
dem bietet das Programm ein nicht leicht zu
beherrschendes Flugmodell und in sich abwechs-
lungsreiche Aufgaben.
tb Schönes
Flug-
modell
# Interes-
santes
Team-
Manage-
ment
In Lettland
begegnen
Ihnen einige
fiese Heli-
kopter wie
dieser Mil
Mi-28, der
gerade unse-
ren Stinger-
Raketen
ausweicht.
(3Dfx)
t Lineare
Kampagne
t Schlecht
lokalisier-
te Sprach-
ausgabe
eam Apache
Hersteller: Simis/Mindscape
Testversion: Beta vom Juni '98
Betriebssystem: Windows 95
Sprache: Deutsch
Multi-Player: 1-8 (Netzwerk, Internet)
Ca.-Preis: 100 Mark
3D-Karten: Direct3D, 3Dfx
Hardware, minimum:
Pentium/133, 16 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium/166 MMX, 32 MByte RAM,
3Dfx-Karte
ercung
Grafik: 6
Einstieg: 6
Steuerung: 8
Spielspaß:
HIHI
HIHI
llllllll
ipielspaß: ff||)
Sound: 6
Komplexität: 7
Multi-Player: 7
llllllllllllll
PC PLAYER 8/ 98
121
Echtzeit-Strateqie für Fortgeschrittene und Profis
Dominion
Storm over Gift 3
In seiner über zweijährigen Entwicklungszeit hatte
dieses Echtzeit-Strategiespiel bereits manchen Sturm
zu überstehen: So änderte sich sowohl sein Name als
auch der Hersteller - doch wie ist dem Spielspaß die
Reife- und Renovierungszeit bekommen?
Ein Spiel und seine Wanderjahre: Vor etwa zwei J ahren führ-
te 7th Level einige 3D-Modelle seiner hauseigenen Kampfro-
boter-Simulation »G-Nome« der Wiederverwertung zu, verpaßte
ihnen das Korsett eines Echtzeit-Strategiespiels und danach den
Namen »Dominion«. Nach dem Rückzug von
7th Level aus dem Spielebereich schnappte
sich Ion Storm im vergangenen September das
Waisenkind und änderte seinen Namen
zunächst in »Dominion Storm« und einige
Monate später in »Dominion: Storm over Gift
3« um. Außerdem nutzt man die Zeit, um Spiel-
design und Story gündlich zu überarbeiten.
Nach der neuen und mit Hilfe von geänder-
ten Zwischensequenzen optisch umgesetzten
Geschichtsschreibung blickt die Menschheit in
ferner Zukunft auf den Planeten Gift 3, denn
dort soll ein Artefakt von ungeheurer Macht
verborgen sein. Genau daraufrichten auch drei
außerirdische Parteien ihre begehrlichen Blicke, namentlich
wären dies die Skorp, die Darken und die Söldner. In vier mit
insgesamt 48 Missionen bestückten Kampagnen führen Sie je
Fast jedes Gebäude läßt sich um eine Stufe ausbauen.
▲ Alle vier Rassen verfügen über
eine individuelle Befehlsleiste.
eine dieser Rassen zum Sieg
über den Gegner. Dazu gibt es
eine noch nicht feststehende
Anzahl von Einzelszenarien
sowie 60 für den Mehrspieler-
betrieb geeignete Karten.
Trainingsaufgaben gehören
nicht zum Lieferumfang - sind
aber auch gar nicht nötig:
Ähnlich wie bei »Starcraft«
sind die ersten Missionen sehr
einfach, zudem gelangen dort nur wenigeTruppentypen zum Ein-
satz, während die späteren Aufgaben an Komplexität und Umfang
immer mehr zunehmen.
Feinheiten bei den Einheiten
Dominion: Storm over Gift 3 hat auch ein paar
interessante und manchmal sogar multiple Mis-
sionsziele auf der Pfanne. Abgesehen von den
üblichen » Errichte eine Basis und überrolle den
Gegner« -Aufgaben haben Sie Konvois zu
beschützen, Gefangene zu befreien und
bestimmte feindliche Gebäude zu übernehmen.
Allen Missionen ist gemein, daß Sie sich stets
nur mit einer gegnerischen Rasse herumzu-
schlagen haben. Abgesehen von den miteinem
Zeitlimit versehenen Aufgaben bleibt Ihnen fast
immer genügend Muße, die Basis erst einmal
mit den wichtigsten Gebäuden auszustatten,
bevor der Gegner unliebsame Annäherungs-
versuche startet. In diesem Fall macht er
Bekanntschaft mit einigen steuerungstechni-
schen Finessen: So sind Einheiten per Befehl
dazu zu bewegen, automatisch Patrouille zu
laufen, unbekanntes Terrain zu erforschen,
bestimmte Gebäude zu bewachen oder sich
gleich nach der Produktion zu einem beliebi-
gen Ort zu begeben. Überhaupt geht die Trup-
penproduktion sehr leicht von der Hand, denn
sie istüberdie Iconleiste von überall aus durch-
führbar. Sogar die einzelnen Truppentypen ver-
fügen über individuelle Kommandos: Söldner
können kriechen und sich hinknien, Kamika-
ze-Kämpfer explodieren auf Befehl. Für jedes
Gebäude existiert eine Automatik-Routine, die
dafür sorgt, daß es sich selbständig repariert.
Das Verlegen von Brücken geht nur an speziellen Furten: Es wird lediglich das Anfangsstück gesetzt, daraufhin entfaltet sich die Brücke von
ganz allein. Anschließend muß sie jedoch vor feindlichem Beschuß geschützt werden.
122
PC PLAYER 8/98
I
(Qt
▲ Nach der Zerstörung der Strombrücken sind die Vertei-
digungstürme hilflos.
J ede der vier Rassen verfügt über spezifische Stär-
ken und Schwächen sowie zumindest eine indivi-
duelle Spezialeinheit. Die Menschen repräsentieren
sowohl in der Produktionsgeschwindigkeit als auch bezüglich der
Kampfkraft ihrer Einheiten gesunden Durchschnitt. Die Söldner
dagegen haben es weniger mit der Technik, dafür um so mehr
mit robuster Stärke. Die hochentwickelten Darken verfügen über
die stärksten Verteidigungsanlagen, während die technologisch
schwachbrüstigen Skorps auf Masse statt Klasse setzen. Alle Ras-
sen besitzen Roboter, die in der Lage sind, feindliche Gebäude
zu sabotieren und zu übernehmen. Wichtig sind die Komman-
deure: Wenn Sie einen davon einer Truppe hinzufügen, verhält
sich diese taktisch klüger: Derart angeleitete Söldner nehmen
automatisch den stärksten Feind ins Visier und werfen sich bei
Gefahr auf den Boden.
Vier-Parteien-Konfrontation
Bei den Sondereinheiten können die Darken auf Tarnfahrzeuge
zurückgreifen, die Menschen verfügen dagegen über einen Stör-
sender, der feindliche Anlagen kurzzeitig außer Betrieb setzt.
Die Skorp haben Truppentransporter, die sich durch das Erdreich
wühlen können, um so beispielsweise Abgründe zu überwinden.
Die Söldner schließlich sind dazu fähig, gegnerische Einheiten
zum Überlaufen zu bewegen. Freilich stehen all diese Unter-
Dank seiner originellen Einheiten, des exquisiten Mehrspielerbetriebs
und des vorbildlichen Missionsdesigns hat Starcraft knapp die Nase vorn.
Dichtauf folgt Age of Empires, das mit seiner prachtvollen Präsentation
Punkte sammelt. MechCommander bietet mit den kleinen Spezialtrupps
nicht nur Rollenspiel-Elemente, sondern darüber hinaus die taktisch reiz-
vollsten Aufgaben. Das beinharte KKND 2 Krossfire ist Dominion in vie-
len Punkten ähnlich, nennt aber die etwas hübscheren Landkarten sowie
eine präzisere Bedienbarkeit sein eigen. Dominion schneidet gegen diese
Genre-Champions zwar relativ schlecht ab, gehört aber aufgrund seiner
Solidität zu den gehobenen Vertretern seiner Zunft.
schiede letzten Endes nur auf dem Papier, denn in der spieleri-
schen Praxis unterscheiden sich die vier Rassen primär optisch,
während die arttypischen Unterschiede bloß im Mehrspieler-
modus voll zum Tragen kommen.
Welten prallen aufeinander
Der Spielverlauf folgt dem üblichen Genre-Standard. Ihre Auf-
gabe ist es, auf der anfangs vollständig abgedunkelten Karte in
Echtzeit eine Basis zu errichten, die vornehmlich aus Boden-
truppen bestehenden Einheiten heranzuzüchten und den Feind
wegzuputzen. Eingerahmte Truppenverbände beliebiger Größe
schicken Sie per Mausklick durch das von schräg oben zu betrach-
Thomas Werner
****
Nicht mehr benötigte Gebäude dürfen zum halben Preis verramscht
werden.
Manche Leute schwören auf Pepsi, manche auf
Coca-Cola. Obwohl beide ähnliche Zutaten ent-
halten, hat jeder Cola-Trinker seine eigene Vor-
liebe. Genau so ein Fall ist Dominion. Präsenta-
tion und Missionsdesign machen es zu einem wei-
teren guten Echtzeit-Spiel. Wie bei etlichen
anderen Vertretern des Genres hatten die Designer
hübsche Einfälle, doch echte Sternstunden waren
keine dabei.
Die Animationen der Einheiten sind sehr gelungen,
das Missionsdesign stimmt. Die unterschiedlichen
Fahrzeugtypen werden bei manchen Aufträgen
tatsächlich benötigt und sind damit nicht nur pure
Sammlerstücke. Ob man allerdings wirklich bis zu
2000 Einheiten auf dem Kampffeld haben muß, um
spannende Schlachten zu schlagen, wage ich zu
bezweifeln.
Das Ressourcen-Management hat mich persönlich
nicht überzeugt. Besonders zu Beginn einer Par-
tie dauert es mitunter überdurchschnittlich lange,
bis das entsc heidende Teil endlich produziert wer-
den kann. Da alle anderen spielerischen Aspekte
aber im großen und ganzen in Ordnung gehen, fällt
es leicht, diese Schwächen in Kauf zu nehmen.
th Solides
Missions-
design
<f Ordent-
licher
Mehrspie-
lerbetrieb
t Keine
echten
Innova-
tionen
PC PLAYER 8/ 98
123
MULTIPLE UNITS
Detonate At Unit
Hold Position
Show Range
Bei gemisch-
ten Truppen-
verbänden
dürfen nur
die blau mar-
kierten
Befehle ange-
wandt wer-
den.
Vier Auflösungen sind möglich: Das obere Foto zeigt
640 mal 480 Bildpunkte und die meisten Details, das
untere mit 1280 mal 1024 Punkten den größten Kar-
tenausschnitt.
tende Terrain. An
Landschaftstypen
werden Eis- und
Lavawelten, Wiesen-
und Wüstengebiete
sowie das eine oder
andere Flußdelta
geboten. Fürdie Pro-
duktion der etwa 20 arttypischen Gebäudetypen und dem run-
den Dutzend Truppengattungen pro Rasse sind Wasser und Män-
ner erforderlich. Auf den Karten befinden sich stets mehrere,
unterschiedlich gut gefüllte Wasserlöcher, welche Sie mit einer
darauf plazierten Fabrik in Beschlag nehmen. Die für die Kon-
struktion von Einheiten und Gebäuden notwendigen Männer wer-
den in den Koloniegebäuden produziert, erscheinen aber nur in
Gestalt eines veränderten Kontostandes auf dem Bildschirm: Für
r Manfred Duy
****
%t Solide ^
Echtzeit-
Strategie
tfVier
Rassen
mit je
einer
Kampagne
# Span-
nende Hin-
tergrund-
story
t Unspek-
takuläre
Präsen-
tation
t Leichte
Bedie-
nungs-
mängel
Tja, wer zu spät kommt, den bestraft das Lebe
Noch vor einem Jahr hätte sich Dominion in d
Spitzenränge des gesamten Genres eingereih
denn das Spiel bietet grundsolide Echtzeit- Strati
gie, wie man es von Titeln wie Command & Coi
quer 2 gewohnt war. Auch einige kluge steui
rungstechnische Einfälle sowie die viergrundve
schiedenen Rassen verdienen ein Sonderlob.
Aber - und das ist ein recht bedeutendes »abei
- inzwischen ist die Zeit nicht stehen gebliebe
Mittlerweile beherrschen Konkurrenten vom Kai
ber Total Annihilation, Starcraft oder Age of Er
pires die Szene, und damit verglichen schneid'
Dominion relativ mau ab. Die nett animierte Pn
sentation mit ihren herben Techno-Klängen ge
in Ordnung, ist aber unspektakulär. Die Steuerur
häkelt manchmal ein wenig, und das Wegfind«
System ist etwas verbesserungsbedürftig.
Auch erweisen sich viele der gut gemeinten Extra
als schlicht überflüssig: Gegen die Möglichkei
die Soldaten knien und robben zu lassen, ist zw;
nichts einzuwenden - nur fehlt in der Hitze di
raschen Gefechte die Zeit für solche taktische
Finessen. Probates Erfolgsrezept ist und bleil
auch hier in aller Regel der bewährte Massenai
griff - und das ist etwas zu wenig für ein zei
gemäßes Echtzeit-Strategiespiel.
V
ein bis zwei Männer bekommt man bereits ein kleines Spähfahr-
zeug oder einen Söldner, für einen großen Kampfroboter muß
man aber schon über 50 J ungs investieren.
Da die Gebäude nicht allzu weit voneinander errichtet werden
dürfen, die Entfernungen zwischen den Wasserlöchern aber sehr
groß sind, müssen Sie das Gelände mit vielen »Strombrücken«
bepflastern. Diese erledigen dann automatisch die Energiezu-
fuhr zu den Bauten innerhalb ihres Einflußbereichs. Die Strom-
brücken sind vielleicht das interessanteste, auf jeden Fall aber
das meistgenutzte taktische Element. Wenn Sie es während
eines Angriffs schaffen, die energetischen Nabelschnüre des
Feindes zu kappen, stehen dessen Verteidigungstürme und Elek-
tro-Barrieren plötzlich ohne Strom da und werden dadurch zur
(md)
leichten Beute.
Der aktivierte Graber kann sich unsichtbar durch den Untergrund
wühlen.
Hersteller:
Testversion:
Betriebssystem:
Sprache:
Multi-Player:
Ca.-Preis:
>ominion: Storm over Gifi
Ion Storni/ Eidos
Beta vom Juni '98
Windows 95
Englisch (Deutsch geplant)
1-8 (Netzwerk, Internet)
90 Mark
3D-Karten: -
Hardware, minimum:
Pentium/166, 32 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium/200, 48 MByte RAM
Grafik:
Einstieg:
Steuerung:
70
80
60
mim
iiiiim
mm
ipielspaß: ffij
Sound: 7
Komplexität: 7
Multi-Player: 8
mim
mim
iiiiim
lllllllllllllll
124
PC PLAYER 8/98
Dominion
im Vergleich
Dominion bietet zwar grundsolide Echtzeitkost für Strategen,
doch gerade in diesem Genre ist die Konkurrenz äußerst hart.
Dominion: Manchmal werden innerhalb
eines Szenarios multiple Spielziele unter
Zeitdruck erfüllt, nach einer Niederlage ist
die Mission zu wiederholen.
MechCommander: Bei den Missionen gibt
es abwechslungsreiche Primär- und Sekun-
därziele wie die Zerstörung von Kraft-
werksturbinen.
Total Annihilation: Neben unterschiedlich-
sten Missionszielen führen auch die über
100 Einheitentypen wie Schiffe und Flug-
zeuge zu Variationen.
PC PLAYER 8/ 98
125
Adventure für Einsteiqer und Fortgeschrittene
Sanitarium
Durch Alptraum- Welten hopsender I nsasse einer Ner-
venheilanstalt auf der Suche nach seiner Identität -
klingt wie eine Psychologie-Vorlesung fürs dritte
Semester, ist aber ein rezeptfreies Graf ik- Adventure.
Eine verrückte Geschichte: Nach einem Autounfall erwacht un-
ser Held in einer Irrenanstalt-Zelle. Sein Gesicht ist gründlich
zubandagiert, sein Gedächtnis ratzeputz entleert. Sie sehen: Die-
ser Mensch hat größere Probleme als die Verschlechterung in der
Kaskoklasse. Und das triste Klappsmühlen-Szenario gehört noch
zu den normaleren Gefilden, die ihn im Spielverlauf erwarten.
»Sanitarium« ist ein Grafik-Adventure der klassischen Point-and-
click-Schule, das in neun Kapitel unterteilt ist. J ede Etappe stellt
quasi ein abgeschlossenes Miniabenteuer mit eigenem Schau-
platz und separaten Aufgaben dar. So retten Sie ein Dorf ver-
stümmelter Kinder vor der Metamorphose mit einem Pflanzen-
monster. Später tuschelt man mit den Seelen verstorbener Krie-
ger, um Azteken-Unhold Quetzalcoatl zu bezwingen oder steuert
kurzerhand eine andere Figur. In den als Render-Filmchen ser-
vierten Flashback- Sequenzen erinnert sich der Protagonist häpp-
chenweise an die Geschehnisse vor dem fatalen Unfall. Sein Vor-
name ist Max, doch was ihn in die Obhut des Irrenanstalt-Per-
sonals getrieben hat, bleibt lange Zeit unklar.
Um Max herumzubewegen, halten Sie die rechte Maustaste
gedrückt und rollen das Eingabegerät in Marschrichtung. Bei län-
Heinrich Lenhardt
****
Aussterbende Arten behandelt man gerne etwas
freundlicher. Adventures mit Point-and-click-
Bedienung, Inventar und richtigen Rätseln sind so
selten geworden, daß ich die schräge Zwangs-
jacken-Story mit gesteigertem Interesse installiert
habe. Leider kommen in der Alptraum-Spielwelt
die klassisc hen, Objekt- orientierten Puzzles etwas
zu kurz. Die meiste Zeit verbringt man mit Gequat-
sche, Storyhäppchen zusammentragen und He-
rumgelaufe. Das ist wegen der etwas umständli-
chen Bewegungssteuerung ansatzweise nervig,
dankdersc honen Schauderstory aberauch ansatz-
weise spannend. Die abgedrehte Geschichte watet
ebenso tief wie gekonnt im Horror- und Psycho-
thriller-Bodensatz.
Da wollen wir mal nicht zu streng bewerten, daß
die ohnehin wenigen mitnehmbaren Objekte mit-
unter verflixt unauffällig in der hochauflösenden
Landschaft herumliegen. Außerdem sollte man den
Designern den Hang zu Denkspiel- und Actionein-
lagen austreiben: Sanitarium hätte eigentlich
genug Substanz, um ohne solche aufgesetzten Bei-
lagen auszukommen. Kein makelloses Fünf-Ster-
ne-Adventure, aber gut genug: In der Not frißt der
Abenteurer Fliegen.
tb Phanta-
sievolle
Grusel-
Story
tb Neun
dicke
Szenarien
t Viel
reden, viel
rumlaufen
Im Gespräch mit einem geistig leicht verwirrten Priester. Um eine
Frage zu stellen, klicken Sie einfach das gewünschte Thema am unteren
Bildrand an.
Sobald Sie ein Gebäude betreten, wird sein Interieur sichtbar - im Schulhaus
streikt wohl die Putzkolonne ...
geren Spaziergängen etwas ermüdend, da die rechte Taste stets
gepreßt bleiben muß. Der Umgang mit anderen Objekten und
Personen wurde eleganter gelöst: Der Mauszeiger ist eine Lupe;
sobald man damit ein interessantes Detail streift, wackelt sie ver-
führerisch. Per Linksklick wird untersucht; läßt sich etwas mit-
nehmen, erscheint automatisch ein Grabsch-Icon.
Nicht nur wegen der verschlungenen, unheimlichen Story kommt
den Gesprächen mit anderen Akteuren große Bedeutung zu. Sie
klicken einzelne Themen an, um eine mehr oder weniger auf-
schlußreiche Aussage zu erhaschen. Stößt man durch anderwei-
tiges Geplauder oder gelesene Informationen auf zusätzliche
Erkenntnisse, lohnt sich die Rückkehr zu vorangegangenen
Gesprächspartnern. Neues Wissen sorgt oft für neue Themen in
Mäxchens Konversations-Menü.
Wir testeten die US-Importversion von Sanitarium. Der offiziel-
le Europavertrieb soll im Oktober starten. Ob das Adventure kom-
plett ins Deutsche übersetzt wird, stand zum Redaktionsschluß
noch nicht fest. (hl)
Sanitariui
Hersteller: ASC Games
Testversion: Importversion 1
Betriebssystem: Windows 95
Sprache: Englisch
Multi-Player:
Ca.-Preis: 90 Mark
V
3D-Karten: -
Hardware, minimum:
Pentium/ 90, 16 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium/166, 32 MByte RAM
rt/Hfra
Grafik:
Einstieg:
70
70
mim
mim
Steuerung: 5
Spielspaß: ^M
Sound: 7
Komplexität: 7 i
Multi-Player: —
iiiiiiiiiim
126
PC PLAYER 8/98
Echtzeit-Strateqie für Einsteiqer und Fortgeschrittene
Tribal Rage
Echtzeit meets Endzeit: Wohnwagen mit Dachkano-
ne, Trucker mit beängstigender Feuerkraft und grim-
mige Motorrad- Gangs sorgen für eine wirklich origi-
nelle Atmosphäre.
Der ganz normale Wahnsinn Anno 2030: Durchgeknallte
Wohnmobil-Fans legen sich mit verschrobenen Totenkult-
Anhängern an. Dazwischen irrt ein Elvis-Doppelgänger herum,
bis er an der nächsten Straßensperre von feministi-
schen Amazonen aus dieser Show geschossen wird.
So unkonventionell sich das Szenario auch anhört,
von der Sache her bietet »Tribal Rage« bodenstän-
dige Echtzeit-Strategie: Stück für Stück erkunden Sie
mit ihren Truppen eine Karte, um alle Gegner mit
Kanonen und Maschinengewehren zu zerlegen. Das
nötige Kleingeld erhalten Sie durch Ihre Erzminen.
Zudem darf man Gebäude erwerben: Lazarette hei-
len Verwundete, Bunker bieten Schutz; Schnellre-
staurants füllen die Kasse mit zusätzlichem Einkom-
men, und J agdhütten frischen die Munitionsvorräte
auf. Zusätzlich wurden Gegenstände in der Land-
schaft verstreut, die ebenfalls positive Effekte auf Gesundheit
und Ausrüstung der eigenen Leute haben.
Einheiten werden nicht produziert, sondern einfach gekauft und
prompt geliefert. Zur Auswahl stehen Kämpfer und Fahrzeuge
▲ Die Echtzeitschlachten
finden in Ruinenstädten oder
Wüstenlandschaften statt.
jeglicher Art, wozu
auch Flugsaurier
gehören. Außer der
reibungslosen Bestel-
lung von Kriegsgerät
sowie dem Verkauf von
Erz und Hamburgern
funktioniert allerdings
wenig in der Endzeit-
Thomas Werner
***
Tribal Rage hätte wirklich interessant werden kön-
nen: Auch wenn das Endzeitthema schon x-mal
durchgenudelt wurde, sind die skurrilen Einheiten
durchaus sehenswert. Mein Liebling sind die
Trailer-Trash-Fahrzeuge mit schwerbewaffneten
Wohnmobilen. Ob es hingegen noch schwarzer
Humor ist, wenn man zur Feier des Unabhängig-
keitstages nach Atlanta fährt und dort so viele Zivi-
listen wie möglich umnieten soll, möchte ich hier
nicht diskutieren. Davon abgesehen, ist Tribal
Rage eherein Leichtgewicht. Die Solospieler-Mis-
sionen sind unzusammenhängend, die Kampagne
ist eine Mogelpackung.
Zwar hat jede Mission einen launigen Einlei-
tungstext, doch was dann folgt, hat mit taktischem
Vorgehen nicht allzu viel zu tun. Noch mehr als
bei vielen anderen Titeln beschränkt sich die not-
wendige Strategie auf das pure Vernichten des
Gegners. Die eigenen Männer rennen blindlings in
den Tod, doch wird dies durch den planlos agie-
renden Computergegner wieder ausgeglichen.
Sehr gut gefallen hat mir hingegen der einfach zu
bedienende Editor. Das Erstellen neuer Karten
machtsogarfastmehrSpaßalsdie meisten Kämp-
fe bei Tribal Rage.
Besonders gelungen ist der einfach zu bedienende Editor.
weit. Dies liegt nicht zuletzt an den sechs unterschiedlichen Grup-
pierungen, den Stämmen, die sich entweder untereinander
bekämpfen oder die Zivilbevölkerung aufmischen.
Ein kleines Tutorial führt in die Grundbegriffe des Kampfes ein,
bevor man sich an die 28 Solomissionen heranwagt. Dazu gibt
es einen Kampagnenmodus, bei dem der Groß räum von LosAnge-
les sektorweise erobert werden soll. Die Kampagneenthält jedoch
keinerlei Story-Elemente- esgehtschlichtdarum, StückfürStück
alle feindlichen Einheiten und Gebäude unterzupflügen. Auf dem
guten Dutzend Mehrspielerkarten können Siegegen menschliche
Gegner antreten.
Einheiten und Karten dürfen nach Belieben modifiziert oder kom-
plett neu gestaltet werden. Hier können Sie Landschaften zusam-
menbasteln und den Computer frische Schlachtfelder nach
bestimmten Vorgaben generieren lassen. (tw)
tb Skurrile
Einheiten
tb Gelun-
gener
Karten-
Editor
t Unori-
ginelle
Missionen
^ Niedrige
Künstliche
Intelligenz
Tribal Rag
Hersteller:
Testversion:
Betriebssystem:
Sprache:
Multi-Player:
Ca.-Preis:
Talonsoft
Importversion 1.0
Windows 95
Englisch
1-8 (Netzwerk, Internet)
90 Mark
3D-Karten: -
Hardware, minimum:
Pentium/100, 16 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium/133, 32 MByte RAM
Grafik: 6
Einstieg: 8
Steuerung: 7
Spielspaß:
ipielspaß: |jf*|
Sound: 6 O
Komplexität: 6 O
Multi-Player: 7 O
llllllllllll
PC PLAYER 8/ 98
127
Rollenspiel für Einsteiqer
Droiyan
»Droiyan« betritt als Möchtegern- Mischung
aus »DSA« und »Final Fantasy 7« die Rol-
lenspiel-Szene: begrenzte Interaktion bei
isometrischem Kampfsystem und linearer
Handlung.
Auf Icarus herrscht Krieg, wie immer in Fantasy-
Welten. Allerdings bekämpfen sich ausnahms-
weise nicht behende Elfen und bösartige Drachen,
respektive grauenvolle Orks und randvolle Zwerge.
Diesmal wollen die Götter höchstpersönlich einander das heili-
ge Fell über die geweihten Ohren ziehen. Da aber eine Patt-Situa-
tion eintritt, die auch der schönsten Blutfehde den Schmiß
nimmt, werden die Menschen zu Rate gezogen. Sollen sie sich
doch für eine der beiden Göttermannschaften entscheiden.
Da unsere Anverwandten natürlich die »gute« Seite wählen
(schließlich gewinnt diese immer), sind die Götter der Finster-
nis erzürnt. Vor ihrer schrecklichen Rache kann nur ein einziger
Mann die Welt schützen, der schwächelnde Schwertschwinger
Droiyan. Ihn und einige freiwillige Helfer, die sich im Laufe des
Spielsanschließen, steuern Siedurch eine isometrische, an »Dia-
blo« erinnernde Landschaft.
J eder Ort dient als Einleitung für den nächsten Kampf oder, im
Fall von Städten, der Auffrischung des Waffenarsenals. Rätsel
sucht man vergebens. Die Keilereien gehen wie folgt vor sich:
Ein rechteckiges Gitterfeld zeigt an, wie weit der jeweilige Held
in einer Runde auf dem Schlachtfeld ziehen darf. Sie positionie-
ren die Recken wie gewünscht und geben dann flotte Zauber-
sprüche von sich oder führen die aktivierte Waffe. Sie sind jedoch
auch jederzeit in der Lage, Ihren Zug zugunsten einer beträcht-
Unsere Magier-Azubi mausert sich flugs zu einer passablen Hexenmeisterin.
Volker Schütz
***
Droiyan ist ein einziger Kampf - in jeder Bezie-
hung. Interaktion mit der Umwelt beschränkt sich
auf die Überlegung, welcher Gegner als nächstes
seinen Kopf verliert. Dagegen sind die rätselarmen
Dungeons in Diablo reinstes Hirntraining. Wenn
nun aber schon Metzeleien in Reinkultur, dann
doch bitte auf einem Niveau, das ihrer tragenden
Rolle entspricht. Denkste. So wie die tatsächliche
Programmierkunst nur zur Hälfte die guten Absich-
ten erreicht, bleibt auch dem Tester im Hinblick
auf das Resultat das Wort »Qualität« nach den
ersten vier Buchstaben im Halse stecken.
Unausgewogenheit regiert Waffen, Kämpfer und
Zaubersprüche. Während Droiyans Freundin
Helena mit machtvollen Sprüchen den Bildschirm
leerfegt, würde unserer »Held der Menschheit«
mit seinen läppischen Attacken sogar vom »Dura-
cell«-Häschen Dresche beziehen. Zu allem Über-
fluß zeigt neues Equipment, ist es auch noch so
teuer, nur in raren Ausnahmefällen Wirkung.
^b 0,1 Pro-
mille Inter-
aktion
t Streng
linear
t, Extrem
unausge-
wogen
t Durch-
wachsene
Kämpfe
Wichtige Aktionen der Helden sind vom Programm vorgegeben und
nicht durch den Spieler zu beeinflussen.
liehen Regeneration von Zauber- und Lebensenergie entfallen zu
lassen. Dieser Effekt führt zu sehr fragwürdigen Kampfszenen
(»Bohrt dir da nicht gerade ein Ork seinen Säbel durch den
Magen?« »Was weiß denn ich?! Reich mir lieber noch mal den
Picknickkorb«). Während des Gemetzels erhalten die fleißigsten
Kämpfer einen schönen Erfahrungspunkte-Bonus, mit dem Sie
Ihre Fähigkeiten verbessern können. Aus herumstehenden Tru-
hen klauben Sie allerlei Nützliches wie Geld, Rüstung oder Waf-
fen. Das Spiel kann an jeder Stelle gespeichert werden, (vs)
13
Hersteller:
Testversion:
Betriebssystem:
Sprache:
Multi-Player:
Ca.-Preis:
CDV
Beta vom Jur
Windows 95
Englisch
80 Mark
3D-Karten: -
Hardware, minimum:
Pentium/75, 16 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium/133, 16 MByte RAM
IPMITP
Grafik:
Einstieg:
Steuerung:
70
80
60
mim
iiiiim
mm
ipielspaß: ^pfr)
Sound: 6
Komplexität: 3
Multi-Player: —
iiiiiiii
128
PC PLAYER 8/98
Strateqiespiel für Einsteigen Fortgeschrittene und Profis
Civilization 2
Mil'äiC Multiplayer
W7i g|
Sid Meier ist längst über alle Berge, aber Microprose
wringt die »Civilization 2« -Hinterlassenschaft bis zum
letzten Byte aus. Das klassische Aufbau-Strategiespiel
wurde jetzt um Multiplayer-Optionen erweitert.
Neben dem auch solo betreibbaren Basisspiel »Civilization
2« enthält »Civilization 2 Multiplayer« sämtliche nur
erdenklichen Mehrspielermodi. Der Konkurrenzkampf ist nun via
Netzwerk, Modem/ Nullmodem, I nternet oder per E-Mail möglich,
selbst eine Zwei-Spieler-Sitzung vor einem Monitor ist mit von
der Partie.
Am genialen Spielprinzip hat sich nicht das geringste geändert.
Vor jedem Start wird eine frische Karte generiert. Dort errichten
Sie im Rundentakt sowie konkurrierend mit bis zu sechs mensch-
lichen und/ oder computergesteuerten Konkurrenten Städte,
betreiben Forschung und produzieren gigantische Armeen. Wahl-
weise führen alle Beteiligten ihre Aktionen parallel oder hinter-
einander durch. Um die etwas langwierige Aufbauphase zu
beschleunigen, läßt sich sowohl die Geschwindigkeit der Pro-
duktion als auch die sämtlicher Einheiten verdoppeln. Eine Chat-
Funktion darf auf Wunsch aktiviert werden, der beliebte Schum-
melmodus bleibt dagegen im Mehrspielerbetrieb außen vor.
In geselliger Runde kommen einige feine taktische Manöver
zusätzlich zum Vorschein. So können Sie mit I hren Mitspielern -
anders als bei den notorisch Vertragsbrüchigen Computergeg-
nern - feste Allianzen schließen, um etwa Forschungsergebnis-
se und Informationen über die gemeinsamen Feinde auszutau-
Mandred Duy
*****
Zeitwurde es ja, daß Microprose endlich miteinem
Mehrspielermodus für Sid Meiers Geniestreich
rüberkommt. Der erweitert den in Ehren ergrauten
Klassiker um einige interessante taktische Vari-
anten, die sich insbesondere dann auswirken,
wenn mehrere feste Allianzen gebildet werden. Im
Betrieb »jeder gegen jeden« wird allerdings nicht
mehr geboten als beim gewohnten Kampf gegen
die Computergegner.
Leider ist diese Neuauflage etwas schlampig. Den
einen oder anderen kleinen Übersetzungs-Bug hätte
man schon eliminieren dürfen. Und daß sich der
Computer selbst im Mehrspielerbetrieb ungefragt in
diplomatische Verhandlungen einmischt, macht
einen ebenfalls etwas ärgerlich. Ein Zeichen von
Knickerigkeit ist es zudem, daß die europäische
Version nur über das Basisspiel plus Mehrspieler-
option verfügt. Die als Ultimate Civ 2 betitelte ame-
rikanische Ausgabe bietet darüber hinaus noch die
Zusatz CD Conflicts in Civilization.
tb Zeitlo-
ses Spiel-
prinzip
# Multi-
player-
betrieb
ermöglicht
neue Stra-
tegien
t Kein
Karten-
Editor
t Spiele-
risch
nichts
Neues
rr^T3n Ange-
schlagene
Truppen
können
bei einem
Alliierten
geheilt
werden.
sehen. Genauso ist es mög-
lich, zwei getrennte Spiel-
karten zu verbinden, um mit
Ihren Legionen von einer
Karte auf die andere zu
wechseln. Dies ist insbe-
sondere dann interessant,
wenn zwei Spieler ihre
separaten Szenarien gegen
den Computergegner prak-
tisch gewonnen haben und
nun per Link eine Invasion
Bei manchen Verhandlungen übernimmt der Com-
puter ungefragt das Kommando.
auf den Weidegründen des Gegners anstreben.
Der nächste zivilisatorische Entwicklungssprung steht bereits in
den Startlöchern: In wenigen Wochen wird »Ultimate Civ 2 Clas-
sic Edition« erscheinen. In dieser zum Vollpreis erhältlichen Wun-
dertüte finden sich neben dem besagten »Civ 2 Multiplayer« die
beiden bislang erschienen Zusatz-CDs sowie der hier fehlende
Karten-Editor. (md)
Civilization 2 M ultiplayei
Hersteller: Microprose
Testversion: Beta vom Juni '98
Betriebssystem: Windows 95 & 3.1
Sprache: Englisch (Deutsch geplant)
Multi-Player: 1-7 (Netzwerk, Internet)
Ca.-Preis: 50 Mark
3D-Karten: -
Hardware, minimum:
486DX/33, 8 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium/120, 32 MByte RAM
Grafik: 4 Sound: 7
Einstieg: 8 Komplexität: 9 m
Steuerung: 8 Multi-Player: 7
lllllllllllllllll
PC PLAYER 8/ 98
129
Adventure für Einsteiqer
Hopkins FBI
Hopkins
wird
etwas blaß
hinter
seiner
Sonnen-
brille:
Ist diese
Leiche
etwa seine
Freundin
Samantha?
Hopkins entspricht dem konservativen Bild des Agenten, wie
es Sean Connery perfekt verkörperte: Souverän bewegt er
sich durch die Weltgeschichte und findet vor allem seine Anzie-
hungskraft auf Frauen ganz unwiderstehlich. So harte J ungs sind
aber auch dringend nötig, denn der gewiefte Kriminelle Bernie
Berckson treibt sein Unwesen. Der Mann hat einfach Spaß am
Töten und übersteht sogar seine geplante Hinrichtung auf dem
elektrischen Stuhl. In klassischer Adventure-Manier jagen Sie als
Hopkins diesen Widerling, fahren mit I hrem Auto von Ort zu Ort,
sammeln Gegenstände im Inventar und ärgern Ihren Chef, (uh)
Udo Hoffmann
***
Die Hintergrundgeschichte um den sadistischen
Berckson istim Grunde garnichtso schlecht, wenn
auch überflüssig brutal. In Kinderhände würde ich
dieses Programm auf keinen Fall legen.
Spielerische Defizite stoßen aber noch viel mehr
auf. Die Grafik ist recht urzeitlich geraten und des-
halb stimmungsdämpfend. Die eigentlichen Rätsel
beschränken sich meist darauf, alle Bildschirme
pixelgenau abzusuchen, bis endlich auch der letz-
te wichtige Gegenstand gefunden wurde. Die bei
alten Sierra-Titeln abgekupferte Steuerung ist
umständlich und nervig. In Anbetracht des momen-
tanen Mangels an aktuellen Konkurrenz-Titeln
können darbende Abenteurer in der Noteinen Blic k
riskieren. Splatter-Fan sollte man aber sc hon sein,
um Hopkins FBI mit einem ungewendeten Magen
zu überstehen.
Q Für
Splatter-
Fans
<sb Bizarre
Story
t, Veraltete
Grafik
s^ Pixel-
genaues
Absuchen
nach
Objekten
Hopkins FBI
Hersteller: Cult
Testversion: Beta vom J un
Betriebssystem: Windows 95
Sprache: Englisch
Multi-Player:
Ca.-Preis: 50 Mark
3D-Karten: -
Hardware, minimum:
Pentium/90, 16 MByte W
Hardware, Empfehlung:
Pentium/133, 16 MByte P
Wertung
>
Grafik:
Einstieg:
Steuerung: 4
Spielspaß: ^J|)
Sound: 5
Komplexität: 4
Multi-Player: -
■■■■im
Strateqiespiel für Einsteiqer und Fortgeschrittene
DSF Fussball Manager 98
Der 1. FC
Köln auf
dem Weg
in die
zweite
Liga.
> 1. Fe Külit O 1 < Hirthc Bsc Birlon
im Mungir sdur fir Stedoun f Zeit* 24 1. Bundesliga
Niaindurf 5
22 Pulstir Suirrossun
22 Reth Uaciuoc
24 Pulstir
24 Pulstir
( ) ( ,K ){ \\ '' L5 1. X )
Die98'er- Version von Sierras Fuß ball- Manager läßt Sie in sechs
verschiedenen Ländern als Trainer tätig werden. Österreich
und die Schweiz sucht man ebenso vergebens wie die Möglichkeit,
als Nationalcoach die WM zu gewinnen. Die Spieler- und Clubda-
ten sind noch auf dem Stand der abgelaufenen Saison 97/98.
Neben dem komplett überarbeiteten Transfermarkt, erweiterten
Spielereigenschaften, Sprachausgabe und lieblos gestalteten
Zeitungsberichten fällt besonders das Hauptmenü ins Auge, wel-
ches bislang alle Versionen unbeschadet überstanden hat.
(Thierry Miguet/hl)
Thierry M iguet
**
<d- Günsti- ^
ger Preis
Sachen gibt's: Da werben die Programmierer voll-
mundig mit »unzähligen Spielerdaten« und ver-
unstalten im selben Zug alle Namen der »sorgfäl-
tig recherchierten« Clubs (»Hirthe Bsc Birlon«)
und Kicker (»Boxinti Lozereza«) bis zur Unkennt-
lichkeit. Mit dem beiliegenden Editor kann man
zwar selbst Hand anlegen; der Aufwand lohntsich
jedoch kaum. Kleine technische Mängel, eine
schlichte Präsentation und vor allem die äußerst
zufälligen Spielergebnisse sorgen leicht für Ver-
druß. Genre-Einsteiger, denen das Berechnen der
Frittenbuden-Preise zu kapitalistisch erscheint,
könnte jedoch der einfache Trainer-Modus zusa-
gen. Wer hingegen schon einen Anstoss bei einem
anderen Fußball-Manager gewagt hat, wird hier
kaum großen Spaß haben.
t Lieblose
Aufma-
chung
** Zufalls-
ergebnisse/
_ 4
Manger 9i
Hersteller: Sierra
Testversion: Verkaufsversion 1,1
Betriebssystem: Windows 95
Sprache: Deutsch
Multi-Player: 1-8 (an einem PC)
Ca.-Preis: 40 Mark
V
3D-Karten: -
Hardware, minimum:
Pentium/ 90, 16 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium/133, 16 MByte RAM
PM1TP
Grafik: 3
Einstieg: 5
Steuerung: 5
Spielspaß:
Hill
Hill
ipielspaß: ^fffi
Sound: 3
Komplexität: 4
Multi-Player: 6
llllllll
130
PC PLAYER 8/98
Actionspiel für Fortgeschrittene
Beast Wars
Mit einem Ihrer sechs unterschiedlich begabten Blechka-
meraden stapfen Sie durch langweilige 3D-Landschaften
und schießen auf Wachtürme, kleine Raumschiffe oder schleimi-
ge Würmer, die aus ihren Bauten hervorgekrochen kommen. Am
einfachsten geht das mit der Tastatur, Shooter-Liebhaber wer-
den sich gleich wie zu Hause fühlen. Sofern radioaktives Ener-
gon in der Nähe ist, müssen Sie alle paar Meter eine Rast einle-
gen und Tiergestalt
annehmen, damit der
eigeneVerstrahlungs-
grad wieder auf Nor-
malnull sinkt.
K Insgesamt gilt es,
zwölf verschiedene
Missionen zu beste-
hen. Vier Land-
schaftstypen sind mit
gegnerischen Vertei-
digungseinrichtun-
gen förmlich zuge-
pflastert und müssen
durchquert werden. Achten Sie auf Power-ups und Lebensener-
giepäckchen, die zwanglos in der Gegend verstreut wurden: Selbst
hochmoderne Vernichtungsmaschinen sind über derartigen Ser-
vice hocherfreut. (uh)
Predator Scorponok beweist diesem Endgegner gera
de, daß er seinen Schlachtruf »Terror« vollkommen
ernst meint. Unten links befinden sich seine Werte
für Lebensenergie und Verstrahlungsgrad.
Udo Hoffmann
***
Fans der TV-Vorlage können frohlocken: Die Pri-
mitivität der Zeichentrickfilme wurde eins zu eins
übernommen. Dazu zählen unter anderem die ver-
wegen grobe Übersichtskarte und die einfallslos
attackierenden Gegner. Ebenfalls traurig, aber
wahr: Die Computergrafik der Serie ist um einiges
besser als die des Spiels. Dennoch will ich Beast
Wars nicht in Bausch und Bogen verdammen. Mit
der Steuerung kommt man gut zurecht, und wer
einfach nur seinen Frust an ein paar Computerpi-
xeln auslassen will, ist vielleicht sogar zufrieden.
Ü Nahe an
der Serie
!t Nahe an
der Serie
k. Außer
Ballern
nicht viel
los
Beast Wars
3D-Karten: Direct 3D, 3Dfx
Hardware, minimum:
Pentium/100, 16 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium/166, 16 MByte RAM, 3D-Karte
Hersteller: Hasbro Interactive
Testversion: Verkaufsversion 1.0
Betriebssystem: Windows 95
Sprache: Deutsch
Multi-Player: 1-4 (Netzwerk)
Ca.-Preis: 80 Mark
' PC HMÜfEB B
Grafik: 5 i Sound: 6
Einstieg: 8 Komplexität: 5
Steuerung: 7 Multi-Player: 5
Spielspaß:
#
iiiiiiiiii
Interaktiver Film für Einsteiqer
Cyberswine
Cyberswine
ist halb
Polizist, halb
Maschine, aber
mit ganzem Her-
zen ein Held,
wenn auch ein
ziemlich versau-
ter. Was kann er
dafür, daß sein
menschliches
Gehirn in einen
Schweinekörper
eingesetzt und
mit Cyber- 1 m-
Ein alter Mann stirbt im Park - Cyberswine und seine schöne
Kollegin Sara Lee kommen zu spät.
plantaten verstärkt wurde? Doch wer ihn näher kennenlernt,
merkt sofort, daß er einen pflichtbewußten und liebenswerten
Burschen vor sich hat. Auch Sara Lee, beschäftigt bei der Staats-
polizei des21. J ahrhunderts, gewöhntsich schnell an ihren neuen
Partner. Der Chef hat die ungebärdige Schönheit dazu verdon-
nert, mit Cyberswine eine Patrouille zu fliegen. Wie gut, daß
sowohl dessen Kampf- als auch sein Emotions-Chip bereits voll
funktionsfähig ist. Denn aus dem geplanten harmlosen Rundflug
entwickelt sich alsbald ein Kampf um nichts Geringeres als die
Existenz der Menschheit. (uh)
r Udo Hoffmann
***
O Drollige^
Geschieh-
Cyberswine ist ein interaktiver Film, der diese
Bezeichnung wirklich verdient hat. Im Verlauf der
Handlung wird man praktisch jede Minute um eine
Entscheidung gebeten. Ihre Möglichkeiten sind im
Prinzip eng begrenzt, mehr als an kritischen Stel-
len zwischen »Ja« und »Nein« zu wählen, istnicht
drin (»Soll ich den unverschämten Dienstroboter
jetzt mit meinem Laser durchlöchern oder lieber
nicht?«). Warnung: Ohne sehr gute Englisch-
kenntnisse ist dieser US-Import kaum spielbar.
v
■ i^^H
c Grafik
schwach
t Schnell
durchge-
spielt
1
Cyberswh
3D-Karten: Direct 3D, 3Dfx
Hardware, minimum:
Pentium/90, 16 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium/133, 32 MByte RAM, 3D-Karte
Hersteller: Brilliant Digital Entertainment
Testversion: Importversion 1.0
Betriebssystem: Windows 95
Sprache: Englisch
Multi-Player: -
Ca.-Preis: 40 Mark
V
Grafik: 4 O Sound: 6 O
Einstieg: 9 O m Komplexität: 5 O
Steuerung: 6 O Multi-Player: —
ipielspaß: ^ffl)
PC PLAYER 8/ 98
135
Simulation für Einsteigen Fortgeschrittene und Profis
'^"c^n'/iaiia^aMT^p^i^n^vaiia
Pro Pilot
Dynamix peilt mit seinem neuen Produkt nichts Gerin-
geres als die Position des Genre-Königs »Microsoft
Flight Simulator« an. Ein gewagtes Unterfangen ohne
die unzähligen Add-ons, auf die Piloten des Flight
Simulator 98 zurückgreifen können.
Die extrem lange Pause von über einem halben J ahr, die seit
der Veröffentlichung von den »Pro Pilot« in den Vereinig-
ten Staaten vergangen ist, hat Dyna-
mix gut genutzt. Die endlich fertige
deutsche Version umfaßt eine CD mehr,
auf der sich das komplette Europa als
Fluggebiet befindet. Im Vergleich zum \
US-I mport haben Sie auß erdem Zugriff
auf ein weiteres Flugzeug, die neue
Version der Cessna 172 Skyhawk mit
der Bezeichnung »R«. Im Hangar ste-
hen weiterhin die »normale« Cessna
172, die Beechcraft V35 Bonanza, die
zweimotorigen Maschinen Beechcraft
58 Baron sowie die King Air B200 des
gleichen Herstellers. Schlußendlich
dürfen Sie noch den Business-Düsen-
flieger Cessna 525 CitationJ et pilotieren.
Auf Wunsch sitzt ein Co-Pilot im Flugzeug, der einige Sachen wie
Funkverkehr übernehmen und außerdem Tips zum Ablauf geben
kann. Falls Sie seine Anweisungen nicht befolgen, wiederholt er
sie allerdings so lange, bis Sie parieren. Am besten stellen Sie
vor dem Start einen Flugplan auf, in welchem Sie festhalten, von
wo nach wo Sie fliegen wollen. Das Positionieren des Fliegers
wird jedoch durch die umständlich zu bedienende Karte
erschwert. Auf dieser sind keine Städte, sondern lediglich Flug-
häfen eingezeichnet, und die nur als Kürzel. Sie können sich zwar
häufig benutzte Fluglinien anzeigen lassen, doch geographische
Lokalitäten wie Flüsse und Berge fehlen hier. Zumindest dürfen
Sienach Flugplätzen
suchen lassen. Mün-
chen steht aber nur
als »Munich« in der
Liste, was beim
Übersetzen hätte
auffallen sollen.
29 große Städte
Amerikas und zehn
innerhalb von Euro-
pa wurden detaillier-
ter als der Rest nach-
gebildet, wobei beim
direkten Vergleich
mit dem Flight Simu-
▲ »Ich wollte schon immer
mal mit einer Beechcraft
Bonanza durch den Are de
Triomphe fliegen!« - In
niedriger Höhe fallen die
Riesenpixel besonders auf.
In München sehen wir das
BMW-Gebäude, das Olym-
piastadion ... aber wo ist
der Olympiaturm geblieben?
lator 98 ins Auge fällt, daß Dynamix weitaus mehr Gebäude ein-
gebaut hat. Darüberhinaus macht das ganze Szenario genau wie
bei der Microsoft-Konkurrenz einen sterilen Eindruck. Auf dem
Münchener Franz-J osef- Strauß-Flughafen beispielsweise haben
wir in einer Stunde nicht einen einzigen Start- oder Landevor-
gang beobachtet. Es funkt uns auch niemand an, der uns bittet,
Das »Geheimflugzeug«: Nachträglich implementierten
die Designer das ganz neue Modell R der Cessna 172
Skyhawk, das Sie durch einen kleinen Eintrag in der
Flight.ini-Datei erhalten.
Martin Schnelle
****
tir Physika-
lisch
korrektes
Flug-
modell
Zwei Mängel halten Pro Pilot davon ab, auf der
gleichen Stufe wie der FS 98 zu landen: Zum einen
gibtes keinen 3 D-Kartensupport, zum anderen ver-
missen wir Abenteuer, in denen Sie Ihre Flugkün-
ste bei kleinen Aufgaben beweisen können. Dazu
kommen noch die fehlenden Fluggebiete, die Sie
von Fremdherstellern für das Microsoft-Produkt in
rauen Mengen erhalten können.
Das Flugmodell von Pro Pilot fällt ziemlich au-
thentisch aus, selbst die Unterschiede zwischen
den beiden Skyhawk-Modellen sind schön ausge-
arbeitet; gleiches giltfür die Geräuschkulisse. Die
Grafik allerdings ruckelt selbst auf einem 300-
MHz-Pentium-ll und sieht wenig beeindruckend
W^M V-. 1 1 ! • B
aus. Für die angepeilte Zielgruppe v<
die für einen Flugschein trainierer
Spaß am reinen Fliegen haben, istc
aber in jedem Fall einen zweiten Bl
mit mit einem eingeschränkten S:
kann, sollte hingegen zum lebhafte
scheren Flight Unlimited 2 greifen.
V
)n PC-Piloten,
wollen oder
las Programm
ick wert. Wer
:enario leben
ren und hüb-
weilige,
ruckelnde
Grafik
t Sterile
Umgebung
4
136
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3 ^ «1 1- '|
,'^'j;
^^^
■ ■ ■
■ « ■
JBBflj
;?"
Das Wahr-
zeichen
der Stadt
der Liebe,
der Eiffel-
turm, darf
natürlich
nicht
fehlen.
aus diesem Luftraum zu verschwinden - wir vermissen hier
sehr die Dynamik von »Flight Unlimited 2«. Ansonsten funk-
tioniert die ATC (Air Traffic Control) recht gut, deren Funk-
sprücheSieoptional auch in Deutsch hören können. Ein Mehrspie-
ler-Modus fehlt in dieser Version, er soll jedoch laut Hersteller-
angaben als Patch nachgeliefert werden.
Direct3D-Support oder eine sonstwie geartete Beschleuniger-
kartenunterstützung wird es allerdings für dieses Produkt nicht
geben. Das ist um so unverständlicher, als ein gleicher Patch für
»Red Baron 2« herauskommen wird, das ja die gleiche Grafik-
Engine benutzt. So müssen Sie mit pixeliger und langsamer Dar-
stellung leben. (mash)
Notre Dame aus nächster Nähe: Gott sei dank kann man durch Gebäude
immerhindurchfliegen.
ij wijini
Hersteller: Dynamix
Testversion: Beta vom J un
Betriebssystem: Windows 95
Sprache: Deutsch
Multi-Player:
Ca.-Preis: 90 Mark
3D-Karten: -
Hardware, minimum:
Pentium/90, 16 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium 11/300, 64 MByte RAM
;rrj*rER b
Grafik: 4
Einstieg: 4 i
Steuerung: 7
ipielspaß: ^M
Sound: 8
Komplexität: 8
Multi-Player: —
iiiiiiiiiim
Actionspiel für Einsteiqer und Fortgeschrittene
House of the Dead
Zombie
Nr. 1
(links)
hat für
heute
genug,
aber Zom-
bie Nr. 2
verlangt
noch
einen
Nach-
schlag.
Der erschreckend unkonventionelle Genetik-Experte Dr. Curi-
en wird der Regierung allmählich lästig. Sein früher bild-
hübsches Forschungslabor ist längst ein Ort des Grauens, ehe-
malige Mitarbeiter hat er in Zombies verwandelt, und Schön-
heitsreparaturen am Gebäude werden auch nicht ausgeführt.
Sie als Top-Agent erhalten deshalb einen klaren Auftrag: Misten
Sie diesen Dreckstall aus - mit Ihrer Pistole. Dazu bewegt man
ein Fadenkreuz per Maus oder Tastatur über den Bildschirm, auf
Kommando feuert Ihre Waffe bis zu zwölf Schüsse hintereinan-
der auf die ungehobelten Gestalten. Ansonsten müssen Sie sich
um wenig kümmern: Ganz von selbst bewegt sich Ihr Alter Ego
durch vier verschiedene Level, nur an einigen wenigen Schlüs-
selstellen können Sie Einfluß auf die Route nehmen. (uh)
Udo Hoffmann
**
Heilige Spielhalle! In Anbetracht der erstklassi-
gen Konkurrenz an 3D-Shootern ein derartsimples
Ballerprogramm auf den Markt zu werfen, ist eine
mutige Tat. Nur angehende Metzgergesellen dürf-
ten zufrieden dreinschauen: Ströme von Zom-
bieblut fließen über den Monitor und bereiten sie
aufs Berufsleben vor.
Aber was sieht der Rest der Menschheit? Ledig-
lich vier Level; keinerlei Power-ups oder Waf-
fenauswahl; unterdurchschnittliche Grafik; primi-
tives Spieldesign.
tb Halb-
wegs gru-
selige At-
mosphäre
t Das
Spiel-
design ist
noch
gruseliger
House of the De«
Hersteller: Sega
Testversion: Beta vom Juni '98
Betriebssystem: Windows 95
Sprache: Englisch (Deutsch geplant)
Multi-Player: 1-2 (an einem PC)
Ca.-Preis: 90 Mark
V
3D-Karten: Direct 3D
Hardware, minimum:
Pentium/133, 16 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium/166, 16 MByte RAM, 3D-Karte
srr-Arrfc
Grafik: 4 O
Einstleg: 8 O
Steuerung: 6 O
Spielspaß:
iiiiiiii
HIHI
ipielspaß: gcffr
Sound: 5 O
Komplexität: 3 O
■Player: 6 O
mim
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SF-Simulation für Einsteiqer und Fortgeschrittene
Conflict FreeSpace
Pi'i] igil The Great War
Heiße Weltraumgefechte, eine mysteriöse Alien-
Rasse, riesige Kreuzer - Parallax hat alles aufgebo-
ten, um Origins »Wing Commander« vom Thron zu
stoßen. Ob das den »Descent«- Machern auch gelingt,
erfahren Sie auf den nächsten Seiten.
Das Weltall in Verbindung mit einer zünftigen Science-Fic-
tion-Story ist doch immer wieder für ein neues Computer-
spiel gut. Das dachten sich auch die Entwickler bei Parallax, als
sie ihr jüngstes Spiel aus dem Descent-Universum nun im frei-
en Raum ansiedelten. I n den beiden ersten Descent-Titeln muß-
ten Sie ja noch in 3D-Shooter-Manier verschollene Arbeiter aus
Minenkerkern befreien, wo sie von bösartigen Robotern festge-
halten wurden - nun geht es in den freien Raum.
Feuerfrei! Mit sei-
ner verheerenden
Waffengewalt ist
der Hercules der
stärkste Jäger im
irdischen Schiffe-
Arsenal. (3 Dfx)
Die vasudanischen
Standard-J äger
ähneln ein wenig
denen der »Chi gs«
aus der Fernsehserie
Space 2063.
(Software)
Auf Wunsch können Sie die Farbe Ihres HUDs ändern. Hier befinden wir
uns im verzweifelten Abwehrkampf gegen einige Shivans, die ihren Kreu-
zer (links oben) nicht in menschliche Hände fallen lassen wollen. (3Dfx)
Der unbekannte Dritte
I n nicht allzuferner Zukunft hat der Mensch es immer noch nicht
gelernt, friedlich mit seinen Nachbarn auszukommen. Ob der liebe
Nachbarhund nun am schönen Lattenzaun uriniert oderdieaußer-
irdischen Vasudaner die eigenen Flotten dezimieren - sofort holt
der erzürnte Erdenbürger den Stock beziehungsweise die Laser-
kanone hervor. Als Konsequenz tobt schon seit 14 Jahren ein
interstellarer Krieg zwischen Terranern und Vasudanern. Nach
einigen Aufträgen, in denen Sie Patrouille fliegen oder ein paar
Verräter jagen, tauchen jedoch andere Aliens auf. Die eröffnen
sogleich mit ihren überlegenen Waffen das Feuer, während diese
Apollo
Ulysses
Valkyrie
Hercules
Der »Apollo« -Jäger ist in jeder
Hinsicht mittelprächtig. Die
ersten Missionen werden Sie mit
dieser Kiste fliegen, die nicht
sonderlich gut bewaffnet, gepan-
zert, schnell oder manövrierfähig
ist.
Die »Ulysses« -Klasse entstand in
Zusammenarbeit von Terranern
und Vasudanern. Sie trägt zwar
nicht allzu viele Waffen, ist dafür
aber sehr schnell und beweglich.
Dieses Schiff taucht erst später
im Spiel auf.
»Valkyries« sind optimale Ab-
fangjäger und zum Einsatz gegen
Bomber geeignet. Sie sind die
schnellsten Flieger diesseits der
Milchstraße, aber nur schlecht
gepanzert und mit wenigen Ge-
schützen und Raketen versehen.
Das schwerste Angriffsschiff ist
die »Hercules« -Klasse. Lang-
sam und behäbig trägt sie fast
so viele Waffen wie ein Bomber
und ist auch großzügig mit Ener-
giewaffen und Panzerung
bestückt.
138
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Kampf der Giganten: Unser Mutterschiff Galatea wird von
einem Shivan-Zerstörer angegriffen. (3Dfx)
Burschen selbst dank undurchdringlicher Schilde und nicht anpeil-
barer Elektronik ohne eine Schramme aus der Schlacht von dan-
nen ziehen. Daher schließen sich Vasudanerund Menschen zusam-
men, um gemeinsam zu kämpfen.
Angriff ist die beste Verteidigung
Als Pilot eines von acht verschiedenen J ägern oder Bombern tun
Sie Ihr Bestes, um die Bedrohung durch die Shivans - so nen-
nen die Erdlinge das neu aufgetauchte Volk - abzuwenden. Ein
ganzes Arsenal von Energiewaffen und Raketen wartet auf den
Einsatz. So zum Beispiel Kanonen, die ausschließlich die Com-
puter der Schiffe lahmlegen und sie so außer Gefecht setzen.
Dazu kommt eine Reihe von Projektilen, die größtenteils ihr Ziel
selbst verfolgen, darunter Schwärmergeschosse, die den Gegner
immer zu viert jagen. I m Verlauf des Spiels erhalten Sie Schutz-
schirme, deren Stärke Sie mit den Cursortasten auf die jeweilige
Seite festlegen können. Vor jedem Auftrag dürfen Sie Ihren
Raumer aus den angebotenen Kähnen sowie dessen Bewaffnung
wählen. Bei großen Pötten zeigt die Zielerfassung wichtige Punk-
te wie Maschinen oder Geschütztürme einzeln an.
Den Einsatz starten Sie mit einer allgemeinen Beschreibung der
Lage, gefolgt von einem detaillierten Briefing - alles als Text.
Dieser erklärt genau, was die Ziele sind. Dann finden Sie sich für
gewöhnlich direkt im All wieder, wo mit der Zielerfassung Fein-
de sofort erfaßt werden können. Eine Vorhaltanzeige hilft beim
Abfeuern der Strahlenwaffen. Ein kleines Fenster links vom farb-
lich konfigurierbaren Head-Up-Display (HUD) zeigt an, was für
Aufgaben anstehen und welche schon erfüllt sind.
Die gerenderten Zwischensequenzen sind, vom Intro abgesehen, von
nur durchschnittlicher Qualität.
Die knapp 30 Missionen gestalten sich dabei erfreulich abwechs-
lungsreich. Neben den üblichen Patrouillenflügen und Eskortie-
rungen muß beispielsweise der Weg durch ein Asteroidenfeld für
Ihr über zwei Kilometer langes Mutterschiff freigemacht werden.
Roland Austinat
*****
St Famosesl
Fluggefühl
tb Rasante
Raum-
gefechte
c Kantige
Render-
Kamera-
den
t Wing-
men flie-
gen wie
besoffen
Wenn ich immer mal wieder den Satz »Ein Muß
fürjeden Wing-Commander-Fan« oderdessen Stei-
gerung »Besser als Wing Commander« (am besten
mitfünf Ausrufezeichen dahinter) lese, walltSkep-
sis in mir auf. Konnten mich zuletzt doch weder
das menüverwirrte, drögeXenocracy noch X-COM:
Interceptors Billig-Trash-Ambiente ins Cockpit
locken. Doch man soll die Hoffnung nie aufgeben:
Mit Conflict Freespace ist Interplay ein Klasse-
Titel gelungen. Die Weltraum-Action spieltsich so
gut, wie sie aussieht. Besonders der Kampf im
Hyperraum gegen Ende ist eine Schau.
Kein Licht ohne Schatten: Der Verzicht auf echte
Schauspieler führt dazu, daß mir der Verlust eines
Flügelmanns weit weniger als bei Wing Comman-
der an die Nieren geht. Dazu fliegen Ihre Wingmen
teilweise so hölzern, wie die Render-Kameraden in
der Basis agieren: Der All-ADAC freut sich ob der
daraus resultierenden Zusammenstöße mit Ihrem
Schiff. Doch das liegtauch zum Teil an der Kampf-
Philosophie: Anders als beim bekannten Vorbild
gibt es weniger Punkt-Gefechte, sondern »realisti-
schere«, sektorumspannende Scharmützel. Trotz-
dem: Alle Wing-Commander-Fans ... doch lassen
wir das: Spielen Sie Conflict Freespace einfach.
Athena
Medusa
Von ihrer Geschwindigkeit und
Manövrierfähigkeit her könnte
die »Athena« fast als Jäger
durchgehen. Dafür trägt sie rela-
tiv wenig Raketen und sonstige
Waffen, der Defensivschutz ist
auch kaum der Rede wert.
Der Standard- Bomber der Erd-
streitkräfte ist die »Medusa«,
die, bei akzeptabler Schnellig-
keit, für ihre Zuladung halbwegs
beweglich ist und der Besatzung
eine Weile Schutz vor Angriffen
bietet.
Mit über 40 Metern Länge stellt
die »Ursa« -Klasse den schwer-
sten Bomber dar. Kein anderes
Schiff ist mit so vielen Raketen
bestückt und derart schwer
gepanzert - auf Kosten der
Geschwindigkeit.
Gerüchten zufolge müssen Sie
eine Mission mit einem von den
Shivans erbeuteten »Dragon«-
Jäger fliegen. Über die Eigen-
schaften dieses Schiffes der
außerirdischen Bösewichter ist
nichts bekannt.
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139
Nur kurze Zeit
später zerbrö-
seln wir ihn in
seine Einzel-
teile. (3Dfx)
B
«•
§ 111=
Dann beschützen Sie es gegen feindliche Bomber, bis plötzlich
ein Schlachtkreuzer der Shivans auftaucht und sich einmischt.
Da schwirren dann Dutzende von J ägern um die beiden dicken
Brocken herum. Generell verläuft die Missionsstruktur linear.
Schneidet Ihre Staffel jedoch schlecht ab, kann es sein, daß die
Eingangsvoraussetzungen beim nächsten Auftrag schlechter wer-
den. So ist dann zum Beispiel der zu beschützende Frachter von
vornherein stärker beschädigt.
r Martin Schnelle
*****
<dr Umwer-^
fende
Grafik
«Ein-
faches,
aber gutes
Spiel-
gefühl
tb Span-
nende
Massen-
schlachen
t, Story
wird karg
präsentiert.
Hut ab vor den Entwicklern bei Parallax, die m
ihrem Weltraum-Erstling gleich Gold einheimse
können. Die Grafik sieht mit ihren Transparen;
und Blendeffekten selbst ohne Beschleunigerka
te sehr beeindruckend aus - tatsächlich hatte ic
zunächstgeglaubt, schon die 3 D- Kartenversion vi
mir zu haben. Die Kontrollen sind kinderleicht \
erlernen, selbst das Verteilen der Energie ge
schnell von der Hand. Und wirklich grandios sir
die Schlachten, in denen zwei fette Pötte sar
ihrer zwanzig Jäger und Bomber gegeneinandi
kämpfen.
Schade nur, daß die gerenderten Zwischens<
quenzen nicht allzulang sind und auch wenig he
machen. Die eigentliche Geschichte wird ni
durch trockene Textbriefings fortgeführt. Abi
ansonsten erhalten Sie für Ihr Geld ein hocl
karätiges Spiel.
Dank des schöneren Story- Modus und der etwas besseren Grafik hat der
Wing Commander in sei nerfünften Inkarnation immer noch die Nase vorn.
Conflict FreeSpace zeigt solides Gameplay mit überdurchschnittlicher
Optik und Multi player- Funktion. Starfleet Academy ist ein etwas träge-
rer Enterprise- Simulator. Das fast zwei J ahre alte und daher abgewerte-
te Privateer 2 besticht durch seine Nicht-Linearität. Die Besonderheit von
X-COM: Interceptor ist seine strategische Komponente.
Ihre Flügelleute nehmen auch Befehle von Ihnen entgegen, die
Sie über ein leicht zu bedienendes Interface geben. Es passiert
allerdings zuweilen, daß Wingmen in der Hitze des Gefechts nicht
nur Aliens, sondern auch Sie treffen, wenn Ihr Jäger
gerade am Heck eines Shivans
klebt. Darüber hinaus fällt
ihnen bisweilen das Aus- -
weichen schwer, weswegen y%^_
sie dann in Ihr Schiff krachen.
3?*V
Aus Forschung und Technik
Schon im Software-Modus sehen die Raumgefechte sehr hübsch
aus, mit einer 3D-Beschleunigerkarte machen die Explosionen
noch viel mehr Eindruck. Die Kreuzer sind teils wirklich riesig -
warten Sie nur, bis die Lucifer, das Flaggschiff der Shivans, ins
Blickfeld gerät! Auch die eigenen Pötte, etwa die Omega-Klasse,
sind gigantisch, außerdem bekommen Siedie Raumstation »Arca-
dia« zu sehen. Die alle paar Aufträge auftauchenden Zwi-
schensequenzen führen die in drei Abschnitte aufgeteilte Hin-
tergrundgeschichte fort und sind von unterschiedlicher Qualität.
Die Missions-Briefings werden Ihnen perSprachausgabeund Bild-
schirmtext vorgetragen. Fünf Schwierigkeitsgrade sorgen dafür,
daß die meisten PC-Piloten gefordert werden. Außer der Kam-
pagne können Sie auch alle bereits erfüllten Einsätze nachflie-
gen oder sich in Einzelaufträgen üben. (mash)
(
Hersteller: Parallax/ 1 nterplay
Testversion: Beta vom Mai '98
Betriebssystem: Windows 95
Sprache: Englisch
Multi-Player: 1-12 (Netzwerk)
Ca.-Preis: 100 Mark
3D-Karten: Direct 3D, 3Dfx
Hardware, minimum:
Pentium/133, 32 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium/233, 64 MByte RAM,
3D-Karte
Grafik: 9
Einstieg: 9
Steuerung: 9
feraing
Sound: 8
Komplexität: 6
Multi-Player: 8
lllllllllllllllll
140
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Conflict FreeSpace
I Hfl \/ P m I P I C* n Ein neuer Konkurrent taucht am von Origin dominierten SF
um v c i y i c i ^ ii Actionhimmel aufi Welche Fi macht ^ FreeS nebei
Figur macht Conflict FreeSpace neben
Wing Commander Prophecy und X-COM: Interceptor?
Wing Commander Prophecy (Spielspaß: 85) Conflict FreeSpace (Spielspaß: 83) X-COM : Interceptor (Spielspaß: 75)
WCP: Immer noch der Klassenprimus dank
der schöneren Rauch-Transparenzen im
Weltall und der Explosionsringe, wenn Sie
außerirdische Schiffe zerbröseln.
Conflict FreeSpace: Farbige Nebel im Vaku-
um und hübsche Explosionen heben die
Grafik wohltuend vom Durchschnitt ab und
katapultieren es in die Oberklasse.
X-COM Interceptor: Die zweckmäßige Optik
weist realistisch wirkende Beleuchtungs-
effekte auf. Bahnbrechend ist sie jedoch
nicht. Witzige Menüs mit B-Movie- Styling.
I l l !
EEOB^^^^V
i-- HggjgJTgmfcit
amm^^T^P
mHW^Jm
e»2öT5
^Lw
^^T^^L^\j
♦1^"
WCP: Zwölf Kähne dürfen Sie insgesamt
fliegen, die Ihnen jedoch zugeteilt werden.
Dafür steht vom J äger bis zum Bomber
alles auf dem Dienstplan der TCS Midway.
Conflict FreeSpace: Acht Flieger warten in
den Interplay- Hangars auf Sie. In beschränk-
tem Maße können Sie auch eigene Schiffe
wählen und bewaffnen, je nach Mission.
X-COM: Interceptor: Wie der Name schon
sagt, fliegen Sie hier ausschließlich
Abfangjäger. J e nach Finanzlage suchen
Sie sich einen von drei aus.
WCP: Seit Jahren genießt Origin wegen der
Zwischensequenzen einen hervorragenden
Ruf. Gegenüber The Darkening sind die Pro-
phecy- Videos aber ein leichter Rückschritt.
Conflict FreeSpace: Die geänderten Fil-
mchen tauchen nur sporadisch auf. Vom
hervorragenden Intro abgesehen hinterlas-
sen sie einen durchschnittlichen Eindruck.
X-COM Interceptor: Hier bekommen Sie nur
alle Jubeljahre mal eine Schlüsselsequenz
von wenigen Sekundenzu sehen, was auch
am nicht-linearen Design des Spiels liegt.
£l
WCP: Der geradlinige Einsatzaufbau zeigt
wenig Vielfalt, auf Dauer sind die Aufträge
absehbar. Spaß macht die Hatz im Weltall
jedoch immer noch eine ganze Menge.
Conflict FreeSpace: Die Missionsfolge ist
linear, dafür müssen haufenweise unter-
schiedliche Einsätze geflogen werden. Für
Abwechslung wird also bestens gesorgt.
X-COM Interceptor: Außer den reinen
Kampfsequenzen im All müssen eine Reihe
strategischer Entscheidungen wie der Bau
neuer Raumstationen geregelt werden.
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Action-Adventure für Einsteiqer und Fortgeschrittene
Heart of Darkness
Sieben Jahre in Paris: So lange dauerte die
Entwicklung von » Heart of Darkness« , dem
ambitionierten Erstlingswerk der französi-
schen Amazing Studios. Kann das Low-Tech-
Spiel in Zeiten von Pentium 1 1 und 3 Dfx noch
bestehen?
Der kleine Andy könnte ein Zwillingsbruder von
Kid Paddle sein - auch er träumt in der Schu-
le lieber von fremden Welten und bringt damit sei-
nen Lehrer zur Weißglut. Im heimischen Baumhaus
hat Andy es sich zünftig eingerichtet, mit allem, was
der Teen von heute so
braucht: Computer, Plas-
makanoneund Mini-Raum-
schiff. Die letzten beiden
Dinge werden ihm bald
gute Dienste leisten, denn
im Intro-Film von »Heart of
Darkness« geschieht ein
schändliches Verbrechen:
Andys geliebter Knuddel-
köter Whisky wird während
einer Sonnenfinsternisvon
einem gierigen Dimen-
sionsstrudel aufgesogen.
Das läßt kein artiger Hun-
debesitzer mit sich machen - Andy schwingt sich in sein Flug
gefährt und dringt damit ins Herz der Dunkelheit vor.
Satte sieben J ahre ihres Lebens widmete das Team der franzö
sischen Amazing Studios ihrem Erstlingswerk. Zu den Grün
Diese drei J ungs wollen Sie mit losgeschla-
genen Steinen in den Abgrund reißen.
Ausbrechen leicht gemacht: Andy klettert an der selbstgezüchteten Pflanze
hoch, rollt den Felsbrocken gegen die Gefängnistür und setzt dabei den pin-
ken Glibberling fest. Whisky paßt glückerweise noch durch eine Lücke und
tollt davon.
▲ Freeclimbing in der Lava- Welt: Andy muß oben-
drein den Säureattacken der schwarzen Spinnen aus-
weichen.
dungsmitgliedern gehören Frederic Savoir
und Eric Chahi, bekannt durch ihre Action-
Adventures »Flashback« beziehungsweise
»Another World«. Die Entstehungsgeschichte
von Heart of Darkness (kurz: HoD) ist verschlungener als
manche TV- Vorabendserie; in einem separaten Kasten auf der
gegenüberliegenden Seite hilft Frederic Savoirs Mini-Tagebuch
dabei, den Durchblick zu behalten.
Ein J unge und sein Hund
Andy läßt seine Entstehungsgeschichte verhältnismäßig kalt -
hat er doch genug damit zu tun, seinen Hund aufzustöbern.
Klar, daß Sie ihm durch acht Level plus einen kurzen Endab-
schnitt helfen, denn schließlich wollen Sie ja auch sehen, was
unterwegs alles passiert und wie die Story weitergeht. Diese
wird in äußerst knuddelig gemachten Zeichentrickszenen prä-
sentiert, die in ihrer Qualität ohne weiteres mit professionel-
len Computergrafik-Filmen mithalten. Die Stimmen passen aus-
gezeichnet zu den Charakteren, auch wenn Andys häufige
Schreierei in gefährlichen Situationen einem schnell auf den
Geist gehen kann. Für die erstklassige Musik der Zwischense-
quenzen wurde Bruce Broughton (komponierte unter anderem
die Soundtracks zu »Presidio« und »Liebling, ich habe die Kin-
der geschrumpft!«) samt dem Londoner Symphonieorchester
ins Studio gekarrt. Dafür hören Sie während des Spiels nur
Umgebungsgeräusche. Und noch ein Wermutstropfen: Die Spiel-
grafiken und Animationssequenzen präsentieren sich lediglich
in 512 mal 384 Punkten bei 256 verschiedenen Farben - nicht
mehr ganz zeitgemäß.
142
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▲ Die Grotten-
Würmer müssen
unschädlich
gemacht werden,
bevor unser Held
sich an den Ketten
herabhangeln.
Lauf, Andy!
Dem Fürsten der
Dunkelheit paßt
es gar nicht,
daß sich gleich
zwei Außen-
weltler in sein Reich verirrt haben, und so schickt er seinen glib-
berig-pinkfarbenen Gehilfen los, um Andy zu fangen. Als der
treue Untergebene statt dessen mit Hund Whisky zurückkehrt,
ist der dunkle Geselle außer sich und machtseinem Dienermäch-
tig Feuer unter dem Hintern. Sie lenken Andy währenddessen
durch abwechslungsreiche Landstriche: ImCanyon des Todes ver-
liert unser Held nach ein paar deftigen Gefechten mit dunklen
Schattengestalten seine Plasmakanone und muß zunächst wehr-
Uberraschung! Eben noch vom Monster verschluckt,
schießt sich Andy den Weg frei und nimmt sich
anschließend das Gesindel rechts im Bild vor.
Roland Austinat
****
ti Putzige ^
Zwischen-
sequenzen
tbGute
Sound-
und
Musik-
kulisse
t Grobe
Grafik
t Wenig
komplex J
Eigentlich müßte Heartof Darkness zwei Wertun-
gen bekommen: eine für die Zeichentrickszenen
und eine für das eigentliche Spiel. Sind erstere
noch echt schnuffig, hakt das Spiel an einigen
Stellen. Da wären die Materialsc hlachten im ersten
und achten Level, in denen die Gegnergleich legio-
nenweise weggebraten werden müssen - hier
wären ein paar denklastige Puzzles mehr nicht
schlecht gewesen.
Auch wenn dann mehr »Wie mach ich mirden Weg
frei?« -Rätsel kommen - Heart of Darkness ist mir
im Vergleich mit dem direkten Konkurrenten Abe's
Oddysee etwas zu linear. Abe bietet neben SVGA-
Grafikdiegeniale»Gamespeak«,mitdereine Prise
Taktik in den Spielablauf kommt. Das alles ver-
misse ich schmerzlich bei Heartof Darkness, das
sich zu sehr auf altbewährte Kost verläßt.
Verstehen wir uns nicht falsch: Heart of Darkness
ist ein tolles Programm, doch es ist zu schnell
durchgespielt und sieht nicht mehr besonders gut
aus. Warum die Programmierer nichtdie Grafik der
optisch deutlich besseren PlayStation-Version für
den PC verwendet haben, bleibt mir ein Rätsel.
los weiter. I n den folgenden Sumpfgebieten schwingt er sich mit
ein paar Lianen von Ast zu Ast und macht eine große Entdeckung:
Auch ein friedliches Völkchen wohnt in der fremden Dimension.
Amigo, in der deutschen Fassung »Kumpel« genannt, will Andy
mit in sein Dorf nehmen, nachdem dieser ihm sein Leben geret-
tet hat. Auf dem Flug dorthin geht natürlich etwas schief, und
so landet Andy im dritten Level, dem magischen See. Hier ent-
deckt er einen seltsam glimmenden Stein, der ihm die Fähigkeit
verleiht, Blitze zu schleudern und mit einem magischen Feuer-
ball Dinge zum Einsturz oder zum Wachsen zu bringen. Im
späteren Spielverlauf besucht Andy Amigos Heimatdorf, weicht
brodelnden Lavamassen und umhersausenden Felsblöcken
aus, bevor er sich in den letzten beiden Leveln in die Höhle des
Löwen wagt.
Die Historie von Heart of Darkness
... erzählt von Frederic Savoir:
1992-1993: Wir beginnen mit dem Design,
erstellen Prototypen und verbringen viel Zeit
damit, Tools zu programmieren.
Frühjahr 1994: Erste Präsentation hinter ver-
schlossenen Türen auf der Frühjahrs-ECTS.
Begeisterte Reaktionen.
Sommer 1994: Auf der E3 begutachten sich
Steven Spiel berg, Jeffrey Katzenberg und Dis-
ney-Chef Michael Eisner Andys Abenteuer,
loben Design und Kameraführung und deuten
vorsichtig einen Kinofilm an.
Frühjahr 1995: Jetzt können sich alle ECTS-
Besucher am ersten Level versuchen.
Juni 1995: Wir gewinnen einen Gold Award
beim »London Effects & Animation Festival« für
die »Beste Animation in einem Videospiel«.
Sommer 1995: Auf der E3 und der Game Show
in Tokio präsentieren wir jetzt auch die Sega-
Saturn-Version.
September 1995: Einige Deadlines von Publi-
Frederic Savoir (hinten rechts im Bild) ist einer
der fünf Designer von den Amazing Studios.
sher Virgin platzen, langsam wächst der Druck:
Wir beschließen, die Monster-Engine zu ver-
bessern und keine Zeit mehr damit zu vertun,
das Spiel vorzuführen.
1996: Virgin durchläuft einschneidende Ver-
änderungen im Management- und Finanz-
Bereich.
Herbst 1997: Wir wechseln von Virgin zu Info-
grames, führen Untersuchungen mit Testspie-
lern durch und verbessern die Spielbarkeit, um
ein größeres Publikum anzusprechen. Die PC-
Version ist fertig, wir zeigen sie auf der ECTS.
Frühjahr 1998: Wir arbeiten an einer PlaySta-
tion-Version, die PC-Fassung liegt unterdessen
auf Eis.
Juni 1998: Beide Varianten sind fertig, werden
auf Bugs getestet und ausgeliefert.
y
PC PLAYER 8/ 98
143
Genugtuung pur: In dieser
Zwischensequenz bekommt
Andy endlich den Gehilfen
des Erzbösewichts vor die
Flinte.
Finstere Gegenspieler
wie zum Beispiel ekeli-
ge Grottenwürmer,
krabbelnde und flie-
gende Schattenwesen sowie gepanzerte Ungetüme versperren
I hnen häufig den Weg. Nicht immer ist es dann ratsam, sofort wie
wild um sich zu schießen: Eine rasche Flucht erweist sich oft als
genauso wirkungsvoll. Die Feuerbälle helfen I hnen nicht nur gegen
die Gehilfen des Bösen. Oft ist Andys Weg erst nach kleinen Kno-
beleien frei. So hangeln Sie sich am magischen See an Ranken-
pflanzen über Piranha-verseuchte Gewässer. Die Stauden wachsen
durch einen gezielten Schuß mit einem magischen Feuerball in
die Höhe. Manchmal müssen erst bestimmte Schalter gefunden
und gedrückt werden, die zum Beispiel ein paar Kletterhilfen aus
einer steilen Wand fahren lassen.
Rettung mit Hindernissen
Egal, ob sich Andy duckt, rennt, klettert, springt oder schießt:
Am komfortabelsten steuern Sie ihn mit einem Gamepad, daß
r Heinrich Lenhardt
***
<dr Propere
Präsenta-
tion
tb Schön
animierte
Spiel-
grafik ...
Darauf habe ich also all die Jahre gewartet: E
kleiner Junge tappst von Bild zu Bild, wo er m
seinem Brutzel-Laser ein paar Hundertschafte
Schattenmonster erwischen muß. Da die Witzbo
de gerne aus drei Richtungen gleichzeitig angre
fen, ist schnell das einzige Leben hops. Die Auti
save-Funktion befördert mich oft ein paar Bili
schirme weit zurück; eigenhändig an beliebige
Stellen speichern darf ich nicht.
Die ersten Minuten mit Heart of Darkness lasse
schnell erahnen, warum der Begriff »französisch«
Spieldesign« jahrelang als schwerwiegenc
Beleidigung interpretiert wurde. Doch zum Glüc
bleibt es nicht bei der Mischung aus unfairen Ste
len und stupiden Leveln. Der Geschicklichkeit
Reigen kennt viel Abwechslung und bietet sog;
ein paar Mini-Puzzles, die allerding«
lieh wie zahm sind.
Heart of Darkness hat einen gewisse
ihm aus der spielerischen Klemme
schönen Zwischensequenzen gefall
fallsreiche Dramaturgie und den b
Soundtrack. Recht so: Wenn man si
ten Level zum x-ten Mal in einer
beschriebenen Massenvernichtungs
weilt, ist jede Motivationsstütze nöl
»ebenso spä
n Charme, di
hilft. Die sei
en durch eii
ombastische
ch im vorlet
der anfanc
-Szenen lani
tig.
Auflösung
und Farb-
tiefe sind
veraltet
^ Teilwei-
se frusti-
ges Spiel-
design
Selbst der schon etwas ältere Twinsen aus LBA 2 bringt mehr Spielwitz
auf die Beine als Andy und sein Hund. Der putzige Gex erfreut alle SD-
vernarrten Springinsfelde mit Kino- und TV-Gags. Genre- Primus Abe's
Oddysee bleibt trotz 2D-Grafik mit cleveren Rätseln auf Platz eins, dage-
gen kommt Heart of Darkness nicht an. Abgeschlagen am Schluß: das Gur-
kenspiel um den Geisterjäger John Sinclair.
wie Microsofts Sidewinder-Variante über zwei Frontknöpfe ver-
fügt. Auf diese legen Sie dann die »Rennen«- und »Schießen«-
Aktionen, die restlichen Bewegungen decken Steuerkreuz und
die anderen Drücker ab.
Immer, wenn Sie nach Meinung des Programms eine besonders
knifflige Stelle gemeistert haben, wird der Spielstand automatisch
gespeichert. Trotz des in drei Stufen einstellbaren Schwierigkeits-
grades sorgt das gelegentlich für Frust, wenn gefahrvolle Szenen
nach einem Scheitern neu angegangen werden müssen. (ra)
Brutzel: Bei den Plasma- Bratereien gegen den Herrn der Finsternis
brauchen Sie auch ein Quentchen Glück.
Heart of Darknes:
Hersteller:
Testversion:
Betriebssystem:
Sprache:
Multi-Player:
Ca.-Preis:
Amazing Studios/ Infogranes
Verkaufsversion 1.0
Windows 95
Englisch (Deutsch geplant)
3D-Karten: -
Hardware, minimum:
486DX2/66, 16 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium/133, 32 MByte RAIV
r
Grafik: 6 Sound: 8
Einstieg: 8 Komplexität: 5
Steuerung: 6 Multi-Player: -
llllllllllllll
144
PC PLAYER 8/98
Actionspiel für Einsteiqer
Pax Corpus
Alice Schwarzer wäre zufrieden: Auf dem Planeten Oz-Nama
regieren die Frauen, und alle Männer werden als Sklaven
gehalten. Nur Kahlee, einer eigenwilligen Söldnerin, gefällt diese
Situation nicht; mit Hilfe der neuen Waffe Pax Corpus will sie das
Matriarchat stürzen. Durch über 30 Level tappernd, kann sie den
allgegenwärtigen Sicherheitsbeamtinnen Kinnhaken geben,
Fußtritte in die Weichteile versetzen oder mit verschiedenen Waf-
fen um sich schießen. Gelegentlich verstaut sie Sicherheits-
schlüssel oder ähnlichen Krempel in ihrem Inventary. Die 3D-
Engine erinnert ganz entfernt an »Tomb Raider«, obwohl ein der-
artiger Vergleich von Lara Croft im Grunde nur als Beleidigung
aufgefaßt werden kann. (uh)
Auf der
Suche nach
dem Spiel-
spaß:
Weder die
apathische
Passantin
noch der
diffuse
Springbrun-
nen können
Kiyana
einen Hin-
weis geben.
5
i .. .
iq3I
Udo Hoffmann
Kahlees Arbeitskleidung besteht aus einem
äußerst knappen Latex-Fummel. Aber verleiht ihr
das wirkliches Sex-Appeal?
Mitnichten! Ihre abgehackten Bewegungen lassen
mich viel eher an die Augsburger Puppenkiste den-
ken. Und die Grob-Klotz-Grafik der Spielumgebung
wurde offenbar von versklavten Programmierern
entworfen. Vom Spieldesign erst gar nicht zu
reden: Schieß alles ab, was sich bewegt, öffne ab
und zu Türen mit Code-Karten (Achtung: Rätsel!).
Es hat schon viele Versuche gegeben, die Anzie-
hungskraft von Frau Croft zu imitieren, Pax Corpus
ist aber mit Sicherheit der plumpste.
tb Musik
ganz
erträglich
w Wird
zum Ver-
kauf ange-
boten
t Gräßli-
cher Tomb-
Raider-
Verschnitt
Pax Corp
Hersteller: Cryo
Testversion: Verkaufsversion 1,(
Betriebssystem: Windows 95
Sprache: Deutsch
Multi-Player:
Ca.-Preis: 70 Mark
Grafik: 2
Einstieg: 6
Steuerung: 4
3D-Karten: Direct3D, 3Dfx
Hardware, minimum:
Pentium/90, 16 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium/233, 32 MByte RAM, 3D-Karte
ipielspaß: gjjj)
Wertung
Sound: 6
Komplexität: 4
Multi-Player: —
^>
im
Strateqiespiel für Fortgeschrittene und Profis
Seven Kingdoms:
Ancient Adversaries
Ein halbes J ahr
nach dem Echt-
zeit-Strategiespiel
»Seven Kingdoms«
schiebt Interactive
Magic mit »Ancient
Adversaries« eine ver-
besserte Version hin-
terher. Dort wurde die
Steuerung um sinn-
volle Features und der
Mehrspielerbetrieb
um eine Internet-
Option angereichert. Neu sind zudem 15 Szenarien, drei Rassen,
ein Schneeterrain sowie zahlreiche Monstersorten. Präsentation
und Spielverlauf sind dagegen gleich geblieben: Sie errichten
zunächst Dörfer, Märkte, Minen und Fabriken. Dort handeln und
bandeln Sie mit den Gegnern, sofern Sie diese nicht mit einer
Armee befehden. »Seven Kingdoms«-Besitzer dürfen das Spiel
für 40 Mark gegen »Ancient Adversaries« eintauschen. Internet-
Benutzer kommen da ungleich billiger weg: Auf der Website
www.imagicgames.com trudelt demnächst ein etwa 40 MByte
großer Patch ein. Damit erweitern SiedasBasisspiel umdiebesag-
ten Verbesserungen. (md)
Dank ihrer Speere sind die Zulus höchst effektivte
kämpfer.
Fern-
Manfred Duy
****
Die neuen Rassen, Monster und Szenarien machen
das interessante Geschehen noch etwas abwechs-
lungsreicher. Viel wichtiger ist aber, daß Befehle
neuerdings auch im Pausenmodus erteilt werden.
Das mit starken Wirtschaftselementen garnierte
Echtzeit-Strategiespiel vertrug sich nämlich noch
nie mitallzu großer Hektik. Wer allerdings bereits
das Originalspiel nicht besonders mochte, wird von
der bescheidenen Präsentation und der hohen
Komplexität einmal mehr vergrault.
*t38 Szen-
tfrZehn
Rassen
fc. Laue
Präsen-
tation
even Kingdoms: Ancient Adversaries
Hersteller: Interactive Magic
Testversion: Beta vom Mai '98
Betriebssystem: Windows 95
Sprache: Englisch (Deutsch geplant)
Multi-Player: 1-7 (Netzwerk, Internet)
Ca.-Preis: 90 Mark
3D-Karten: -
Hardware, minimum:
Pentium/60, 16 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
" 32 MByte RAM
irtArra
Wertung
Grafik: 5 Sound: 7
Einstieg: 6 O Komplexität: 8 O
Steuerung: 8 O Multi-Player: 7 O
Spielspaß:
M
lllllllllllllll
PC PLAYER 8/ 98
Dieser Artikel erschien bereits in der letzten Ausgabe der PC Pldyer -
dufgrund eines technischen Fehlers allerdings mit dem fdlschen Text. Dies
bitten wir zu entschuldigen.
145
Echtzeit-Strateqie für Fortgeschrittene und Profis
echCommander
WßA \ I ' g i.w
Nach etlichen Action-Spielen
rund um das » BattleTech« -
Universum kommandieren Sie
bei » MechCommander« eine
Einsatzgruppe auf taktischer
Ebene. Dabei entfallen die
sonst in diesem Genre übli-
chen Materialschlachten.
In tausend J ahren sind Atombom-
ben, nukleare Abschreckung und
Langstreckenraketen kalter Kaffee.
Gleiches gilt jedoch auch für die Frie-
densbewegung. Nach den Vorstel-
lungen der BattleTech-Schöpfer
stapfen dann riesige Kampfkolosse
durch die Vorgärten und Industrie-
gebiete, um die Meinungsverschie-
denheiten machtgieriger Anführer
auszutragen. Diese roboterähnli-
chen Kerls werden von wackeren Kämpfern gesteuert, die im Inne-
ren der Giganten sitzen. Der Name der Kampfmaschinen lautet
»BattleMechs«, ihre waghalsigen Piloten nennt man in der fik-
tionalen Zukunftswelt »MechWarriors«.
Spannender Häuserkampf mit mehreren BattleMechs: Die gewählte Standard- Darstellung ist sehr über-
sichtlich, doch nicht so detailreich wie die Zoom-Ansicht.
Der MechCommander
Teamarbeit ist praktisch: Nicht nur der Abwasch oder das Kuchen
backen gehen damit leichter von der Hand. Bewährt hat sie sich
schon seit Beginn der menschlichen Geschichte, und zwar bei
Das BattleTech-Universum hat eine eigene
Geschichtsschreibung, die ständig fortgesetzt
wird. Jedes Jahr erscheinen beispielsweise
sechs BattleTech- Romane, die neuen Stoff für
die Spiele liefern.
Im Mittelpunkt des BattleTech-Universums
steht die »Innere Sphäre«, bestehend aus der
Erde und den benachbarten Kolonien. Bis ins
26. Jahrhundert hinein wird dieser Teil des
Weltraums von sich ständig bekriegenden
Nationalstaaten beherrscht. Schließlich steigt
aus dem Chaos ein großer Führer namens lan
Cameron empor und vereinigt all die rivalisie-
renden Staatengebilde zur »Sternenliga«. Das
Rückgrat dieser Sternenliga bilden die starke
Armee und ein ausgeprägter Ehrenkodex.
Aber da die Menschen nach 200 Jahren all dem
Wohlstand und Frieden scheinbar überdrüssig
sind, bricht die Sternenliga auseinander. Meh-
rere Herrscherhäuser streben nach der Vor-
herrschaft. Die Militärs sind von dem ganzen
Tohuwabohu enttäuscht (obwohl dies ja end-
en hintan zu stellen und einigen sich auf eine
neue Sternenliga.
An diesem Punkt setzt das Spiel MechCom-
mander ein, bei dem derSpieler einen vom Clan
der »Smoke Jaguar« besetzten Planeten befrei-
en soll. Technisch sind die Clan-Einheiten den
Erdtruppen weit überlegen, da sie beim Auszug
aus der Inneren Sphäre fast alles technische
Wissen mitgenommen hatten.
Die Welt von BattleTech
lieh Arbeit für sie bedeuten würde) und wan-
dern in ferne Gefilde des Alls aus. Mitsich neh-
men sie zahlreiche Wissenschaftler und Tech-
niker. Weit weg von der Erde soll eine neue
Sternenliga entstehen. Doch noch rascher als
das große Vorbild scheitert dieses Vorhaben
und hinterläßt ein verändertes Machtgefüge:
Etliche Clans machen sich untereinander das
Leben schwer und hetzen sich Kampfmaschi-
nen auf den Hals. Ein-
zig der Wunsch, eines
Tages die Innere Sphä-
re zu erobern, eint die
Clanoberhäupter. Im
Jahr 3050 ist es end-
lich so weit, die Inva-
sion der Inneren Sphä-
re beginnt. Deren mit
sich selbst beschäftig-
te Bewohner sind so
plötzlich gezwungen,
die eigenen Streiterei- Rund um die BattleMechs wurde eine ganze Spielwelt erschaffen.
146
PC PLAYER 8/98
Die Einnahme der gegnerischen Basis steht unmittelbar bevor: In der Zoom
Ansicht sind die beeindruckenden Battle-Mechs genau zu erkennen.
Nach der
Einsatz-
bespre-
chung
legen Sie
fest,
welche
Battle-
Mechs in
die
Schlacht
geführt
werden.
den allgegenwärtigen Kämpfen. Daher will man selbst in ferner
Zukunft beim Einsatz der monströsen Blechkameraden nicht auf
Koordination verzichten. Genau die übernehmen Sie in der Rolle
eines sogenannten MechCommanders. Hinter diesem eindrucks-
vollen Titel verbirgt sich die Aufgabe, eine Einheit der Battle-
Mechs durch 30 Einsätze zu dirigieren.
Anfangs sind die J ungs und Mädels noch blauäugige Greenhorns
frisch von der Akademie, die auf ihre Feuertaufe warten. Sie haben
es in der Hand, aus ihnen erfahrene Kämpfer zu machen. Dies
funktioniert jedoch nur, wenn die Schützlinge nicht als Kano-
nenfutter verheizt werden; umsichtiges Vorgehen hat daher
jederzeit oberste Priorität. Die Aufträge müssen erfüllt werden,
doch wie dies geschieht, bleibt I hnen überlassen. Sie bestimmen
die Ausrüstung, und Sie geben den MechWarriors die taktischen
Befehle. Nur mit geschicktem Vorgehen läßt sich der technisch
weit überlegene Gegner austricksen.
Die Aufgaben sind vielfältig: Mal geht es darum, versprengte Ein-
heiten aufzuspüren und ihnen Geleitschutz zu geben, mal muß
Bei MechCommander kommandiert man nur wenige Kampfmaschinen,
deren Piloten zudem ständig an Erfahrung gewinnen. Eine explizite Pro-
duktion neuer Einheiten erfolgt nicht. Gleiches gilt für Dark Omen, wo
die zur Verfügung stehenden Truppen ebenfalls möglichst pfleglich behan-
delt werden sollten. Commandos hingegen läßt Sie mit einem kleinen
Team Spezialeinsätzeim Zweiten Weltkrieg absolvieren. Ein Echtzeit- Stra-
tegiespiel mit Roboter-Atmosphäre ist Total Annihilation, doch geht dort
nichts ohne fleißiges Rohstoff- Sammeln und die Produktion möglichst
vieler Kampf maschinen. Wer fasziniert ist von den Mechsund selbst gerne
einmal am Steuer eines solchen Kolosses Platz nehmen möchte, dem sei
die SF- Simulation Heavy Gear ans Herz gelegt.
ein feindlicher Versorgungszug gestoppt werden. Andere Ziele
sind beispielsweise die Verteidigung eines bestimmten Areals,
die Einnahme einer Basis oder die Zerstörung feindlicher Anla-
gen. Kneifen gilt nicht: Scheitert eine Mission, muß diese solan-
ge erneut angegangen werden, bis die Ziele erreicht sind.
Die BattleMechs
Ein Schlüssel zum Erfolg liegt in der Ausrüstungsphase vor den
Einsätzen. Stets sind die Transportkapazitäten limitiert, was Zahl
und Gewicht der einsetzbaren BattleMechs stark beschränkt. Im
Idealfall können bis zu zwölf Kampffahrzeuge befehligt werden.
Manfred Duy
*****
Bisher stand ich Umsetzungen berühmter Vorla-
gen eher skeptisch gegenüber, denn nur allzu oft
verbirgt sich hinter einem großen Namen ein eher
mageres Spielkonzept. Ganz anders Verhaltes sich
da mit dem Mech Commander, der die BattleTech-
Welt optisch und spieltechnisch adäquat in Szene
setzt und in jedem Szenario erstaunlich viele tak-
tische Finessen auf der Pfanne hat. Manchmal
hängt das Wohl und Wehe der gesamten Mission
von der richtigen Waffenauswahl ab, dann wieder
gilt es, verborgene Schleichpfade zu erspähen,
oder die gegnerischen Truppen aufzusplitten und
einzeln niederzumachen. Dieses Vorgehen macht
zwar so manchen Neustart jeder einzelnen Missi-
on erforderlich, dafür läßt sich aber auch jede
davon auf mehrere Arten knacken.
Einige kleinere Wermutstropfen gibt es allerdings
auch. So rächt sich eine verschwenderische Ein-
kaufspolitik nicht sofort, sondern erst im späteren
Spielverlauf, wenn dann plötzlich die Knete für
dringende Aufrüstungsaktionen fehlt. Bei Repara-
turarbeiten wäre zudem ein vorheriger Warnhin-
weis auf die Höhe der anfallenden Kosten sinnvoll
gewesen, denn die sind manchmal fast so hoch
wie ein kompletter Neukauf des angeschlagenen
Blechkumpels.
tbj ede
Mission
auf mehre-
re Arten
lösbar
tb Span-
nende
Story
tb Taktisch
ausge-
klügelte
Karten
t Kein
Speichern
während
einer
Mission
PC PLAYER 8/ 98
147
Die Mech-Spiele
Die Geschichte von BattleTech begann mit einem Brettspiel, das im
Jahre 1984 erschien. Daraus entstand ein Rollenspiel-System, in dem
die Kämpfe der gigantischen BattleMechs Simuliertwerden. Mitzuneh-
menden Erfolg wurden Softwarehersteller auf das Kampfsystem auf-
merksam. Sie entwickelten zahlreiche offizielle und inoffizielle Com-
puterspiele rund um die riesigen Kampfmaschinen.
Lange Zeit erschienen die offiziellen BattleTech-Titel bei Activision.
Der Lizenzinhaber FASA wandte sich dann aber Microprose zu, wo
man neben MechCommander derzeit noch an einem weiteren Titel
namens »MechWarrior 3« werkelt. Activision veröffentlichte vor eini-
gen Monaten »Heavy Gear«, das zwar nicht die ursprüngliche Battle-
Tech-Welt adaptiert, doch das Feeling eines Kampfmaschinen-Pilo-
ten wunderbar vermittelt (siehe PC Player 1/98). Allen bisherigen
Umsetzungen ist gemein, daß sie als Science-fiction-Simulation die
actionreichen Kämpfe aus der Sichteines einzelnen Mech-Kämpfers
schildern.
v ^
J eder der 18 vorkommenden BattleMech-Grundtypen hat indivi-
duelle Vor- und Nachteile. Sie variieren in Bezug auf Geschwin-
digkeit, Panzerung und Ausrüstung. Es gibt einige Varianten, die
sich dank ihrer Sensoren besonders gut für die elektronische Auf-
klärung eignen. Zudem sind Mech-Ausführungen mit »J umpj ets«
lieferbar, die das Überspringen von Hindernissen selbst für die
tonnenschweren Kolosse zum Kinderspiel werden lassen. Ande-
re Unterschiede betreffen die Bewaffnung. Der »Hollander II«
beispielsweise ist sozusagen rund um die mächtige Gauss- Kano-
ne gebaut, die zwar auf getroffene Gegner eine verheerende Wir-
kung ausübt, aber nur wenige Schuß Munition vorhält. Weitere
wichtige Waffen sind Laser, Flammenwerfer und Raketen, mit
denen Sie Ihre Maschinen (fast) nach Gutdünken bestücken kön-
nen. Alle Waffensysteme unterscheiden sich hinsichtlich
Schußfrequenz und Reichweite, was bei der Auswahl stets berück-
sichtigt werden muß. Darüber hinaus existieren diverse Senso-
rensysteme und andere elektronische Ausstattungsteile.
Gute Dienste leisten bei einigen Einsätzen Aufklärungsdrohnen,
Minenleger oder -räumer, die das Überleben oft beträchtlich
erleichtern.
Zunächststehen nurdietechnisch unterlegenen Mechsder»lnne-
ren Sphäre« zur Verfügung, doch bei den Kämpfen wird bald der
ein oder andere Clan-BattleMech erbeutet. Gleiches gilt für Aus-
rüstungsgegenstände, die oft in Lagerhäusern auf ihre Beschla-
gnahme warten. Benötigt man die gefundenen Teile nicht selbst,
kann man sie auch gegen Ressourcen-Punkte eintauschen, die
auch für erfolgreich absolvierte Einsätze spendiert werden. Eine
geschickte Verwendung der wertvollen Punkte ist äußerst emp-
fehlenswert. Schließlich kostet die Reparatur eines BattleMechs
jedes Mal solche Ressourcen-Punkte, und neue Ausrüstung gibt
es ebenfalls nur gegen den Abzug einer entsprechenden Menge
vom Konto der Einheit.
Die MechWarriors
Selbst das beste Werkzeug ist immer nur so gut wie der Mensch,
der es benutzt. Dies gilt erst recht für die BattleMechs. Daher ist
es wichtig, welchen Piloten mit welchen Fähigkeiten Sie in wel-
chen BattleMech setzen. Anfangs sind zwar alle Mitglieder Ihres
Trupps noch gleichermaßen unerfahren, doch hat jeder bereits
besonders ausgeprägte Fähigkeiten. Das betrifft beispielsweise
den Umgang mit den Waffensystemen und Sensoren, das
Manövrieren und das Ausnutzen der J ump-J et-Sprungfähigkei-
ten. Mit jedem überlebten Einsatz und mit jedem zerstörten Geg-
ner steigen die Erfahrungen in diesen Bereichen. Dadurch wer-
den die MechWarriors aus taktischer Sicht im Spielverlauf immer
unersetzlicher; der Verlust eines durch etliche Einsätze gestähl-
ten und inzwischen vertrauten Kämpfers schmerzt daher doppelt.
Die Einsätze
Bei allen 30 Missionen ist ein anderes Vorgehen notwendig.
Schließlich variieren nicht nur Ziele und Umgebung, sondern
auch die Gegner, auf die man stößt. Feuerstarke, aber langsame
Mechs machen eine andere Angriffstaktik nötig als wendige
Maschinen mit Nahkampfwaffen. Die Verteidigung eines Gebäu-
des unterscheidet sich in strategischer Hinsicht grundlegend vom
Angriff auf eine Basis. Scharmützel in Städten verlaufen nicht so
wie Schlachten im offenen Gelände. Mitunter zahlt es sich aus,
Kämpfen mit überlegenen Mechs aus dem Weg zu gehen und statt
dessen einen Hinterhalt vorzubereiten.
Im Einsatz mähen die BattleMechs zwar problemlos einzelne
Bäume nieder, doch Waldstücke müssen zum Leidwesen der
Naturschützer Abschnitt für Abschnitt niedergebrannt werden,
um sich einen Weg zu bahnen.
Als MechCommander bestimmen Sie per Mausklick, wohin sich
die Stahl-Lulatsche bewegen. Dabei dürfen bis zu drei Einsatz-
gruppen gebildet oder (mit einem Rahmen) bestimmte Mechs für
einen Befehl ausgewählt werden. Auf Wunsch können die Maschi-
nen sogar rennen und, bei entsprechender Ausstattung, sprin-
gen. Angriffe lassen sich aus unterschiedlichen Entfernungen
Was die Sensoren melden ...
... entpuppt sich als Militärzug, der mit Luftun-
terstützung (Zielmarkierung!) ...
, in seine Bestandteile zerlegt wird.
148
PC PLAYER 8/98
Klug verlegte Minen...
.führen zu durchschlagenden Erfolgen
durchführen, wobei man mit Langstreckenwaffen bestückte Geg-
ner möglichst aus unmittelbarer Nähe attackiert. Ausgefuchste
Taktiker bestimmen gar, welcher Teil einer Maschine (Torso,
Gliedmaßen, Kopf) beschossen werden soll. Dies ist vor allem
deshalb anzuraten, weil erbeutete Mechs besser für eigene
Zwecke verwendet werden können, wenn die Schäden nicht allzu
gravierend sind.
Thomas Werner
*****
Hinter dem Horizont geht's weiter: MechCommai
der dürfte ein Vorreiter der nächsten Echtzeitstn
tegie-Generation sein. Es schlägt, ähnlich wie vo
her sc hon »Commandos«, einen erfrischend and«
ren Weg jenseits der Materialschlachten ei
Fühlte man sich bei etlichen Spielen bisher eh<
als Produktionsmanager mißbraucht, betontMecl
Commander eindeutig das taktische Vorgehen.
Dazu gehört sowohl die steigende Erfahrung d<
eingesetzten Einheiten als auch die individuel
Ausrüstung der Mechs. Selbst wenn ich vor jede
Einsatz die nächste Kampfgruppe zusammenste
le, penibel die Vor- und Nachteile jedes Ausn
stungsgegenstandes abwäge und sogar Gewicht
Überlegungen berücksichtige, kommt keinerli
Langeweile auf. Wahrscheinlich fühlt sich s
meine Schwester, wenn sie stundenlang vor ihre
Kleiderschrank steht. Jeder Fehler dabei, jede
schlampige Vorgehen bei einer der Mission«
kann sich bei einem späteren Einsatz fatal au:
wirken. Gleichzeitig ist es wegen der unte
schiedlichen Lösungsmöglichkeiten durchai
reizvoll, die bestandenen Missionen mit ander«
Ausrüstung nochmals zu absolvieren, aber s
diesmal wirklich optimal auszuführen.
Gewünscht hätte ich mir jedoch aus atmosphär
sehen Gründen zahlreichere und besser gestalti
te Zwischensequenzen sowie ein abwechslungi
reicheres Terrain. Bemerkenswerterweise hat de
Gelände sogar unterschiedliche Höhenstufen. D
Steuerung ist unkompliziert, die Animationen sir
vorzüglich. An den Beinen getroffene Mechs hur
peln über die Wiese, jeder Mech hinterläßt eigi
ne Fußspuren, und sogar die Waffensysteme köi
nen detailliert beobachtet werden. Leider sind
der Normalansicht all die hübschen Details ur
Bewegungsstufen nur schlecht zu erkennen.
Ansonsten läßt MechWarrior kaum etwas an Spai
nung und Motivation zu wünschen übrig und istfi
mich daher eines der gelungensten Echtzeit-Str;
tegiespiele der letzten zwei Jahre.
tb Beto-
nung tak-
tischer
Elemente
9 Einhei-
ten selbst
ausrüstbar
9 Erfah-
rungsge-
winn der
Kämpfer
t Kaum
Zwischen-
sequenzen
Die Funktionen werden mit dem entspre-
chenden leon aktiviert; flotter geht's, wenn
Sie die alternativvorgeseheneTaste gedrückt
halten und mit einem Mausklick verbinden.
Das klingt komplizierter als es ist: Für einen
Angriff aus mittlerer Distanz tippt man zum
Beispiel auf den Buchstaben »M«, fährt mit
der Maus auf das Ziel und betätigt den lin-
ken Mausknopf.
In einigen Missionen dürfen Sie Luftunter-
stützung anfordern, die an dem von Ihnen gewünschten Punkt
nach Ablauf weniger Sekunden ein kleines Inferno anrichtet.
Dabei sind kleine Luftangriffe schnell anzufordern, während die
großen Attacken derart viel Vorlauf haben, daß sie nur schwer
gegen bewegliche Ziele einzusetzen sind.
Wie es bei Echtzeit-Spielen fast schon Standard ist, wird nur das
Gelände angezeigt, das bereits von I hnen aufgeklärt wurde. Dabei
stoßen Sie durchaus auf Verteidigungsanlagen wie Geschütztür-
me, die Sie mit Einnahme der Kontrolleinrichtungen allerdings
einfach übernehmen können. Zudem werden die eigenen Mechs
von Panzern oder Raketenwerfern beharkt oder treffen auf
unsichtbare Minenfelder.
Die Darstellung ist in zwei Größenstufen möglich, wobei die
Zoom-Ansicht zwar mehr Details erkennen läßt, die Normalan-
sicht wegen der Übersicht in jedem Fall zu bevorzugen ist.(tw)
Hier sollen die BattleMechs das Hyperraum-Funkrelais rechts oben zer-
stören.
MechCommande
Hersteller: Microprose
Testversion: Beta vom Juni '98
Betriebssystem: Windows 95
Sprache: Deutsch
Multi-Player: 1-6 (Netzwerk, Internet)
Ca.-Preis: 80 Mark
3D-Karten: -
Hardware, minimum:
Pentium/133, 16 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium/166, 32 MByte RAM
:re/Hfra
Grafik: 8 Sound: 6
Einstieg: 7 i Komplexität: 8
Steuerung: 8 Multi-Player: 8
ipielspaß: jf*|c})
lllllllllllllllll
PC PLAYER 8/ 98
149
Sportspiel für Fortgeschrittene und Profis
Golden Goal 98
Zielen ist Silber, Treffen ist Gold. Mit ungewöhnlicher
Schußsteuerung bittet US- Entwicklerteam Z-Axis zum
Tanz um das goldene Goal.
Und jetzt alle: »Ole- ole, ole, ole!« (Bumm-Bumm-Stampf!).
Fußballfans lieben rhythmisches Klatschen und kernige
Schlachtgesänge; feine Ironie würzt die mannigfaltig aus der
Nordkurve kredenzten Melodeien (»Zieht den Bayern die Leder-
hosen aus«, etc.). Wenn das entscheidende Tor fällt, sind alle
Texte schnell vergessen und weichen einem spontanen Urschrei
therapeutischen Ausmaßes; in seiner Inbrunst nur vergleichbar
mit dem Stöhnen, das einen erfolgreichen Nierenstein-Abgang
begleitet.
Mitten in die Fußball-Weltmeisterschaft hinein veröffentlicht
Take 2 die PC- Version von »Golden Goal 98«. Eine gewisse Hastig-
keit ist dem Produkt anzumer-
ken: 3D-Kartensupport fehlt;
entsprechend farbarm und an
die Playstation-Vorlage erin-
nernd staksen die Spieler
übers Feld. Hoffen wir auf die
Verlängerung; ein 3Dfx-Patch
soll »demnächst« erscheinen.
Etwas ausgereifter wirkt die
Steuerung. Paß, Flachpaß,
hoher Paß, Grätsche, Sprint,
absichtliches Foul - alles da,
was das Fußballerherz ge-
wohntist. Besonders listig die
Schußsteuerung: Sobald Sie
den entsprechenden Feuerknopf drücken, können Sie mit dem
Joystick eine kleine Zielscheibe im gegnerischen Tor bewegen.
Auf diese Weise läßt sich genau einstellen, in welcher Ecke der
Ball einschlagen soll. Diese relativ anspruchsvolle Schußtechnik
will zunächst geübt werden; anfangs rauscht das Leder perma-
Taktische Anweisungen
Schnell und unkompliziert läßt sich mitten im Match die Teamtaktik
ändern. Mit einem bestimmten Feuerknopf blättern Sie zwischen den
Anweisungen »Abseits-
falle«, »Angriff«, »Ver-
teidigung«, »Neutral«
und »Gegenangriff«.
Sobald Sie die ge-
wünschte Anweisung für
ein paar Sekunden ste-
hen lassen, wird sie vom
niemals maulenden
Spielerkader umgesetzt
- Bertis Traum!
j£jjyj£ =
Andreas Köpke hat sich nicht
unbedingt zu seinem Vorteil ver-
ändert: Solche Nahaufnahmen
demonstrieren die Mittelmäßig-
keit der Grafik- Engine.
Während Ihr Stürmer gemütlich zum Schuß ausholt, können Sie die
Zielscheibe im gegnerischen Tor bewegen.
nent am Pfosten vorbei oder segelt über die Latte. Pässe finden
viel leichter den richtigen Weg: Der Ball wird genau zu dem Spie-
ler abgegeben, auf den gerade die Pfeilmarkierung zeigt. Sie kön-
nen den Empfänger auch geschwind per Feuerknopfdruck wech-
Heinrich Lenhardt
****
Der erste Eindruck hat Kinderschreck-Qualitäten:
Die eckigen Spieler mit ihrem festgefrorenem Tex-
turen-Gegrinse staksen umher, als hätten Sie sich
gerade in Zombie-Manier aus dem Erdreich des
Spielfelds gebuddelt. Doch die Nacht der kicken-
den Leichen müssen Sie nicht befürchten, bei
Spielablauf und Steuerung kann Golden Goal
zumindest teilweise punkten.
Die Schußsteuerung mit der Zielscheibe ist origi-
nell, aber manchmal nervig. Nur der Augenblick
zählt, in dem mein Spieler zu seiner langwierigen
Schußanimation ausholt. Danach kann ich die Ziel-
scheibe zwar weiter bewegen, der Schuß gehtaber
sonstwohin. Generell ist es schwierig, beim
Strafraumgedrängel überhaupt mal den Ball unge-
hindert Richtung Tor zu donnern. Fixe Direktab-
nahmen sind hier vom Spielplan gestrichen; man
tröstet sich mit Weitschuß-Orgien.
Besser sieht es beim zügig-eleganten Spielaufbau
mitdem einfac hen Paßsystem aus. Auch die Defen-
siv-Steuerung (stören, grätschen, umhauen) ist
gelungen und sorgt für einen guten Schub echten
Fußball-Feelings. Freunde des Ungewöhnlichen
sollten dieser ansatzweise kultivierten Fußballsi-
mulation durchaus eine Chance geben. Mein Vor-
schlag: Programmierer nachsitzen lassen und Gol-
den Goal 99 mitoptimierter Steuerung, mehr Spiel-
\varianten und zeitgemäßer Grafik machen.
tb Solide
Paß- und
Defensiv-
Steuerung
«Gut
gedachtes
Schuß-
system ...
t ... mit
einigen
Praxis-
Mängeln
t. Grob-
schlächti-
ge 3 D-Gra-
fik
w Zu
wenig
Tunier-
varianten
150
PC PLAYER 8/98
^ Noch bevor der
Schütze abzieht,
darf sich der Torwart
beim Elfmeter auf
der Linie bewegen.
Vor dem Anpfiff ►
stellen wir mun-
ter unsere Mann-
schaft um. Gelbe
Karten und Ver-
letzungen zwin-
gen im Turnier-
verlauf zur
Improvisation bei
der Formation.
B
siLier
a-a-s
*i
"T
i-r-i -i 1
i
••
23
G
21
7
<ti r~
£l
Iv
DRGABEW QJZURUE
CK
RECHTES OFF. MITTELFELD
SCHNELLIG. 69 PASSSPIEL BS
SPIELVERS. 86 SCHUSSSTA. 77
DRIBBL ING B2 DOPPELP. B2
TOR 1 TAPPAREL I
VER a JR BANYO i
VER 3 ALDO i__
VER 2 TOFU RFB I
VER 6 R ALBERTO LFB I
MFD 8 FLAVIVA DCM I
MFD 5 HOIUGIVA CM I
MFD 10 DA VINCI ALH I
MFD IS DENNISON ALH I
STM 9 SANTOS CS I
STM 11 ROVARIO *" n '
sein. Wenn nicht gerade ein Gegenspieler die Paßbahn kreuzt
und das Leder arglistig stibitzt, kommt die Zustellung sicher an.
Drei Schwierigkeitsgrade, rund 70 Nationalteams, aber nur ein
Turnier: Golden Goal hat zuwenig Zeit im Options-Trainingslager
verbracht. Sie können nur die Fußball-Weltmeisterschaft nach-
spielen; wahlweise mit neuen Gruppenauslosungen. Zwar gibt es
jede Menge Aufstellungsfreiheit im Umgang mit den Spielern,
deren Talentwerte detailliert dargestellt werden. Doch im Tur-
nierverlauf merkt sich das Programm nicht die kleinste Statistik
- Torjägerliste ade. Die unnötig umständliche Funktionstasten-
Fummelorgie im Menübereich trägt auch nicht gerade zur Stär-
kung der Moral bei.
Originalität zeichnet die Soundkulisse aus. Statt zum üblichen
Publikumsgejohle lustlos gelallte Reporterkommentare abzu-
kriegen, bekommen Sie die Zurufe der Kollegen zu hören. Das
Smalltalk-Niveau auf dem Platz erinnert an selige Schüleraus-
wahl-Zeiten: Die Mitspieler verlangen meistens mit heiserer Kehle
ein Zuspiel. Amüsant die Berücksichtigung einiger Sprachen: Tref-
fen Sie beispielsweise auf Frankreich, wird beim Gegner franzö-
sisch geflucht. (hl)
Golden Goal 98
Hersteller: Z-Axis / Take 2
Testversion: Beta vom J uni '^
Betriebssystem: Windows 95
Sprache: Deutsch
Multi-Player: 1-2 (PC)
Ca.-Preis: 90 Mark
3D-Karten: 3Dfx-Patch in Vorbereitung
Hardware, minimum:
Pentium/120, 16 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium/200, 32 MByte RAM
>
Grafik: 5 Sound: 7 i
Einstieg: 6 Komplexität: 6
Steuerung: 6 Multi-Player: 3
Spielspaß:
■■■■■■■■■■IUI
Sportspiel für Einsteiqer
Adidas
Power Soccer '98
Wenn Sie heutzutage eine Fußballsimulation veröffentli-
chen, wollen Sie angesichts der starken Konkurrenz nicht
ins Gras beißen. Also mobi-
lisiert man, was die Marke-
ting-Abteilung zu bieten
hat: Drei Streifen auf dem
Trikot, TV-Reporter Marcel
Reif am Mikro - was soll da
bei »Adidas Power Soccer
'98« eigentlich noch schief-
gehen?
Die Steuerung bietet gängi-
ge Standardkost vom Flach-
paß biszum »hinterlistigen
Hackentrick«, wie uns die
inspirierte Anleitung ver-
rät. J e länger Sie den Feuerknopf gedrückt halten, desto doller
wird gebolzt; eine Balkenanzeige informiert über das Ausmaß
der erreichten Schußstärke. (hl)
Macht fast so viel Freude wie ein aus-
getretener Turnschuh.
r Heinrich Lenhardt
**
& Marcel i
Reif ohne
Bierglas
t Spielab-
lauf erin-
nert mehr
an Völker-
ball als an
Fußball
t Rucki-
zucki-
Grafik
*L Alles
andere I
Liebe leidende WM-Witwen, schlägt Ihr Partner
angesichts eines Fußballspiels unweigerlich Wur-
zeln vor dem Fernsehgerät? Dann locken Sie ihn
an den PC und lassen Sie ihn Adidas Power Soc-
cer '98 spielen - schon wird sein Fußballappetit
nachhaltig gezügelt werden. Selbst bei SD-Kar-
teneinsatz ruckelige und unübersichtliche Grafik,
konfuse Menübedienung sowie »dumm wie Fla-
sche leer« herumstiefelnde Akteure töten jeden
Spieltrieb ab. Was wir nicht verschweigen wollen:
Dieses Programm istin seinerSchlechtigkeitnicht
perfekt. Einen Pluspunkt im Detail hat die Sadis-
mus-Qualitätskontrolle übersehen: die vielen Tur-
niervarianten mit Vereinsteams und National-
mannschaften. Aber keine Sorge, angesichts der
sonstigen Grausamkeiten wird schon niemand sol-
che Detailsorgfalt zu schätzen wissen.
Adidas Power Soccer '9
Hersteller: Psygnosis
Testversion: Beta vom Juni '98
Betriebssystem: Windows 95
Sprache: Deutsch
Multi-Player: 1-4 (PC)
Ca.-Preis: 80 Mark
3D-Karten: Direct3D, 3Dfx
Hardware, minimum:
Pentium/166, 16 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium/233, 32 MByte RAM,
3D-Karte.
pcrr-rtm?
Grafik: 4
Einstieg: 7
Steuerung: 3
im
iiiiiii
Spielspaß:
rffi
Sound: 4
Komplexität: 3
Multi-Player: 5
PC PLAYER 8/ 98
151
Strateqiespiel für Einsteigen
Fortgeschrittene und Profis
Sentine
Returns
Der Berg ruft: Um den Sentinel von der höch-
sten Erhebung seiner psychedelischen Spielwelt
zu kippen, ist Steigungsvermögen gefragt. Diese
Seilschaft erfordert nervenfeste Strategen.
Mit bescheidenen Ambitionen ausgestattete Bege-
her der Bergwelt schlagen zwischen Seilbahnsta-
tion und Einkehrmöglichkeit Wurzeln, um verständnis-
los den kühneren Alpinisten nachzublicken. Fragt man
einen Kraxler vor dem Aufstieg, warum er nun unbedingt
eigenhändig den Gipfel erklimmen muß, fällt dem meist
nichts besseres ein als »weil er da ist«. In »Sentinel
Returns« wollen Sie auch nach oben und sind zudem ernsthaft
motiviert: Längerer Talaufenthalt gefährdet Ihre Existenz. Denn
auf der höchsten Erhebung des Spielfelds thront der Sentinel,
ein gnadenloser Roboterwächter (auf dessen Dach erstaunli-
cherweise kein Panorama-Restaurant errichtet wurde). Sobald
Sie in sein 28-Grad-Blickfeld geraten, zapft der Sentinel Ihnen
Energie ab, bis Ihre kümmerliche Existenz beendet ist.
Die bizarre Idee vom Energiepolizisten, der rotierend eine
abstrakt-karge Spielwelt überwacht, ist nicht unbedingt neu.
Geoff Crammond designte »The Sentinel« zu einer Zeit, als so
mancher Nachwuchsspieler noch in den Windeln lag und sich sei-
ner interaktiven Rassel erfreute. 1985 erschien das merkwürdi-
ge Strategiespiel zunächst für einen gewissen BBC/ Micro; ein 8-
Bit-Heimcomputer, der sich einer kurzzeitigen regionalen
Beliebtheit in Großbritannien erfreute. Richtig populär wurde
das Programm durch die Umsetzung auf den Commodore 64. In
Zeiten lärmender Ballereien war nicht nur die Spielidee innova-
tiv, auch die grafische Darstellung ging neue Wege. So sah man
die 3D-Umgebung stets aus der Sicht seiner Spielfigur.
3 Dfx- unterstützter Blick auf den Wächter dieses Levels. Rechts vom Sentinel
haben wir eine Roboterhülle auf einen Felsenturm gestapelt.
Nun kehrt der Sentinel also wieder zurück - und wahnsinnig viel
hat sich nicht geändert. Sie schlüpfen erneut in die Rolle eines
Geisteswesens, dem körperliche Freuden wie laufen oder klettern
versagt bleiben. Es steckt in einer Roboterhülle, die gänzlich
bewegungsunfähig ist. Wenigsten dürfen Sie die in der hügeli-
gen Landschaft reichlich vertretenen Bäume absorbieren - aller-
dings nur, sofern Sie von Ihrer derzeitigen Position aus des
Bäumchens Bodenfeld sehen können. Das Waldsterben hat Sinn
und Zweck: Pro aufgeschlurptem Baum wächst Ihr Energiekon-
to. Energie ist prima, denn mit ihr können Sie neue Bäume, Fel-
sen und vor allem Roboterhüllen in die Landschaft zaubern. Die
einzige Möglichkeit, sich von einem Fleck zum anderen zu bewe-
gen, ist ein Teleporter-Sprung von Roboter zu Roboter.
Der Sentinel thront indes auf dem höchsten Gipfel des Levels und
nimmt seinen J ob sehr ernst: Alles, was mehr Energie hat als ein
Baum, wird von seinem Abzapfstrahl erfaßt und langsam ausge-
saugt - dummerweise erfüllt Ihre Roboterhülle eindeutig dieses
Kriterium. Doch was der Sentinel nicht weiß, macht ihn nicht
heiß: Sein Sichtfeld ist begrenzt; träge rotiert er um die eigene
Der typische Level beginn: Wir sind ganz unten, der
Sentinel ragt in der Ferne auf einem Hügel empor.
Mit dem Start- Energievorrat errichtet man ein paar Felsen
und setzt eine Roboterhülle obendrauf.
Nach dem Transfer: Der Blick zurück auf eine
alte, verlassene Hülle, die sich zwecks Ener-
giegewinnung absorbieren läßt.
152
PC PLAYER 8/98
Das bizarr gestylte Hauptmenü paßt sich dem Ambiente des Spiels
an. Hier können Sie Zwischenstände speichern, auf alle bisher
gemeisterten Level zugreifen und eine Karte der nächsten Welt
studieren.
Achse. Während Sie sich mühsam nach oben arbeiten, sollten Sie
tunlichst sein Blickfeld meiden. Zum Gewinnen eines Levels müs-
sen Sie genügend Höhenmeter gutmachen, um den Sentinel
selbst absorbieren zu können.
Bevor Sie zu diesem finalen, äußerst befriedigenden Absorbie-
rungs-Schlurp ausholen, sollten Sie den Level möglichst gründ-
lich gesäubert haben. J e mehr Energie (sprich: Bäume) Sie ham-
stern, desto mehr Spielwelten überspringen Sie. J e nach Grund-
Heinrich Lenhardt
****
Es gibt wirklich nicht viele Spieldesign-Konzepte
aus dem Jahr 1985, die man heute noch ruhigen
Gewissens 1:1 übernehmen kann. The Sentinel hat
all die modischen Flüchtigkeiten seines Geburts-
jahrs überlebt und vermag auch heute noch ein-
zigartigen Nervenkitzel zu verbreiten. Wenn man
zu Beginn eines Levels im engen Tal hockt, den
Sentinel nicht einmal sieht, sondern nur das
unheilvolle Knirschen seiner Rotationen vernimmt,
ist das schon einen Tropfen Angstschweiß wert.
Das Schöne an dem Spiel: Die Regeln sind schnell
klar, ermüdendes Einarbeiten in die Nuancen von
zig Einheitentypen entfällt. Das bedeutet freilich
auch, daß auf Dauer keine neuen spielerischen
Elemente dazukommen. Sentinel Returns ist weni-
ger ein Strategieepos für ganze Wochenenden,
sondern vielmehr eine gewitzte Katz-und-Maus-
Jagd mit Pausensnack-Charakter. Das spiele ich
nicht den ganzen Abend lang am Stück, aber immer
wieder mal für ein halbes Stündchen.
Die authentische Umsetzung des Originaldesigns
in Ehren, aber an ein paar kleine Verbesserungen
hätten sich die Programmierer schon trauen dür-
fen. Wie wäre es mit einer Art »Sentinel Plus« als
erweitertem Zugabe-Spielmodus gewesen? Außer-
dem ist es manchmal etwas mühsam, die momen-
tane Sentinel-Blickrichtung zu erkennen - der
Robotwächter wurde zu schnörkelig gemalt.
Liebhabern origineller Spielkonzepte sind solche
Mängel wurscht. Die nehmen dankbar zur Kennt-
nis, daß es jenseits der ausgetretenen Einheiten-
bauen-und-alles-erobern-Pfade noch alternative
Geschmacksrichtungen im Strategiespiel-Univer-
sum gibt. Mir hat das Wiedersehen mit dem ollen
Sentinel jedenfalls viel Freude gemacht.
ti- Zeit-
loses,
originelles
Spiel-
prinzip
ti- Span-
nende
Atmo-
sphäre
tf 666
psyche-
delisch-
bunte
Level...
denen
spielerisch
aber
Nichts
neues
passiert
Endlich sind wir
hoch genug ge-
kommen, um das
Basisfeld des Sen-
tinels zu knacken.
Mit einer sehens-
werten Explosion
verabschiedet er
sich und macht
den Weg in die
nächste Spielwelt
frei.
Zur Erinne-
rung: So sah
der Original-
Sentinel der
80er Jahre aus
(PC/ EGA). Man
beachte das
aus der Farbar-
mut geborene
Schachbrett-
Design der
Bodenfelder.
lichkeit wird man eine bis vier Stufen weiterbefördert. Bei ins-
gesamt 666 Leveln bleibt immer noch genug zu tun, zumal die
Sache nicht leichter wird. So ab der 20. Welt tauchen Sentries
auf. Diese Assistenten des Sentinel unterstützen ihn bei derSpiel-
feldüberwachung. Außerdem pflanzt Ihr Widersacher später
gerne Meanies in die Nachbarschaft; kleine, bewegliche Ekel-
monster, die Ihren Roboter nach unten teleportieren.
Die Steuerung ist ebenso unkonventionell wie leicht zu meistern.
Mit der Maus ändern Sie geschwind den Blickwinkel; um Bäume,
Felsen oder Roboter zu erschaffen, wird die entsprechende Taste
auf dem Keyboard gedrückt. In Augenblicken höchster Gefahr
teleportieren Sie per Hyperspace an einen zufälligen Punkt des
Spielfelds. Damit die Anwendung dieses Notausgangs keine spie-
lerischen Vorteile bringt, werden Sie dabei wieder ein paar Meter
nach unten befördert; außerdem kostet die Flucht Energie.
Zwischen den einzelnen Leveln können Sie den Spielstand im
Hauptmenü speichern. Verschiedene Schwierigkeitsgrade gibt es
nicht; dafür steigt die Knackigkeitskurve ganz allmählich an. Neu
und witzig ist der Multiplayer-Modus: Bis zu acht Spieler treten
gleichzeitig an; wer als erster den Sentinel aus den Latschen
kippt, hat gewonnen. (hl)
ntinel Return:
Hersteller:
Testversion:
Betriebssystem:
Sprache:
Multi-Player:
Ca.-Preis:
IT
Grafik: 7
Einstieg: 7
Steuerung: 7
Psygnosis
Beta vom Juni '9
Windows 95
Deutsch
1-8 (Netzwerk)
Mark
3D-Karten: Direct 3D, 3Dfx
Hardware, minimum:
Pentium/133, 16 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium/166, 32 MByte RAM,
3D-Karte
rrjflfEB!
iiiiiii
iiiiiii
iiiiiii
Spielspaß:
ffi
Sound: 8
Komplexität: 7
Multi-Player: 7
lllllllllllllll
PC PLAYER 8/ 98
153
Strateqiespiel für Fortgeschrittene und Profis
Robo
Rumble
Riesige Kampfroboter, die sich bis auf die letzte Pan-
zerplatte bekämpfen - gab es die nicht schon öfters?
Doch ein zweiter Blick lohnt: Topware gelingt es mit
» Robo Rumble« , einige neue Ideen ins Echtzeit-Genre
einzuführen.
Schreck laß nach! Eine riesige Kanone wurde auf der Ober-
fläche des Mars entdeckt, die genau auf den Planeten Erde
ausgerichtet ist. An ihrem Rumpf haben zuvorkommende Außer-
irdische einen Zettel befestigt: »Kommen in einem Jahr wieder«.
Der Präsident der Weltregierung macht sich berechtigte Sorgen.
Was werden die Aliensdann tun? Umfür alle Eventualitäten gerü-
stet zu sein, wendet er sich an die beiden weitbesten Produzen-
ten von Kampfrobotern. Hersteller Nummer eins, die etwas stu-
pide Firepower-Fraktion, setztauf größtmögliche Feuerkraft. Die
hochintelligenten Brainpower-Leute bevorzugen raffinierteTech-
nik, die den Feind überraschend trifft. In einem großangelegten
Wettbewerb erhalten beide Gelegenheit, sich in 15 Missionen zu
beweisen. Der Bessere wird danach als Empfangskomitee für die
Aliens bereitstehen.
Die Roboter beider Seiten setzen sich aus mindestens zwei Tei-
len zusammen. Untenherum haben sie verschiedene Fahrwerke:
Zweibeiner oder kräftige, aber auch teure Vierbeiner. Zur Wahl
stehen auch schnelle und empfindliche Räder oder putzige Kän-
guruh-Stelzen, mit denen die Robos über Hindernisse einfach
hinweghüpfen. Oben werden die unterschiedlichsten Waffen
befestigt: Laser, zielsuchende Raketen oder Energiestrahlen, die
mehrere Feinde auf einmal verletzen können. Außerdem dürfen
Sie Ihre Automaten mit Extras aufrüsten, die unter anderem
deren Widerstandsfähigkeit, Schnelligkeit oder Feuerkraft
c ^ n
' ... '
EH
lllllfp^
iL
:
&
Unaufhaltsam nähert sich der stählerne J aggernaut unserer Basis.
Seine Lenkraketen erzeugen schöne farbige Lichteffekte. Leider sind
sie auch tödlich...
erhöhen. Im Laufe des Spiels stehen bis zu acht Ausprägungen
zur Verfügung, so daß Sie pro Seite nicht weniger als 512 ver-
schiedene Typen errichten können.
Um den armen Spieler nicht zu verwirren, sind zu Beginn nur
ganz wenige Modelle verfügbar. Diese werden in extrem düste-
ren Landschaften eingesetzt, welche die Marsoberfläche dar-
stellen sollen. Zumeist geht es darum, die Basis des Feindes zu
zerstören, wo dieser seine eigenen Roboter erbaut. Gelegentlich
gibt es aber auch Spezialaufträge wie das Abfangen feindlicher
Konvois. Im Unterschied zu herkömmlichen Echtzeit-Strategie-
spielen ist das Produzieren von hunderten von Einheiten, die
dann in einem Massenangriff den Feind einfach niederwalzen,
nicht möglich. Sie haben in jeder Mission einen festen Geldbe-
trag, der in die Roboter-Produktion gesteckt wird. Erst wenn ein
Metallkrieger wieder demontiert wurde, können weitere kon-
struiert werden. Dadurch entfällt auch das sonst im Genre übli-
che Suchen nach Rohstoffen. Da Sie in normalen Missionen nur
Gute Strategen nutzen Wasser- und Säuretümpel, um den Vormarsch
des Feindes effektiv zu unterbinden.
Ein reichhaltiges Angebot: Aus den drei Komponenten Aufbau, Fahrwerk und
Extras können Sie sich individuelle Roboter zusammenbauen.
154
PC PLAYER 8/98
F« ■'
k^
rund 2500 Geldeinheiten zur Verfügung haben, aber selbst der
billigste Roboter 200 Credits kostet, bleibt die Zahl I hrer Maschi-
nen stets überschaubar.
Die Basen beider Seiten besitzen drei Schutzschilde; erst nach
Zerstörung des letzten ist sie endgültig vernichtet. Die Eliminie-
rung der ersten beiden Schilde hat den angenehmen Effekt, daß
Udo Hoffmann
****
Robo Rumble ist ein irreführender Titel: Hier wird
nicht dumpf gerumpelt, sondern fein abgewogen
und intelligent geplant. In jedem Level sind ande-
re Strategien erforderlich, um den Algorithmus des
Computers zu überlisten. Außerdem besitzt das
Programm eine klaustrophobische Atmosphäre
und ungewöhnliche Neuerungen, die man im Echt-
zeitstrategie-Bereich kaum noch zu erwarten hoff-
te. Elemente wie Regen und Schnee, versteckte
Booster der Außerirdischen oder tolle Lichteffek-
te der einzelnen Waffen deuten zudem auf ein Ent-
wicklerteam, das sein Produkt mit viel Liebe zum
Detail programmiert hat.
Einige überflüssige Schnitzer trüben dieses posi-
tive Bild bedauerlicherweise: Viele Level lassen
sich anfangs nur mit der Try-and-Error-Methode
lösen. Unüberwindlich erscheinende Computer-
gegner sind auf einmal ganz leicht zu schlagen,
sobald man das Schema erkannt hat, nach dem
sie vorgehen. Die eigenen Blechkameraden müs-
sen häufig punktgenau gesteuert werden, wenn
man nicht will, daß sie in ätzende Säure mar-
schieren. Außerdem ist mir die Spieltiefe fast
schon etwas zuviel des Guten; in der Hektik des
Kampfes kann man die Roboter meist nicht opti-
mal an die jeweilige Situation anpassen.
Doc h genug gemec kert: Robo Rumble isttrotz allem
für intensive Unterhaltung gut. Gerade erfahrene
Spieler werden ihre Freude haben.
*b Tolle
Düster-
Grafik
tb Originel-
le Einhei-
ten
tf Ab
wechs-
lungsrei-
che Auf-
träge
^ Mit einem sogenannten Disruptor
hatten wir diesen Gegner gelähmt.
Ein zweiter Roboter konnte ihn
deshalb in aller Ruhe auseinander-
nehmen.
alle Feinde in der näheren
Umgebung explodieren. Die
jeweilige Basis erhält dann eine
kleine Verschnaufpause und
kann ihre Verteidigung reorga-
nisieren. Außerdem wird sie
zumeist von Mauern oder Säu-
retümpeln flankiert; geschickt
positionierte Einheiten halten
so selbst eine Übermacht fern.
Beide Kontrahenten besitzen
einen fähigen Mitarbeiter-
stamm: Spione erforschen auf
Wunsch die Technologie des
Feindes, Wissenschaftler entwickeln Ihren Roboter-Fuhrpark
beständig weiter, und Statistikerfassen die Schlachtergebnisse
zusammen und geben Tips für zukünftige Aufträge. J e nachdem,
wie gut Sie Ihren letzten Auftrag erfüllt haben, stehen unter-
schiedlich hohe Geldbeträge zur Verfügung, mit denen Sie Ihre
Angestellten bezahlen. Vor allem der Wissenschaftler produziert
erst bei entsprechendem finanziellen Anreiz die nützlichsten
Erfindungen. I hre Roboter werden dann intelligenter oder kurz-
fristig unzerstörbar. (uh)
Dieser
weißhaarige
Greis kann
seine Freude
nur mühsam
zügeln; er hat
gerade eine
weitere tödli-
che Waffe
erfunden.
t Viele
kleine
Design-
Mängel
t Spiel-
stand nicht
jederzeit
speicher-
bar
obo Rumble
Hersteller:
Testversion:
Betriebssystem:
Sprache:
Multi-Player:
Ca.-Preis:
Topware Interactive
Beta vom Juni '98
Windows 95
Deutsch
1-4 (Netzwerk)
90 Mark
3D-Karten: Direct 3D, 3Dfx, Voodoo 2
Hardware, minimum:
Pentium/133, 16 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
" ' '"1,32 MByte RAM, 3D-Karte
r
Grafik: 7
Einstieg: 4
Steuerung: 6
Spielspaß;
O Sound: 7 O
O Komplexität: 8 O
O Multi-Player: 7 O
#
iimmiiiiiii
PC PLAYER 8/ 98
155
Strateqiespiel für Profis
Cyberstorm 2
Corp Wars gj"
Viel Feind, viel Ehr': Dank einer wahren Heerschar an
neuen Optionen will es »Cyberstorm 2« nicht nur mit
der runden basierten Strategiekonkurrenz, sondern
auch den Echtzeit-Vettern aufnehmen.
Ziemlich genau zwei Jahre, nachdem bei »Missionforce:
Cyberstorm« ein Roboterimperium mit der Menschheit im
Clinch lag, gibt es erneut Stunk. Bei »Cyberstorm 2: Corp Wars«
bekriegen sich gleich acht Parteien, die allesamt aus dem »Earth-
siege«-Universum stammen. Neben etlichen Trainingseinsät-
zen und einem runden Dutzend Einzelszenarien ste-
hen eine Kampagne sowie ein Missionsgenerator
Gewehr bei Blechfuß. Sie durchlaufen im steten
Wechsel zwei ganz unterschiedliche Spielphasen. I m
wirtschaftlichen Teil erhalten Sie eine gewisse Bar-
schaft, deren Höhe sich an I hren militärischen Erfol-
gen orientiert. Das Geld fließt in die Errichtung von
Abwehrtürmen, die in 15 Bereiche aufgeteilte For-
schung, vor allem aber in die Aufrüstung. I nsgesamt
stehen 27 Grundmodelle vom schlichten Panzer über
Flugzeuge bis hin zu »BattleMech«-ähnlichen
Kampfrobotern zum Verkauf. Die Bewaffnung kostet
extra und hängt zudem vom Stand Ihrer Forschung
ab. So gibt es Laserknarren verschiedenster Reich-
weite, Raketen sowie neuerdings auch Tarngeräte und Minen.
Alle Einheiten benötigen darüber hinaus einen eigenen Piloten.
Den brauen Sie sich im angeschlossenen Genlabor selber zusam-
men, je nach seinen (steigerungsfähigen) Eigenschaften muß
Jedes der vier
Hauptgebäude
in der Basis
beherbergt
einen ganzen
Schwung
Untermenüs.
Manfred Duy
***
Preisfrage: Wie gewinnt man die Gunsteines Spie-
lers? Antwort: Sicher nicht, indem man ein eigent-
lich gar nicht mal so übles Spielprinzip durch eine
altbackene und ruckelige Präsentation verhunzt,
ihr auch noch eine sperrige Steuerung unterjubelt
und den Schwierigkeitsgrad in exorbitante Höhen
hievt. Im Bestreben, den Vorgänger durch die
opulente Ausweitung praktisch sämtlicher Ele-
mente (Forschung, Waffentechnologie, optionale
Echtzeitkämpfe) zu übertrumpfen, wurden weitaus
wichtigere Dinge schlichtweg übersehen.
So sind die Missionsbeschreibungen oftmals irre-
führend, da lückenhaft, die verworrene Menü-
struktur mit ihrer mikroskopischen Schrift lädt
kaum zum Verweilen ein, und die Einheiten gehor-
chen nur manchmal meinen Befehlen. Fazit: Weni-
ger wäre in diesem Falle weitaus mehr gewesen.
tb Wahl-
weise Run-
den- oder
Echtzeit-
strategie
tb Indivi-
duelle
Einheiten
t Ruckel-
Grafik
t Ham-
merharter
Schwierig-
keitsgrad
Die Karte läßt sich stufenlos zoomen, der Kriegsnebel auch deaktivieren.
der Geldbeutel dabei
mehr oder weniger
schlimm bluten. Nach
dem Verprassen der
gesamten Barschaft folgt
Spielphase Nummer
zwei. Bei den nun aus-
wählbaren Missionen ist
in aller Regel entweder
der Gegner oder dessen
Basis plattzumachen. Bis
zu acht Einheiten werden
auf das von oben gezeig-
te Schlachtfeld beordert, das als Dschungellandschaft, Schnee-
feld, Wüste oder Inselwelt daherkommen kann. Die Rest-Armee
schützt derweil die Basis vor feindlichen Übergriffen. Die Kämp-
fe laufen wahlweise in Echtzeit oder im Rundenmodus ab, die
Steuerung hält sich brav an die Standard-Methode des Genres:
Im Point-and-click-Verfahren dirigieren Sie die Truppen einzeln
oder als eingerahmte Gruppe über das Schlachtfeld und nehmen
den Feind mausklickend unter Beschuß. (md)
Die Qualität der Ausrüstung hängt vom aktuellen For-
schungstand ab.
Cyberstorm 2: Corp Wars
Hersteller:
Testversion:
Betriebssystem:
Sprache:
Multi-Player:
Ca.-Preis:
Sierra
Verkaufsversion 1.0
Windows 95
Englisch (Deutsch geplant)
1-8 (Netzwerk, Modem)
80 Mark
3D-Karten: -
Hardware, minimum:
Pentium/133, 24 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium/166, 32 MByte RAM
Grafik: 4
Einstieg: 3
Steuerung: 4
Sound: 5
Komplexität: 7
Multi-Player: 5
IUI
Spielspaß:
#
iiiiiiiiii
156
PC PLAYER 8/98
Rennspiel für Einsteiqer und Fortgeschrittene
castroi Honda Superbike
World Champions
Einmal kurzgedotzt, und schon landet der Superbike-
Pilot im Rennstreckenstaub. Michael Schumacher
würde sich hier nicht wohlfühlen; aber wie sieht es
mit dem Rest der Menschheit aus?
Neben der Motorrad-Weltmeisterschaft gibt es noch etliche
andere Wettbewerbe, in denen schwere Maschinen um Punk-
te und Siege fahren. Einer davon ist die sogenannte Superbike-
Meisterschaft, die vorwiegend in asiatischen Gefilden und auf der
hubraumstarken Honda RC45 ausgetragen wird. Unschwer zu
erkennen ist das anhand der zehn angebotenen Strecken: Der
Padang Raceway, Sukuh Island oder das Motegi Oval sind selbst
Rennsportfans ungefähr so geläufig wie die Namen der Neben-
frauen des Kaisers von J apan. Nur wenige Kurse brechen aus der
fernöstlichen Phalanx aus: etwa der Stadtkurs und die Renn-
strecke von Allerton (auf der I sie of Man), sowie Porto Korint-
hos im schönen Griechenland.
Das eigentliche Rennen besteht aus viel Action mit einem Sprit-
zer Simulation. Es gibt sechs verschiedene Schwierigkeitsstufen;
je härter Sie es lieben, desto größer wird auch der Simulations-
Anteil. In den Anfängerstufen fährt sich Ihr Bike fast wie ein
Auto, wenn man mal von der Schräglage beim Richtungswechsel
absieht. Später müssen Sie gehörig aufpassen: Geben Sie in der
Kurve zu viel Gas, rutscht unweigerlich der Hinterreifen weg. Nur
mit einem hurtigen Händchen am Gaspedal läßt sich das Krad
dann noch abfangen. Andere Erschwernisse sind Schäden am
Fahrzeug nach deftigen Stürzen, Strafen für Schnellstarts oder
ähnliche Unverschämtheiten, sowie die Überhitzung des Motors.
Ansonsten bewegt sich der Honda-Treff im üblichen Rahmen
Udo Hoffmann
****
tbGelun- ^
gene Fahr-
physik
& Sehr
variabler
Schwierig-
keitsgrad
t Grafik
unspekta-
kulär
Das große Plus von Honda Superbike sind die
gelungenen Fahreigenschaften. Gerade in den
höheren Schwierigkeitsstufen ist es keine Klei-
nigkeit, die Maschine auf Kurs zu halten. Insbe-
sondere Rennsport-Veteranen werden Glücksge-
fühle durchströmen, wenn es ihnen gelingt, gegen
die zähen Computergegner zu bestehen, einen
neuen Rundenrekord zu fahren oder die Maschi-
ne immer weiter auszureizen.
Ein Rennen über die volle Distanz artet dann aller-
dings schon fast in Schwerarbeit aus. Und die
eigentlichen Rennstrecken sind nicht gerade ein
Muster an Abwechslung. Ein weiteres Ärgernis ist
die mangelhafte Speicherfunktion: Fahren Sie
gerade eine Meisterschaft, kann ein zweiter Spie-
ler nicht von vorne beginnen, ohne den Spielstand
L^EEii L=I*I fci^jJI
zu löschen.
langweilig
Artig reihen sich die Fahrer in der Kurve auf. Da man stets den eigenen
Lenker im Blickfeld hat, kommen Schwindelgefühle erst gar nicht auf.
<4 Nur höchst selten
werden die sterilen
Rennstrecken durch
sterile Gebäude auf-
gelockert.
Keine Rückspiegel, ►
dafür dieser Blick
nach hinten. In der
Hektik des Rennens
eine höchst unprakti-
sche Lösung.
bewährter, wenn auch nicht sonderlich aufregender Rennspiele.
Acht bis 24 Computerfahrer treten gegen Sie an. In einem Trai-
ningsmodus können Sie alle Strecken üben oder zu einem Ren-
nen sowie einer Meisterschaft antreten. Und in einem (unüber-
sichtlichen) Splitscreen-Modus fahren zwei Personen an einem
PC gegeneinander. (uh)
Castroi Honda Superbike World Champions
Hersteller: Interactive Entertainment
Testversion: Beta vom Juni '98
Betriebssystem: Windows 95
Sprache: Deutsch
Multi-Player: 1-2 (PC), 1-6 (Netzwerk)
Ca.-Preis: 90 Mark
3D-Karten: Direct 3D, 3Dfx
Hardware, minimum:
Pentium/90, 16 MByte RAM
Hardware, Empfehlung:
Pentium/200, 32 MByte RAM, 3D-Karte
Grafik: 6
Einstieg: 7
Steuerung: 8
HIHI
mim
iiiiim
Sound: 6
Komplexität: 6
Multi-Player: 7
llllllllllllll
PC PLAYER 8/ 98
157
V
ALLES FLIESST
Irgendwo zwischen dem Hektik- Fluß und dem Taktik-
Gebirge liegt das Land, in dem die Echtzeit- Strategie
entsteht. Mit unserem Special wollen wir Ihnen einen
kleinen Reiseführer für dieses seit einigen Jahren
blühende Genre anbieten.
Was auch immer wir tun, ob wir nun arbeiten, schlafen,
spielen, lieben oder uns über schlechte Programme
ärgern: stets vergeht Zeit. Dies merkt man erst recht bei Com-
puterspielen. Nicht nur, daß mitihnensomancheslangeWochen-
ende erschreckend schnell zu wenigen Stunden zusammenzu-
schnüren scheint; Computerspiele arbeiten selbst mit der Zeit
und werden gerade dadurch erst spannend. Zeit sorgt für Dyna-
mik, das Fehlen von Zeit bedeutet Erstarrung. Ein Refugium, in
dem diese Regel scheinbar nicht galt, bewohnten hingegen über
viele Jahre die Strategiespiele: Für jeden einzelnen Spielzug
konnte man sich praktisch unbegrenzt Zeit lassen und erst inten-
siv die Folgen abwägen. Doch schon damals wurde nicht wirklich
auf das Element der Zeit verzichtet. Denn jede Runde symboli-
siert ja auch eine bestimmte Menge an Zeit, die in Bewegungs-
und Aktionspunktefürdieeinzelnen Einheiten umgerechnet wird.
Aber natürlich fehlte der für den Spieler unmittelbar spürbare
Zeitdruck, unter dem in der Realität Entscheidungen getroffen
werden müssen.
Genau hier setzen die Echtzeit-Strategiespiele an. Diese junge
Unterabteilung breitet sich erst seit wenigen Jahren im Genre
aus. Das hängt nicht zuletzt mit der inzwischen kräftig gewach-
senen Rechnerleistung zusammen, durch die sich strategische
Berechnungen und flotte Grafik nicht länger ausschließen. Bei
ihnen vergeht auch Spielzeit, während man überlegt. Ständig
passieren Veränderungen, und zu langes Zögern kann ebenso
fatale Konsequenzen haben wie eine falsche Entscheidung. Der
Spieler muß daher die Balance finden zwischen einem durch-
dachten Vorgehen und raschem Reagieren.
Die einzelnen Spiele sind wiederum deutlich unterschiedlich
akzentuiert. Mal stehteher strategisches Denken imVordergrund,
mal zügiges Vorankommen. Die Grenzen dieses boomenden Gen-
res sind fließend. Eine exakte Definition fällt schwer, zumal es
immer mehr Zwitter gibt, die entweder kräftige Anleihen bei den
Action-Kollegen machen oder sich stärker an rundenbasierter
Strategie orientieren. Bei einigen Titeln darf man gar wählen, ob
in Echtzeit oder rundenweise gespielt wird. Oft wird nicht nur
gekämpft, sondern auch produziert, oder es muß gleich richtige
Aufbauarbeit geleistet werden.
Wir haben uns bei unserer Vergleichstest-Auswahl weitgehend
auf Titel beschränkt, bei denen eine größere Anzahl von - wie
auch immer gearteten - Einheiten kommandiert werden muß.
Etliche Kandidaten entfielen nach intensiver Diskussion, um den
Schwerpunkt nicht ausufern zu lassen. Prominentes Beispiel ist
der Taktik-Hit »Commandos«, bei dem die Anweisungen zwar in
einer Echtzeit-Umgebung ausgeführt werden, während man sich
für die Planung der einzelnen Schritte meist viel Zeit nehmen
kann. (tw)
158
PC PLAYER 8/98
te**
Echtzeit-Strategie: Historie
Combat Leader (SSI, 1986)
Bei »Combat Leader« wurde der Spieler erstmals
aus dem Korsett von Hexfeldern und Runden
befreit und konnte die Einheiten per J oystick her-
umkommandieren. In sieben Szenarien kämpfte
man mit Panzern und Infanterie gegen einen ähn-
lich ausgerüsteten Gegner. Außerdem ließen sich
Schlachtfelder zufallsgesteuert generieren. Die
bescheidene Präsentation mit kaum erkennbaren
Einheiten auf dem C 64 ließ noch nicht erahnen,
was später aus dem Genre werden sollte. Immer-
hin war mit der Missionsstruktur ein Element ein-
geführt, daß heute in jedem gängigen Echtzeit-
Strategiespiel zu finden ist.
FM PLT ü: ME ARE UNDER FIBE
!
jalr-
-
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OJ +
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Command HQ
(Microplay, 1990)
Grafisch war »Command H.Q.« eher ein Rück-
schritt, während es spielerisch die Strategen zu
verzückten Schreien animierte. Auch wenn die
Feldzüge im globalen Maßstab durchgeführt
wurden, geschahen alle Aktionen in Echtzeit,
wodurch das Spiel eine großartige Dynamik
erhielt. Davon einmal abgesehen, ist die Ver-
wandtschaft zu heutigen Titeln mit ihren bombastischen Explosionen
und Dutzenden verschiedener Einheitentypen ziemlich gering.
Siege (Mindcraft, 1992)
Auch »Siege« gehört zu den Titeln, die schon zur Zeit ihrer Veröffentlichung keinen
Schönheitspreis gewinnen konnten. Im Mittelpunkt stand die Erstürmung oder Vertei-
digung von Burgen im Lande
Gurtex. Bei bis zu 300 Ein-
heiten pro Seite herrschte
mitunter ein erschrecken-
des Gewusel, wobei das
Spiel anhielt, sobald man
einer Einheit einen neuen
Befehl geben wollte. Später
schob der Hersteller noch
weitere Titel im gleichen Stil
nach.
19 8 7
19 8 9
19 9
Populous (Bullf rog, 1989)
Es war nicht leicht, ein Gott zu sein: Bevor es dem eigenen
Volk gut gehen konnte, mußte das Gelände durch gezieltes
Einebnen oder Anheben bearbeitet werden, um so Platz für
neue Siedlungen zu schaffen. Schließlich stand man in Riva-
lität mit den Ungläubigen eines anderen Stammes, auf den
man die eigenen Anhänger hetzte. Die göttliche Macht wurde
gestärkt durch die Größe des anvertrauten Volkes. Die hüb-
sch animierten Kämpfe (einschließlich brennender Hütten) .
waren sicherlich einzigartigfür diedamalige Zeit. » Populous«
startete seinen Siegeszug auf dem Amiga und wurde nach und
nach auch für diverse Konsolen und den PC umgesetzt.
Dune 2 (Westwood/Virgin, 1992)
Dieser Geniestreich ist gleichermaßen Vorbild und Ahnherr
der modernen Echtzeit-Strategiespiele. Mit dem Gebäude-
bau, dem Rohstoffsammei n und den via Maus gesteuerten
Einheitentypen gab es bereits in »Dune 2« Elemente, die
nach wie vor gerne verwendet werden.
Die einzelnen Einheiten bestätigten
Befehle per Sprachausgabe, und dem
unerfahrenen Spieler standen Ratge-
ber bei. Trotz dieser vielen guten
Ideen sollte es mehrerej ahre dauern,
bis das Spielprinzip erneut aufgegrif-
fen wurde und schließlich eine Flut
ähnlicher Produkte hervorbrachte.
] CrccUts
1 1 1 |2|3|5|
■
Fields of Glory
(Microprose, 1993)
Viel Feind, wenig Ehr': Trotz Hek-
tik-Faktor entpuppte sich »Fields
of Glory« als mittlere strategi-
sche Pleite. Brücken wurden zu
unüberwindlichen Hindernissen,
eigentlich unpassierbare Flüsse
benutzte der Computergegner
gerne als Schnellstraße. Dennoch
bot die Simulation der Napoleo-
nischen Feldzüge interessante
Ansätze und hob sich zudem deut-
lich von »Dune 2« ab. Doch leider hatte man mehr Arbeit in die umfangrei-
che historische Datenbank investiert als in das eigentliche Spiel.
:4£. IS Juni 1S1E
If
■&» HL*
*VV~ ^ » -: --
160
PC PLAYER 8/ 98
Warcraft
(Blizzard/ Interplay, 1994)
Rund zwei J ahre mußten die Spieler warten, bis
ein Entwicklerteam namens Blizzard das innova-
tive Spielprinzip von »Dune 2« wiederbelebte.
Dabei orientierte man sich so eng am Vorbild,
daß nur sein Fantasy- Szenario das Spiel vor dem
Plagiatsvorwurf rettete. Inhaltlich rankte sich
bei »Warcraft« alles um einen Konflikt zwischen
Orks und Menschen, bei dem neben Kampfesmut
auch die Versorgung mit Holz und Gold kriegs-
entscheidend war.
IL
if
ä BHÜH1H IFTünW HWISüi |^| t>s=H
&'.&&>
"4*'
3L~.'as
»Z« (Renegade, 1996)
Mit hohen Erwartungen wurde 1996
»Z« entgegengefiebert, das die Bit-
map Brothers als echte Innovation
ankündigten; besonders hervorge-
hoben wurde die Intelligenz der
eigenen Truppen. Tatsächlich waren
die Roboter dann allerdings sehr
starrsinnig, verweigerten Befehle
und machten dem Spieler über-
haupt gern das Leben schwer.
Zudem gab es seinerzeit ernsthafte Diskussionen, ob man ein derart actionlastiges Spiel
noch mit dem Stempel »Strategie« versehen darf. Immerhin war die Angelegenheit stel-
lenweise recht humorvoll.
Warcraft 2 (Blizzard, 1995)
Ein Vierteljahr nach dem » Command & Conquer« -Aufmarsch konterte Blizzard mit dem zwei-
ten Teil seines Fantasy- Spektakels. Die Orks setzten darin den geflohenen Menschen über
das Meer nach, da ihnen offensichtlich
sonst jeglicher Zeitvertreib abging. Wem
die mitgelieferten Missionen nicht mehr
reichten, der durfte zum Editor greifen
und eigene Schlachtfelder gestalten. Als
neues Element tauchten Seeschlachten
auf, bei denen selbst Orks zu passablen
Matrosen wurden. Außerdem gab es den
zusätzlichen Rohstoff Öl sowie Drachen
und Greife als fliegende Einheitentypen.
Command & Conquer
(Westwood, 1995)
Etliche Monate nach »Warcraft« erschien end-
lich das nächste Echtzeit- Drama der Dune 2-
Entwickler. Diesmal veröffentlichte Westwood
das meisterhafte Resultat unter eigenem
Namen und kletterte damit schnell an die Spit-
ze der Verkaufscharts. Inspiriert durch diesen
Erfolg, brach ein Echtzeit-Boom los, der bis
heute anhält. Dazu trugen natürlich auch die
professionell gefilmten Zwischensequenzen
bei, die dem in einer düsteren Zukunftswelt
angesiedelten Spiel zusätzlich Atmosphäre ver-
liehen.
Command & Conquer 2:
Alarmstufe Rot
(Westwood, 1996)
Was ursprünglich als bessere Missions-CD
gedacht war, geriet im Laufe desj ahres 1996
zu einem eigenständigen C&C-Teil. Dieser
spielte in einer Welt, in der die Nazis in
Deutschland nie an die Macht gelangten,
stattdessen griff hierein größenwahnsinni-
ger Stalin nach der Weltherrschaft. Auch
wenn die Computerintelligenz immer noch
spürbare Schwachstellen aufwies, war
»Command & Conquer 2« so gelungen, daß
es nicht nur die Kritiker zu Lobeshymnen
hinriß. Viele Spieler begeistert noch heute
der ausgereifte Multiplayer-Modus.
' t: ™ :BB **» "SB «1
Dungeon Keeper (Bullf rog, 1997)
Mit » Dungeon Keeper« verabreichte die Bullf rog-
Crew dem Genre eine zwar eigenwillige, aber
höchst belebende Frischzellenkur. Es ist der ein-
drucksvolle Beweis, daß im scheinbar ausgereiz-
ten Echtzeit-Ansatz noch etliche Möglichkeiten
schlummern: Man agiert als der erzböse Hüter
eines Dungeons, der mit Fallen, Monstern und dem
gezielten Ausbau seines Höhlensystems allen Ein-
dringlingen das Leben versauert. Einige Abschnit-
te sind gar nur bei Vollmond zugänglich. Als Tüp-
felchen auf dem i wird der gute Avatar aus der
»Ultima« -Reihe zur Zielscheibe von Bösartigkei-
ten. Last but not least besteht die Möglichkeit,
die Level in der 3 D- Perspektive zu durchwandern.
PC PLAYER 8/98
161
$■
rs^
■A
Echtzeit-Strategie: Vergleichstest
-im-
StarcraFt
Gleich drei Rassen treffen auf fremden Pla-
neten aufeinander und werden in kriege-
rische Auseinandersetzungen verwickelt.
Der Spieler wechselt im Verlauf der ver-
zwickten Handlung mehrfach die Perspek-
tive und kontrolliert zunächst die Men-
schen, dann die insektenähnlichen Zerg
und schließlich die hochentwickelten Pro-
toss. Alle Völker sind mit unterschiedli-
chen Eigenheiten ausgestattet und erfor-
dern jeweils andere Strategien. Ansonsten
findet man die übliche Echtzeit-Mischung
aus Basisbau, Upgrade-Forschung und
Kämpfen, wobei in höheren Missionen
bestehende Basen übernommen werden.
Bemerkenswert ist der umfangreiche Edi-
tor. Starcraft stammt übrigens aus der
gleichen Programmierstube, die schon mit
den beiden »Warcraft«-Titeln für Aufsehen
sorgte.
Fazit* Unsere derzeitige Referenz vereinigt
hervorragende Zugingliehkeit mit einer
vorbildlichen Missionsstruktur. Auch
Genre-Neulinge werden von Stareraft
schnell mitgerissene
Stare raFt
Hersteller: Blizzard
Test in Ausgabe: 6/98
Anspruch: Einsteiger, Fortgeschrittene
Anzahl Spieler: 1-8
Editor: ja
Anzahl Missionen: 30
V
Strategie
Hektik
^N
Präsentation: 9 III
Steuerung: 9
Einstieg: 9 III
r*
Spielspaß:
HIHIHI
w
Dark Reiqn
Um die letzten Wasser- und Energievorrä-
te streiten bei Dark Reign Regierungsein-
heiten und aufständische Freiheitskämp-
fer. Die Rebellen verfügen in erster Linie
über Fußtruppen, während das Imperium
mit gepanzerten Vehikeln den Sieg errin-
gen will. Auch Saboteure oder Spione kön-
nen eingesetzt werden. Nach jeder Missi-
on entscheidet man sich erneut, für wel-
che Seite man weiterkämpfen will. Möglich
sind komplexe Befehle wie »Angreifen und
dabei Abstand halten«. Die Produktion
neuer Einheiten funktioniert nur, wenn
genug Wasser und Energie verfügbar ist.
Mit zunehmender Kampferfahrung werden
Ihre Truppen schließlich immer stärker.
Außerdem gibt es einen vorzüglichen Edi-
tor, mit dem eigene Szenarien komforta-
bel generiert werden können.
Fazit* Wer Wert auf strategische Details
und eine gute Künstliche Intelligenz legt
der Hegt hier richtige Die Komplexität ist
größer als bei den meisten Konkurrenz-
produkten, die Präsentation setzt hinge»
gen keine neuen Maßstäbe«
r
Dark Reiqn
Hersteller: Activision
Test in Ausgabe: 11/97
Anspruch: Fortgeschrittene, Profis
Anzahl Spieler: 1-8
Editor: ja
Anzahl Missionen: 25
Hektik
Präsentation: 6
Steuerung: 7
Einstieg: 7
^
Spielspaß:
HIHIHI
m
Aqe oF Empires
Echtzeit mal wahrlich klassisch: Kümmern
Sie sich um eine von zwölf antiken Zivi-
lisationen und begleiten Siediesevon der
Steinzeit bis zur Eisenzeit. Die Missionen
sind überaus abwechslungsreich und
beschränken sich keineswegs auf pures
Gegner-Verhauen. Unter anderem soll ein
bestimmtes Bauwerk errichtet werden,
Troja wird belagert und das Goldene Vlies
gesucht. J e nach Kulturkreis, Epoche und
MM
Technologiestufe verändern sich Ausse-
hen und Eigenschaften der Truppen und
Gebäude. Die Sumerer haben die fleißig-
sten Bauern, die Ägypter die besten Zau-
berer und die Asiaten die kürzesten Bau-
zeiten. Über historische Fakten infor-
miert eine Online-Enzyklopädie. Ein
Diplomatie- System ist ebenfalls vorhan-
den.
Fazit Das hochinteressante Szenario, die
sehenswerten Bauwerke und zahlreiche,
liebevoll animierte Details machen diese
Mischung aus Warcraft, Qvtlizatlon und Die
Siedler zu einem Muß für Eehtzeit-Strate-
gen.
>ge or Empires
Hersteller: Microsoft
Test in Ausgabe: 12/97
Anspruch: Fortgeschrittene
Anzahl Spieler: 1-8
Editor: ja
Anzahl Missionen: 32
Hektik
Präsentation: 8
Steuerung: 8
Einstieg: 8
r r
Spielspaß:
iiiiiiiiiiii
w
162
PC PLAYER 8/ 98
Total Annihilation
JSP^ä
/
Die Roboterarmeen der einst verfeindeten,
heute aber längst verschwundenen »Arm«
und »Core« zerlegen sich auch ohne ihre
Schöpfer fleißig weiter. Rund 100 Einhei-
tentypen sorgen beinahe für einen Over-
kill an Vielfalt. Dabei dürfen Sie sowohl die
Gewässer mit Schachtschiffen durchpflü-
gen als auch mit Flugzeugen um die Luft-
hoheit streiten. Wichtigste Figur ist der
Commander, der an beliebigen Stellen
neue Gebäude schaffen kann. Eine Spe-
zialität sind die unterschiedlichen Höhen-
stufen, durch die Hügel und Gebirgszüge
eine echte strategische Funktion erhalten.
Dies macht auch leichte Einheitentypen
wichtiger, die in anderen Spielen nur als
Kanonenfutter verwendet werden. Den
bombastischen Soundtrack haben die Hol-
lywood-erprobten »Seattle Symphonics«
eingespielt.
Fazit Durch die dreidimensionalen Karten
mit )»riehtigen«c Höhenstufen und die
Intelligent agierenden Computergegner
ist Total Annihilation ein Programm mit
bemerkenswerten Qualitäten.
Total Annihilation
Hersteller: GT Interactive
Test in Ausgabe: 11/97
Anspruch: Fortgeschrittene
Anzahl Spieler: 1-10
Editor: nur auf Zusatz-CD
Anzahl Missionen: 50
r
Strategie
Hektik
7>
Präsentation: 7
Steuerung: 8
Einstieg: 7
llllllll
r t
Spielspaß:
w
Dunqeon Keeper
Das mit Abstand ungewöhnlichste Spiel in
dieser Zusammenstellung ist sicherlich
Dungeon Keeper. Als astreiner Bösewicht
errichten Sie in 25 Leveln gefährliche Dun-
geons. Anfangs existiert bloß ein
Höhleneingang, hinter dem mit ein paar
wenigen Gehilfen Unterkünfte und eine
Schatzkammer angelegt werden. Der Abbau
von Goldadern füllt die Schatzkammer und
erlaubt den Erwerb von hübschen Extras.
Bald können Sie sich Folterkammern,
Bibliotheken oderein Gefängnis leisten. Mit
einem Friedhof können verblichene Mon-
ster eine Widerkehr als Vampir oder Skelett
erleben. Schließlich werden mehr und mehr
Monster angelockt, die man auf eindrin-
gende Helden hetzt. Auch mit Fallen
machen Sie den Guten das Leben schwer.
Wer mag, kann selbst die Steuerung eines
Monsters übernehmen und seine Gegner in
der 3D-Perspektive meucheln.
Fazit Bungeon Keeper ist höchst originell
und bietet nicht nur den Eehtzeit-Strate-
gen Lang anhaltenden SpieLspaß. Hier
stimmt fest jedes Detail bis hin zum Über»
all durchscheinenden schwarzen Humor.
Strategie
Dunqeon Keeper
Hersteller: Bullfrog
Test in Ausgabe: 7/97
Anspruch: Einsteiger, Fortgeschrittene, Profis
Anzahl Spieler: 1-8
Editor: nein
Anzahl Missionen: 25
Hektik
">
Präsentation: 7
Steuerung: 7
Einstieg: 8
r t
Spielspaß:
iiiiiiii
w
Command &
Conquer 2:
AlarmstuFe Rot
In dem pseudo-historischen Szenario gab
es keine Nazi-Bedrohung in Europa, statt-
dessen will hier Stalin den Kontinent
unterjochen. Sie wählen eine der beiden
Seiten und werden in eine Parallelwelt
geschickt, in der es neben real existieren-
den Waffen Systemen auch neue Erfindun-
gen gibt. Zudem müssen Gold und Edel-
steine eingesammelt werden, um den
Krieg bezahlen zu können. In den
abwechslungsreichen Missionen ist mal
Albert Einstein zu befreien, mal ein
bestimmtes Objekt zu zerstören; der
Schwierigkeitsgrad ist dabei einstellbar.
Als neues Element wurden Ölfässer einge-
führt. Bei einem Treffer explodieren diese
und lösen mitunter eine ansehnliche Ket-
tenreaktion aus.
Fazit Alarmstufe Rot gehört nicht ohne
Grund zu den erfolgreichsten Spielen in
Deutsehland. Obwohl es bereits Ende 1M6
erschien, kann es heute noch begeistern
und reizt auch zu Multiplayer=Partiene
C&C 2: AlarmstuFe Rot
Hersteller: Westwood
Test in Ausgabe: 12/96
Anspruch: Einsteiger, Fortgeschrittene, Profis
Anzahl Spieler: 1-8
Editor: ja
Anzahl Missionen: 41
r
Hektik
Präsentation: 6
Steuerung: 8
Einstieg: 8
^
Spielspaß:
nimm
w
PC PLAYER 8/ 98
163
ter*^
■A
:^,W M
KKND 2 -
^rossFire
-m f. T : ^
%
Wie der ausgeschriebene Titel es schon
andeutet: Bei »Krush, Kill'n Destroy« geht
es um die Auslöschung des Gegners. Dies-
mal treten gleich drei, durch herzliche
gegenseitige Abneigung verbundene Sei-
ten gegeneinander an, darunter auch der
Menschen überdrüssige Arbeitsroboter.
Auf der von einem Atomkrieg verwüsteten
Erde errichtet man in bewährter Manier
Stützpunkte, sucht nach Öl und produziert
neue Einheiten. KKND 2 ist gnadenlos
schwer und keinesfalls für unerfahrene
Echtzeit-Strategen geeignet. Die nicht
ganz ausgereifte Computer-Intelligenz
wird durch einebedrückendezahlenmäßi-
ge Übermacht der digitalen Kontrahenten
ausgeglichen.
Fazit KKND 1 ist ein ideales Geschenk für
alle strategische Aufschneider in Ihrem
Freundeskreis« Wem bislang die meisten
Programme zu leicht sind, der wird hier
seinen Meister finden« Dennoch motiviert
das atmosphärische Eehtzeit-Szenario zu
immer neuen Versuchen«
KKND 2 - KrossFire
Hersteller: Melbourne House
Test in Ausgabe: 7/98
Anspruch: Profis
Anzahl Spieler: 1-8
Editor: nein
Anzahl Missionen: 50
v —
Strategie
Hektik
Präsentation: 7
Steuerung: 8
Einstieg: 5
<7Z.
Spielspaß:
m
Dark Omen
Imfantasymäßigen Warhammer-Universi-
um ist dieses schicke, untypische Pro-
gramm angesiedelt. Anders als bei den
meisten Echtzeit-Strategiespielen wird die
dreidimensionale Landschaft in stufenlos
zoom- und drehbarer, schräger Draufsicht
dargestellt. In der Rolle eines Söldner-
hauptmanns kämpfen Sie nicht nur gegen
Orks, sondern müssen auch ganze Truppen
von Zombies, Skeletten und Vampiren
schleunigst zurück auf den Friedhof beför-
dern. Magiegehört ebenfallszu den Kämp-
fen, was angesichts der Untoten-Massen
oft dringend notwendig erscheint. Zudem
finden sich mitunter stärkende Gegen-
stände auf den Schlachtfeldern. Mit dem
Lohn für erfolgreich absolvierte Aufträge
rekrutiert man Ersatz für gefallene Solda-
ten.
Fazit Wer sieh auch nur irgendwie für das
Warhammer-Szenario erwärmen kann,
dem sei das ausgesprochen gelungene
Dark Omen ans Herz gelegt Erfrischende
Ideen, taktische Feinheiten und eine fas-
zinierende Story werden Sie lange fesseln.
r
Dark Omen
Hersteller: Electronic Arts
Test in Ausgabe: 4/98
Anspruch: Fortgeschrittene
Anzahl Spieler: 1-2
Editor: nein
Anzahl Missionen: 30
Hektik
Präsentation: 8
Steuerung: 8
Einstieg: 9 III
r t
Spielspaß:
mim M J)
-V
Earth 2140
Die Zukunft - ein düsterer Hort voller Ver-
nichtung und gewissenloser Kampf maschi-
nen. Von diesen pessimistischen Erwartun-
gen gehen auch die Macher von Earth 2140
aus, damit eine Rechtfertigung für ihre
wilden Echtzeit-Schlachten besteht. Zwei
gegnerische Lagerversuchen, sich mit Roh-
stoffgewinnung, Gebäudebau und der Pro-
duktion von Einheiten ausreichend auf die
Kämpfe vorzubereiten. In den Auseinan-
dersetzungen treten neben Panzern und
Hubschraubern auch große Mechs und
andere exotische Waffen Systeme gegen-
einander an. Hilfreich sind zudem komple-
xe Anweisungen wie »Einheit eskortieren«
oder virtuelle Generäle, die eigenständig
Truppen dirigieren. Bemerkenswerterweise
ändert sich die Anordnung der wichtiger
Elemente auf den Karten beim erneuten
Spielen einer Mission.
Fazit Earth 2140 ist solide, gut bekomm»
liehe Kost für Feldherren, die neue Her-
ausforderungen suchen. OrigfnaUtäts-Blu-
mentöpfe kann der offensichtliche C & C-
Klon aber nicht gewinnen.
Earth 2140
Hersteller: Topware
Test in Ausgabe: 7/97
Anspruch: Fortgeschrittene, Profis
Anzahl Spieler: 1-6
Editor: nein
Anzahl Missionen: 50
Hektik
Präsentation: 6 O
Steuerung: 7 O
Einstieg: 6 O
r t
Spielspaß:
mumm
m
164
PC PLAYER 6/ 98
Seven Kingdoms
QQQIB
.^'
; f?%ii
Sieben Völker mit ebenso vielen Königen
ringen in einer altertümlichen Fantasy-
Welt um die Vorherrschaft. Zudem gibt es
eine Dämonenplage, die ebenfalls
militärisch bewältigt werden muß. Die
unvermeidlichen Kämpfe sind dabei nur
einer von mehreren Faktoren, diezum Sieg
führen. Mit gefundenen Schriftrollen wer-
den Tempel errichtet. Die dort verehrten
Gottheiten können durch Gebete herbei-
gerufen werden und unterstützen Sie im
Kampf. Viel Wert wird auf Elemente wie
Spionage, Handel und Diplomatie gelegt.
Nach einer Weile wachsen die von Ihnen
gegründeten Dörfer zu richtigen Städten
heran, deren Loyalität Sie notfalls mit der
Errichtung von Forts sichern. Zufallsereig-
nisse wie Unwetter lockern das Spiel
zusätzlich auf. Wer die Missionen bestan-
den hat, kann sich Welten neu generieren
lassen.
Fazit Seven Kingdoms merkt man an, daß
es von einem Experten für Wirtschaftssi-
mulationen entwickelt wurde« Daher soll-
ten Sie keine Allergie gegen Obersiehts-
tabellen haben .
r
SEK
Hersteller: Interactive Magic
Test in Ausgabe: 12/97
Anspruch: Fortgeschrittene, Profis
Anzahl Spieler: 1-7
Editor: Zufallsgenerator
Anzahl Missionen: 15
^
Hektik
J-j
Präsentation: 5
Steuerung: 6
Einstieg: 5
r.
Spielspaß:
■»■" m
Myth - Kreuzzug
ins Ungewisse
Wie bei Dark Omen können Sie auch bei
dem Kreuzzug ins Ungewisse die dreidi-
mensionale Karte frei drehen und zoomen.
Auf Bau-Möglichkeiten wurde verzichtet,
dafür gewinnen die eigenen Recken mit
jedem bestandenen Kampf neue Erfahrun-
gen. Wichtig für den Sieg sind besonders
die richtige Formation und eine optimale
Aufstellung der Truppen. So sind Zwerge
langsam, können dafür jedoch Minen ver-
legen. Gegnersind ewig ruhelose Zombies,
Vampire und böse Zauberer. Die Umge-
bung ist mittelalterlich gestaltet, wobei
sich das Wetter ändert und Regenschauer
durchaus brennende Pfeile löschen kön-
nen, bevor diese ihr Ziel erreichen. Emp-
fehlenswert ist vor allem der gelungene
Mehrspieler-Modus.
Fazit* Die hektischen Gefechte mit einem
rasch reagierenden und Intelligent alle
Schwächen ausnutzenden Computergeg»
ner Lassen wenig Raum für taktisches Vor-
gehen, Anders sieht dies aus, wenn man
gegen menschliche Spieler antritt.
r, , , w M; . rT , i,> -^n^^^J— T .. |
r
Myth - Kreuzzug ins Ungewisse
Hersteller: Eidos
Test in Ausgabe: 12/97
Anspruch: Fortgeschrittene
Anzahl Spieler: 1-16
Editor: nein
Anzahl Missionen: 25
Strategie
T>
Hektik
r t
Spielspaß:
zp
Sid Meiers
Gettysburg
Eine der wichtigsten Schlachten des ame-
rikanischen Bürgerkriegs wurde bei Get-
tysburg geschlagen und ist in dieser
Umsetzung von Sid Meier in zahlreichen
Details nachspielbar. Meist geht es
darum, strategisch wichtige Hügel zu
erobern, von denen aus man das
Schlachtfeld besser kontrollieren kann.
Die historisch akkuraten Regimenter und
Bataillone folgen Ihren Befehlen so
lange, bis ihre Moral zu stark sinkt und
sie einfach den Rückzug antreten; manch-
mal ergeben sie sich sogar der Gegensei-
te. Absolvierte Kämpfe können in einer
Wiederholung betrachtet werden. Die 40
Szenarien stehen entweder einzeln zur
Verfügung oder können zu einer Schlacht
zusammengestellt werden. Es gibt vier
Schwierigkeitsgrade.
Fazit Der amerikanische Bürgerkrieg wird
sicherlich nicht jeden begeistern können,
zumal Sid Meiers detailverliebte Umset-
zung es weder den Hardeore-Strategen
noch den Eehtzeit- Enthusiasten recht
machen kann.
r
Sid Meier s Gettysburg
Hersteller: Electronic Arts
Test in Ausgabe: 12/97
Anspruch: Einsteiger, Fortgeschrittene
Anzahl Spieler: 1-8
Editor: nein
Anzahl Missionen: 40
Hektik
J-J
Präsentation: 6
Steuerung: 6
Einstieg: 6
^
Spielspaß:
im
_m
PC PLAYER 6/ 98
165
fcgE
Echtzeit-Strategie: M arktübersicht
Ferner lieFen
WWW
Die Echtzeit-Wert ist groß: In die-
ser Übersicht präsentieren wir alle
Echtzeit-Strategiespiele, die in
unserem Vergleichstest aus Platz-
gründen nicht vertreten sind.
r
Hersteller: Blizzard
Test in Ausgabe: 1/96
Spielspaß:
#
WAR WIND 2
■^€^m
Hersteller: SSI
Test in Ausgabe: 2/98
Spielspaß:
#
Hersteller: Red Orb Entert.
Test in Ausgabe: 4/98
Spielspaß:
<§>
JpS* INI* M%»
Hersteller: Microprose
Test in Ausgabe: 11/97
Spielspaß:
#
Hersteller: Tewi
Test in Ausgabe: 4/98
Spielspaß:
#
AKTE EUROPA
Hersteller: Logic Factory
Test in Ausgabe 11/97
Spielspaß:
£
Hersteller: Bullfrog
Test in Ausgabe: 10/96
Spielspaß
#
Hersteller: Microids
Test in Ausgabe: 3/98
Spielspaß
#
Hersteller: Eidos
Test in Ausgabe: 12/97
Spielspaß:
#
SEVEN YEARS WAR
£%T Ta
1
Hersteller: CDV
Test in Ausgabe: 4/98
Spielspaß
$
Hersteller: Eidos
Test in Ausgabe: 11/97
Spielspaß:
%
EMERGENCY
MB^feM*
;;"!
1
7 <;;<1 fr • |
ffu ^1
MflflMlh
Hersteller: Topware
Test in Ausgabe: 6/98
Spielspaß
%
Hersteller: Ripcord/Acclaim
Test in Ausgabe: 5/98
Spielspaß
#
Hersteller: Interplay
Test in Ausgabe: 1/97
Spielspaß:
$>
Hersteller: Mindscape
Test in Ausgabe: 2/98
Spielspaß
%
hdrdwdre +++ hdrdwdre +++ hdrdwdre +++ hdrdwdre +++ hdrd
Kampf gegen
2J Ls Hol lywood
Was haben Walt Disney und die Gebrüder Warner dagegen, daß ich
meinen PC aufrüsten will? Nichts, möchte man meinen - und doch
blockieren diese beiden Konzerne, zusammen mit ein paar anderen
Filmgrößen, mein nächstes Hardware-Update schon seit zwei Jahren.
Es geht um die DVD, respektive um die dazugehörigen Laufwerke.
Technisch ist seit Jahren alles klar, und wir könnten alle längst
die CD-ROM-Laufwerke vergessen und statt dessen DVD-Laufwerke ein-
setzen. Doch die Hollywood-Gewaltigen legen ihr Veto ein, denn
schließlich lassen sich damit auch Filme ansehen.
Und genau hier gibt es Knatsch, da die Konzerne immer noch bestim-
men wollen, wer wann welche Filme sehen darf. Könnte einem als
Spieler ja egal sein, schließlich geht es mir nur um die Platzvor-
teile der DVD. Doch trotzdem darf ich mich nun mit einem Wirrwarr
aus verschiedenen Kopierschutz-Mechanismen rumschlagen. Ein
Kopierschutz im Treiber, einer in der DVD-Karte, und schließlich
noch einer im Laufwerk. Dabei bin ich schon froh, wenn eine neue
Hardware überhaupt funktioniert. Auf künstliches Verkomplizieren
kann ich getrost verzichten. Ich will mir auch nicht vorschreiben
lassen, in welcher Sprache ich mir einen Film anzuschauen habe.
Dank der verschiedenen Patches im Internet, mit denen man den
Kopierschutz umgehen kann, ist die Frage der Ländercodes recht
leicht zu lösen. Doch wie sieht es mit Spielen auf DVD aus
Werden die sich auch nicht auf einem deutschen Rechner
installieren lassen, wenn sich die Amerikaner querlegen?
Bahnt sich da vielleicht sogar eine unheilige Allianz
mit der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende
Schriften an?
Ich werde mir auf jeden Fall eines der DVD-
Laufwerke der zweiten Generation besorgen.
Dazu gehören nämlich Modelle, die es mit den
Ländercodes nicht so genau nehmen. Welches
Laufwerk für Sie das richtige ist, können
Sie in unserem DVD-Test ab der Seite 168 nachlese
Nur noch
unwesentlich teurer
als CD-ROM-Laufwerke: Wir
testen DVD- Player für den PC.
Thomas Köglmayr
J"IP% Behelfsmonitore.
^^^7 Um die magische
2000 Mark-Grenze zu halten,
bekommt man derzeit zu kräfti-
gen Pentium-Il-Systemen lä-
cherliche 15-Zöller verkauft.
Tip: Die Kisten gleich im Laden
stehen lassen und dafür minde-
stens einen 17-Zoll-Bildschir-
men mitnehmen.
^^W^ DVD-Laufwerke,
^■■v Die neuen können
alles, was ein CD-ROM-Lauf-
werk leistet, und verkraften dar-
über hinaus auch noch Schei-
ben, auf die bis zu 17 GByte
draufpassen sollen. Fehlen nur
noch die reinrassigen DVD-
Spiele ...
Ihr
PC PLAYER 8/ 98
167
Vergleichstest: DVD-Player für den PC
DIE c d -
KILLER
TRETEN AN
Sie schrecken vor dem Kauf eines DVD- Laufwerks
zurück? Dazu haben Sie auch allen Grund. Denn die
Technik ist noch neu, die Vor- und Nachteile eines
DVD-Gerätes gegenüber CD-ROM sind alles andere als
deutlich erkennbar. Dieser Test macht Schluß mit
Ungewißheiten und sagt Ihnen, ob sich der Umstieg
auf einen DVD- Player lohnt.
Wenn man von der DVD hört oder liest, heißt es
immer, daß auf die »digitale vielseitige Schei-
be« (»Digital Versatile Disc«) so wunderbar viele
Daten drauf passen und daß sie ideal als Speichermedium für
Spielfilme geeignet ist. Die wirklichen Vor- und Nachteile blei-
ben aber ungenannt. Deshalb stellt dieser Artikel an erster Stel-
le die vielen Vorzüge eines DVD-Players heraus, sagt aber auch,
mit welchen Problemen Sie rechnen müssen.
Damit Sie eine Übersicht über die bereits auf dem Markt befind-
lichen Geräte bekommen, testete PC Player sechs DVD-Laufwer-
ke. In der großen Übersichtstabelle auf Seite 176 können Sie die
verschiedenen Ausstattungsmerkmale, Preise und Leistungsda-
ten direkt vergleichen. Achten Sie beim Kauf eines Laufwerks da-
rauf, ob eine Decoder-Karte mitgeliefert wird. Diese brauchen
Sie, wenn Sie Spielfilme von DVD anschauen wollen oder DVD-
Spiele spielen, die MPEG2-Videos enthalten.
Auf dem Bild deutlich zu erkennnen, um wieviel detailreicher sich DVD-
Spiele präsentieren können.
Vie le Vo rt e ile mit DVD
Daß auf der DVD-Scheibe mächtig viel Platz ist, dürfte ihr Haupt-
vorteil sein. Schließlich ist ein Speichervolumen zwischen 4,7
und 17 GByte wirklich eine Menge Holz. Der zweite große Plus-
punkt ist die Vielseitigkeit eines DVD- Laufwerks: Man braucht
kein extra CD-Laufwerk, weil der DVD-Player auch die normalen
CDs, CD-Rs und CD-RWs schluckt. Legt man eine Spielfilm-DVD
ein, stehen viele Features zur Verfügung, auf die man bei einem
normalen Videorecorder verzichten muß. Beispielsweise ein
Menü, über das man verschiedene Szenen anspringen kann. Auf
vielen Film-DVDs sind mehrere Sprachversionen gespeichert, zwi-
schen denen man einfach wechseln kann. Außerdem lassen sich
Untertitel einblenden, sofern diese auf der Scheibe vorhanden
sind. Für das richtige akustische Feeling sorgt hochwertiger Sur-
round-Sound. Dabei darf man zwischen normalem Stereo-Aus-
gang, Pro-Logic-Surround und Dolby-Digital (AC-3) wählen. Je
nach mitgelieferter Player-Software sind auch Screenshots von
DVD-Filmen möglich - sofern der Streifen nicht mit einem Copy-
right-Signal ausgestattet ist.
Auch die Spieleindustrie macht sich langsam die Vorteile der DVD
zunutze. Allerdings wartet man hier noch vergeblich auf die Kil-
ler-Applikation, die der DVD zum absoluten Durchbruch verhilft.
Solange dieses Spiel nicht auf dem Markt ist, bleibt die Trend-
wende hin zu DVD- Laufwerken wohl weiterhin zögerlich. Und
solange keine breite Basis installiert ist, bleibt wohl auch das
Super-DVD-Spiel aus. So wird sich die Katze noch eine Zeitlang
in den Schwanz beißen. Aber das war seinerzeit bei der CD nicht
anders.
Auch auf der E3 war kein Killerspiel für DVD zu sehen. Waren
1993 »The 7th Guest« von Trilobyte oder LucasArts' »Rebel
Assault« CD-ROM-Kaufanreize allererster Güte, sieht es an der
DVD-Front düster aus. Ein paar aufpolierte Umsetzungen grafi-
klastiger Abenteuer wie Red Orbs »Riven«, Activlsions »Zork Grand
I nquisitor« oder »The J ourneyman Project 3«, bessere Grafik und
Surround-Sound beim schon erschienenen »Tex Murphy: Over-
seer«, das ist schon das höchste der Gefühle. Sogar »Dragon's
Lair«, der Urahn aller interaktiven Filme, soll für das neue Me-
dium wiederaufgelegt werden.
168
PC PLAYER 8/98
So haben wir getestet
Der Test-P C
Alle Testkandidaten wurden an einen Pen-
tium/200-MMX mit 64 MByte Hauptspeicher
angeschlossen. Das jeweilige DVD-Laufwerk
wurde als »Master« an den Secondary Port
angeschlossen. Am Primary Port« verrichteten
zwei Festplatten mit jeweils 1,2 GByte ihre
Arbeit. Jedes Laufwerk bekam im Test ein
neues Windows 95 spendiert, damit keine
alten Treiber den Test beeinträchtigen. Damit
die Testumgebung praxisnah ist, waren zusätz-
lich Anwendungen wie MS-Office, T-Online,
CompuServe und Corel-Draw installiert.
Installation
(5 Prozent):
Was für den einen selbstverständlich sein
mag, ist für den anderen ein schwieriger Ein-
griff: das Öffnen des Rechners und der Ein-
bau der Decoder-Karte und des DVD-Lauf-
werks. Damit auch Anwender damit zurecht-
kommen, die ihren PC noch nie aufgeschraubt
haben, muß das mitgelieferte Handbuch aus-
reichend Hilfestellung geben. Dabei prüften
wir, ob alle Handgriffe ordentlich beschrie-
ben und bebildert sind. Zusätzliche Plus-
punkte gibt's für einen Abschnitt mit Pro-
blemlösungen, ein Glossar und einen Index.
Das Handbuch sollte selbstverständlich
deutsch sein.
Ausstattung
(2 5 Prozent):
Bei der Ausstattung prüften wir wichtige
Punkte wie einen ordentlich programmierten
Treiber und die zusätzlich mitgelieferte Soft-
ware. Damit es beim Anschluß keine Proble-
me gibt, müssen alle nötigen Kabel im Lie-
ferumfang enthalten sein. Mit dem IDE-Kabel
schließt man den DVD-Player an den Rechner
an. Ein Audio-Kabel sorgt für die Verbindung
des Laufwerks mit der Decoder-Karte, sofern
diese mitgeliefert wird. Pluspunkte gibt's
auch für einen großen Cache-Speicher, ein
anwenderfreundliches Ländercode-Handling,
einen Play-Button für Audio-CDs und einen
Kopfhöreranschluß am Laufwerk. Wert wird
auch auf die Qualität der mitgelieferten Deco-
der-Karte gelegt.
Leistung (6 5 Prozent):
Jedes DVD-Laufwerk mußte sich einer Reihe
von Tests unterziehen. Zum einen wird die
Leistung als normales CD-Laufwerk geprüft,
dazu kommen natürlich die speziellen DVD-
Stärken und -Schwächen:
■ Die DVD-Lesegeschwindigkeit wird durch
das Lesen einer 256 138 Kilobyte großen
Videodatei bestimmt - die benötigte Zeit
wird festgehalten. Daraus errechnet man
dann, wie viele Kilobyte pro Sekunde das
Laufwerk von der DVD liest.
■ Das Lesetempo bei eingelegter CD-ROM
ermittelt das Benchmark-Programm »CD-
Tach/Pro«, das sowohl im inneren als auch
im äußeren Bereich der CD mißt, um die
unterschiedlichen Geschwindigkeiten der
CAV-Technikzu berücksichtigen. Je höher
die durchschnittliche Lesegeschwindig-
keit, desto mehr Daten kann das Laufwerk
über den E-IDE-Port zum Rechner
schicken.
■ Wer einen CD-Brenner besitzt, für den ist
das Feature interessant, ob sich der DVD-
Player als Quell- Laufwerk für Audio-CDs
einsetzen läßt. Aus der Tabelle ist ersicht-
lich, ob und wie schnell die DVD-Lauf-
werke bei eingelegter Audio-CD die Daten
digital auslesen. Je flotter dies geht, um
so sicherer lassen sich die Daten zum
Brenner schicken.
■ Die Zugriffszeit ist bei Filmen relativ unin-
teressant, da die Daten sowieso in einem
Stück auf der DVD vorhanden sind. Wich-
tiger ist dieser Wert etwa bei Datenban-
ken wie einer Telefon-CD oder einem Lexi-
kon, wo das Laufwerk auf viele einzelne
Dateien zugreifen muß. Je geringer die
Zugriffszeit, desto besser.
■ Probleme haben manche DVD-Laufwerke
mitder Erkennungszeit. Das Gerätmuß erst
prüfen, um welche Art Scheibe es sich
handelt (DVD, CD, CD-R oder CD-RW). Aus
diesem Grund wird für jedes Laufwerk die
Zeit gemessen, die es braucht, um die
Medien zu erkennen (Dabei wurde die Zeit
genommen vom Schließen der Schublade
bis der Explorer den Titel der eingelegten
Scheibe erkannt hat).
■ Ob und in welcher Weise das Laufwerk
über einen integrierten digitalen Kopier-
schutz verfügt, wird getestet, indem Teile
der drei Filme »Wallace & Gromit«, »12
Monkeys« und »Dawn of the Dead« per
Explorerauf die Festplatte kopiertwerden.
Wallace & Gromit und Dawn of the Dead
besitzen keinen Kopierschutz und sollten
sich von jedem Laufwerk digital kopieren
lassen. 12 Monkeys dagegen istmiteinem
Kopierschutz ausgestattet. Funktioniert
er, erscheintdie Meldung: » Die Datei kann
nicht kopiert werden. Das Gerät erkennt
den Befehl nicht.«
■ Ob die Decoder- Karten sowohl mit PAL als
auch mit der amerikanischen NTSC-Norm
zurechtkommen, testet PC Player, indem
die Filme einmal auf dem Fernseher be-
trachtet und einmal auf analoges Video-
band aufgenommen werden.
Der in der PAL-Version vorliegende Wal-
lace&Gromit-Film sollte sowohl auf dem
Fernseher korrekt erscheinen als auch
problemlos mit einem PAL-Videorecorder
auf Videoband aufzunehmen sein. 12
Monkeys und George Romeros Dawn of the
Dead sind NTSC-Filme. Keine der im Test
verwendeten Decoder-Karten konnte dem
Videorecorder ein »verständliches« Sig-
nal liefern. So fand man auf dem Band
störende Streifen und Flackern wieder.
Unterschiedlich ist die Darstellung auf
dem Fernseher: Zeigt sich Dawn of the
Dead nur in schwarzweiß, ist der für Euro-
pa ausgelegte 12 Monkeys in Farbe.
P re is/Le is t u n g
(5 Prozent):
Für die Bewertung der Preis/Leistung wurde
die Leistung des jeweiligen Laufwerks im CD-
ROM- und DVD-Betrieb im Verhältnis zum
Preis gesetzt. Mitbewertet wurde selbstver-
ständlich auch, ob das Laufwerk mitoderohne
Decoder-Karte geliefert wird.
Es gibt auch vereinzelte Neuproduktionen: So sollen »Lander«
(Psygnosis) und »Tonic Trouble« (Ubi Soft) auf dem neuen Spei-
chermedium ausgeliefert werden, doch der Platz auf dem Daten-
träger wird wieder nur für einen angeblich überragenden
Surround-Sound genutzt - dabei haben die wenigsten Spieler
geeignete Decoder direkt neben dem PC stehen oder eine ent-
sprechende Surround-Karte im PC eingebaut.
Andere Hersteller halten sich bedeckt: Allenfalls aus Platz- und
Kostengründen kündigen sie ihre Titel auf DVD an, den Kopier-
schutz-Effekt verschweigen sie dabei fast schon verschämt. Doch
das mag der einzige Grund sein, warum die Spieleschreiber auf
DVD umsteigen werden: Eine DVD-Brenner- Szene gibt es noch
nicht. Kein Wunder bei Preisen für DVD-Brenner, die um die
30 000 Mark liegen. (tk)
PC PLAYER 8/ 98
169
TOSHIBA DVD
SD-M 110 2
Toshiba gehört zu den Mitbegründern
des DVD- Standards und bringt nun
sein eigenes Laufwerk für den PC heraus.
Auf der Verpackung prangt etwas verwir-
rend der Slogan »with CD-R-Support«, was
lediglich bedeutet, daß der SD-M1102
auch CD-Rs lesen, aber nicht brennen kann.
Ausstattung
Toshiba liefert das Laufwerk ohne Deco-
der-Karte an die Distributoren aus. Diese
packen dem SD-M1102 dann unterschied-
liche Karten bei - im Regal beim Händler
können in den Paketen also verschiedene
Decoder- Karten enthalten sein. Daherver-
wendete das Testlabor eine Standardkar-
te von Quadrant, die Cinemaster mit dem
Zoran-Chipsatz. Die Karte kommt ohne
Loop-Through-Kabel aus und schickt die
Daten der DVD-Filme per DMA-Transfer
über den PCI-Bus.
Zusätzlich legt Toshiba dem Laufwerk drei
DVD-Titel bei: einen Star-Trek-Screensaver
mit etlichen Filmausschnitten aus »First
Contact«, das Spiel »Silent Steel« sowie
»David«, eine mit Filmausschnitten und
Musik-Trailern vollgestopfte DVD.
Das SD-M1102 selbst kann bei eingelegter
DVD mit zweifacher Geschwindigkeit lesen,
was bei DVD einer Übertragungsrate von
2700 KByte pro Sekunde entspricht. Beim
Lesen einer normalen CD (auch CD-R oder
CD-RW) kommt das Laufwerk auf maximal
24faches Tempo. Der interne Cache-Spei-
cher ist mit 256 KByte ausgestattet. Zur
Aufnahme der Datenscheiben arbeitet das
DVD-Laufwerk mit einer gewöhnlichen
Schublade - ein Play-Button fürs Abspie-
len von Musik-CDs fehlt ebenso wie ein
Kopfhöreranschluß.
Installation
Werseinen Rechnerschon einmal offen hatte
und weiß, wie man eine Festplatte oder ähn-
liches anschließt, kommt auch mit dem
etwas spärlichen Handbuch gut zurecht.
Ansonsten ist der Einbau so einfach wie bei
einem CD-Laufwerk. Laien sollten sich aber
von einem versierten
Bekannten helfen las-
sen - dem Handbuch
fehlen Bebilderungen,
die die Installation gerade
für Anfänger stark erleichtern würden.
Die Decoder-Karte für die DVD-Filme steckt
man in einen freien PCI -Steckplatz - eine
umständliche Kabelverbindung zur Grafik-
karte ist nicht nötig. Statt der Decoder-
Karte fand Windows jedoch lediglich die
im Testrechner vorhandene Teles-ISDN-
Karte und verlangte ausschließlich nach
deren Treibern. Erst ein Ausbau der ISDN-
Karte erlaubte es, die Treiber zu installie-
ren und die Karte einzubinden.
Eine Abfrage des Ländercodes fand nicht
statt. Laut Toshiba ist im SD-M1102 kein
Ländercode gespeichert. Der Code funk-
tioniert lediglich über die entsprechende
Player-Software. Das hat den großen Vor-
teil, daß sich mit einem Treiberwechsel
auch DVD- Videos mit einem anderen Län-
dercode anschauen lassen. Dies will To-
shiba mit der nächsten Generation jedoch
ändern und den Ländercode fest im Lauf-
werk integrieren.
Leistung
Toshiba gibt für sein Laufwerk eine Lesera-
te von 2700 KByte pro Sekunde an. Das
Kopieren der256 138 Kilobytegroßen Datei
von der DVD-Scheibe dauerte allerdings
2:29 Minuten, was einer Übertragungsrate
von lediglich 1720 Kilobyte pro Sekunde
entspricht. Das Benchmark-Programm CD-
Tach/Pro ermittelte eine durchschnittliche
Übertragungsrate von 1490 Kilobyte pro
Sekunde beim Lesen von normalen CDs.
Auch das ist wesentlich weniger als die
angegebenen 3600 Kilobyte. Die Erken-
nungszeiten der unterschiedlichen Medien
sind lobenswert kurz. Sowohl für die DVD
als auch für die CD und CD-R brauchte das
Laufwerk jeweils lediglich zehn Sekunden.
Abzuraten ist von der Cinemaster-Karte
von Quadrant: Mit den aktuellen Treibern
lassen sich lediglich DVD-Videos abspie-
len. Einzelne Video-Dateien, wie sie bei-
spielsweise auf der Star-Trek-Screensaver-
DVD vorhanden sind, kann die Cinemaster-
Software nicht öffnen. Zudem ist die Dar-
stellungsqualität unzureichend, weil ein
Lattenzaun-Effekt auf dem Computermo-
nitor entsteht (siehe Glossar). Wird das
Bild dagegen auf den Fernseher umgelei-
tet, ist die Qualität hervorragend.
Die Wallace & Gromit-Test-DVD besitzt kei-
nen Kopierschutz und ließ sich mit dem
Toshiba-Cinemaster-Gespann problemlos
auf Videoband und auch digital auf die
Festplatte kopieren. Die beiden anderen
Testfilme - 12 Monkeys und Dawn of the
Dead - konnten wegen ihrer NTSC- Technik
nur mit Störungen auf Video aufgezeich-
net werden. Ein Kopieren auf Festplatte
war beim nicht kopiergeschützten Film
Dawn of the Dead möglich. Bei 12 Mon-
keys reagierte das SD-M1102 richtig und
verweigerte das Kopieren, da der Film
einen Kopierschutz besitzt.
Fazit: Das Toshiba-Laufwerk ist nicht
nur reehtteuer, es bringt zudem eine unzu-
reichende Leistung, die die anderen Test-
kandidaten Überbieten können«
# Sehr hoher Preis
# Magere Leistung beim DVD- und CD-
ROM-Betrieb
fertung
| PC "T^tTE!
Installation: 5 I
Ausstattung: 30 I
Leistung: 70 I
Preis/ Leistung: 70
Circa-Preis: 400 Mark (ohne Decoder-Kt.
Gesamtwertung:
#J
170
PC PLAYER 8/98
GUILLEM OT
I M AXI DVD
THEATER
Gillemot stellt selbst keine DVD-Lauf-
erke her. Daher findet man im Paket
ein Toshiba-Laufwerk, das mit der Real-
magic-Decoder-Karte von Sigma Designs
ausgestattet ist.
Ausstattung
Zwei DVD-Titel packt Guillemot seinem
Paket bei: StarTreks »First-Contact«-Bild-
schirmschoner, der einige Ausschnitte aus
dem Kinofilm enthält, und »The Challenge
of the Universe«. Die Installation dieser
DVD brachte den Testrechner jedoch zum
Absturz. Die Realmagic-Decoder-Karte
verbindet man per Loop-Through-Kabel
mit der Grafikkarte, was die Bildqualität
des Monitors beeinträchtigen kann. Dafür
ist die Karte so von der verwendeten
Grafikkarte völlig unabhängig. Der Karte
liegt ein Kabel bei, das einen S- Video-Aus-
gang und einen Composite-Ausgang zum
Fernseher bietet, sowie einen Dolby AC-3-
Ausgang.
Das Laufwerk, das man im Guillemot-Paket
findet, besitzt dieselben Ausstattungs-
merkmale wie dasToshiba-Laufwerk: zwei-
fache Lesegeschwindigkeit bei DVDs (2700
KByte/ s), 24faches Tempo bei normalen
CDs, 256 KByte RAM und ein fehlender
Play-Button und Kopfhöreranschluß.
Installation
Im Paket findet man das Toshiba-Hand-
buch, das den Einbau des Laufwerks zwar
ordentlich beschreibt, ein paar erklären-
de Bebilderungen würden Laien aber beim
Einbau helfen. Das Handbuch zur Realma-
gic-Karte ist dagegen sehr ausführlich,
aber leider englisch. Es beschreibt den Ein-
bau der Karte in den Rechner und den
Umgang mit der Player-Software im Detail.
Zusätzlich gibt es Hilfestel-
A ' lung, wenn es zu Problemen
mit DVDs kommen sollte.
Legt man die Treiber-CD ins Lauf-
werk, beginnt die Installation der
nötigen Treiber und der Player-Software
automatisch. Anschließend startet ein
Konfigurations-Programm, das das Video-
bild in das Overlay-Fenster einpaßt.
Zusätzlich lassen sich Helligkeit, Kontrast,
Farbe und Lautstärke voreinstellen. Zu
jedem Menüpunkt gibt das Handbuch aus-
führliche Informationen und läßtden User
nicht im Stich - Englischkenntnisse vor-
ausgesetzt.
Problemlos funktioniert die Verbindung
der Decoder-Karte mit dem Fernseher oder
dem Videorecorder, wenn ein Composite-
oder S- Video-Eingang vorhanden ist. Auf
dem S-Video- und dem Composite-Aus-
gang der Realmagic- Karte liegt ständig ein
Signal an. Man muß den Fernsehbetrieb
also nicht erst per Software einschalten
und kann auf dem Monitor und dem Fern-
seher parallel das Videobild empfangen.
Leistung
Beim Lesen der DVD kam das Guillemot-
Laufwerk auf 1707 Kilobyte in der Sekun-
de, erreichte im Test also längst nicht die
angegebenen 2700 Kilobyte. Beim Einsatz
als normales CD-Laufwerk ermittelte das
Benchmark-Programm CD-Tach/Pro ledig-
lich 1490 Kilobyte und ist damit weit von
den angegebenen 3600 Kilobyte entfernt.
Dafür fiel positivauf, daß das Gerät bei ein-
gelegter CD sehr ruhig und ohne Vibratio-
nen arbeitet, wie das häufig bei schnellen
CD-Laufwerken der Fall ist. Hervorragend
ist die kurze Erkennungszeit der eingeleg-
ten Medien. Ob DVD, CD oder CD-R- inner-
halb von schnellen zehn Sekunden hat das
SD-M1102 das entsprechende Medium
gefunden und kann daraufzugreifen.
Weniger überzeugte im Test die Bildqua-
lität der Realmagic-Karte. Auf dem Com-
putermonitor sind vor allem in Farbver-
läufen störende Pixel erkennbar. Auf dem
Fernseher fallen sie dagegen nicht auf.
Der erste Testfilm, Wallace & Gromit, der
überkeinen Kopierschutz verfügt, ließ sich
problemlos auf das analoge Videoband und
die Festplatte kopieren. Mit den beiden
NTSC-Filmen 12 Monkeys und Dawn of the
Dead kommen die PAL-Videorecorder
jedoch nicht zurecht und nehmen den Film
flackernd oder mit vielen Störsignalen auf.
12 Monkeys konnte mit dem Guillemot-
Laufwerk nicht digital kopiert werden, da
der Film über einen Kopierschutz verfügt.
Bei Dawn of the Dead, das ohne Kopier-
schutz daherkommt, klappte die Duplika-
tion problemlos.
Noch arbeitet die DVD-Player-Software
jedoch recht instabil. Wechselt man bei 12
Monkeys beispielsweise die Sprache bei
laufendem Film, reißt das den Rechner in
die Tiefe, und nur der Reset-Button kann
den PC wieder zum Leben erwecken.
Fazit: Das Laufwerk im Gut Uemot-Kft
bietet die gleichen mageren Leistungen wie
das Toshiba-Gerät Das Kit ist im Vergleich
zu den anderen Kandidaten zu teuer.
+ Großer Funktionsumfang der Software
+ Lindereode nicht im Laufwerk gespei-
chert
• Treiber noch etwas anfallig
• Recht teuer
• Laufwerk arbeitet langsam
|PC*M!*TR!|
fertung
Installation: 5
Ausstattung: 8
Leistung: 70 I
Preis/ Leistung: 5
Circa-Preis: 650 Mark
Gesamtwertung:
#J
PC PLAYER 8/ 98
171
CREATIVE LABS
PC-DVD
ENCORE DXR2 A
^^s PC-DVD-Encore-Kit von Creative
l^Labs ist das am weitesten verbreite-
te DVD-Kit auf dem Markt - und das zu
Recht, weil es alles Wichtige enthält und
zudem problemlos funktioniert.
Ausstattung
Creative Labs stellt selbst keine DVD-Lauf-
werke her, sondern kauft das PC-DVD-
Encore bei Matsushita ein. Das Laufwerk
mit der Bezeichnung DVD2240E arbeitet
wie alle Testkandidaten mit zweifacher
DVD-Geschwindigkeit, was 2700 Kilobyte
pro Sekunde entspricht. Beim Betrieb als
CD-ROM-Laufwerk kommt es auf 20faches
Tempo. Im Laufwerk stecken satte 512
KilobyteCache-Speicher, diesich vorallem
bei wiederholten Zugriffen auf dieselben
Daten auswirken. Zur Aufnahme der Me-
dien kommt eine normale Schublade zum
Einsatz.
Dem Paket packt Creative Labs alles an
Kabeln bei, was für den Betrieb nötig ist.
Damit man die vielen Vorteile eines DVD-
Laufwerks gleich hautnah miterleben
kann, legte Creative Labs die Spiele »Claw«
und »Wing Commander« bei - jeweils in
der DVD-Version, die zusätzlich eine
Menge Video-Animationen enthält.
Die mitgelieferte Decoder-Karte ist mit
dem Auravision-Chipsatz ausgestattet. Sie
besitzt einen S-Video-, einen Composite-
und einen AC-3-Sound-Ausgang. Die Ver-
bindung zur Soundkarte geschieht nicht
wie bei den anderen Testkandidaten via
Klinkenstecker, sondern intern über ein
Audiokabel, wie es zur Verbindung eines
CD- Laufwerks mit der Soundkarte verwen-
det wird.
Installation
Das Handbuch beschreibt sowohl den Ein-
bau des DVD- Laufwerks als auch die I nstal-
lation und den Anschluß der Decoder-
Karte. J eder Schritt wird ausführlich erläu-
tert, so daß auch Computer-Neulinge mit
dem Einbau keine
Schwierigkeiten
haben dürften. Mit
zahlreichen Bildern werden die verschie-
denen Anschlußmöglichkeiten des Lauf-
werks an den Primary- oder Secondary-
Port als Master oder Slave erklärt. Die Trei-
ber für die Decoder-Karte und die
DVD-Player-Software sind dank einer
genauen Beschreibung im Handbuch
schnell installiert.
Nach der I nstallation der Software wird der
Anwender nach dem Ländercode gefragt.
Hier sollte man unbedingt die 2 für Euro-
pa eingeben. Will man den Ländercode
doch einmal wechseln, ist das bis zu fünf-
mal möglich. Dann ist der zuletzt einge-
gebene Ländercode fest im EEPROM des
Laufwerks gespeichert. I m I nternet soll es
bereits einen Patch geben, der das Her-
aufzählen verhindert - so kann man den
Ländercode beliebig oft wechseln.
Leistung
Beim Kopieren der 256138 Kilobyte
großen Vidoedatei konnte das Creativ-
Laufwerk mit 2416 Kilobyte pro Sekunde
glänzen. Bei der Verwendung als CD- Lauf-
werk ist es jedoch mit mageren 1440 Kilo-
byte ähnlich langsam wie die beiden Tos-
hiba-Laufwerke im Test - dafür gibt Crea-
tive- Labsauch ein etwas geringeres Tempo
von 20x an, was 3000 Kilobyte pro Sekun-
de entspräche.
Wer eine DVD oder eine normale (gepreß-
te) CD ins Laufwerk legt, bekommt vom
Creative- Labs- Laufwerk schnell Antwort.
Nach neun Sekunden steht das DVD-
Inhaltsverzeichnis zur Verfügung, und
nach 13 Sekunden kann man auf eine ein-
gelegte CD zugreifen. Länger dauert es
allerdings, bis das Laufwerk eine gebrann-
te CD-R erkennt - 18 Sekunden vergingen,
ehe der Explorer den Inhalt anzeigte.
Die mitgelieferte Decoder-Karte erzeugt
ein brillantes Videobild. Sowohl auf dem
Fernseher als auch auf dem Computermo-
nitor ist das Ergebnis hervorragend: Selbst
Farbverläufe, in denen oft die MPEG-Kom-
pression erkennbar ist, werden von der
Decoder-Karte noch sehr gut dargestellt.
Auch Lattenzaun-Effekte, wie sie bei-
spielsweise beim Toshiba-Laufwerk in
Kombination mit der Cinemaster-Karte
auftraten, kommen bei der Creative-Labs
nicht vor. Da die Karte mit Overlay- Tech-
nik arbeitet und es bislang kein Screen-
capture-Programm gibt, das das Videobild
einfangen könnte, läßt sich die Qualität
im Heft leider nicht ablichten.
Fazit: Das DVD-Encore-Kft von Crea-
tive-Labs ist sehr günstig und bietet
ordentliche Leistungswerte. Nur beim
Betrieb als CD-ROM-Laufwerk ist es etwas
langsam, was aber zu versehmerzen ist
wenn man sowieso ein CD-Laufwerk im PC
eingebaut hat
+ Kopiersehutz funktioniert nicht immer
+ Günstiger Preis
+ Schnell im DVD-Betrieb
+ Patch für den Lindereode
# Lindereode im Laufwerk gespeichert
# Keine Screenshots möglich
# Langsam im CD-ROM-Betrieb
# Leichte Vibrationen beim CD-Betrieb
fertung
PC "fotTE!
Installation: 90 I III
Ausstattung: 70
Leistung: 70 I
Preis/ Leistung: 6
Circa-Preis: 550 Mark (ohne Decoder-Kt.
Gesamtwertung:
#J
172
PC PLAYER 8/98
P HILIPS
DRD 5200
Pfiilips ist der einzige europäische Kon-
zern, der im DVD- Konsortium stark
mitmischt. Aus diesem Grund gibt es auch
unterschiedliche Entscheidungen in
Sachen Sound-Standard: Während sich in
den USA Dolbys AC-3 durchgesetzt hat,
möchte Philips MPEG-Sound auf den DVD-
Scheiben haben.
Ausstattung
Beim Auspacken springt einem sofort der
Aufdruck »CD-R/CD-RW-Compatible« ins
Auge. Er bedeutet aber lediglich, daß das
Laufwerk auch CD-Rs und CD-RWs lesen
kann, nicht jedoch beschreiben. Laut Phi-
lips liest das DRD 5200 mit zweifachem
Tempo, also mit 2700 Kilobyte pro Sekun-
de. Beim Lesen einer normalen CD-ROM
soll es auf 24faches Tempo kommen, die
Daten also mit 3600 Kilobyte pro Sekun-
de einlesen können. Im Laufwerk stecken
256 Kilobyte Cache-Speicher, die fürs Puf-
fern der Daten zuständig sind. Wie auch
Toshiba verzichtete Philips bei seinem
DVD-Modell auf einen Kopfhöreranschluß
und einen Play-Button für Musik-CDs.
Im Paket findet man neben dem Laufwerk
die Realmagic-Karte von Sigma Designs.
Sie ist mit einem Composite- und einem
S- Video-Ausgang ausgestattet. Zusätzlich
gibt es einen Dolby Surround-Sound-Aus-
gang und einen Stereo-Ausgang zur Ver-
bindung mit der Soundkarte oder für den
direkten Anschluß von Lautsprechern.
Wie die meisten anderen Hersteller packt
auch Philips seinem Laufwerk den Star-
Trek-Screensaver »First Contact« bei. Auch
zwei Spiele findet man im Paket: J eweils
die DVD-Version von »Muppet Treasure
Island« und »Spycraft«. Zusätzlich gibt's
noch eine DVD mit zehn Musikvideos.
Installation
Philips legt seinem DVD-
Laufwerk ein ausführliches
i Handbuch bei, das jeden einzel-
nen Schritt genau erklärt. Zusätz-
licheZeichnungen würden Laien aber
sehr dabei helfen, das Laufwerk am
Primary- oder Secondary-Port anzusch-
ließen. Zu Sigma Designs Realmagic-Karte
gibt's ebenfalls ein Handbuch, das den
User beim Einbau nicht im Stich läßt.
Nach der problemlosen Installation der
Treiber und der Player-Software startet
automatisch ein Konfigurations-Pro-
gramm, mit dem man das Videobild in das
Overlay-Fenster einpassen kann sowie Far-
ben, Kontrast und Helligkeit regelt. Wer
sich nicht zutraut, die Werte zu ändern,
kann auch einen automatischen Abgleich
durchführen lassen, was im Test zu guten
Ergebnissen geführt hat. Eine Abfrage des
gewünschten Ländercodes fand nicht
statt. Laut Philips besitzt das Laufwerk
selbst gar keinen Ländercode - der wird
über die entsprechenden Treiber der DVD-
Karte eingestellt: Kauft man das Philips-
Kit in Europa, bekommt man den europäi-
schen Treibersatz mit dem Code 2.
Leistung
Bei genauerer Untersuchung des Lauf-
werks stellten wir fest, daß es sich nicht
um ein Philips-Gerät handelt, sondern um
das SD-M1102 von Toshiba. Auf der Plati-
ne sind noch etliche Käbelchen von Hand
gelötet - die aufgedruckte Versionsnum-
mer »001« verrät das Laufwerk als eine der
ersten Revisionen. Umso erstaunlicher,
daß das Philips-Gerät in Sachen CD-
Betrieb bessere Werte lieferte als das To-
shiba-Laufwerk, das die Versionsnummer
»003« besaß.
Beim Kopieren der Video-Datei von DVD auf
Festplatte kam das Laufwerk auf exakt die
selbe Zeit wie die beiden Toshiba-
Geräte. 2:29 Minuten dauerte es, bis die
256 138 Kilobyte große Videodatei gelesen
war. Das entspricht einer Datenübertra-
gungsrate von 1720 Kilobyte pro Sekunde.
Ein magerer Wert angesichts der angege-
benen Leistung von 2700 Kilobyte. Die Nase
vorn hat das DRD-5200 dafür beim Einsatz
als CD-Laufwerk - das Benchmark-Pro-
gramm CD-Tach/ Pro ermittelte eine schnel-
le Übertragungsrate von 2545 Kilobyte. Mit
diesem Wert ist es das schnellste Gerät,
wenn eine normale CD im Laufwerk liegt.
Die Antwortzeiten für eine neu eingeleg-
te DVD, CD oder CD-R sind Durchschnitt.
Zwischen neun und zehn Sekunden sind
nötig, bis man auf das Medium zugreifen
kann. Auch hier ist die Verwandschaft mit
dem Toshiba-Laufwerk erkennbar.
Die Bildqualität der Realmagic-Decoder-
Karte ist die gleiche wie beim Guillemot-
Drive: Die Qualität ist gut, solange im Bild
keine Farbverläufe auftauchen. Sieht man
zum Beispiel einen Sonnenuntergang,
wirkt der Übergang vom sehr Hellen zum
Dunklen stark pixelig. Auf dem Fernseher
ist davon nichts mehr erkennbar.
Fazit: Philips hat es verpaßt früh
genug auf den DVD-Zug aufzuspringen und
kauft daher die Laufwerke bei Toshiba ein.
Das Testgerit arbeitete im CD-ROM-Betrieb
schneller als das Original- ansonsten sind
die Werte weitgehend identische
+ Kopierschutz arbeitet mit der
laufwerksversion ^00i«t nicht
+ Gute Ausstattung
+ Screenshots mit Software möglieh
+ Sehr schnell als CD-laufwerk
% Langsam als DVD-laufwerk
*f^TE
fertung
Installation: 5
Ausstattung: 70
Leistung: 70 I
Preis/ Leistung: 5
Circa-Preis: 700 Mark
Gesamtwertung:
m
PC PLAYER 8/ 98
173
HITACHI
GD-2000
Im Vergleich zum Vorgänger GD-1000 hat
Hitachi nicht nur das Lesetempo bei CDs
und DVDs erhöht, sondern bietet jetzt auch
die Kompatibilität zu CD-Rs und CD-RWs.
Ausstattung
Wie Toshiba liefert Hitachi sein DVD-Lauf-
werk GD-2000 nur blanko aus. Distributo-
ren, wie beispielsweise Lion in Mülheim,
können dem Gerät eine beliebige Decoder-
Karte beilegen. Von Lion war jedoch noch
nicht zu erfahren, welche Karte mitgelie-
fert wird. Im Test verwendete PC Player
daher die weitverbreitete Realmagic-Karte
von Sigma Designs, die bereits bei der
MPEG-1-Beschleunigung die Nase vorn
hatte.
Da Hitachi das Laufwerk nicht an Endkun-
den verkauft, ist im Paket außer dem Lauf-
werk und ein paar Seiten Laufwerksspezi-
fikationen, die für Systemintegratoren
gedacht sind, nichts zu finden. Die Lauf-
werksspezifikationen geben eine Lesege-
schwindigkeit von 2x bei DVD, also 2700
Kilobyte pro Sekunde und 20x (3000 Kilo-
byte) bei CD-ROMs an. Der 512 Kilobyte
große Datenpuffer ist großzügig gestal-
tet. Schade, daß auch Hitachi auf einen
Play-Button für Audio-CDs verzichtet, der
im Test zusätzliche Pluspunkte gäbe, weil
sich mit ihm eine Audio-CD direkt abspie-
len läßt, ohne daß man die CD- Wiederga-
be von Windows starten muß.
Installation
Laut Distributor Lion wird dem Laufwerk
kein Handbuch beigelegt. Daher sollte
man vordem Einbau über Dinge wie Master
und Slave sowie Primary- und Secondary-
Port gut Bescheid wissen. Auf eine
Beschreibung der Jumper-Einstellungen
kann man dagegen verzichten, weil sie auf
dem Laufwerk bezeichnet sind.
Da das Laufwerk selbst keine Treiber
benötigt - es wird von Windows 95 auto-
matisch erkannt - liegt dem Paket auch
keine Treiber-Diskette bei. Daß man beim
Hitachi-Laufwerk den DMA-Transfer ein-
schalten sollte, um
eine sehr gute DVD-
Performance zu
erhalten, hätte in
einem Handbuch oder
wenigstens in den Laufwerksspezifikatio
nen beschrieben werden sollen. Mehr zum
DMA-Transfer im Abschnitt »Leistung«.
Leistung
Beim ersten Testdurchgang kam das GD-
2000 auf ordentliche 2287 Kilobyte pro
Sekunde Datentransferrate beim Kopieren
der DVD-Videodatei. Während des Tests
stellte sich heraus, daß sich bei aktivier-
tem DMA-Transfer im Geräte-Manager die
Übertragungsgeschwindigkeit erheblich
steigern ließ: 2784 Kilobyte pro Sekunde
erreichte das Laufwerk und konnte damit
als einziges Gerät im Test das angegebe-
ne Tempo von 2700 Kilobyte überschrei-
ten.
Leider wurde die gute Performance im wei-
teren Testverlauf nicht gehalten. Beim
Geschwindigkeitstest als CD-Laufwerk
erreichte das Gerät mit aktiviertem DMA-
Transfer lediglich 1694 Kilobyte in der
Sekunde. Schaltet man den DMA-Transfer
ab, erreicht das GD-2000 dagegen einen
recht guten Wert von 2095 Kilobyte. Glei-
ches zeigt sich bei der mittleren Zugriffs-
zeit: Bei aktiviertem DMA-Transfer ist sie
um zehn Millisekunden langsamer. Was
sich also als Turbolader für den DVD-
Betrieb herausgestellt hat, wirkt als
Bremsfallschirm, sobald eine CD-ROM im
Laufwerk kreist. Bei Hitachi hatte man für
dieses Verhalten keine Erklärung. Ließe
sich der DMA-Transfer schnell und einfach
ändern, wäre dies ein kleineres Problem -
jedoch muß bei jeder Änderung der Rech-
ner neu gestartet werden, damit der DMA-
Transfer aktiviert beziehungsweise deak-
tiviert wird.
Von der DMA-Einstellung unbeeinträchtigt
zeigte sich die Geschwindigkeit, mit der
das Laufwerk Audiodaten digital auslesen
kann: Das GD-2000 erreichte lediglich
4,3fachesTempo. Wer esin Verbindung mit
einem CD-Recorder einsetzen will, kann
Audio-CDs also nur mit zweifachem Tempo
brennen - bei vierfacher Brenngeschwin-
digkeit wäre die Gefahr eines Buffer-
Underruns zu groß.
Wer häufig die Medien wechselt, dem ist
auch die Erkennungszeit wichtig. Bis das
GD-2000 eine DVD erkennt, braucht es 14
Sekunden. Auf eine CD-ROM kann man
nach 15 Sekunden zugreifen. Noch mehr
Zeit ist nötig, bis das Laufwerk den richti-
gen Laser und Fokus für eine CD-R gefun-
den hat: Erst nach 24 Sekunden stand die
CD-R im Explorer zur Verfügung. An dieser
Stelle können die anderen Laufwerke im
Test wesentlich bessere Werte aufweisen.
Fazit: Das GD-2000 arbeitet im BVB-
Betrieb sehr schnell Störend kommen sieh
jedoch die Langen Erkennungszeiten der
unterschiedlichen Medien, die Langsame
Zugriffezeit und das BMA-Transfer-Manko
auswirken«
+ Sehr schnelles BVB-laufwerk
+ Ordentliche CD-ROM-Performance
+ Lindereode nicht im Laufwerk
• Fürs jeweils optimale Tempo muß
BMA-Transfer geändert werden
• Lange Erkennungszeiten
WTE]
Wertung
Installation: 2
Ausstattung: 30 !
Leistung: 8
Preis/ Leistung: 9 III
Circa-Preis: 250 Mark (ohne Decoder- Kt,
Gesamtwertung:
m
174
PC PLAYER 8/98
^
Als einziges Laufwerk im Test kommt
das Pioneer DVD-A02 mit der Slot-In-
Technik daher, die bei Auto-CD-Playern
gang und gäbe ist.
Ausstattung
Auch von Pioneer bekommt man das DVD-
A02nurohne Decoder-Karte. Begründung:
Das Angebot an Decoder- Karten sei mitt-
lerweile so groß, daß der Kunde selber
aussuchen könne, welche Karte er in sei-
nem Rechner haben wolle. Für den Test
verwendeten wir abermals Sigma Designs
Realmagic-Karte, die auch beim Hitachi-
Laufwerk zum Einsatz kam.
I m Pioneer- Paket liegt außer dem dünnen
Handbuch ein Audiokabel, das Laufwerk
und Soundkarte verbindet; dazu gibt's
CD-ROM-Treiber für DOS und einen Not-
auswurfschlüssel, mit dem sich eine ein-
gelegte CD wieder aus dem Laufwerk beför-
dern läßt, wenn der Eject-Button mal nicht
funktionieren sollte. Auf ein I DE-Kabel und
DVD-Titel muß man genauso verzichten
wie auf einen Play-Button für Audio-CDs.
Ein Kopfhöreranschluß ist dafür vorhan-
den. Warum Pioneer mit dem Feature
»Copy Protection function« groß auf dem
Paket wirbt, ist nicht klar, ist das doch
lediglich eine leidige Forderung der Fil-
mindustrie zum Nachteil des Käufers.
Anstatt mit einer Schublade kommt das
DVD-A02 mit einem Slot-In daher. Wie bei
einem CD-Spieler im Auto besitzt das Lauf-
werk lediglich einen Schlitz, in den die DVD
oder CD eingeschoben wird. Diese Technik
ist wesentlich praktischer als Schubladen
oder gar Caddys. Durch eine Bürste aus
Microfasern wird das Eindringen von Staub
verhindert und das Medium bei jedem Ein-
legen gesäubert.
Das Pioneer DVD-A02
macht auch eine Ausnahme
beim Lesetempo von DVDs. Der
Hersteller gibt anstatt den übli-
chen 2x eine Übertragungsrate
von 2,6x an, was 3300 Kilobyte pro
Sekunde entspricht. Nicht aus der
Rolle fällt das Laufwerk dafür im CD-ROM-
Betrieb, wo es auf 20faches Tempo kom-
men soll (3000 Kilobyte pro Sekunde).
Installation
Die Installation des Laufwerks kann voll-
kommen problemlos sein, wenn man sich
mit seinem Rechner gut auskennt. Das
magere Handbuch beschreibt zwar die
wichtigsten Schritte, wer seinen PC aber
daserste Mal aufschraubt, wird damit nicht
zurechtkommen. Dann hilft nur, Unter-
stützung bei einem Bekannten zu suchen,
oder sich das Laufwerk beim Händler in
den PC einbauen zu lassen. Positiv aufge-
fallen ist die Beschreibung der Jumper-
Belegung des Laufwerks; das gilt auch für
die neuartigen J umper selbst: Sie sind mit
einer winzigen Nase ausgestattet, an der
man die sonst so unhandlichen Brücken
einfach von einem auf einen anderen
Steckplatz setzen kann.
Was im Handbuch fehlt, ist der Hinweis,
daß man im Gerätemanager von Windows
95 unbedingt den DMA-Transfer einschal-
ten sollte.
Leistung
Das Pioneer-Laufwerk konnte beim DVD-
Test mit einer Datentransferrate von
schnellen 2394 Kilobyte pro Sekunde
überzeugen. Erstaunt hat dann das Ergeb-
nis, welches das DVD-A02 mit eingeschal-
tetem DMA-Transfer hervorbrachte: 3124
Kilobyte schaufelte das Laufwerk pro
Sekunde auf die Festplatte. Leider fehlt
dem Handbuch jeglicher Hinweis zu die-
ser Maßnahme. Überraschenderweise hat
sich der Effekt, der sich auch beim Hita-
chi-Laufwerk bemerkbar macht, nicht
bestätigt: I m CD-ROM-Betrieb verhielt sich
das Pioneer-Laufwerk immer gleich
schnell, unabhängig von der DMA-Einstel-
lung. Auf 2330 Kilobyte kam das DVD-A02
und bietet damit einen sehr guten Wert.
Auch die mittlere Zugriffszeit ist mit 95
Millisekunden sehr gut.
Eher durchschnittliche Werte zeigte das
Laufwerk dagegen bei den Erkennungszei-
ten: Zwischen 13 und 14 Sekunden sind
jeweils nötig, bis ein eingelegtes Medium
erkannt ist und der User darauf zugreifen
kann. Gerade wenn man häufig zwischen
einzelnen CDs oder DVDs wechselt, kann
einem jede Sekunde, die sich das Laufwerk
für das Einlesen genehmigt ordentlich auf
die Nerven fallen.
Der digitale Kopierschutz, der im DVD-
Laufwerk integriert ist, funktioniert (zum
Nachteil des Anwenders) einwandfrei. Die
kopiergeschützte Test-CD ließ sich nicht
auf die Festplatte kopieren. Für die Bild-
qualität und den analogen Kopierschutz
ist die Decoder-Karte zuständig. Mehr zu
dieser erfahren Sie beim Guillemot- und
Philips-Laufwerk, wo die Sigma-Designs-
Karte serienmäßig beiliegt.
Fazit: Das DVD-A02 ist das einzige
Laufwerk im Test das in allem Bereichen
eine gute bis sehr gute Leistung zeigt
Lediglieh der Preis ist mit rund B§0 Mark
noch etwas hoch angesetzt - dafür stimmt
die Performance.
+ Schnellstes BVD-laufwerk im Test
+ Gute CD-ROM-Performance
+ Einfaches Handling durch Slot-In
# Hoher Preis
*fJPTR!
Wertung
Installation: 4
Ausstattung: 4
Leistung: 9
Preis/ Leistung: 8
IUI
IUI
HIHIHI
llllllll
Circa-Preis: 390 Mark
Gesamtwertung:
m
PC PLAYER 8/ 98
175
^DVD-Player
Toshiba SD-M1102
Guillemot Maxi
DVD-Theater
Creative Labs
PC-DVD Encore Dxr2
Philips DRD-5200
Hitachi GD-2000
Pioneer DVD-A02 ^
Hersteller
Toshiba
Hammfelddamm 8
41460 Neuss
Guillemot
Zimmerstr. 19
40215 Düsseldorf
Creative Labs
Münchnerstr. 16
85774 Unterföhring
Philips
Alexanderstr. 1
20099 Hamburg
Hitachi
Am Seestern 18
40547 Düsseldorf
Pioneer, Hanns-Martin
Schleyer-Straße 35
47877 Willich
Telefon,
Fax
(02131)101034
(02131)158473
(0211)338000
(0211)3380020
(0180)5323488
(089)99287122
(0180)5356767
(0180)5356768
(0211)5283-818
(021D-5283-849
(02154)913-356
(02154)913-360
Internet (www...)
toshiba-teg.com
guillemot.com
creativelabs.com
be.philips.com
hitachi-eu.com
pioneer.de
Ca.-Preis
400 Mark
650 Mark (inkl. Decoder)
550 Mark (inkl. Decoder)
700 Mark (inkl. Decoder)
250 Mark
400 Mark
Laufwerkhersteller
Toshiba
Toshiba
Matsushita
Toshiba
Hitachi
Pioneer
Bauart
intern
intern
intern
intern
intern
intern
Anschluß
IDE
IDE
IDE
IDE
IDE
IDE
Tempo CD It. Hersteller
24x (3600 KByte/s)
24x (3600 KByte/s)
20x (3000 KByte/s)
24x (3600 KByte/s)
20x (3000 KByte/s)
20x (3000 KByte/s)
Tempo DVD It. Hersteller
2x (2700 KByte/s)
2x (2700 KByte/s)
2x (2700 KByte/s)
2x (2700 KByte/s)
2x (2700 KByte/s)
2,6x (3300 KByte/s)
Cache-Speicher
256 KByte
256 KByte
512 KByte
256 KByte
512 KByte
512 KByte
Double-Layer-DVD
ja
ja
ja
ja
ja
ja
Automatisches Lesen
von Double-Sided-DVD
nein
nein
nein
nein
nein
nein
Unterstützte Formate
DVD-ROM, CD, CD-R,
CD-RW, CD-DA, CD-I
DVD-ROM, CD, CD-R,
CD-RW, CD-DA, CD-I
DVD-ROM, CD, CD-R,
CD-RW, CD-DA, CD-I
DVD-ROM, CD, CD-R,
CD-RW, CD-DA, CD-I
DVD-ROM, CD, CD-R,
CD-RW, CD-DA, CD-I
DVD-ROM, CD, CD-R,
CD-RW, CD-DA, CD-I
Ländercode
Je nach
Player-Software
Je nach
Player-Software
Im Laufwerk: 5 x
Wechsel möglich
Je nach
Player-Software
Je nach
Player-Software
Je nach
Player-Software
Einschub
Schublade
Schublade
Schublade
Schublade
Schublade
Slot-In
DVD-Lesetempo
1720 KByte/s
1707 KByte/s
2416 KByte/s
1720 KByte/s
2784 KByte/s (mit DMA),
2287 KByte/s (ohne DMA)
3124 KByte/s (mit DMA),
2394 KByte/s (ohne DMA)
CD-ROM -Lesetempo
1490 KByte/s
1490 KByte/s
1140 KByte/s
2545 KByte/s
1649 KByte/s (mit DMA),
2095 KByte/s (ohne DMA)
2330 KByte/s
Auslesen digital Audio*
9,3x
lOx
12x
9,3x
4,3x(mitDMA),
4,3x (ohne DMA)
8,2x
Mittlere Zugriffszeit
100 ms
87 ms
160 ms
98 ms
139 ms (mit DMA),
129 ms (ohne DMA)
95 ms
Erkennungszeit DVD
10 Sekunden
10 Sekunden
9 Sekunden
10 Sekunden
14 Sekunden
13 Sekunden
Erkennungszeit CD-ROM
10 Sekunden
10 Sekunden
13 Sekunden
9 Sekunden
15 Sekunden
14 Sekunden
Erkennungszeit CD-R
10 Sekunden
10 Sekunden
18 Sekunden
9 Sekunden
24 Sekunden
13 Sekunden
Aufnahme auf Videoband
(Wallace & Gromit)
ja
ja
ja
ja
ja
ja
Kopieren auf Festplatte
ja
ja
ja
ja
ja
ja
Darstellung auf TV
Farbe
Farbe
Farbe
Farbe
Farbe
Farbe
Videoband-Aufnahme
Störung, da NTSC-Film
Störung, da NTSC-Film
Störung, da NTSC-Film
Störung, da NTSC-Film
Störung, da NTSC-Film
Störung, da NTSC-Film
Kopieren auf Festplatte
nein
nein
ja
ja
nein
nein
Darstellung auf TV
Farbe
Farbe
Farbe
Farbe
Farbe
Farbe
Video-Tape-Aufnahme
Störung, da NTSC-Film
Störung, da NTSC-Film
Störung, da NTSC-Film
Störung, da NTSC-Film
Störung, da NTSC-Film
Störung, da NTSC-Film
Kopieren auf Festplatte
ja
ja
ja
ja
ja
ja
Darstellung auf TV
schwarzweiß
schwarzweiß
schwarzweiß
schwarzweiß
schwarzweiß
schwarzweiß
Umstellung von NTSC
auf PAL möglich
ja
nein
nein
nein
nein
nein
Screenshots möglich
ja (mit HyperSnap DX)
ja (mit Player-Software)
nein
ja (mit Player-Software)
ja (mit Player-Software)
ja (mit Player-Software)
Vibrationen
nein
nein
leicht
nein
nein
nein
Installation (5%)
3
3
5
3
1
2
Ausstattung (25%)
8
20
18
18
8
10
Leistung (65%)
45
45
45
45
52
58
Preis (5%)
4
3
3
3
5
4
Gesa m tw ert ung
60
71
71
69
66
74 |I%
Testsieqer-^
* Zum Speichern von Audio-Daten auf Festplatte nötig
Eins ist klar:
In meinen
Rechner
werde ich mir
auf jeden Fall
ein DVD-Laufwerk
einbauen. Auch wenn
Spielevorstellungen
von der E3 noch eine echte Killer-Applikation,
wie es damals Rebel-Assault für die CD-ROM-
Laufwerke war, vermissen lassen. Doch die
Umsetzungen von vorhandenen Spielen auf
DVD macht die Richtung klar: Früher oder spä-
ter ist die CD-ROM tot und die DVD-Titel wer-
den den Markt erobern. Schon jetzt liegen die
angebotenen DVD-Player preislich fast im Rah-
men von herkömmlichen CD-ROM-Laufwerken.
Wer also ohnehin ein neues Laufwerk braucht,
kann bedenkenlos zugreifen, da die DVD-Lauf-
werke mit allen Medien arbeiten, die auch ein
CD-ROM-Laufwerk schluckt. Die DVDs kommen
damit sogar teilweise besser zurecht als über-
züchtete 32x-Laufwerke bei CD-ROMs. Und
zwischendurch mal einen Film am PC zu
gucken, ist schließlich nicht zu verachten,
auch wenn man dazu mindestens einen
19-Zoll-Monitor haben sollte.
176
PC PLAYER 8/98
Das DVD-Lexikon
Die wichtig
Begriffe
zu DVD
sten
Camera-Angel:
Auf einem DVD-Video ist es möglich, eine Szene (ein
Fußballtor, ein Überholmanöver beim Formel-1-Ren-
nen) in verschiedenen Kamerapositionen aufzuneh-
men. Der Betrachter ist also in der Lage, sich die Szene
ausmehreren Betrachtungswinkeln anzuschauen. Auch
die Pornoindustrie hat sich dieses Feature bereits
zunutze gemacht.
CD-R:
Compact-Disc-Recordable. Eine CD, die sich mit einem
CD-Brenner einmal beschreiben läßt. Daten können
nicht mehr gelöscht werden. Die beschriebene CD-R
läßt sich anschließend in allen CD-Laufwerken oder
Hifi-CD-Playern lesen. Eine CD-R kostet rund 2,50 Mark.
CD-RW:
Compact-Disc-Rewriteable. Diese läßt sich im Gegen-
satz zu CD-Rs wieder löschen und laut Hersteller bis zu
1000 Mal neu beschreiben. Die DVD-Laufwerke der
zweiten Generation, wie Sie sie in diesem Test finden,
können CD-RWs lesen, nicht jedoch beschreiben.
Dolby AC-3:
Dieser Audio-Standard von Dolby wird heute auch als
Dolby-Digital bezeichnet. Mit ihm ist dank 5,1 Kanälen
echter Surroundsound möglich: Vor und hinter dem
»Zuhörer« befindet sich jeweils links und rechts ein
Lautsprecher. Zusätzlich gibt es eine Boxe vorn mittig.
Die »1« steht für den Subwoofer, der irgendwo im Raum
stehen kann.
DVD-RAM:
Das RAM steht für Random Access Memory und soll in
etwa bedeuten, daß sich auf den Speicher frei zugrei-
fen läßt - daß die Daten also auch veränderbar sind.
Die DVD-RAM ist mit der CD-RW vergleichbar, deren
Daten sich auch wieder löschen lassen. Noch sind die
Geräte jedoch nicht marktreif, da ein heftiger Stan-
dard-Krieg zwischen den Gremiumsmitgliedern tobt -
es gibt verschiedenste Gegenvorschläge zur DVD- RAM,
die allesamt Vor- und Nachteile aufweisen. Noch hat
Neue Hardware, neue Begriffe.
Damit Sie den Anschluß nicht ver-
lieren, finden Sie hier die ent-
scheidenden Begriffe im Zusam-
menhang mit der DVD.
sich kein Standard durchgesetzt, und das wird wohl
auch noch bis Ende des J ahres so bleiben. Einigen sich
die Gremiumsmitglieder, wird die DVD-RAM mit großer
Wahrscheinlichkeit den Videorecorder ablösen.
DVD-ROM:
Diese DVD (Digital Versatile Disk, vielseitig verwend-
bare Disk) ist mit der silbernen CD vergleichbar. Sie
kommt aus dem Preß werk und läßt sich mit dem DVD-
Laufwerk nicht beschreiben. Das ROM steht außerdem
für Read Only Memory, also nur lesbare Daten, die -
einmal ins Medium gepreßt - nicht mehr veränderbar
sind. Eine DVD-ROM kann es in verschiedenen Aus-
führungen geben: Die einfachste Variante ist wie die
CD nur auf einer Seite bespielt und besitzt auch nur
eine Schicht. Durch den wesentlich geringeren Spur-
abstand (von 1,6 Mikrometer bei der CD zu 0,74 Mikro-
meter bei der DVD) und der geringeren Pit-Länge (0,83
Mikrometer minimal bei der CD zu 0,4 Mikrometer bei
der DVD) lassen sich auf dieser DVD 4,7 Gigabyte an
Daten speichern. Zusätzlich gibt es die zweischichtige
DVD. Dabei sind die Daten auf einer Seite der CD in
zwei Schichten untergebracht. Der Laserstrahl des
Laufwerks kann dann auf die verschiedenen Schichten
fokussieren und so die Daten lesen. Auf diese DVD pas-
sen 8,5 Gigabyte Daten. Satte 17 Gigabyte kann eine
DVD aufnehmen, wenn es sich um eine zweiseitige DVD
handelt. Dann muß man die DVD jedoch von Hand
umdrehen, da es noch keine Player gibt, die auf der
Ober- und Unterseite einen Laser besitzen.
DVD-Video:
Eine DVD, die einen Spielfilm im MPEG-2-Format ent-
hält. Ihre Vorteile: die hohe Qualität, der erstklassige
Sound (MPEG oder Dolby AC-3), die Speichermöglich-
keit von verschiedenen Sprachversionen (Englisch,
Deutsch ...), die Ansicht ein und derselben Szene von
verschiedenen Kamerapositionen und vieles mehr. Es
gibt mittlerweile rund 100 deutsch synchronisierte
DVD-Titel. Englischsprachige dürften mehrere tausend
auf dem Markt sein.
Language-Selection:
Sie schauen sich einen Film lieber im O-Ton an? Mit DVD
ist das kein Problem, da sich auf die Scheibe verschie-
dene Sprachversionen speichern lassen. Sie können
dann einfach wählen, welche Sprache Sie hören wollen:
die synchronisierte oder lieber die Originalfassung.
Lattenzaun-Effekt:
Da der Computermonitor wesentlich mehr Bilder pro
Sekunde darstellen kann als der Fernseher, sieht man
bei bewegten Bildern auf dem Computermonitor die
einzelnen Zeilen ineinander verschoben - man spricht
vom Lattenzaun-Effekt: Bei schnellen Bewegungen
sieht man horizontale Streifen. Durch die Trägheit
(2 x 25 Halbbilder) der TV-Geräte fällt der Lattenzaun-
effekt dort nicht auf.
Master/ Slave:
Jedes IDE-Gerät (Festplatten, CD-Laufwerke, Brenner,
DVD-Player...) besitzt J umper, mit denen man es als
»Master« (Herr) oder »Slave« (Sklave) konfigurieren
kann.
MPEG-2:
Dieser Standard steht für ein Kompressionsverfahren
von Video und Audio für die DVD. Dabei wird der 720
x480 Pixel große Videostream mit einer Rate von 1:200
komprimiert.
Subtitels:
DVD-Video bietet auch die Möglichkeit, sich verschie-
dene Untertitel einblenden zu lassen. Das ist nicht nur
für Hörgeschädigte interessant, sondern auch für
Leute, die eine andere Sprache lernen wollen: Sie
bekommen die Übersetzung des O-Tons per Untertitel
angezeigt.
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Neue Hardware von der E3
Alles unter
Kontrolle
Bei den Lenkrädern steht dieses
Jahr ganz im Zeichen der
» Force- Feedback« -Unter-
stützung. Neben den son-
stigen Joysticks und
Gamepads erspähten wir
5^ tek auf der E3- Messe zudem eini-
3Dst?ck ge ungewöhnliche Eingabegeräte, die wir Ihnen nicht
vorenthalten wollen.
Zwei ähnlich geformte, vom Design her dem Microsoft
»SideWinder 3D Pro« vergleichbare Flug-Sticks
namens EagleMAXund SkyFire hat die Firma Act Labs
im Angebot. Sie unterscheiden sich hauptsächlich durch die
Anzahl der Knöpfe, die an der Basis Platz finden. 16 program-
mierbare Buttons bietet das PowerRamp MITE-Gamepad, und für
PC-Rennfahrer zeigte der Hersteller das Act Labs RS, ein Lenk-
rad samt Pedalen. Unter der Bezeichnung Force RS benutzt es
die »l-Force«-Technologie für Force- Feedback- Effekte.
Ein Möbelstück der besonderen Art präsentierte BSG Laborato-
ries. Der IGS 400 Intensor verfügt über vier Lautsprecher und
einen Niedrigfrequenztöner in der Rückenlehne. All dies erzeugt,
vor allem in Kombination mit dem optionalen Subwoofer, einen
körperlich fühlbaren Effekt.
Einzige Neuheit bei Logitech war der WingMan Force-J oystick,
der im Herbst erscheint und per I-Force- Standard Force-Feed-
back-Support liefert. Vom Knüppel und den
Knöpfen her ähnelt er dem normalen
»WingMan«.
Aus dem Hause Microsoft kommen,
wie bereits in der Ausgabe 7/98
ausführlich geschildert, im Herbst
das SideWinder Freestyle Pro und
das SideWinder Force Feedback
Wheel. Letzteres bringt nun auch
für Rennspiele mit Lenkrad-Unter-
stützung Rütteleffekte, während Sie mit
Micro- "^* ^^ dem Freestyle allein durch Bewegen des
so . ft , side " Geräts Eingaben machen. Ebenfalls in der Luft hal-
Winder Force
Feedback Wheel ten können Sie den Air Racer des Herstellers Per4Mer,
ein Lenkrad mit Steuerkreuz und elf Knöpfen. Auf opti-
schem Wege werden hier die analogen Signale gewonnen.
Flugsimulanten sollten einen Blick auf den Sky Commander von
QuickShot werfen, der insgesamt zehn, auf Steuerknüppel und
Schubregler verteilte Knöpfe bietet. Eine Nummer kleiner ist der
Sky Master, ein Vier-Button-Stick mit Gasrädchen. Wie ein Cock-
178
pit-MFD wurde der Masterpilot 98 gestal
tet, der 24 Schalter mit insgesamt 77 Funk-
tionen vereinigt und ebenfalls einen klei-
nen Schubregler besitzt. Erst im Herbst
startet die GenX-Serie, die drei Sticks
umfaßt, von denen einer auch für Linkshän-
der lieferbar sein wird.
Am Saitek- Stand fanden
wir einige hübsche Neu-
heiten: Gleich zwei Lenk-
räder samt Pedalerie stel-
len die Hongkonger vor,
eines mit und eines ohne BGS Lab oratories IGS 400 intensor
Force-Feedback-Unter-
stützung. Die Namen lauten R4 Racing Wheel und R4 Force
Wheel. Das technische Know-how stammt dabei von Microsoft,
die mit Saitek einen Lizenzvertrag haben. Für Links- wie Rechts-
händer geeignet ist der Cyborg 3D Stick, bei dem sich Hand-
ballenauflage, Neigung des Knüppelkopfes und Position des
Schubreglers justieren lassen. Das Cyborg 3D Päd hingegen
besitzt neben dem Steuerkreuz sowie mehreren Knöpfen einen
Drehregler und einen Mini-Analogstick. Außer dem Force Wheel,
das erst zu Weihnachten herauskommt, liegen diese Produkte ab
Herbst in den Geschäften.
Die Firma SGRL stellte den Titans Sphere vor, eine Art Kugel, aus
der seitlich zwei Knüppel ragen. Mit diesen kontrollieren Sie
Bewegungen in allen Freiheitsgraden. Von der südafrikanischen
Edelschmiede Simulators International stammt das Smith's Fl
Racing Controls, ein aus Metall gefertigtes Lenkrad mit eben-
solchen Pedalen. Das Gerät erhalten Sie auch komplett mit einem
Cockpit inklusive einstellbarem Sitz und Monitorfuß. Das Ganze
kostet dann ohne Hinterräder und Lautsprecher knapp 1200
Dollar - einen deutschen Vertrieb gibt es (noch) nicht.
Einige Neuheiten waren auch bei Thrustmasterzu bestaunen. Der
Top Gun Platinum-Steuerknüppel bietet als einziger Stick der
Firma einen eingebauten Schubregler. Der Revolution titulierte
Zweihand-Knüppel fällt vor allem durch sein Design auf und exi-
stiert bisher nur als Schaumstoffmodell, genau wie der Fist Figh-
ter. Dieses Gerät ist einem Lenkrad vergleichbar, es läßt sich
aber nach vorn/ hinten kippen und in allen vier Himmelsrich-
tungen verschieben. Ein äußerst ungewöhnliches Eingabegerät
hatte schließ lieh Union Reality aus Italien in petto:
Der kopfhörerähnliche UR Gear reagiert
auf Kopfbewegungen und
setzt sie in PC- Steuer-
signale um. (mash)
Simulation
International
Smith's Fl Racing
Controls
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Hardware-Tests
Lenkräder
QrU
FISim
I Lenkrad
I Hersteller: Digital Edge
I Circa-Preis: 500 Mark
F 1 Sim Compact
I Lenkrad
I Hersteller: Digital Edge
I Circa-Preis: 270 Mark
CH Racing System
I Lenkrad
I Hersteller: CH Products
I Circa-Preis: 250 Mark
Vom hierzulande eher unbekannten Hersteller
Digital Edge ist dieses Luxus-Lenkrad erhältlich.
Das Steuerrad selbst besteht aus Metall und ist
mit echtem Leder bespannt. Die Lenksäule wird
mit zwei Klemmschrauben an der mitgelieferten
Holzplatte befestigt, auf der Sie wiederum Ihren
Monitor postieren. Falls dieser nicht gerade ein
19-Zoll-Bolide ist, empfehlen wir dringend eine
zusätzliche Beschwerung, da ansonsten Lenkrad
und Bildschirm vom Tisch zu fallen drohen. An
der Lenkradnabe befinden sich vier LEDs, die
jeweils bei der Betätigung eines der Knöpfe auf-
leuchten. Die beiden Pedale sind ebenfalls aus
Metall und werden seperatvon einerstarken Fe-
der oben gehalten. Leider befinden sich durch
diese Anordnung Gas und Bremse in gut fünf Zen-
timetern Höhe, und die Pedaleinheit bietet den
Füßen nicht genügend Halt. Daran gewöhnt man
sich aber überraschend schnell. Das Bremspe-
dal fühltsich beim Treten zwar nichtanders als
das Gas, der Pedalweg wird jedoch früher durch
einen Gummistopper unterbrochen. So wird zu-
mindest rudimentär das Pedant in einem rich-
tigen Auto simuliert. Das mit vier Schaltern aus-
gerüstete Gerät melden Sie unter Windows 95
einfach als »Vier-Knopf-Joystick« an, was her-
vorragend funktioniert. Damit ist auch die Kom-
patibilität zu fast allen Rennspielen gewährlei-
stet. Kleiner Tip der Redaktion: Probieren Sie da-
mit doch mal eine Panzersimulation aus! (mash)
DaiääüäFazit
Das Lenkrad liegt sehr gut in der Hand und
bietet einen angenehmen Widerstand, die
Pedale sind ebenfalls recht straff. Ledig-
lich die etwas ungünstig liegenden Gas- und
Bremshebel sowie die archaisch anmuten-
de, krude Art der »Befestigung« des Geräts
am Tisch verhindern eine Höchstwertung.
Einen qualitativ geringeren Standard weist die-
ses Lenkrad der britischen Firma Digital Edge
auf, das ansonsten mit dem »Fl Sim«
identisch ist. Anstelle eines Lederbezuges hat
das eigentliche Steuer jedoch nur eine griffi-
ge Kunststoffbeschichtung. Die Befestigungs-
platte besteht ebenfalls aus Plastik, was der
Stabilität deutlich abträglich ist; hier müssen
Sie selbst aktiv werden und beispielsweise
darunter Gummi anbringen. Ansonsten besteht
die Gefahr, daß die ganze Kombination seitlich
wegrutscht. Wie lange der Kunststoff der Bela-
stung durch einen schweren Monitor standhal-
ten kann, ist im besten Falle sehr fraglich.
Die Lenksäule wird zudem nur mit normalen
Sc hrauben fixiert, deren M uttern unter der Plat-
te eingesteckt werden und gern herausfallen.
Die Pedale wiederum haben einen sehr kurzen
Hebelweg und sind daher nicht so exakt wie
beim Top-Produkt der Firma.
Das Gerät verfügt ebenfalls über vier Buttons
und wird unter Windows 95 als »Vier-Knopf-
Joystick« angemeldet. All diesen Mängeln zum
Trotz sind Steuer und Säule von hervorragen-
der mechanischer Qualität und erleichtern das
Spielen von Rennsimulationen erheblich.
(mash)
ESEÜHFazit
Die beim großen Bruder (siehe links) be-
mängelten Punkte kommen hier weitaus
stärker zum Tragen. Die Plastikunterlage ist
recht wackelig, und die Muttern fallen beim
Ablösen gerne raus. Die Pedalwege gerie-
ten zudem sehr kurz; trotzdem ist das Lenk-
rad selbst stabil und griffig. Mit etwas
Eigeninitiative können Sie die Befesti-
gungsmankos ausmerzen und erhalten ein
brauchbares Gerät.
Auch von der auf Flugsimulations-Ausrüstung
spezialisierten Firma CH Products ist nun ein
Lenkrad erhältlich. Die Konstruktion bestehtaus-
schließlich aus Plastik, sowohl Steuer wie Peda-
lerie. Das Steuer arretieren Sie mit Hilfe zweier
Schrauben an der Tischplatte. Das ergibt zwar
den gewünschten Halt, die Dicke des Tisches
darf aber nicht zu groß sein, da ansonsten die
Klemmen nicht mehr passen.
Vier Knöpfe befinden sich an den oberen Spei-
chen, wo sie sehr gut zu erreichen sind. Der
Durchmesser des Rades ist größer als bei den
Digital Edge-Geräten. Es ist auch etwas dicker,
wodurch die Griffigkeit zunimmt. Der CH-Philo-
sophie entsprechend ist das »Racing System«
ziemlich leichtgängig mit nur geringer Rück-
stellkraft - also eine Geschmackssache, die
jeder für sich entscheiden muß. Die Pedale
ruhen auf einer kleinen, nichtsonderlich rutsch-
festen Basis und fühlen sich beide völlig gleich
an. Sie bieten allerdings auch den Fersen Platz,
was unseren Eindruck etwas verbessert.
Wie die beiden Fl Sim-Produkte melden Sie
das Gerät unter Windows 95 als »Vier-Knopf-
Joystick« an, wodurch Kompatibilität zu allen
Programmen gewährleistet ist; mit den von uns
getesteten Spielen gab es jedenfalls keine Pro-
bleme. Das Lenkrad kann zwarseine Kunststoff-
Natur nicht verbergen, bietet jedoch ansonsten
ein gutes Fahrgefühl. (mash)
ÜZfiBSH Fazit
Hauptkritikpunkte sind hier die geringen
Rückstellkräfte des Steuerrades und die
leicht wegkippenden Pedale, die sich dazu
im Tretgefühl nicht unterscheiden. Anson-
sten erhalten Sie angesichts der Tatsache,
daß die ganze Anordnung aus Plastik
besteht, ein relativ ordentliches Produkt.
r liMa^^a Wertum
Gesamtwertung:
HIHIHI
#J
I ^■Mftadal Wertung
Gesamtwertung:
#J
I ^»Mftmal Wertung
Gesamtwertung:
mj
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179
I Sechserpack
Heb habe eine Soundblaster-Karte, die ei-
nen HDE-Ansehluß für CD-ROMs besitzt. Da
CD-ROM-Laufwerke an das Motherboard
angeschlossen werden können, kam mir
die Idee, ob ich an der Soundkarte nicht
auch eine Festplatte betreiben könnte«
Geht das, und habe ich dann maximal
sechs IDE-Festplatten in meinem Compu-
ter? (Dirk Schönbach)
Standard-IDE-Anschlüsse bieten erst die
Soundblaster-Karten ab »AWE 32«. Bei
den vorigen Karten hieß das zwar auch
IDE, war aber tatsächlich ein spezieller
Anschluß ausschließlich für Panasonic
CD-ROM-Laufwerke.
Theoretisch kann man daran IDE-Festplat-
ten anschließen. Allerdings geht das nur
dann, wenn das Motherboard keinen
zweiten IDE-Anschluß besitzt oder dieser
abgeschaltet werden kann. Aus Geschwin-
digkeitsgründen empfehlen wir das je-
doch nicht, denn die Anschlüsse auf dem
Motherboard sind wesentlich schneller,
als der auf der Soundkarte.
Zusätzlich zu zwei vorhandenen IDE-Ports
kann man den Soundblaster-Port nicht
betreiben. Sechs IDE-Festplatten (an je-
dem Port zwei) passen also
TECHNO
TREFF
SIE FRAGEN, WIR ANTWORTEN:
IPS UNDTRICKS RUNDUM DEN P(
Theoretisch kann man an den IDE- Anschluß ei-
nes modernen Soundblasters auch eine
Festplatte anschließen. Allerdings ist die dann
sehr lahm, so daß man immer den
Motherboard-Anschluß bevorzugen sollte.
nicht in den PC. Grundsätzlich sollte man
den IDE-Port der Soundkarte deshalb ab-
schalten, damit er nicht mit den An-
schlüssen auf dem Motherboard ins Ge-
hege kommt.
» PCI-Mangel
Mein Motherboard hat drei PQ-Steekplit-
ze, und die sind bei mir mit der Grafikkar-
te, meinem SCSI-Controller und einer
DVD-Karte voll belegt Nun hätte ich aber
gerne noch eine Voodoo-2-Karte. Kann
man sieh da etwas basteln oder eine Art
PCI-Erweiterung kaufen, die man in einen
PQ-Steekplatz steckt und die ihrerseits
mehrere Steekplitze zur Verfügung stellt?
(Werner Belke)
Von irgend welchen Bastellösungen raten
wir dringend ab. Der PCI-Bus ist mit sei-
nen maximal 33 MHz nicht dafür geeig-
net, daß man selber daran herumlötet.
Von Schäden am
Motherboard
ganz zu schwei-
gen. Erweiterungs-
karten für den PCI -
Bus sind uns
nicht bekannt.
Es bleiben also
nur zwei Aus-
wege: Eine Kar-
te entfernen
oder aber ein
Board mit vier
PCI-Steck-
plätzen kaufen.
» Windows-Startdateien
Eine kleine Frage zu dem DOS-Speieher-
Beitrag in Ausgabe 2ßBi Als ieh eine
DOS-Session startete, konnte ieh keine zu
»W4(k benannten Systemdateien ent-
decken. Nur die unter Windows üblichen
BAT-, SYS- und DOS-Dateien waren da. Ist
das davon abhängig, wie ieh DOS starte?
Außerdem* In Ausgabe 10/17 wurde von
der DOSSTART.BAT gesprochen« Muß ieh
hier zusätzlich zu den DOS-Systemdateien
meine Maus und das CD-ROM-Laufwerk
eintragen? (Uwe Pfeiffer)
Die W40-Dateien sehen Sie nur, wenn vor
der Installation Ihres Windows 95 ein al-
tes DOS auf Ihrer Festplatte war und Sie
gar nicht Windows 95 booten, sondern
eben dieses alte DOS. Sobald die Meldung
»Windows 95 wird gestartet...« auf dem
Bildschirm erscheint, drücken Sie die Ta-
ste F8 und wählen den untersten Eintrag
»Vorherige MS-DOS-Version«. Dieser er-
scheint nur, wenn auch tatsächlich ein al-
tes DOS auf Ihrer Festplatte ist. Dann be-
nennt Windows die Startdateien SYS und
BAT in W40 um, und die MS-DOS-Startda-
teien, die unter Windows 95 alle mit DOS
enden, in SYS und BAT.
Abhängig von der Art des Windows- Starts
müssen Sie also unterschiedliche Dateien
ändern. Wenn Sie DOS-Spiele unter Win-
dows 95 laufen lassen und Windows 95
gestartet ist, sind die ganz normalen AU-
TOEXEC.BAT und CONFIG.SYS dran. Wenn
Sie dagegen das alte MS-DOS gestartet
haben und von dort die Änderungen für
den Betrieb unter Windows 95 vorneh-
men, müssen Sie sich die AUTOEXEC.W40
und die CONFIG. W40 vorknöpfen.
Falls Sie dagegen Spiele direkt unter
dem alten MS-DOS starten, sind andere
Dateien interessant: Bei laufendem
Windows 95 heißen diese AUTOEXEC.DOS
und CONFIG.DOS. Haben Sie mit der
Taste F8 dagegen MS-DOS gestartet,
heißen die Dateien AUTOEXEC.BAT und
CONFIG.SYS.
Die DOSSTART.BAT im Windows- Verzeich-
nis wird ausschließlich aktiv, wenn Sie
Windows per »Beenden« und »Computer
im MS-DOS-Modus starten« verlassen.
Dort tragen Sie aber nur die Treiber ein,
die nicht schon beim normalen Windows-
Start mit von der Partie sind. Alles andere
wäre tatsächlich doppelt gemoppelt.
I Hex-Codes
Ich habe zwei Probleme, und die heißen
^Anno 1602«c und »Hex-Cöde«. Wie rech-
ne ieh den vierstelligen Betrag in einen
Hexeode um? Was für einen Hex-Editor
soll ieh verwenden, und wo bekomme ieh
so ein Teil her? (Andy Bellmann)
180
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ii^imhimi'mimhi»
Option Scanner Disk & File Tools Help
Save-File Editor
e input i number for modify |
§j Modify | g| All Modify
H Save
Mit dem »Save-File Editor« des »Games
Masters« ändern Sie bequem Spielstände.
Eine mathematische Abhandlung über die
Umrechnung von normaler dezimaler
Schreibweise in hexadezimal und umge-
kehrt würde etwas zu weit führen und vor
allem stark nach Schulmathematik ausse-
hen. Am besten verwenden Sie für die
Umrechnung den bei Windows mitgelie-
ferten Taschenrechner. Falls es den bei
Ihnen nicht gibt, installieren Sie ihn sich.
Starten Sie unter der »Systemsteuerung«
das Programm »Software«. Wählen Sie das
»Windows-Setup« und dort »Zubehör«.
Den »Rechner« finden Sie ungefähr in der
Mitte der Einträge. Aktivieren Sie das
Kästchen und klicken Sie auf »OK«. Nach
kurzer Installation von der Windows-CD
finden Sie den Rechner unter Start/ Pro-
gramme/ Zubehör.
Wählen Sie beim Rechner unter dem Ein-
trag »Ansicht« die »Wissenschaftliche«
aus. Nicht von den vielen Tasten verwirren
lassen, die meisten davon brauchen wir
gar nicht. Oben links sehen Sie vier Aus-
wahlfelder: »Hex«, »Dez«, »Okt« und
»Bin«. »Dez« ist normalerweise aktiv.
Wenn nicht: kurz draufklicken. Geben Sie
jetzt die umzurechnende Zahl ein, neh-
men wir einfach mal »1234«. Klicken Sie
auf »Hex« und - schwups - schon sehen
Sie die hexadezimale Zahl, nämlich
»4D2«.
Ein schöner Editor für Spielstände ist bei-
spielsweise der »Save-File-Editor« des
»Game Master« (finden Sie im Internet
unter der Home-Page des Autors
»www.hakstar.com/~myst« oder unter
»www.winfiles. com«).
» Platte durcheinander
Ich wollte gerade ^POD^c löschen, dabei
ist ein kleines Problem mit dem ^CD=Pat=
eher« aufgetreten. Der Ordner für die Au-
tos (Voltaires) läßt sieh nicht entfernen,
da sein Inhalt nicht existiert bzw. die Na-
men zu lang oder ungültig sind. Sämtliche
Dateien haben kryptische Namen, aller-
dings werden mir bei den Eigenschaften
des Ordners 64 Dateien und 24 Ordner
aufgezählt, die 411 MByte belegen sollen.
Wenn man einzelne Dateien ankliekt sol-
len die teilweise bis zu 4 GByte groß sein.
Das kann doch wohl nicht sein, oder?
(Oliver Siery)
Als erstes sollten
Sie sofort (!!!) ein
Backup Ihrer
Festplatte anfer-
tigen, oder zu-
mindest von dem,
was noch davon
übrig ist. Da
scheint nämlich
ganz schön was
durcheinander
gekommen zu
sein. Danach -
und wirklich erst
danach - sollten
Sie das »Scan-
Disk-Programm von Windows 95 aus-
führen. Das räumt mit solchen Problemen
auf. Allerdings löscht das Programm auch
schon mal etwas auf der Festplatte; das
geht bei einigen Fehlern leider nicht an-
ders. Nach der ScanDisk-Aktion ist Ihre
Festplatte wieder in Ordnung.
» MPEG-Videos
Ich habe Probleme mit den MPEG-Videos
auf Eurer CD. Andreas Neumann sehreibt
in den Leserbriefen der Ausgabe 6/98
zwar, daß die AVI-Rlme krieselig sind und
die MPEG-Filme sogar auf seinem 133er
anständig laufen. Aber was hilft die bes-
sere Bildqualität der MPEG-Filme, wenn
der Sound nur niedrige Tonauflösung
bringt und man meiner Meinung nach sieh
schon ziemlich schwer tut, jeden Dialog
beim ersten Durchlauf zu verstehen. Bild-
qualität und Dateigröße hin oder her. Ich
plädiere weiterhin für die AVI-Filme mit
höherer Tonauflösung, die ihr früher ge-
habt habt. (Sonja Oswald)
Das Problem liegt hier nicht bei den
MPEG-Videos, sondern in den Einstellun-
gen von Active Movie. Bei diesem können
Sie nämlich die Audio-Wiedergabequalität
ändern. Laden Sie zunächst ein MPEG- Vi-
deo, klicken Sie mit der rechten Maustaste
auf das Videobild und wählen Sie »Eigen-
schaften«. Unter »Erweitert« finden Sie
den »MPEG-Audio-Codec«. Hier können
Sie die »Audio-Qualität« festlegen. Ent-
scheiden Sie sich für »CD-Audio« und al-
les ist in Butter.
Audioqualität
C p-Äudio!
r FM-Radb
Wenn die MPEG- Videos von unserer CD zu muf-
fig klingen, ist die Audio-Qualität von Active
Movie verstellt.
Brennt Ihnen eine Frage zu den
Mysterien der PC-Technik auf
der Zunge? Versiegt die Spiele-
Lust im Hardware- Frust? Schreiben Sie
uns; wir versuchen Ihre Frage in der näch-
sten Ausgabe unterzubringen.
Unsere Adresse:
WEKA Consumer Medien GmbH
Redaktion PC Player
Stichwort: Technik Treff
Gruber Str. 46a
85586 Poing
oder per E-Mail an
ttreffPCP@aol.com
Wir bitten um Verständnis, daß wir aus
Zeitgründen keine individuellen Rat-
schläge erteilen können. Bitte schicken
Sie also weder Rückporto noch frankierte
Umschläge.
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181
Bi^^Bizarr g^^ÖlZ^^ Bizarr
»*V>
% \&$m&
^Gesangsstunde
Sie
meinen also, mit
Ihnen hätte Deutsch-
land mehr Chancen auf einen
Sieg bei europäischen Schlagerwett-
bewerben? Dann testen Sie Ihre Publi-
kumswirkung doch mit diesem neuen Ka-
raoke- Programm!
Wo man singt, da laß Dich ruhig nieder, denn
böse Menschen kennen keine Lieder.« Die-
sem alten Sinnspruch sind schon zahlreiche naive
Personen zum Opfer gefallen. Nicht nur im Wilden
Westen wurden im Sonntagsgottesdienst noch rasch
ein paar fromme Weisen angestimmt, bevor man sich
anschließend zum gemeinsamen Lynchen eines ver-
meintlichen Gesetzesbrechers aufmachte: Bereits
die Azteken wußten, wie man ein Menschenopfer
mit kehligen Gesängen noch dramatischer macht. Schließ lieh tru-
gen die deutschen Landser lange vor den reiselustigen Fischer-
chören heimisches Liedgut in alle Welt hinaus. Stets schmetter-
ten sie ein fröhliches Lied, wenn der Weg zum nächsten Schlacht-
feld allzu lang erschien. Seither hat das hiesige Volkslied keinen
leichten Stand mehr bei den derartig mit unserer Sangeskunst
beglückten Nachbarn. Die Folgen sind alljährlich bei den End-
ausscheidungen zum Grand Prix zu be-obachten, wenn Deutsch-
land müheloseinen derletzten Plätze verteidigt. Selbst der Erfolg
von Nicoles unschuldigem »Ein bißchen Frieden« ist da eher als
Ausrutscher zu werten.
Gegen das Image Deutschlands als Hort langweiliger bis pein-
licher Unterhaltungsmusik singt jedoch derzeit »Der Meister«
alias Guildo Hörn an. Zwar vergreift er sich vorwiegend an Uralt-
Hits geschrumpfter Schlagergrößen, doch tut er das so herzer-
frischend unkonventionell, daß selbst Teenager plötzlich zu
einem Rex-Gildo-Titel ausflippen. Wer jetzt denkt: »Was Guildo
kann, kann ich schon lang« hat mit der CD-ROM »Sing mit dem
Meister« Gelegenheit, seine Sangeskünste am PC zu erproben.
Keine Sorge:
Mit den vie-
len Reglern
müssen sich
unentdeckte
Schlagerta-
lente nur auf
Wunsch her-
umplagen.
Guildo hat euch lieb
und wenn 's auch mal Tränen gibt
Kommt er rüber und singt für euch Lieder
y\ *|| Toolbox | Einstellungen 1 1 - 1 x|
..|.|
| H<|«|»Hl
00:07 1 -^ -H -!_i i
f<Tn.^gl http://www
Sing mit d
-Me, ster ||
Die tiefschürfenden Schätze aus deutscher Texterfeder werden wunderbar synchron zu
den fetzigen Melodien eingeblendet.
Zu zehn Songs prominenter Stimmakrobaten wie Michael Holm,
Drafi Deutscher und Udo J ürgens erklingt die Begleitmusik. Die
gewohnt gehaltvollen Texte werden synchron zur Musik einge-
blendet und die aktuell zu schmetternden Silben farblich mar-
kiert. Nur den richtigen Ton müssen Sie noch aus eigener Kraft
treffen, wenn Sie auf den Beifall wehrloser Familienmitglieder
hoffen. Auch aus dem Büro von Udo »Die Stimme« Hoffmann
erklingt nun bis spät in die Nacht seine Interpretation von »Ein
Bett im Kornfeld«, mit der er selbst J ürgen Drews niedersingen
könnte; doch, Udo hat eine sehr laute Stimme ... Auch weniger
extrovertierte Charaktere werden sich daran erfreuen, endlich
einmal bewußt die genialen
Import Midi | Sicher:
Uhopjs
-T
Mute |
Excl. |
l\
Uhopjs
I
-T
Mute |
Excl. |
Chorus
-T
Mute |
Excl. |
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Mute |
Excl. |
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Mute |
Excl. |
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Excl. |
Uhopjs
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T^
II | ■ | | m | M | ►► | »I | III 00:44
Uhonjs
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Pan Chorus Reverfa
-_h -_h -_h
d
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Master KarCD Moro
-_h
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Uhonjs
f:
Uhonjs
Uhonjs
-T
t
-_h
Ui'lOPiS
>
-T
Mute |
Excl. |
Uhonjs
-T
Mute |
Excl. |
r;
'ri^jii
Einsteilungen || - I x l
Sing mit dem Meister |
Texte lesen zu können, zu
denen Mutti am Radio so
gerne mitsummt. Kostprobe
gefällig: »Mach dich schnell
bereit. Ich seh dir an, da
schlummert ein Vulkan. Du
wartest auf die Liebe. Ich will
sie wecken und alles ent-
decken, was keiner bisher
sah.« (»Anita« von Costa Cor-
dalis).
Also: Wecken Sie unverzagt
mit diesem Karaoke-Simulator
Ihre Nachbarn auf, damit
diese entdecken, was keiner
bislang je hörte! Wenn Sie das
überlebt haben, können Sie
das Resultat getrost per
Mikrofon auf der Festplatte
aufzeichnen, (tw)
SING MIT DEM MEISTER
HERSTELLER: CDV
PREIS: ca. 35 Mark
HARDWARE-MINIMUM:
486er, Windows 95, 8 MByte RAM
PRAKTISCHER NUTZEN:
Erkennen Sie, warum es besser
ist, wenn Sie nicht in der Öffent-
lichkeit singen.
ORIGINALITÄTSFAKTOR:
Nach Gu i Idos Grand- Prix- Auf tritt
war dieses Produkt wohl unver-
meidlich.
MÖGLICHE FOLGESCHÄDEN:
Kollegen, die in der Mittagspau-
se lauthals »Fiesta Mexicana«
schmettern.
DAS PC-PLAYER-FAZIT:
Mutti wird's freuen, wenn Sie
jetzt mit ihr beim Zwiebel-
schneiden »Tränen lügen nicht«
anstimmen.
182
PC PLAYER 8/ 98
online +++ online +++ online +++ online +++
rlnternet'si -f-
hinter Gittern?
Es ging durch alle Medien: In einem Präzedenzprozeß verurteilte
ein Münchener Amtsrichter den ehemaligen CompuServe-Geschäftsfüh-
rer Felix Somm zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer Geld-
strafe von 100000 Mark. Grund: Somm habe aus pornographischen
Internet-Inhalten für seine Firma Kapital geschlagen, anstatt Fil-
ter einzurichten, die den Zugriff auf die umstrittenen Seiten ver-
hindert hätten.
Doch jeder, der sich nur einen Hauch im Internet auskennt, weiß:
Solche Filter kann es gar nicht geben. Neue Webseiten oder News-
groups entstehen schneller, als jeder Programmierer darauf reagie-
ren könnte. Sperrt man eine Homepage, weicht der Betreiber kurzer-
hand auf eine andere URL aus. Ohnehin könnten eigentlich sämtliche
Provider und Online-Dienste vor dem Kadi landen: Ein TCP/IP-Daten-
strom und die Adresse einer Suchmaschine genügen, dann stößt man
in kürzester Zeit auf eindeutige Seiten oder Bilder.
Es geht noch wirrer: Ein Kleinunternehmer wurde von Topware ab-
gemahnt, weil die URLs seiner Homepage ungebührlicherweise
»www.emergency.de« lautete - wie deren gleichnamiges PC-Spiel. Der
Unternehmer setzte daraufhin einen Link auf eine Satire-Seite über
den Topware-Mahner Steinhöfel, der im Gegenzug eine neue Klage
startete. Resultat: Ein Hamburger Gericht gab Steinhöfel Recht und
beschloß, daß jeder Seitenbauer für den Inhalt seiner Links voll
haftbar gemacht werden kann.
Bei solch wirklichkeitsfernen Urteilen darf sich hinterher keiner
beschweren, wenn Deutschland von High-Tech-Unternehmen zusehends
gemieden wird - gerade das Internet läßt sich nicht in altherge-
brachte Schemata pressen. Und: Papierhersteller werden schließlich
auch nicht verklagt, weil auf ihre Produkte allerlei Schund
gedruckt wird.
Für Frieden und Freiheit,
Ihr
%KomJL h>J\uJt
Roland Austinat
Download mit
Pausen
Was tun, wenn der Download
nach 48 von 50 M Byte abbricht?
Viele Leser mailten uns die
Namen ihrer Lieblingsprogram-
me, die eine Datenübertragung
ohne Verluste fortsetzen können.
Der Leistungsumfang der meist-
genannten, »GetRight« (http://
www.getright.com), »ReGet«
(http://reget.quite.net) und
»GolZilla« (http://www.gozilla.
com) ist in etwa gleich, uns hat
letzteres am besten gefallen.
i '"->•, C; SS YS Swl N S5SD esktopSpspSOev. zip
~ ■ This download can be resumed
ftp.cdrom.com/pub/simtelnet/win95/graphics/psp50ev.zii 24.7 K./sec
6593K of 6S34K 9 sec
GolZilla: Das Monster unter den
Download-Tools ist leistungsstark.
Downloads per Drag-and-drop,
Vorab-Planung zukünftiger
Übertragungen, eine Einbindung
in Netscapes Navigatoroderden
Internet Explorer sind nur einige
der Features. Obendrein dürfen
Sie mit einem Gaspedal die
Übertragung drosseln, wenn Sie
nebenbei selbst browsen wollen,
und eine Liste der verfügbaren
Download-Sites nebst Ge-
schwindigkeit fehlt auch nicht.
Das Schönste: GolZilla kostet in
einer gesponserten Fassung
keine müde Mark.
r
PC PLAYER 8/ 98
183
erriet
t2r ^
Online-News von der E3
&
%
► /
-Online
Panzer, Weltraum, Rollenspiele: I n den neuen
Internet-Titeln von VR-1, Gamestorm und
der Internet Gaming Zone begegnen Ihnen
Mitspieler aus aller Welt.
Viele Spielefirmen locken heute mit eigenen Online-Pro-
dukten oder gar -Servern; wer will da noch eine Extra-
gebühr zahlen, wenn er in Blizzards »battle.net« oder I nterplays
»Player matching Service« umsonst mit Gleichgesinnten agieren
kann? Dennoch gibt es spannende Neuigkeiten
von VR-1 (http://www.vrl.com), Kesmais Able-
ger Gamestorm (http://www.gamestorm.com)
und Microsofts Internet Gaming Zone
(http://www.zone.com).
VR-1
Nach »Fighter Ace« wird bei VR-1 schon am näch-
sten Spiel für die Internet Gaming Zone gear-
beitet: Ultra Corps ist eine I nternet- Variante des
Runden-Strategie-Opas »Planets«, bei dem
nichts Geringeres als die ganze Galaxis erobert
werden muß . Tausende von Spielern übermitteln
im 24-Stunden-Takt ihre Aktionen an einen Zen-
tralrechner. Dieser berechnet dann die Machtverhältnisse neu.
Für Bertelsmanns »Game Channel« (http://www.gamechan
nel.de) entsteht Air Attack: Komplett in Deutsch sollen sich hier
in Dogfight-Manier mehr als 100 Piloten pro Arena in ihren flie-
genden Kisten unter Beschuß nehmen.
Eine Mixtur aus »Mechwarrior« und »Interstate 76« mit einem
Schuß Fantasy ist Nomads of Klanth. I n den Wüsten von Klanth
wachsen seltsame Witchstone-Kristalle, die Menschen, Elfen,
Zwerge und Untote für sich beanspruchen. Mit ihren Streitwagen
durchziehen die vier Rassen das öde Land, machen J agd auf geg-
nerische Fahrzeuge und nehmen Dörfer ein, um ihre Macht aus-
zudehnen.
The S.A.R.A.C Project erinnert an »Sub Culture« und »Schleich-
fahrt«: Im Meer eines kolonisierten Mondes hat sich eine eige-
ne Gesellschaft gebildet. Sie gehen mit Ihrem Boot auf Erzsu-
che, unternehmen Forschungsmissionen und müssen sich gegen
beutegierige Piraten und übellaunige Seeungeheuer behaupten.
Ins Cockpit eines Raumjägers versetzt Sie Rumble in the Void.
Wenn Sie Virgins »Subspace« kennen, wissen Sie schon, worum
es hier geht: Fliegen Sie in einer an »Asteroids« erinnernden
Draufsicht alleine oder in Geschwadern durchs All und schießen
Sie alles ab, was sich bewegt.
Seltsamer Name, futuristisches Spiel: Pepelaz kombiniert Flug-
simulation und Strategie: Mit fliegenden Festungen versuchen
mehrere Teams, einen Planeten zu erobern. Witzige Idee: Sie
können als Beobachter dem Spektakel beiwohnen oder - gegen
ein Bestechungsgeld - der Partei Ihrer Wahl beitreten.
Wahlweise als Bug oder als Mitglied der Föderation
gehen Sie in Starship Troopers: Battlespace in den
Weltraum.
m
Wer schwimmt denn da? Besser, Sie
haben einen Torpedo griffbereit.
(The S.A.R.A.C. Project)
Gamestorm
Neben schon bekannten Titeln
wie der »Air Warrior«-Reihe setzt
Gamestorm von Kesmai auf groß e
Namen: Godzilla (siehe Seite
186) und das noch im Betatest
befindliche Starship Troopers:
Battlespace sollen neue Kunden
werben. Letzteres erinnert an
»Subspace« mit einer Prise Stra-
tegie: Neben dem reinen Kampf müssen Sie eigene Planeten und
Sternenbasen schützen.
Internet Gaming Zone
Schon vor einigen Ausgaben berichteten wir über Asheron's Call,
Microsofts Antwort auf »Ultima Online«. Das umfangreiche 3D-
Terrain des Rollenspiels ist mit knapp 1500 qkm fast halb so groß
wie Rhode Island bei New York. Das Rollenspiel im 3D-Gewand
versucht, die Schwierigkeiten des Konkurrenten zu umschiffen.
Damit Neulinge nicht beim Blumenpflücken von Senior-Spielern
massakriert werden, muß jeder Einsteiger eine Allianz mit einem
erfahrenen Helden eingehen. Zaubersprüche verlieren beim Ein-
satz in der ganzen Welt an Stärke - deshalb sollten sie geheim-
gehalten und gut gehütet werden.
Oblivion ist der Arbeitstitel für einen Weltraum-Action-Titel, der
intern bei Microsoft
entwickelt wird. Bis zu
300 Spieler sollen
gleichzeitig das SD-
beschleunigte Weltall
einer fernen Zukunft
unsicher machen und
Positionen wie Pilot
oder Schütze an Bord
der unterschiedlich-
sten Raumschiffe Bis zur Veröffentlichung dauert's noch ein
besetzen . ( ra) Weilchen, gut sieht Oblivion schon heute aus.
184
PC PLAYER 8/98
fc®) HOTLINES)
Name der Firma
Hotline-Telefon
Sprechzeiten
Internet
3D Realms
.
.
www.3drealms.com
Access (Links LS)
siehe Eidos
-
www.accesssoftware.com
Acclaim
01805 335 555
24- Std.- Service
www.acclaimnation.com
Activision
0190 510055
Mo-So 16-18 Uhr
.
01805 225155 (techn. Support)
-
www.activision.com
Adventure Soft
siehe Bomico
-
-
Ascaron
05241966 933
Mo-Fr 14-17 Uhr
www.ascaron.com
Attic Entertainment
0743154 323
Mo-Fr 14-18 Uhr
www.attic.de
Aztech Systems
0421 16 25 640
Mo- Do 9-12:30, 13:30-17 Uhr, Fr 9-12:30, 13:30-15:30 Uhr
www.aztech.com.sg
Barbie
02131965 110
Mo- Fr 9-18 Uhr
www.funsoft-online.com
Berkeley Systems
siehe Funsoft/Softgold
-
www.berksys.com
Blizzard
siehe Sierra
-
www.blizzard.com
Blue Byte
0208 450 29 29
Mo-Do 15-19, Fr 15:30-19:30 Uhr
www.bluebyte.de
BMG
0180 53 04 525
Mo-Fr 10-18 Uhr
www.bmginteractive.de
Bomico
06103 334 444
Mo-Fr 15-19 Uhr
www.bomico.de
Broderbund
0180 23 54 549
Mo-Fr 9-18 Uhr
www.broderbund.com
Bullfrog
siehe Electronic Arts
-
www.bullfrog.co.uk
Creative Labs
089 95 79 081
Mo- Fr 9-17:30 Uhr
www.creaf.com
Cryo
05241953 539
Mo-Fr 18-20, Sa+So 14-16 Uhr
www.cryomaxupport.de
Disney Interactive
069 66 568 555
Mo-Fr 9-18, Sa 13-18 Uhr
www.disney.com
Dynamix
siehe Sierra/Coktel
-
-
Eidos Interactive
0180 52 23 124
Mo-Fr 11-13, 14-18, Sa+So 14-16 Uhr
www.eidos.com
Electronic Arts
02408 940 555
Mo-Fr9:30 -17:30 Uhr
www.ea.com
Empire
089 85 795 138
Mo-Fr9 -13 Uhr
empire.co.uk
Europress
siehe Bomico
-
www.europress.co.uk
Funsoft/Softgold
02131965 111
Mo, Mi, Fr 15-18 Uhr
www.softgold.com
Gametek
02131600 456
Mo-Fr 10-18 Uhr
www.gametek.com
Gravis
0130 810 654
Mo-Fr 9-16 Uhr
www.gravis.com
Greenwood
siehe Funsoft/Softgold
-
-
Gremiin
siehe Funsoft/Softgold
-
www.gremlin.co.uk
Grolier
siehe Bomico
-
http://gi.grolier.com
GT Interactive
01805/25 43 91
Mo-So 15-20 Uhr
www.gtinteractive.com
Hasbro Interactive
-
-
HILFE@hiuk.com
Ikarion
024147 01520
Mo-Fr 14-18 Uhr
www.ikarion.com
Impressions
siehe Sierra/Coktel
-
-
InterActof Europe
04287 12 5133
Mo- Fr 11-13 Uhr
www.interact-europe.de
Infogrames
022145 43 106
Mo-Fr 15-18 Uhr
www.infogrames.com
Interactive Magic
01805 221 126 (DM 0,48/min)
Mo-Fr 18-20, Sa+So 14-16 Uhr
www.imagicgames.com
Interplay
01805 33 55 55
24- Std.- Service
www.interplay.com
Interplay (ältere Spiele)
siehe Bomico
-
-
IONA
siehe Funsoft/Softgold
-
-
Konami
069 950 812 88
Mo-Fr 14-18 Uhr
www.konami.com
Linel
siehe Funsoft/Softgold
-
-
Living Books
0044 14 29 520 251 (England)
Mo- Fr 8-17 Uhr (MEZ)
www.livingbooks.com
Logic Factory
siehe Funsoft/Softgold
-
www.logicfactory.com
Lucas Arts
siehe Funsoft/Softgold
-
www.lucasart5.com
Magic Bytes
05241971999
Mo-Fr 17-19 Uhr
www.magicbytes.com
Max Design
0043 36 87 24 147 (Österreich)
Di, Do 15-18 Uhr
-
Mega Tech
siehe Funsoft/Softgold
-
-
Microprose
01805 25 25 65
Mo-Fr 14-17 Uhr
www.microprose.com
Microsoft
089 31761810
Mo- Fr 8:30-17 Uhr
www.microsoft.de
Microsoft direkt
0180 52 51199
Mo- Fr 8-18 Uhr
www.microsoft.de
Mindscape
0208 99 24 114
Mo, Mi, Fr 15-18 Uhr
www.mindscape.com
Mission Studios
siehe Funsoft/Softgold
-
-
Neo
0043 16 074 080 (Österreich)
Mo-Fr 10-16 Uhr
www.info.co.at/neo
New World Computing
siehe Funsoft/Softgold
www.nwcomputing.com
Novalogic
siehe Electronic Arts
www.novalogic.com
Ocean
siehe Bomico
www.ocean.com
Origin
siehe Electronic Arts
www.ea.com.origin
Paramount
siehe Viacom
www.paramount.com
Playmates
siehe Funsoft/Softgold
www.playmatestoys.com
Psygnosis
01805 214 433
Mo-Fr 15-20 Uhr
www.psygnosis.com
Rainbow Arts
siehe Funsoft/Softgold
-
Rainbow Kids
siehe Funsoft/Softgold
-
Sales Curve Int.
siehe Funsoft/Softgold
-
Sierra/Coktel
06103 994 040
Mo- Fr 9-19 Uhr
www.sierra.de
Sir-Tech
siehe Virgin
-
www.sir-tech.com
Software 2000 (Spiele ab 12/97)
0190 572 000 (DM 2,40/min)
Mo-Fr 11-13, 14-18 Uhr
www.software2000.de
Software 2000 (Spiele bis U/97)
05241986010
Mo-Fr 11-13, 14-18 Uhr
www.software2000.de
Spectrum Holobyte
siehe Microprose
-
www.microprose.com
SSI (Spiele ab 7/95)
siehe Mindscape
-
www.ssionline.com
SSI ( Spiele bis 6/95)
siehe Funsoft/Softgold
-
www.ssionline.com
Sunflowers
siehe Bomico
-
-
TerraTec
02157 817 914
Mo-Fr 13-20 Uhr
www.TerraTec.de
Tri mark
siehe Funsoft/Softgold
-
www.trimarkint.com (?)
Ubi Soft
0211338 0033
Mo- Fr 9-17 Uhr
www.ubisoft.de
Velocity
siehe Funsoft/Softgold
-
www.velocitygames.com (?)
Viacom New Media
0130 820 115
Mo- Fr 8-17 Uhr (MEZ)
www.viacomnewmedia.com
Virgin
040 89 70 33 33
Mo-Do 15-20 Uhr
www.vie.com
Virgin Sound & Vision
siehe Funsoft/Softgold
-
www.vsv.com
Virtual Vegas
siehe Funsoft/Softgold
-
-
Vobis
0190 787 776 (DM 2,40/min)
Mo- Fr 7-22 Uhr
www.vobis.de
Warner Interactive
siehe GT Interactive
■
www.netcatalogs.com:
8210/cdrom Home.html (?)
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185
ernet
JS2ä ^ MC
Angespielt: Godzilla bei GameStorm
Auf die
kommt
Hierzulande läuft »Godzilla« erst in Kürze im Kino,
aber dafür können Sie bereits am offenen Beta-Test
des Online-Spiels teilnehmen. Auf den ersten Blick
macht der Internet-Godzilla weitaus mehr Spaß als
das Ansehen von Roland Emmerichs mißlungenem
Monsterfilm- Versuch.
Pünktlich zum US-Kinostart am 20. Mai begann der offene
Beta-Test von »Godzilla« beim Anbieter Gamestorm
(http://www.gamestorm.com). Wie bei »Aliens Online« benöti-
gen Sie zur Teilnahme einen gültigen Account, der 10 Dollar im
Monat für unbegrenztes Spielen kostet; der erste Monat war bei
Redaktionsschluß umsonst.
Der Name Godzilla ist eigentlich irreführend, da er/ sie/ es im Spiel
selbst gar nicht vorkommt. Vielmehr haben Sie die Wahl, ob Sie
ein Soldat, ein Reporter oder ein Baby-Godzilla sein wollen. Spä-
ter wird noch ein Wissenschaftler hinzukommen, über den jedoch
noch nichts Näheres bekannt ist. Die Soldaten sind mit Waffen
wie Sturmgewehr, Granatwerfer oder Näherungsminen ausgerü-
stet, während Godzillas liebe Kleinen neben Zähnen und Klauen
auch ihren stinkenden, ja, buchstäblich ätzenden Atem einset-
zen. Sie bewegen sich zudem deutlich schneller als Menschen.
Durch das Fressen von speziellen Fischen wachsen sie, werden
Am Fulton-
Fi seh markt
SHBBk. "*?iül
schnappen sich
die Mini-
*BS
Godzillas nicht
nur leckere
Meeresfrüchte,
sondern auch
lästige Artge-
nossen.
: : ]".'V^
Martin Schnelle
Das Programm vermittelt zwar nicht eine derart dichte Atmosphäre
wie Aliens Online, was hauptsächlich an der Iso-Grafik liegt: Niemand
kann sich von hinten an Sie heranschleichen. Trotzdem macht es
Spaß, vor allem, wenn man als Soldat jemanden in die sorgfältig vor-
bereitete Näherungsminen-Falle lockt. Auch Escape from NY hatseine
Reize: »Wo liegen die blöden Fische? Oh nein, eine Horde Soldaten!«.
Alles in allem müssen wir die Designer bewundern, die aus einem
derart schlechten Drehbuch noch ein brauchbares Online-Spiel
gestrickt haben.
Eine solche Attraktion hat es im Madison Square Garden noch nie gege-
ben: Menschen gegen Baby- Godzillas.
stärker und flinker. Der Reporter wiederum versucht, das Gesche-
hen zu filmen und bezieht dafür Punkte; auß erdem können ande-
re Teammitglieder das sehen, was er gerade aufnimmt.
In den drei verschiedenen Zonen wählen Sie jeweils eine von
drei Örtlichkeiten aus dem Film aus, als da wären die U-Bahn,
der Fulton-Fischmarkt und der Madison Square Garden. Dazu
kommen vier unterschiedliche Spielarten: In »Free for all«
bekämpfen sich alle Charaktere gegenseitig, egal ob Mensch
oder Reptil, und es gewinnt derjenige, derzuerst die vorher fest-
gelegte Anzahl von Abschüssen erreicht. Bei »Team Kill« treten
Sie dem gelben oder blauen Team bei; hier muß ebenfalls eine
bestimmte Punktzahl erreicht werden. Um Godzillas Gelege geht
es bei »Capture the Egg«. Zwei Teams kämpfen darum, alle Eier
zu ihrer Basis zu schaffen. Schlußendlich dürfen Sie noch »Es-
cape from NY« wählen, wo die Baby-Godzillas aus der Stadt flüch-
ten wollen. Dies gelingt ihnen jedoch erst, sobald sie fressen-
derweise eine bestimmte Größe erreicht haben. Die Menschen
gewinnen, wenn sie eine gewisse Zahl Echsen erlegt haben,
während das Spiel an die Godzillas geht, falls genügend von
ihnen aus New York entkommen. Das alles wird in 16-Bit-Farb-
tiefe und einer frei rotierbaren isometrischen Ansicht präsen-
tiert. Einige Ge-
räusche wurden
aus dem Film über-
nommen, außer-
dem war Co-Autor
und -Produzent
Dean Devlin auch
am Spielkonzept
beteiligt, (mash)
C A
► Hersteller:
Kesmai/Mythic
Entertainment
► Genre:
Action
► Termin:
3. Quartal '98
► Spielerzahl:
64 pro Avenu
► Besonderheiten
Basiert auf dem Kinofilm;
drei verschiedene Charakter; vier Spielmodi.
186
PC PLAYER 8/98
DAS TEST- MAGAZIN
FÜR PC-SPIELE
CHEFREDAKTEUR
Heinrich Lenhardt (hl)
verantwortlich im Sinne des Presserechts
STCLLV. CHEFREDAKTEUR
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BERATER DER CHEFREDAKTION
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Philipp Schneider (ps), Martin Schnelle (mash), Thomas Werner (tw)
MITARBEITER DIESER AUSGABE
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CD- ROM- REDAKTION
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CHEFIN VOM DIENST
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Fremdbeiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung der Redaktion wieder.
PC PLAYER 8/ 98
187
^ wa
I Eraser
Könnt Ihr mir sagen, wie man den Inter-
net Explorer wieder vollständig loswird?
Heb hatte zwar nur die 3er-Version instal-
liert, aber jetzt nerven trotzdem noch
zwei Dinge* Zum einen »Internet« in der
Systemsteuerung und zum anderen legt
Windows öfters beim Start die Verzeich-
nisse »Cookies«, »Mstory« und »tempor-
ary internet files« an. Manuelles Lösehen
bringt nichts, da Windows die Verzeich-
nisse wieder anlegt Ich habe bereits die
Registry-Keys »Internet Setttngs« und
»Internet Explorer« manuell entfernt,
auch das freeherweise bei der Deinstalla-
tion nicht entfernte HE-Verzeiehnis. Ich
habe auch die gesamte Registry nach Be-
griffen wie »msie«, »iexplore« oder »Coo-
kies« durchsucht, aber nichts gefunden.
Wie kann man Programme in die »öffnen
mit ...« Liste aufnehmen oder entfernen?
Mich würde auch interessieren, wie man
leons aus der Systemsteuerung entfernt«
(Martin Koeleman)
Das würden auch die Richter gerne wis-
sen, die sich in den USA gerade mit dem
Thema »Windows 98 und Internet Explo-
rer« herumschlagen. Ernsthaft: Den Inter-
net Explorer werden Sie nur los, wenn Sie
Ihr Windows- System komplett löschen
und dann neu installieren. Ein schlichtes
»Drüberinstallieren« hilft hier leider
nicht. Auch wenn es keine direkten On-
line-Fragen sind: Im Explorer können Sie
unter »Ansicht/ Optionen/ Dateitypen«
neue Programme eintragen oder in die
Das Modem pfeift aus dem letz-
ten Loch, der Browser braust
nicht mehr? Wir beantworten die
interessantesten Online-Fragen in jeder
Ausgabe. Schreiben Sie an:
WEKA Consumer Medien GmbH
Redaktion PC Player
Stichwort: Technik-Treff online
Gruber Str. 46a
85586 Poing
oder per E-Mail:
ttoPCP@aol.com
Achtung: Detailfragen zu einzelnen Mo-
demtypen oder ISDN-Karten können wir
leider nicht beantworten. Wenden Sie sich
dazu am besten an den Hersteller. Wir
bitten um Verständnis, daß wir aus Zeit-
und Personalgründen nicht alle Fragen
persönlich beantworten können.
* "sp 5 ?^
TREFF
TIPS UND TRICKS RUND UMS
MODEM UND DIE INTERNET-WELT
Wüste schicken. Systemsteuerungseinträ-
ge löschen Sie, indem Sie die entspre-
chenden CPL-Dateien aus dem Verzeichnis
»Windows\ System« entfernen. Vorsicht:
Wir übernehmen keine Haftung für etwai-
ge Probleme, die aus solchen Aktionen
entstehen könnten.
I Viren-Buster
Ich benutze den Internet Explorer 4.0*
Gibt es eine Möglichkeit oder ein
Hilfstool, das mich vor Viren schützt, die
per E-Mail übertragen werden?
(Mattin Kremp)
Wir verkünden laut und deutlich: Es gibt
keine E-Mail-Viren. Der eigentliche »Vi-
rus« sind die kettenbriefähnlichen Nach-
richten, die angeblich vor ihnen warnen.
» Speed 56,6
Ich habe es bisher nicht geschafft, mit
meinem Modem (US Roboties Sportster
Flash) eine Verbindung zu AOL zu bekom-
men, die wirklich mit B6,6 Kbps Hüft. Das
höchste der Gefühle sind 33,6 Kbps. Wor-
an kann das Hegen? Ist es irgendwie mög-
lieh, das zu Indern? Bei Metronet bekom-
me ich keine Verbindung mit mehr als 4S
Kbps, obwohl Metronet behauptet, den
X2-Standard zu unterstützen.
(Andreas Homuth)
Zahlreiche Besitzer von flinken Modems
klagen uns in diesen Tagen ihr Leid über
langsame Verbindungen. Diese Erfahrung
können wir selbst bestätigen: Mit einem
56,6-Kbps-Modem erreichten wir auch bei
speziellen Hochgeschwindigkeits-Knoten
großer Online-Dienste lediglich Werte um
die 28,8 Kbps. Die Gründe dafür sind viel-
fältig: Eine verrauschte Leitung, ein über-
lasteter Einwahlknoten oder mangelhafte
Treibersoftware können zu den Ursachen
gehören. Wenn Ihr Provider Ihnen aller-
dings schriftlich eine bestimmte Geschwin-
digkeit (also nicht bloß die Unterstützung
eines geeigneten Standards) zugesichert
hat und trotzdem nur langsame Verbindun-
gen zustande kommen, könnte ein Anruf
beim Verbraucherschutz angesagt sein.
» Es folgt die Werbung
Ich habe ein paar Fragen zum Thema
Telefonieren und Internet
1. Ich habe gehört, daß o.telo zur Zeit in
Berlin kostenloses Telefonieren in einer
Testphase durchführt. Der Service wird
durch Werbeeinspielungen finanziert. Wä-
re es möglieh, sieh über dieses Angebot ins
Internet einzuwühlen, oder gibe es Pro-
bleme durch die Werbeunterbreehungen?
2. Welche Telefongesellsehaft ist zur Zeit
am billigsten? So wie ich das sehe, ist es
immer noch die Telekom, oder?
3.Wann wird ADSL kommen, und wird es
nur von der Telekom angeboten werden?
Wird es für Privatnutzer bezahlbar?
(Holger Klass)
Wir wählen Umschlag A. Zu Frage 1: Wenn
ein Datentransfer unterbrochen wird, gibt
das selbstverständlich Probleme. Solche
Angebote sind für PC-Benutzer vorerst nur
von geringem Nutzen. Zu Frage 2: Nicht
unbedingt. Bei manchen Konstellationen
kann sich ein anderer Anbieter durchaus
rechnen. Die Kollegen von der »c't« ha-
ben auf ihrem Webserver ein Programm,
das Ihnen weiterhilft (http://www.hei
se.de/ ct/ttarif). Zu Frage 3: Die Telekom
führt in diesen Tage ein ADSL-Pilotprojekt
in Nordrhein-Westfalen durch. Die ADSL-
Technologie (Asymmetrie Digital Subscri-
ber Line) sorgt dafür, daß Sie bis zu 1
MByte pro Sekunde (!) durch normale Te-
lefonleitungen empfangen. Verschicken
können Sie die Daten mit 768 Kbps
(knapp 15 mal so schnell wie aktuelle
56,6er-Modems). Man kann also davon
ausgehen, daß die Telekom diese Techno-
logie einer möglichst breiten Anwender-
schar zu günstigen Preisen anbieten wird,
um einige der zu erwartenden Wettbe-
werbsverluste auszugleichen. (ra)
PC PLAYER 8/ 98
189
Sie wollen Ihre Meinung
über PC Player loswerden
oder sich zu allgemeinen
Computerthemen äußern?
Wenden Sie sich auf dem
Postweg an die WEKA
Consumer Medien GmbH,
Redaktion PC Player,
Postfach 1129, 85580 Poing.
E-Mails schicken Sie bitte an LeserPCP@aol.com.
Schachteln einer Ausstellung
Neben einem dicken Lob für Eure infor-
mative Zeitschrift habe ich auch einen Ver-
besserungsvorschlag: Könntet Ihr bei den
Spieletests nicht irgendwo ein Mini-Bild
der Spiel-Verpackung abdrucken? Das war
echt hilfreich! (Elke Hein)
Diese an sich nicht schiechte Idee schei-
tert allerdings daran, daß wir in der über-
wiegenden Anzahl der Fälle die Master-
Version eines Spiels auf einer Gold- CD
bekommen. Die fertige Schachtel sehen
wir meistens erst dann, wenn unser Heft
am Kiosk erscheint - und einen Monat län-
ger wollen Sie sicherlich nicht auf den Test
warten, oder?
Probleme anno 1602
Den folgenden Brief habe ich (leicht säu-
erlich) an Sunflowers (Hersteller von
»Anno 1602«) geschickt:
Nach der Installation von Anno 1602
begann mein Rechner bei jedem Zugriff auf
das CD-ROM-Laufwerk Schwierigkeiten zu
machen (unabhängig davon, ob die Anno
1602-CD eingelegt war oder eine andere) .
Anfänglich stieg der Rechner lediglich aus
den jeweiligen Programmen
aus, später kam es zu vollstän-
digen Systemabstürzen.
Nachdem der Rechner letzt-
endlich keine 30 Minuten mehr
fehlerfrei lief, brachte ich ihn
zur Reparatur. Einen konkreten
Fehler konnte der Techniker
allerdings nicht feststellen -
lediglich das CD-ROM-Laufwerk
war, seiner Aussage nach,
defekt - was auch die Abstür-
ze beim Zugriff auf das Lauf-
werk erklärte.
Das Laufwerk wurde ausgetauscht, und
mein Rechner lief einwandfrei - jedenfalls
so lange, bis ich wieder Anno 1602 instal-
liert hatte. Da ich mittlerweile auch von
anderen Anno-1602-Besitzern von ähnli-
chen (beziehungsweise genau diesen)
Problemen gehört habe, steht für mich
relativ fest, daß das Spiel vielleicht doch
einige Probleme mehr auslöst als nur die
Tatsache, daß die CD nicht einwandfrei
gelesen werden kann. (Marco lusefonat)
Wir haben auch von anderen Lesern Hil-
ferufe erhalten und uns daraufhin selbst
mit Sunflowers in Verbindung gesetzt. Die
Firma bestätigte, daß es sich in der Tat
um einen Produktionsfehler handele, und
die entsprechende Charge von Spielen
bereits nicht mehr im Handel erhältlich
sei. Sie können die Sorgenkinder an dem
Zahlencode erkennen, der auf der silber-
nen CD-Seite in der Nähe des Loches zu
finden ist: Endet die Reihe mit dem Buch-
staben E, so handelt es sich um einen
kaputten Kandidaten. Schicken Sie die CD-
ROM dann an Sunflowers, Ohmstr. 2 In
63225 Langen, und Sie erhalten kosten-
losen Ersatz.
Anno 1602: Einige CDs wurden mit einem Herstellungsfeh-
ler ausgeliefert.
Vernetzt und zugenäht!
Wir, eine Truppe von acht Strategiespie-
lern (alle über 30), treffen uns regelmäß ig
zum Spieleabend. Denn mal ehrlich, die
Einzelmissionen taugen doch gerade mal
zum Kennenlernen der Einheiten und
deren Möglichkeiten. Die vielgelobte
»Künstliche Intelligenz« ist in fast allen
Fällen lachhaft. Dazu kommt, daß es mei-
nes Erachtens überhaupt keinen Spaß
macht, alleine vordem Rechnerzu hocken.
Mit oder gegen ein paar Freunden macht
es noch mal so viel Spaß.
Nun haben sich die Zeiten seit »Command
& Conquer« ja gewaltig geändert. Lief das
Spiel noch sehr stabil, kann man das vom
Nachfolger »C&C2«, von »Total Annihila-
tion« oder »Age of Empires« nicht unbe-
dingt sagen. Daraus ergeben sich mehre-
re Probleme: Zu langsame Rechner,
Wackelkontakte an den Netzwerksteckern
oder eventuell bremsende Netzwerkkar-
ten. Meine Frage: Gibt es ein Programm,
daß ein Netzwerk oder die daran ange-
schlossenen Computer durchleuchtet? Wie
schön wäre es, wenn man die Leistungs-
fähigkeit einzelner Rechner auflisten
könnte, zusammen mit einem etwaigen
Nachrüstungsbedarf für die langsameren
Vertreter.
Und noch eine Frage: Warum gibt es bei
all den Spielen keine automatische Siche-
rung, etwa alle zwei Minuten? Sicher kön-
nen die Hersteller bei komplexen Spielen
und den verschiedensten PCs einen
Absturz nicht immer ausschließen, dafür
gibt es manchmal ja auch manuelle Siche-
rungen. Nur: Wer denkt im dicksten
Schlachtengetümmel daran? Macht doch
mal die Hersteller darauf aufmerksam.
(Marc Hoeijmans)
Hiermit getan: Hersteller, baut mehr Spel-
cherfreundllchkelt In Eure Titel ein! Ein
speziell für den Spielerbedarf ausgerüste-
tes Netzwerkprüfprogramm Ist uns nicht
bekannt. Die »Norton Utilities« oder der
Hardware-Tester »Checklt« (beide für Win-
dows) decken zumindest einen Teil der
Problematik ab.
Wirtschaftskrise
Langsam wird es echt nervig, das ewige
Gemecker und Genörgel über deutsche
Wirtschaftssimulationen. Von wegen »ver-
190
PC PLAYER 8/ 98
staubt« und »trocken«:
Mm Mir, und damit stehe ich
sicher nicht alleine da,
machen Spiele wie
i \ »Oldtimer« oder »Der
Planer« echt Spaß.
Und zwar, weil ich finde, daß ein Spiel
auch andere Ziele haben kann, als nur auf
Menschen oder irgendwelche Monster zu
ballern oder Gegner zu vernichten. Da mag
ich es lieber, das Geld mit etwas wirt-
schaftlichem Geschick in Massen anhäufen
zu können - wenn schon nicht real, dann
doch wenigstens in der Phantasie.
Cool, daß Ihr Euch wünscht, dieses Genre
möge verschwinden. Ich für meinen Teil,
der sich bei Euch monatlich über Neuer-
scheinungen erkundigt hat, häufe dann
eine Menge Kohle an, weil ich dann keine
PC-Zeitschriften mehr brauche.
(Roland DemzLer)
Hoppla, Mißverständis-Alarm! Mitnichten
wünschen wir uns den Untergang des kom-
pletten Wirtschafts-Genres (wo haben Sie
solches gelesen ?). Was wir aller-
dings nicht mehr sehen können,
sind uninspierte Kopien bekann-
ter und ausgelutschter Titel, die
uns von den Herstellern immer
wieder aufs neue als wahre
Geniestreiche verkauft werden.
Kreativen Neuschöpfungen ste-
hen wir immer freudig aufge-
schlossen entgegen, da spielt
das Genre überhaupt keine Rolle.
Wer ist besser? Starcraft:
Ich als »Total Annihilation«-Fan
kann Starcraft kaum Positives abgewin-
nen. Die einzige »Neuerung« scheinen mir
die drei (statt wie üblich zwei) Völker zu
sein. Ansonsten ist Starcraft TA in jedem
Punkt unterlegen. Das fängt schon damit
an, daß der Schwierigkeitsgrad nicht ver-
stellt werden kann, und das Spiel deshalb
für Fortgeschrittene oder Profis lachhaft
einfach ist. Die »clevere Steuerung« ist in
TAgenauso vorhanden. Hierzu nurein Bei-
spiel: Klicke ich ein Gebäude an, das sich
gerade in Bau befindet, hilft die Einheit
automatisch beim Bau mit. Auch bei TA
gibt es übrigens Flugzeuge und sogar
Gebäude (Fusion-Plant), die auf dem Radar
unsichtbar sind. Der absolute Witz ist, daß
Starcraft nur 2D-Karten enthält. Das ist so
veraltet, daß es an Frechheit grenzt, das
Spiel mit solch einer Grafik-Engine zu ver-
öffentlichen. Aber halt- esgibt ja »immer-
hin auf einigen Karten zwei Ebenen«.
Wahnsinn!
Ich will jetzt nicht damit anfangen, wie-
viel zig Höhenebenen TA verwendet, aber
durch die Berge und Täler ergeben sich
völlig neue taktische Möglichkeiten.
In Sachen Spielbarkeit ist Starcraft der
Konkurrenz weit voraus, lese ich im Test.
Unnötig viele Einheiten haben da andere
Spiele, »trendiger Firlefanz«. Ich wagemal
zu behaupten, daß bei TA (darauf zielen
die Bemerkungen wohl offensichtlich ab)
fast jede einzelne Einheit ihre Daseinsbe-
rechtigung hat. TA ist sicher auch mit der
Hälfte der Einheiten gut spielbar. Aber die
zusätzlichen Fahrzeuge geben dem Spiel
wiederum eine kräftige Portion taktische
oder sogar strategische Tiefe. Obendrein
besitzt TA eine offene Spiel-Engine, die
das Erweitern mit neuen Einheiten erlaubt.
Das gab es bis dato noch nie. Aber halt -
Alles Kalter Kaffee?
das ist ja eigentlich ein Nachteil, da die
Einheiten dadurch noch mehr werden, und
weil man dann bestimmt völlig die Kon-
trolle verliert. Ich brauche in TA nur das
Icon einer Einheit anzusehen, und weiß
sofort, wie sie bewaffnet ist, wie stark die
Panzerung ist, ja sogar wie sie heißt. Und
es hat nicht lange gedauert, bis ich das
(bisauf einigesehrwenige, selten benutz-
te) auswendig wußte. »Echtzeit-Strategie
macht am meisten Spaß, wenn man neue
Einheiten ... entdeckt.« Ich muss jetzt
wohl nicht sagen, wie sehr dieses State-
ment für TA gilt.
Dann schreibt Ihr sogar noch, daß trotz
der drei ja so völlig unterschiedlichen Ras-
sen das Spiel auf Massenattacken hinaus-
läuft. Das wurde anderen Titeln bisher
eigentlich immer dick angekreidet - hier
mutiert es fast schon zum Vorteil. Uner-
reicht auch die grafische Auflösung: 640
mal 480 Punkte - das hatten wir schon in
»Warcraft 2«. Mir ist nicht ganz klar, was
Ihrgegen Total Annihilation habt. Aber ich
wage zu behaupten, daß sich kein einzi-
ger wirklicher TA-Fan für Starcraft so
begeistern wird wie eben für TA.
(Stefan Schnürte)
Total Annihilation wurde von uns nicht
gerade verrissen, sondern mit einem Gold
Player und satten 86 Spielspaß punkten
bedacht - nur zwei Punkte weniger als
Starcraft. Außer Frage steht, daß TA Star-
craft bei der Präsentation weit überlegen
ist. Gegen eine reichhaltige Truppenaus-
wahl ist ebenfalls nichts einzuwenden, bei
TA stehen jedoch insbesondere die
wucherteuren schweren Verteidigungstür-
me in keinem vernünftigen Kosten/Nut-
zen-Verhältnis. Die Stärken des hierbei
etwas besser austarierten Starcraft basie-
ren vor allem auf den drei sehr unter-
schiedlichen Rassen: Während bei TA beide
Parteien im Großen und Ganzen über recht
ähnliche und gleich starke Truppentypen
gebieten, erfordert jede der drei Starcraft-
Rassen eine individuelle Strategie, was
übrigens auch dem unübertroffenen
Mehrspielerbetrieb zugute kommt. Viel-
leicht urteilen Sie auch bezüglich des
Schwierigkeitsgrades von Starcraft etwas
vorschnell: Die drei klug strukturierten
Kampagnen fangen zwar sehr leicht an,
werden aber in weiteren Spielverlauf ste-
tig schwieriger. (n)
SCHREIBEN SIE UNS
Leserbriefe an die Redaktion können Sie am
praktischsten per E-Mail loswerden. Unsere
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Redaktion PC Player
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jede einzelne Zuschrift individuell beantworten
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sich die Redaktion Kürzungen vor.
192
PC PLAYER 8/ 98
LLE TE STS
des Jahrgangs 1998
auf einen Blick
Spiel Ausgabe Wertung
Seite
Spiel Ausgabe Wertung
Seite
Spiel
Ausgabe Wertung
Seite
3D Ultra Pinball- Lost Continent 1
/98
69
162
Formel 1 '97
4/98
72
92
Pink Panther und die Zauberformel
4/98
68
159
Actua Golf 2 5
/98
72
99
f^ Forsaken
5/98
85
84
Plane Crazy
6/98
64
129
Actua Ice Hockey 5
/98
70
98
fr Frankreich 98- Die Fuflball-WM 6/98
90
122
Planet Blupi
1/98
30
190
Actua Soccer 2 1
/98
72
146
Frogger
1/98
78
160
pod: Back to Hell
2/98
74
162
Addiction Pinball 3
/98
70
107
Game, Net & Match
7/98
71
90
Politica
2/98
61
152
Air Warrior 3 3
/98
55
100
P'GexSD
7/98
83
96
Powerboat Racing
4/98
67
98
Andretti Racing 1
/98
46
110
GNAP
2/98
59
159
Prost Grand Prix
7/98
38
114
|F~ Anno 1602 5
/98
82
128
Golf 98 Edition
6/98
74
120
Puzz 3D
1/98
9
200
Anstoss 2: Verlängerung 4
/98
75
104
Golf Pro, The
5/98
71
92
Queen: The Eye
1/98
60
182
Arcade's Greatest Hits:
Grab des Pharao
3/98
41
111
Reap, The
1/98
75
186
The Midway Collection 2 4
/98
69
106
Granny
3/98
27
106
Rebel Moon Rising
2/98
27
85
Area-D 1
/98
19
159
Great Battles of Caesar
5/98
58
116
Rebellion
6/98
63
94
Armor Command 5
/98
58
114
Great Battles of Hannibal
1/98
67
168
fr Red Baron 2
2/98
80
138
Army Men 7
/98
73
88
Halls oftheDead
5/98
61
101
Redline Racer
5/98
74
122
Autobahn Raser 7
/98
43
116
Hardball 6
7/98
78
109
Riana Rouge
5/98
19
113
Balance of Power 2
/98
78
102
fr HeavyGear
1/98
83
84
Rising Lands
3/98
62
88
Balls of Steel 2
/98
63
172
Herrscher der Meere
1/98
63
176
SabreAce: Konflikt über Korea
1/98
63
192
Battleground 6 1
/98
60
178
Hexen 2 Missions-CD
5/98
81
100
Search and Rescue
4/98
54
153
Battleground 7 1
/98
54
178
Hexplore
6/98
73
112
Sega Rally Racing (für MMX)
3/98
67
115
Battleground 8 1
/98
65
178
Hugo - Wild River
6/98
14
131
Sega Touring Carts
3/98
68
78
gF" Battlezone 4
/98
90
72
i Panzer 44
6/98
63
112
Semper Fi
5/98
28
96
Birthright 2
/98
46
156
iF-22
5/98
77
138
Sensible Soccer World Cup
6/98
67
126
Black Dahlia 5
/98
56
112
Incoming
5/98
65
90
Sentient
4/98
40
157
fr Blade Runner 1
/98
80
94
Incubation Missions-CD
5/98
82
134
Seven Kingdoms: Ancient Adversaries 7/98
73
117
Blaster 2
/98
26
103
Indy Racing
7/98
59
116
Seven Wars
4/98
35
116
Bleifuss Rally 1
/98
75
152
I-War
1/98
74
130
Shadow Master
2/98
37
169
BobSquish 1
/98
22
164
^ Jack Nicklaus 5
3/98
82
82
Shanghai Dynasty
3/98
76
92
Buccaneer 1
/98
55
166
Jazz Jack Rabbit 2
4/98
58
85
Sign ofthe Sun
2/98
21
84
Bug Riders 4
/98
45
156
Jedi Knight: MyteriesoftheSith
4/98
84
96
Ski Racing (DSF Ski)
4/98
62
102
Burnout 6
/98
26
105
J et Moto
4/98
76
100
Skull, The
2/98
13
163
Bust-a-Move 2 4
/98
68
108
John Sinclair: Evil Attacks
6/98
39
144
Soda Offroad Racing
2/98
53
160
Carmageddon Splat Pack 1
/98
69
91
) ourneyman Project 3
2/98
77
150
Soldiers at War
6/98
60
131
fr CART Precision Racing 3
/98
80
74
Kick Off 98
1/98
38
148
Spec Ops
6/98
74
114
Civ 2: Fantastic Worlds 1
/98
79
198
KKND2
7/98
76
78
Star Trek Pinball
4/98
59
109
Clash 7
/98
17
117
KKNDXtreme
2/98
59
92
Star Trek: The Game Show
5/98
61
109
Close Combat 2 1
/98
62
98
Korea
5/98
66
139
Star Wars Monopoly
1/98
69
200
W_ Comanche Gold 7
/98
85
104
Last Bronx
4/98
73
110
f^ Starcraft
6/98
88
84
W_ Commandos 7
/98
85
84
Liberation Day
4/98
77
94
Starfleet Academy Missions CD
6/98
67
142
W Croc 3
/98
81
60
fr Longbow 2
1/98
86
118
Starship Titanic
6/98
68
140
fr Curse of Monkey Island, The ]
/98
89
78
Lords of Magic
2/98
79
146
Stealth Reaper 2020
4/98
25
154
Daggerfall: Battlespire 2
/98
62
170
fr M 1 Tank Platoon 2
5/98
83
102
Steel Panthers 3
1/98
53
170
Dark Colony: The Council Wars 4
/98
39
113
Madden NFL '98
1/98
76
144
StreetsofSimCity
2/98
31
104
Dark Omen 4
/98
76
78
Mage Slayer
1/98
37
189
Suit, The
2/98
8
163
Dark Reign Missions-CD 5
/98
81
133
Man of War
6/98
32
99
Super Match Soccer
6/98
59
126
Dark Rift 4
/98
63
112
Maximum Force
4/98
48
155
Takeru
2/98
37
158
DaysofOblivion 5
/98
12
95
Men in Black
1/98
55
156
Tamagotchi
3/98
35
94
Deadlock 2 5
/98
62
110
Metalizer
6/98
58
100
Tender Loving Care
6/98
79
116
Deathtrap Dungeon 7
/98
72
76
Micro Machines V3
6/98
74
132
Tenka
3/98
29
96
Defiance 1
/98
22
99
Might & Magic 6
6/98
68
106
Tennis Manager
6/98
28
130
Descent to Undermountain 3
/98
46
98
Monopoly WM-Edition
6/98
68
125
Test Drive 4
2/98
68
98
Diablo: Hellfire 1
/98
74
158
Monster Truck Madness
6/98
61
118
TinyTrails
7/98
34
89
DiebytheSword 5
/98
78
94
Montezuma - Der Fluch der Azteken
2/98
55
153
TOCA
1/98
64
112
Dilbert's Desktop Games 3
/98
27
90
Motorhead
6/98
77
138
Total Annihilation: Core Contingency 6/98
82
98
Dogday 2
/98
38
154
My Friend Koo
3/98
58
113
Triple Play 99
6/98
77
131
Drilling Billy 1
/98
42
164
NBA Action 98
3/98
78
80
Twisted Metall
4/98
65
158
DSF Baseball pro 98 1
/98
63
150
fr NBA Live (98
1/98
88
140
Ubik
4/98
67
90
DSF Football pro 98 1
/98
56
150
Netstorm
1/98
69
188
Ultimate Race
2/98
79
100
Dunkle Man'ver 4
/98
73
82
NHLOpenlce
2/98
65
164
Uprising
1/98
79
90
Earth 2140 Missions-CD 5
/98
76
135
Nightmare Creatures
3/98
69
112
Vlad Tepes Dracula
4/98
38
116
Eastern Front Mission Pack 1 7
/98
75
109
fr Nitro Riders
5/98
83
106
Wallstreet Trader 98
7/98
67
108
Emergency - Fighters for Life 6
/98
67
104
NuclearStrike
1/98
50
184
War Wind 2
2/98
70
174
F/A 18 Korea 2
/98
64
144
f^ Oddworld: Abe's Oddysee
1/98
85
194
Warbreeds
4/98
62
114
f^ Fl Racing 1
/98
90
104
Of Light and Darkness
6/98
70
110
fr Wing Commander: Prophecy
2/98
85
86
F-15 6/98
79
146
Ostfront
2/98
18
173
Winter Race 3D
2/98
29
165
W^ F22 ADF 1
/98
82
114
Outwars
6/98
54
143
World Wide Rally
2/98
11
162
f$r F-22 Raptor 1
/98
81
122
Overseer
5/98
77
124
Worlds League Soccer
7/98
76
110
fr Fallout 1
/98
85
194
Pandemonium 2
3/98
79
108
X-Car - Experimental Racing
1/98
33
154
fr FIFA 98 -Die WM-Qualifikation 1
/98
89
124
Panzer Commander
7/98
66
98
X-COM: Interceptor
7/98
75
70
Fighting Force 5
/98
71
136
Pax 1 mperia 2 - Eminent Domain
1/98
74
172
Xenocracy
7/98
70
92
Final Impact 6
/98
28
145
Perry Rhodan: Brücke in die
3/98
57
72
Youdon'tknowjack
3/98
73
114
Final Liberation 2
/98
61
166
Unendlichkeit
Z: ExpansionSet
2/98
56
167
Flight Unlimited 2 2
/98
74
142
Perry Rhodan: Operation Eastfront
3/98
68
64
Zombiville
4/98
17
157
Flying Saucer 5
/98
65
121
Pilgrim
1/98
64
182
Zork: Grand Inquisitor
1/98
78
128
( ttttA La ]
Klänge im Raum
Ein interessantes Spielegenre ent-
deckte Fabian Otto in Computer-Bild
5/98* Während man Über eine Auf-
trennung von Adventures in Abenteuer, Comie-Abenteuer und Detektiv-
Abenteuer noch streiten kann, legen wir bei ^Raumklänge-Spielen die Stirn
in Falten. Was eint diese Titel? Gibt's bei »Vffng Commander* Prophecy«
SphärenkUngeim Weltraum? Erklingen in ^FIFA98e dezente Stürmerflüehe
aus dem Strafraum? Hört man bei >»Fi Radng« den knalligen Klang einer
Die besten E3-Gimmicks
Viel wilder als alle Spiele sind die kleinen Goodies,
mit denen die Hersteller Aufmerksam-
keit ihre Titel erheischen wollen. Von
oben links nach unten rechts:
1. Alle Fans des auf die Dauer etwas öden
Jagdsimulators »Deer Hunter« freuen
sich über diesen Plastik-Elchkopf.
2. Selbst die Hotelzimmer-Schlüssel-
karte ziert ein Lockruf zum Imagine-
Stand.
3« Herzschmerzen: Interactive Magics
»Theocracy«-Weichgummiherz ist nichts
für nervenschwache Zeitgenossen.
4e Obskurer Comic, obskures Konsolen-
spiel: In Acclaims »Quantum & Woody« spielt diese
Ziege eine Hauptrolle.
5« Come get some: »Duke Nukem Forever« wirbt mit
stilechten Las- Vegas-Chips.
6. Prosit: Am GT- Stand gab es nicht nur diesen
schmucken Abe-Flaschenöffner, sondern auch »ech-
tes« SoulStorm-Brew - eine schmackhafte, grün-
violette Bananenmilch ohne Milch.
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MM
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*»&
If I had a hammer: Thomas J aepel von Hasbro testet
den Tonka Workshop.
Die seltsamste E3-Präsentation
Hasbros PC-Aktivitäten sind nur der letzte Streich in
der langen Konzerngeschichte. Deutlich obskurer:
Kinderspielzeug und neuerdings auch -Software wie
die »Tonka«-Reihe. Hier dürfen Sie den lieben Kleinen
einen Aufsatz auf die Tastatur schnallen, mit dem
frisch und frei gehämmert, geschraubt und gesägt
werden darf. Parallel dazu entsteht auf dem Bild-
schirm zum Beispiel eine Hundehütte. EineSteigerung
ist der »Rasende Falke«: Darin finden Star-Wars-Figu-
ren Platz, die dann auf Waffen und Steuerung einwir-
ken - auf dem Monitor werden dazu passende Kampf-
und Flugszenen gezeigt. (ra)
DIE ÜBERSETZUNG DES MONATS
Drei Mal dabei, bitte nicht mehr wiederwählen: In diesem Heft
finden Sie den letzten Teil der schaurig-schön übersetzten
» Spec Ops« - Readme- Datei .
Ranger BUDDY kontrolliert:
* END - Follow Me ! : Diese Form erzählt Ranger Zwei,
Ihnen zu nähern und zu folgen.
* DEL - Fire Them Up!: Diese Form läßt Ranger Zwei
Ziel sein nächsten Feind. Dies stellt das Beste be-
reit befallen Sie Formation für Feinde vor ein von
beidenRanger . Ranger Zwei mag nehmen eine Weile,
Ranger Eine einzuholen, wenn Ranger One zu einem
schnellen Lauf geht.
* PAGE DOWN - Hold Up ! : Diese Form erzählt Ranger
Zwei, seinen Boden zu ertragen. Ranger Zwei wird
sich bis nicht bewegen unterrichtete, um so zu ma-
chen aber wird bei Feinden feuern, wenn sie inner-
halb eines bestimmten Radius bekommen, davon.
* HOME - Move Up ! : Diese Form erzählt Ranger Zwei
zu begrenzte forwrd von Ranger One Lage und versu-
chen Sie, Ende zu bleiben.
Intel Indeo(r) Video Codec: Bitte seien Sie sicher,
die Software Lizenz-Zustimmung zu lesen, die in ein-
geschlossen wurde, das schließen Sie an routinemäßig
vom Programm vor dem Anschließen dieser Software
auf Ihre Maschine.
196
PC PLAYER 8/ 98
TAGE DES DONNERS
Unser Redakteur Udo Hoffmann betritt
die Straßenbahn nur noch mit Sturzhelm
und Schutzbrille. An jeder Haltestelle
verschreckt er zusteigende Rentnerinnen
mit dem Lautruf »Boxenstop!«. Fahrkar-
tenkontrolleure trauen sich erst gar nicht
mehr in seine Nähe - liegt's am herzhaf-
ten Duft des ölverschmierten Overalls?
Klarer Fall, der Mann bereitet sich mental
auf das Rennspiel-Special in der nächsten
PC Player vor! Überholspur-Udo und seine
Kollegen vom Player-Rennstall sichten
das gigantische Feld an PS-haltigen Si-
mulationen. Die besten Programme tre-
ten im Vergleichstest an; dazu gibt's ex-
trabreite Previews von demnächt erschei-
nenden Rennspiel-Neuheiten.
( FILM AB )
Der Bundespräsident hat lei-
der abgesagt, aber auch so
häufen sich die Gast-Auftrit-
te Prominenter im Rahmen
unserer »Multimedia-Leser-
briefe«. Nachdem Larry-De-
signer AI Lowe diesen Monat
den fröhlichen Video-Scha-
bernack auf unserer CD-ROM anmoderierte, steht nächsten
Monat Perry-Rhodan-Autor Arndt Ellmer vor der Kamera.
c
SICHERER TIP
")
Philipp Schneider läßt wieder seine Lösungs-Spür-
hunde von der Leine. Nächsten Monat erwarten wir in
unsere Tips-&-Tricks-Beilage Players'! Guide unter an-
derem ausführliche Beiträge zur Meisterung von Do-
minion: Storm over Gift 3, Might & Magic 6 sowie die
zweite Hälfte der Lösung zu Deathtrap Dungeon. Da-
zu kommt eine frische Portion Cheats und Kurztips.
© © 9
^^^^
C
MAX HAT'S
)
Die Trefferquote bei unseren Spieletest-Ankündigungen war in
den letzten Monaten zugegebenermaßen weniger zuverlässig als
die Wettervorhersage. Wir haben konsequenterweise Redakteure
gegeißelt, Pressesprecher vom Weihnachtskartenverteiler ge-
strichen und generell die Termin-Unzuverlässigkeit im Umgang
mit PC-Spielen bejammert. Doch für nächsten Monat haben wir ei-
nen ebenso sicheren wie verheißungsvollen Testkandidaten auf
Lager: MAX 2 ist Interplays neue anspruchsvolle Mischung aus
Runden- und Echtzeit-Strategie. Die Entwickler versprechen acht
verschiedene Parteien, rund 100 Einheitentypen und in 50 Stufen
zoombare, edel ge-
änderte Schlachtfel-
der. Käufer von PC
Player Plus werden
dann gleich selbst
Hand anlegen kön-
nen, denn auf der
nächsten CD-ROM
wird eine spielbare
Demo von MAX 2 ge-
parkt.
MAGIE & STRATEGIE MIT SUPER PLUS )
Auch nächsten Monat gibt es wieder die Spe-
zialausgabe »Super Plus«. Hier erwarten Sie
all die Magazin- und CD-ROM-Annehmlichkei-
ten einer regulären PC Player Plus; das »Su-
per« hat seine Daseinsberechtigung ob der
zusätzlichen Spiele- Vollversion.
In Ausgabe 9/98 lassen
wir's kräftig zaubern, denn
ein Master of Magfc wird
| Game | Spetts | ^r itucs | CiUcs | Magic | Itifc | Plane |
^
zur Eroberung komplexer Fantasy-Welten ge-
sucht. Die komplette Vollversion des Micro-
prose- Strategieklassikers bietet viele Auf-
bauelemente ä la Civilization. Zwei Parallel-
welten sind durch magische Tore miteinander
verbunden. Hüben wie drüben gründen Sie
Städte, setzen Zauberei ein
und kommandieren Trup-
pen herum.
Alle Vorschau-Angaben ohne Gewähr!
Aufgrund von Terminänderungen bei
den Spieleherstellern kann es zu kurz-
fristigen Verschiebungen kommen.
J